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  • 16. August 2005 31 1 Min.

Essen. Die Entscheidung der neuen nordrhein-westfälischen Schulministerin Barbara Sommer, ein Lehrerhandbuch zur Behandlung des Themas Homosexualität aus dem Verkehr zu ziehen, beschäftigt jetzt nun auch die Bundespolitik. Laut der Tageszeitung NRZ hat der Parlamentarische Geschäftsführer der Grünen im Bundestag, Volker Beck, FDP-Parteichef Guido Westerwelle und FDP-Landeschef Andreas Pinkwart per Brief dringend aufgefordert, sie sollten mithelfen, um die "absurde Maßnahme aus der Welt zu schaffen". Das abgesetzte Handbuch war von der im Mai abgewählten rot-grünen Landesregierung veröffentlicht worden. Sommers Sprecher Oliver Mohr hatte die Rücknahme des Handbuchs so begründet: "Wir tolerieren jegliche Lebensformen, wollen aber keine Werbung für bestimmte sexuelle Ausrichtungen machen." Der Lesben- und Schwulenverband (LSVD) und die Lehrergewerkschaft GEW äußerten harsche Kritik an der Entscheidung. In seinem Brief an Westerwelle schreibt Beck: "Es befremdet mich, dass die FDP nicht einmal versucht, die CDU zu bremsen, sondern ihr noch offen applaudiert." Hintergrund: Ralf Witzel, parlamentarischer Geschäftsführer der FDP-Landtagsfraktion, hatte den Schritt der Schulministerin als "pragmatische Entscheidung" bezeichnet. Die für Bildung zuständige FDP-Abgeordnete Pieper-von Heiden sekundierte: "Mit der Homo-Fibel ist Pisa nicht zu gewinnen." Becks Konter: "Mit mehr Vorurteilen wird man die Probleme von Pisa auch nicht in Griff bekommen." (ots)

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-w-

#1 Stefan K.Anonym
  • 16.08.2005, 13:10h
  • Da seht ihr mal, was wir davon haben werden, wenn ab 18. bzw. 19. September CDU/CSU/FDP regiert! Wählt bitte Rot-Grün, denn wenn dann Schwarz-Gelb regiert, wird es nicht nur uns Homos schlechter ergehen.
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#2 manni2Anonym
  • 16.08.2005, 13:25h
  • Herr Westerwelle ...we are family...
    jetzt sein Sie endlich ein Familienmitglied und hauen mal auf den Tisch!!
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#3 dnlnAnonym
  • 16.08.2005, 13:36h
  • Absurde Vorstellung hat Herr Beck schon. Seine Partei propagiert(e) Basisdemokratie, erwartet aber von anderen Parteien scheinbar autoritäre Strukturen.

    Bis heute lassen sich die Landesverbände vom Bundesverband nichts vorschreiben und verbieten sich jeglich Einmischung.

    Da ist der Appel an Prof. Dr. Pinkwart schon besser gerichtet, aber ehe der sich bewegt hat NRW schon zwei neue MPs gehabt.

    Aber vielleicht bringt der Appel der JuLis etwas - zumindest haben die bessere Chancen ihre Vorstellungen in der FDP umzusetzen als Herr Beck.
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