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"So bin ich heute nicht mehr"

Damon Wayans Jr. entschuldigt sich für homophobe Tweets

Auch der erfolgreiche US-Komiker Damon Wayans Jr. muss sich wegen zehn Jahre alter homophober Sprüche rechtfertigen.


Damon Wayans, Jr. ist vor allem aus der Serie "New Girl" bekannt, die in Deutschland auf Netflix erhältlich ist (Bild: Fox)

Der amerikanische Komiker Damon Wayans Jr. ("Happy Endings", "New Girl") hat sich für mehrere Tweets entschuldigt, in denen er sich vor einigen Jahren mit homo- oder transphoben Sprüchen profilieren wollte. "Als ich ein junger Komiker war und versuchte, meine Stimme zu finden, habe ich ein paar unreife und verletzende Tweets auf Kosten der LGBTQ-Community verfasst, die ich tief bedaure", so der 36-Jährige in einer Erklärung gegenüber dem Branchenmagazin "Deadline".

Weiter sagte der Schauspieler: "Als ich diese Tweets vor fast zehn Jahren geschrieben habe, war mir nicht bewusst, welche seelische Auswirkungen diese haben können. Ich will mich nicht herausreden, aber so bin ich heute nicht mehr. Die Gesellschaft hat sich weiterentwickelt, genauso wie ich." Er betonte, wie wichtig Akzeptanz und "rücksichtsvolle Sprache" seien, um die Gesellschaft sicherer für alle Menschen zu machen. "Wenn man mehr weiß, handelt man besser", so Wayans.

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Tweets aus den Jahren 2010 und 2011

Die meisten kritisierten Tweets wurden zwischen 2010 und 2011 verfasst – sie sind inzwischen gelöscht worden. In ihnen nutzte Wayans homophobe Ausdrücke wie "fag" oder "faggot" (Schwuchtel), um andere zu beschimpfen. Auch transphobe Worte wie "Tranny Bitch" gehörten zu seinem Sprachgebrauch auf Twitter. Außerdem nutzte er den umstrittenen Ausdruck "No homo", um sich von vermeintlich schwul wirkenden Äußerungen abzusetzen ("Ich habe gerade einen wirklich guten Veggieburger gegessen! #nohomo").

Der 1982 in Vermont geborene Komiker ist der älteste Sohn von Komiker Damon Wayans, der 1986 von der Sketchshow "Saturday Night Live" gefeuert wurde, weil er einen Polizisten schwul und effeminiert spielte, statt – wie verabredet – heterosexuell. Außerdem war der ältere Wayans Hauptdarsteller in Neunzigerjahren-Actionfilmen wie "The Last Boy Scout" und "Bullettproof". Sein Sohn folgte in die Fußstapfen seines Vaters – zuletzt war er als Hauptdarsteller in der Sitcom "Happy Together" zu sehen und spielte in der Mysterie-Miniserie "Die Wahrheit über den Fall Harry Quebert" mit.

Direktlink | In der Sitcom "Happy Endings" besuchte der heterosexuelle Brad (Wayans Jr.) mit seinem schwulen Kumpel "Gay Town"

Erst letzte Woche bestellte das US-Network The CW einen Pilotfilm für die von Wayans Jr. mitproduzierte Serie "Glamorous". Darin geht es um eine genderqueere Person, die gerade ihren Highschoolabschluss gemacht hat. Die Ankündigung für diese Serie war der Anlass, warum die homophoben Tweets erneut in sozialen Netzwerken thematisiert wurden.

Homophobe, mehrere Jahre alte Tweets und Witze sorgten vor wenigen Wochen bereits beim Komiker Kevin Hart für großen Wirbel: Der 39-Jährige sagte daraufhin im Dezember 2018 die Oscar-Moderation ab (queer.de berichtete). Daher findet die Gala-Veranstaltung in diesem Jahr ohne festen Moderator statt. (dk)



#1 Andy2Anonym
  • 06.02.2019, 13:49h
  • Ich finde es gut, dass er sich entschuldigt, ABER die Leute tun alle so, als hätten wir 2010 im Mittelalter gelebt. Auch damals war die Gesellschaft schon so weit zu wissen, wie diskriminierend das F-Wort ist. In den Erklärungen klingt es immer so, als hätte es vor neun Jahren desolate Zustände in den USA gegeben. Damals war selbst Obama schon im Amt.
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#2 Patroklos