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Köln

"Vermögender Senior" tot in Wohnung gefunden – Mordkommission ermittelt

Die Kripo Köln sucht Zeugen zur Aufklärung eines mutmaßlichen Raubmordes. Das Opfer habe sich möglicherweise "im homosexuellen Milieu aufgehalten", heißt es im Polizeibericht.


Weitere Informationen zu der Tat und den Ermittlungen sind lait Polizei nicht vor Montagmittag zu erwarten (Bild: Christoph Scholz / flickr)

Ein mutmaßlicher Raubmord beschäftigt die Kripo Köln. Am frühen Sonntagmorgen wurde der 79 Jahre alte Valentin Lennartz im Stadtteil Deutz tot in seiner Wohnung aufgefunden. Die Räume waren laut Polizeibericht vom Sonntag offensichtlich durchsucht worden. Eine Obduktion der Leiche bestätigte den gewaltsamen Tod des Rentners.

Gegen 4 Uhr bemerkten Freunde eines Nachbarn, dass in dem Mehrfamilienhaus auf der Neuhöffer Straße die Wohnungstür des "vermögenden Seniors" offen stand. Die Zeugen betraten die Räume, fanden dort die Leiche und alarmierten umgehend die Polizei. Eine Mordkommission hat bereits die Ermittlungen aufgenommen.

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Wer hat den Getöteten in Begleitung gesehen?

Die Kriminalbeamten suchen dringend Zeugen und fragen: Wer hat Herrn Lennartz in den vergangen Tagen – insbesondere am Samstagabend – gesehen? "Möglicherweise hat sich das Opfer im homosexuellen Milieu aufgehalten", heißt es im Polizeibericht.

Wer kann Informationen dazu geben, mit wem das Opfer in Kontakt war? Wer hat den Getöteten in Begleitung gesehen? Wer kann Angaben zur Tat machen? Wer hat verdächtige Personen im Bereich der Neuhöffer Straße in Deutz beobachtet? Alle Hinweise, die mit dem Tötungsdelikt in Verbindung stehen könnten, nimmt das Kriminalkommissariat 11 unter der Rufnummer (0221) 229-0 oder per E-Mail an poststelle.koeln@polizei.nrw.de entgegen.

Seit Jahren Kritik am Begriff "Homosexuellenmilieu"

Der Bund Lesbischer und Schwuler JournalistInnen (BLSJ) appelliert bereits seit Jahren an Behörden und Zeitungsredaktionen, den Begriff "Homosexuellenmilieu" nicht mehr zu verwenden. Im Ratgeber "Schöner schreiben über Lesben und Schwule" (PDF) aus dem Jahr 2013 argumentiert der BLSJ etwa: "Dieser Terminus ist sprachlicher Unsinn. Was oder wo soll dieses Milieu denn sein: die Stadt Köln, der Eurovision Song Contest oder gar das Amtszimmer einer lesbischen Politikerin? Solche Phrasen verunglimpfen Homosexuelle kollektiv, ganz so, als wären Lesben und Schwule wie Kriminelle in einer Art Rotlichtviertel organisiert. Kaum jemand würde über eine 'Gewalttat im Lehrermilieu' oder einen 'Doppelmord im Hetero-Milieu' berichten." Statt "Ein Mann aus dem Homosexuellen-Milieu" sollte schlicht über "einen Schwulen" berichtet werden, fordert der BLSJ. (cw)



#1 dellbronx51069Anonym
#2 dingensAnonym
#3 Homonklin44Profil
  • 03.02.2019, 21:30hTauroa Point
  • Aus dem weniger gebildeten Polizeimilieu...

    Sorry, aber "schwule Szene" oder "Cruising" ect klingt auch nicht feiner, wäre da vielleicht zielnahe.

    Die veralteten Jargonworte scheinen da festzuhängen. Hoffentlich findet man den Täter. Vom "Vermögen" sollte man nicht auf die Pauke hauen, wenn man allein lebt.
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#4 AnselmAnonym
#5 Frank 123Anonym
  • 03.02.2019, 21:59h
  • Ich bin als Kind schon über das Wort Homosexuellenmillieu bei XY gestolpert.
    Da bekam man den Eindruck das sich an Orten wo sich Homosexuelle treffen viele Straftäter herumtreiben um z.B. Schwule Opfer zu ködern , Ihnen was vorzumachen und dann auszunehmen. Auch homophpbe Gewalttäter haben dort Ihre Opfer gesucht.
    Das mit dem Ausdruck allerdings die Homosexuellen allgemein kriminalisiert wurden und eine gewisse Illigalität unterstellt wird wurde offenbar nicht erkannt.
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#6 Patroklos
#7 alter schwedeAnonym
#8 Aktenzeichen XYAnonym
#9 tchantchesProfil
#10 JörgAnonym
  • 04.02.2019, 15:02h
  • ich habe das Wording mal zum Anlass genommen und mich bei der Polizei beschwert und hatte eben ein langes Telefonat mit der Pressestelle der Kölner Polizei

    Ergebnisse in Kurzform dargestellt:

    1) ja, das Wording war unglücklich gewählt und ist der Dringlichkeit der PM geschuldet (Hintergrunde wurden mir erläutert, möchte ich hier aber nicht wiedergeben)

    2) die Pressestelle wird sich mit einer fachkundigen Einrichtung in Verbindung setzen um ein besseres Wording bei künftigen PM zu wählen

    3) man überlegt gerade, ob man die PM so belässt (Empfehlung eines Journalisten, der sich auch gemeldet hat) oder ob man die PM korrigiert (meine Empfehlung).

    Statt "Milieu" hatte der Journalist "Szene" vorgeschlagen, worauf der Ansprechpartner der Polizei meinte, ob das nicht auch Diskussionspotential hätte. Ich hatte daraufhin ganz neutral "Umfeld" vorgeschlagen, hat ihm besser gefallen.

    Schauen wir also mal, wie die nächste PM klingt.
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