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"Es gibt keinen Raum mehr für Hass"

Polen: Neue Oppositionspartei "Frühling" fordert Ehe für alle

Robert Biedron, beliebter Ex-Bürgermeister der nordpolnischen Stadt Slupsk und lange Jahre einzig offener schwuler Politiker des Landes, hat eine eigene Partei gegründet.


Robert Biedron, Jahrgang 1976, ist der neue Hoffnungsträger der politischen Linken in Polen (Bild: Silar / wikipedia)

Für Polens umstrittene PiS-Regierung gibt es neue politische Konkurrenz: Robert Biedron, beliebter Ex-Bürgermeister der nordpolnischen Stadt Slupsk (Stolp) und lange Jahre einzig offener schwuler Politiker des Landes, hat eine eigene Partei gegründet. Seine neue Bewegung Wiosna (Frühling) startete am Sonntag in Warschau in den Europawahlkampf, wie die Agentur PAP berichtete. Die Europawahlen finden Ende Mai statt.

Biedron prangerte in seiner Rede vor Tausenden Anhängern die fortschreitende Polarisierung in Polen an: "Es gibt keinen Raum mehr für Hass, das Limit ist erreicht", sagte der 42-Jährige. Das Programm seiner neuen Partei basiere auf drei Säulen – dem Menschen, der Gemeinschaft und einem Staat, dem man vertrauen könne. Er wolle sich unter anderem für die Ehe für alle, ein Recht auf Abtreibung, für den Ausstieg aus dem Kohlebergbau bis 2035 und gegen die Abholzung der Wälder einsetzen.

Bei seinem Auftritt in einem Stadion in der Hauptstadt wurde Biedron von seinen EU- und Polen-Fahnen schwingenden Anhängern wie ein Rockstar empfangen.

Biedron will die Rechtsregierung herausfordern

Robert Biedron gilt als ein Hoffnungsträger der politischen Linken. Er hatte im vorigen Jahr der Lokalpolitik den Rücken gekehrt, um auf die nationale Bühne zu wechseln. Seit einem Rechtsruck 2015 regiert in Polen die Partei Recht und Gerechtigkeit (PiS) mit absoluter Mehrheit. Sie ordnete sich Kritikern zufolge mit umstrittenen Gesetzen Medien und Justiz unter und brachte das Land auf Konfrontationskurs mit der EU.

Bei LGBTI-Rechten gehört Polen nicht nur zu den Schlusslichtern in Europa, Homo- und Transphobie nehmen laut Berichten aus der Community sogar zu. Im vergangenen Jahr sprach sich Präsident Andrzej Duda für ein Gesetz aus, das "Werbung" für Homosexualität an Schulen verbieten würde (queer.de berichtete).

Dennoch gilt die regierende nationalkonservative Partei Recht und Gerechtigkeit (PiS) im Land als stärkste Kraft. Einer am Freitag veröffentlichten Umfrage zufolge käme Biedrons neue Partei bei den Europawahlen auf Platz drei – allerdings mit nur 6,4 Prozent weit abgeschlagen hinter der liberalen Bürgerplattform (PO) mit 29,6 Prozent und der PiS mit 36,2 Prozent. (cw/dpa/AFP)



#1 JasperAnonym
  • 03.02.2019, 18:37h
  • Es wäre toll, wenn seine neue Partei erfolgreich wäre. Aber im erzkatholischen Polen glaube ich leider nicht daran. Die Kirche wird alles tun, um das zu verhindern... Alles.
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#2 kuesschen11Profil
  • 03.02.2019, 22:22hFrankfurt/Main
  • Das ist ein kleiner Fortschritt für das katholische Polen und ich hoffe, die Oppositionspartei findet im Land viele Anhänger für eine liberale und diskriminierungsfreie Politik.
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#3 Gerlinde24Profil
  • 04.02.2019, 03:33hBerlin
  • Ich wünsch ihm in seinem erzkatholischen Land viel Erfolg. In den großen Städten wird er bestimmt erfolgreich sein, aber in den Dörfern, wo alle so stimmen, wie der Pfaffe es will?
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#4 Gerlinde24Profil
  • 04.02.2019, 03:35hBerlin
  • Antwort auf #1 von Jasper
  • Sogar mit Rufmord und Hassverbrechen. Schnell wird ihm Vergewaltigung angehängt, ohne Beweise,oder jemand tötet ihn, weil ein Katholik oder/und rechtsgerichtetes A*** loch sich dazu ermutigt fühlt.
    Recht und Gerechtigkeit gibt es in Polen schon lange nicht mehr.
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#5 Bonifatius 49Anonym
  • 04.02.2019, 04:29h
  • Antwort auf #2 von kuesschen11
  • Es gibt "noch" sechs Länder in der EU, wo es keine staatliche Anerkennung homosexueller Ehepaare gibt:

    Slowakei, Polen, Rumänien, Bulgarien, Lettland und Litauen.

    Rumänien und die Slowakei werden seit vielen Jahren von den Sozialdemokraten regiert!!!

    In Litauen regiert eine grüne Bauernpartei mit Hilfe der Sozialdemokraten, die zuvor auch vor 2017 regierten!!!

    In Lettland, Bulgarien und in Polen hingegen regieren konservative Parteien.
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#6 Lübbers-WatscherAnonym
#7 Patroklos
#8 TheDadProfil
  • 04.02.2019, 11:19hHannover
  • Antwort auf #5 von Bonifatius 49
  • ""In Lettland, Bulgarien und in Polen hingegen regieren konservative Parteien.""..

    Wer die in Polen regierende "PiS"-Partei für "konservativ hält, der hält dann wohl auch die "AFD" für regierungsfähig..
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#9 TheDadProfil
  • 04.02.2019, 11:23hHannover
  • Antwort auf #7 von Patroklos
  • ""Stalin hat sogar viele Menschenleben auf dem Gewissen!""..

    Mythen werde durch Wiederholung nicht wahrer..

    Stalin war kein "Atheist", davon zeugt seine "private Kapelle" im Kreml..

    Und :
    ""Er konnte jedoch bald auf Grund seiner Beobachtungsgabe die Führungsrolle in seiner Klasse übernehmen. Er verließ die Schule 1894 als bester Schüler und wurde für den Besuch des orthodoxen Tifliser Priesterseminars vorgeschlagen, damals die bedeutendste höhere Bildungsanstalt Georgiens und ein Zentrum der Opposition gegen den Zarismus.
    Nachdem Stalin im Alter von 17 Jahren das zweite Studienjahr des Seminars absolviert hatte, nahm er Kontakt zu geheimen marxistischen Zirkeln auf.""..
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#10 Foxxxy-WatscherAnonym
  • 04.02.2019, 12:42h
  • Antwort auf #7 von Patroklos
  • Ach so... was anderes hast du auf das Bashing der Sozialdemokraten nicht zu sagen? Du schreist doch gleich laut auf und spuckst Gift und Galle, wenn ein User die SPD kritisiert, aber hier hältst du mal wieder die Klappe! WARUM?!?
    Was haben die von Gerda L. genannten Länder gemeinsam? Richtig, osteuropäisch mit größerem kirchlichen Einfluss als bei uns im Westen. Wieso aber wird das nicht thematisiert?
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