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Kommentare zu:
Hirschfeld-Stiftung und DAH kritisieren "diskriminierende Kampagne"


#1 niccinicciAnonym
  • 07.02.2019, 10:48h
  • die aussage trifft einfach auch nicht zu, das gesunde menschen schöner sind, dazu kommt, das alle meine positiven freunde gesund sind. hier wird wieder versucht, sogenannte gesunde gegen kranke auszuspielen und angst zu erzeugen. so 80ies. die verantwortlichen dieser kampagne leben nicht in der heutigen zeit!
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#2 KetzerEhemaliges Profil
  • 07.02.2019, 11:16h
  • Herzlichen Glückwunsch. Der Makel von Krankheiten wurde perfekt inszeniert. Kranke Menschen sind nicht schön - so funktioniert die perfekte Stigmatisierung. Ich fühle mich gerade 35 Jahre zurück versetzt.
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#3 TheDadProfil
  • 07.02.2019, 11:29hHannover
  • Antwort auf #1 von niccinicci
  • ""die aussage trifft einfach auch nicht zu, das gesunde menschen schöner sind,""..

    Das missverständliche an der Aktion ist es, das nicht klar wird WAS eigentlich "schöner" sein soll..

    Denn unvollständige Sätze machen dann auch keinen wirklichen Sinn..

    Hier wird weder klar ob Menschen ohne Infektion/Erkrankung "schöner" sein sollen, oder nur der Sexuelle Kontakt ohne die Möglichkeit einer Infektions-Übertragung "schöner" wäre..

    Damit ist dies ein weiteres Beispiel aus dem Bereich
    "gut gemeint, aber sau-doof erledigt"..
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#4 Ralph
  • 07.02.2019, 11:40h
  • Ich kann verstehen, dass manche, erst recht wenn sie HIV-positiv sind oder Hepatitis haben, sich angegriffen, gekränkt, vielleicht beleidigt fühlen. Trotzdem: Ich fasse die Aussage so auf, dass Sex ohne HIV und ohne Hepatitis schöner ist. Und das stimmt ja auch. Soll doch keiner glauben, HIV und Hepatitis seien trotz Vorsichtsmaßnahmen und selbst bei stabiler Liebesbeziehung keine Belastung. Ich halte diese Kampagne für gut und richtig, gerade in einer Zeit, da sich zu Unrecht gewisse Sorglosigkeit breitmacht.
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#5 GinduldineAnonym
  • 07.02.2019, 11:56h
  • Antwort auf #3 von TheDad
  • Die Meisten haben durch ihre Lebenserfahrung eine angemessene Autovervollständigung entwickeln können. Scheinbar hat es diese Menschen nicht groß gestört, diese Anzeige seit 2017 wahrzunehmen. Ich autovervollständige, dass DAS LEBEN schöner ist ohne HIV etc. Und? Ja, das ist es. Ein Leben ohne HIV ist kein Glücksgarant. Aber zumindest erspare ich mir viele Medikamente, Kontrollen und Beschwerden, die eine Infektion so mit sich bringt. Ich habe HIV und ich weiß verdammt gut, wovon ich rede. Die ständig unter den Tisch gekehrten Nebenwirkungen, die der Medikamentencocktail mit sich bringt... Das Leben ist auch ohne HIV schöner, weil ich keine HIV-Diskriminierungserfahrungen machen würde. Die Menschen im täglichen Leben diskriminieren 100x mehr als diese Werbekampagne.

    Nun scheint die Anzeige Anfang 2019 jemandem über den Weg gelaufen zu sein, der erstens Haare spalten und dies zweitens erfolgreich kommunizieren und multiplizieren kann.

    Prima.
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#6 gastAnonym
  • 07.02.2019, 12:21h
  • Wer will, kann natürlich überall "Diskriminierung" finden.
    Ich finde hier keinerlei Diskriminierendes.

    Natürlich ist das mal wieder den "Finger auf die Wunde" der Community gelegt. Deswegen, so meine Vermutung, schreien viele "Diskriminierung !
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#7 KetzerEhemaliges Profil
  • 07.02.2019, 12:42h
  • Antwort auf #6 von gast
  • "Natürlich ist das mal wieder den "Finger auf die Wunde" der Community gelegt. Deswegen, so meine Vermutung, schreien viele "Diskriminierung!"

    Aha. So weit reicht also die Erkenntnis. Und wenn man der Community den Finger in die nach wie vor offene Wunde steckt, darf sie nicht "Aua!" rufen, weil...?

    "Wer will, kann natürlich überall "Diskriminierung" finden."

    Übliches nichtssagendes Totschlagargument. Finde ein besseres, weshalb die Stigmatisierung infizierter Menschen als "weniger schön" keine Diskriminierung sein soll.

    Seit Jahrzehnten kämpfen NGOs gegen die soziale Stigmatisierung Infizierter und Kranker. Und dann kommt mal eben so ein Pharmakonzern daher und stellt sich fundamental gegen die Community und ihre erkämpften Werte.

    Und nein, die erkämpften Werte sind NICHT, nur Akzeptanz zu finden, wenn wir monogam, verheiratet, brav und "gesund" sind. WAHRE Akzeptanz, übrigens gegenüber ALLEN Menschen, ist, sie GERADE DANN als vollwertige und ebenso "schöne" Menschen anzunehmen, wenn sie NICHT monogam, verheiratet, brav und "gesund" sind. Sogar, wenn sie nicht "schön" sind.

    Rollback, langsam überrollst du alles. Und dann finden das Menschen hier auch noch gut. Mir ist übel. SO übel.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #6 springen »
#8 Ehrliche HautAnonym
  • 07.02.2019, 12:45h
  • Neben der äußerst ungeschickten Wortwahl in dieser Kampagne, die eben tatsächlich den Eindruck vermittelt, Schönheit UND Lebensglück wären bei einer HIV Infektion stark beeinträchtigt, würde mich auch mal interessieren, welche Präventionvorschläge denn von dieser Pharmafirma !! gemacht werden.
    Die Intention dürfte sich doch bestimmt auf die Vermarktung von PrEP und Hepatitis C Behandlungsprodukten richten.
    M.E. durchaus legitim, da tatsächlich dem Schutz ( und natürlich auch dem Verdienst des UUnternehmens ) dienlich, aber die Kampagne hätte sehr viel feinfühliger stattfinden müssen.
    Man hätte beispielsweise einfach von Gesundheit und Sicherheit sprechen können.
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#9 AmurPrideProfil
  • 07.02.2019, 13:19hKöln
  • Ich denke The Dad hat es in Kommentar #3 sehr gut auf den Punkt gebracht:
    ""..Das missverständliche an der Aktion ist es, das nicht klar wird WAS eigentlich "schöner" sein soll..""

    Soll damit zum Ausdruck gebracht werden, das Menschen ohne HIV und Hepatitis C "schöner" im ästhetischen, optischen, erotischen Sinne sind? - Was ja völliger Nonsens ist!

    Soll dann damit gemeint sein, das Menschen ohne HIV und Hepatitis C "schöneren" Sex haben? - Auch das ist völliger Nonsens!

    Dann kann damit ja eigentlich nur noch gemeint sein, das Menschen ohne HIV und Hepatitis C ein "schöneres Leben" haben? - Dazu möchte aus Kommentar #5 von Ginduline zitieren:
    "".. Ja, das ist es. Ein Leben ohne HIV ist kein Glücksgarant. Aber zumindest erspare ich mir viele Medikamente, Kontrollen und Beschwerden, die eine Infektion so mit sich bringt. Ich habe HIV und ich weiß verdammt gut, wovon ich rede. Die ständig unter den Tisch gekehrten Nebenwirkungen, die der Medikamentencocktail mit sich bringt...
    Das Leben ist auch ohne HIV schöner, weil ich keine HIV-Diskriminierungserfahrungen [mehr] machen würde. Die Menschen im täglichen Leben diskriminieren 100x mehr als diese Werbekampagne..""

    Mit "etwas" nachdenken sollte also eigentlich jeder Leser der Werbung darauf kommen können WAS schöner sein soll.. zumindest, wenn man den Machern dieser Werbung nichts Böses unterstellen will.

    Das trotzdem Betroffene das WAS im Sinne von Ästhetik oder Sex auffassen, zeigt zumindest, das es in diesem Kontext immer noch einen gehörigen Aufklärungsberdarf gibt.

    Ist die Werbung in ihrer "Missverständlichkeit" also in Wirklichkeit etwa besonders genial? Weil sie gleichzeitig Aufklärungslücken aufzeigt und zum Schutz vor HIV und Hepatitis C auffordert?
    Vielleicht...
    Aber für mich persönlich gilt: Der Schutz vor Diskriminierung wiegt weit schwerer als werbetechnische Genialität! Deshalb möchte ich mit den so treffenden Worten von The Dad aus #3 schließen:
    ""..[vielleicht] gut gemeint, aber sau-doof erledigt..""
  • Antworten » | Direktlink »
#10 SexWissAnonym
  • 07.02.2019, 13:45h
  • Antwort auf #4 von Ralph
  • Ich kenne genug Leute, die positiv sind und gewiss den besseren/schöneren Sex haben, als Leute ohne HIV.
    Auch wenn einige Zeitgenossen das gerne so hätten: HIV muss das Liebesleben in keinster Weise beeinträchtigen.

    Deine "neue Sorglosigkeit" ist eine sexuelle Moralpanik. Zahlreiche Studien belegen das genaue Gegenteil: Das Schutzverhalten ist insgesamt immer noch auf einem sehr hohen Niveau. Daran hat sich in all den Jahren nichts geändert.

    Warum es für einige Leute so wichtig ist, eine Sorglosigkeit herbeizureden und warum sie eine Erwartungshaltung bilden, dass es Menschen mit HIV in jedem Fall schlecht(er) gehen muss, ist Gegenstand einer anderen Diskussion. Es gibt dazu aber erhellende sexualwissenschaftliche Beiträge von Dr. Dr. Stefan Nagel.
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#11 AmurPrideProfil
  • 07.02.2019, 14:15hKöln
  • Antwort auf #10 von SexWiss
  • ""..Zahlreiche Studien belegen das genaue Gegenteil: Das Schutzverhalten ist insgesamt immer noch auf einem sehr hohen Niveau. Daran hat sich in all den Jahren nichts geändert..""

    Lieber SexWiss,
    Deine Behauptung ist richtig! Diese Studien existieren.

    Aber gleichzeitig gibt es auch zwei neuere Studien aus den beiden schwulen Hochburgen London und Berlin, die bei der Gruppe der jungen, nicht HIV-positiven Männern eine signifikante Veränderung des eigenen Schutzverhaltens nachgewiesen haben.
    Diesen beiden Studien zu folge gibt es einen signifikant steigenden Anteil bei jener Gruppe von jungen, nicht HIV-positiven Männern, die die z. Z. immer beliebter werdenden barback-parties bewusst besuchen.
    Auf ihr in diesem Zusammenhang immenses HIV-Infektionsrisiko angesprochen, zeigt sich in dieser Gruppe eine stark ansteigend Einstellung nach dem Motto:
    "Hoffentlich bald! Dann nehme ich halt täglich eine Pille und muss mir um den ganzen Scheiß keinen Kopp mehr machen!"

    In diesem Kontext von einer "neuen Sorglosigkeit" zu sprechen, wie Ralph es in #4 tut, ist, angesichts möglicher Nebenwirkungen sowie wohl lebenslanger Einnahmepflicht, also keineswegs ""..eine sexuelle Moralpanik.."", wie Du so einfach unterstellst.

    Wie bei allen Studien gilt es im Hinsicht auf ihre Aussagekraft immer den Bezugsraum der Studie mit zu betrachten.
    Während "Deine" breit angelegten Studien ein generelles, "immer noch auf einem sehr hohen Niveau" befindliches Schutzverhalten nachweisen, weisen die beiden Studien aus den europäischen schwulen Partyhochburgen London und Paris bei einer ganz bestimmten Zielgruppe einen bedenklichen Trend nach.
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#12 AmurPrideProfil
#13 SchlüssigAnonym
  • 07.02.2019, 15:01h
  • Antwort auf #11 von AmurPride
  • "die die z. Z. immer beliebter werdenden barback-parties bewusst besuchen."

    Warum tun diese Leute das wohl.
    Es mag daran liegen, dass Sex mit Kondom eben doch nicht für jeden so praktisch, sicher und erotisch gleichwertig ist, wie von einigen Foristen immer wieder in die Debatte geworfen.
    Um so wichtiger ist es, dass den Menschen klar wird, dass es neben dem Kondom wirksamen Schutz gibt, und das z.B. die PrEP eben deutlich besser ist als eine HIV Infektion.
    Auch wenn die HIV-Infektion mittlerweile gut behandelbar ist.
    Die PrEP kann Mann problemlos absetzen, wenn kein Sex anliegt oder Nebenwirkungen auftreten.
    Der HIV-Positive kann das nicht.
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#14 AmurPrideProfil
  • 07.02.2019, 15:42hKöln
  • Antwort auf #13 von Schlüssig
  • ""..Es mag daran liegen, dass Sex mit Kondom eben doch nicht für jeden so praktisch, sicher und erotisch gleichwertig ist..""

    Dazu zwei Anmerkungen:
    1) Es gibt keinen SICHEREN Sex! Außer: Man hat keinen Sex oder nur Sex mit sich selbst!
    2) Sex mit Kondom ist IMMER SICHERER als Sex ohne Kondom!

    Und auch ich bin ein absoluter Befürworter von PrEP!!!!!
    Denn es ist nun mal nicht von der Hand zu weisen:
    Es gibt jene unter uns, die gerne ONS haben und/oder auf Sexparties gehen. Und die dann, vielleicht noch durch Alkohol- und/oder Drogenkonsum unterstützt, in der Geilheit des Augenblicks nicht mehr die nötige "Selbstdisziplin" aufbringen um ans eigene und/oder das Kondom des Sexpartners zu denken.
    Und genau für diese Zielgruppe ist PrEP perfekt! Denn regelmäßig zum Frühstück täglich eine Tablette zu schlucken.. das sollte eigentlich doch jeder schaffen können! :-)
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#15 SchlüssigAnonym
  • 07.02.2019, 15:47h
  • Antwort auf #14 von AmurPride
  • Richtig,
    und es gibt eben auch Leute, die das Kondom schlicht und einfach nicht mögen, die es stört.
    Ganz ohne dass mangelnde Selbstdisziplin ins Spiel kommt..
    Für diese Klientel ist die PrEP ebenfalls sehr gut geeignet, zumal in diesem Fall noch die engmaschige Begleitung durch den Arzt hinzukommt.
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#16 Taurus82
  • 07.02.2019, 17:59h
  • Sehr bedenklich! Schöner ohne HCV? Kein Problem dafür gibt es mittlerweile gute Medikamente und man ist geheilt! Aber mit HIV muss man nach wie vor ein Leben lang leben und jetzt den Leuten einzureden sie hätten mit HIV kein schönes Leben mehr treibt sicher auch mal den einen oder anderen in den Selbstmord, darüber haben sich die Macher halt KEINE Gedanken gemacht und es waren garantiert keine Positiven dabei. Mein Leben ist übrigens genauso schön wie vorher, wenn nicht sogar besser, denn seit ich Positiv bin hat sich mein Selbstbewusstsein vervielfacht. Außerdem gehen Idioten gleich stiften mit denen man sonst seine Lebenszeit verschwenden würde :)
  • Antworten » | Direktlink »
#17 andreAnonym
#18 SchlüssigAnonym
#19 TheDadProfil
  • 07.02.2019, 23:13hHannover
  • Antwort auf #5 von Ginduldine
  • ""Nun scheint die Anzeige Anfang 2019 jemandem über den Weg gelaufen zu sein, der erstens Haare spalten und dies zweitens erfolgreich kommunizieren und multiplizieren kann.

    Prima.""..

    Exakt so ist es..
    Doch das macht die unvollständigen Sätze ja nicht besser..

    Angewendet auf einige Ereignisse in Verbindung mit der MeeToo-Debatte macht Dein Statement zum Schluß des Kommentars ja auch seinen Sinn..
    Es braucht manchmal eine Zeit und eine Gelegenheit um Haare in der Suppe zu finden, und dies dann auch wirksam öffentlich zu kommunizieren..
    Siehe dazu dann auch den Artikel über
    Damon Wayans Jr. entschuldigt sich für homophobe Tweets

    www.queer.de/detail.php?article_id=32925
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#20 TheDadProfil
  • 07.02.2019, 23:29hHannover
  • Antwort auf #17 von andre
  • ""Was nützt PrEP, was nützen Kondome, wenn man sich HIV mit Handschlag einfangen kann.""..

    Wie sollte das gehen ?
    die Hände vorher noch mal schnell durch die Kreissäge gezogen bevor man sie um Gruße schüttelt ?

    Für Allergiker und andere empfindliche Menschen völlig ungeeignet..

    Tests der Stiftung Warentest haben dann auch schon vor Jahren ergeben, die so genannte "Sagrotan-Lüge" des
    "entfernt 99% aller bekannten Viren und Bakterien"
    wird ebenso mit einem herkömmlichem Geschirrspülmittel erreicht, und das bei gleicher Anwendung, aber nur 15 Prozent der Kosten..
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#21 andreAnonym
#22 SchlüssigAnonym
#23 TheDadProfil
  • 08.02.2019, 22:14hHannover
  • Antwort auf #21 von andre
  • ""Ich vermute die Herstellerfirma ist von gestern. Das es solche Aussagen noch gibt, wundert mich schon.""..

    Entweder stammt der Unfug exklusiv für Rossmann hergestellt von Henkel, oder wahlweise auch von Procter&Gamble, Unilever, BASF, Baiersdorf..

    Fraglich ist hier dann wer für diese "Werbe-Aussage" verantwortlich ist..
    Dumm ist sie auf jeden Fall..
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#24 Homonklin44Profil
  • 09.02.2019, 09:29hTauroa Point
  • Verstehe das nicht so wirklich. Dass ein gesundes oder gesünderes Leben schöner ist, als eins mit Krankheit, weiß man, wenn man selbst schon mal eine Zeitlang gesund war.
    Wenn man Krankheiten also vorbeugt, ist das doch verständlich.
    Es diskriminiert doch auch nicht Grippe-Erkrankte, wenn man für Grippe-Impfung wirbt. Diskriminiert es Fettleibige, wenn man für sinnvolle Ernährungsstrategien und Sport wirbt?

    Manchmal kriegt man das Gefühl, als wird mit jeder nur potenziellen Negativisierung inflationär umgegangen, und Diskriminierung geradezu gesucht, auch, wo es keine gibt. Das nimmt zuweilen schon zwanghafte Züge an.
  • Antworten » | Direktlink »
#25 Ehrliche HautAnonym
  • 09.02.2019, 12:31h
  • Antwort auf #24 von Homonklin44
  • 1.)
    HIV Infizierte sind nicht krank!
    2.)
    Wir wissen gar nicht für was genau diese Anzeige wirbt.
    Für Medikamente zur Therapie?
    Für Präventionsmittel?
    Für safer Sex?

    Hängen bleibt beim Betrachter jedenfalls:
    Ohne HIV ist es einfach alles schöner:
    Die Typen, der Sex, das Leben.
    Was so generalisiert einfach nicht stimmt und zur Stigmatisierung beiträgt.

    Man hätte z.B. diskriminierungsfrei schreiben können:
    "Tu Dir und Deinen Partnern etwas Gutes"
    "Informiere Dich über Vorbeugung und Behandlung von sexuell übertragbaren Krankheiten hier!"

    etc.pp.
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#26 krankAnonym
#27 Taurus82
  • 09.02.2019, 16:43h
  • Antwort auf #26 von krank
  • Es ist eine chronische Krankheit von der man heute aber nichts mehr spürt und sein Leben ganz normal weiter lebt. Jeder Diabetiker hat es schlimmer mit dem ganzen Zuckerspiegel messen und spritzen. Trotzdem hat man auch mit Diabetes ein schönes, lebenswertes Leben. Man stelle sich mal so eine Werbung vor: "Ohne Diabetes ist das Leben schöner" was sollte das Aussagen und was soll es bringen und wie wirkt es auf Diabetiker? Das Problem ist doch, dass hier HCV und HIV ausschließlich zur Abschreckung missbraucht werden um für das Kondom zu werben. Was passiert wenn junge Menschen diese Werbung sehen und ihr HIV-Heimtest ist dann positiv?? Er hat ja jetzt eh kein schönes Leben mehr und kann sich gleich mit einem Seil ins Treppenhaus hängen.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #26 springen »
#28 seb1983
  • 09.02.2019, 20:45h
  • Antwort auf #27 von Taurus82
  • Ohne HIV ist das Leben schöner
    Ohne Diabetes ist das Leben schöner
    Ohne Bluthochdruck ist das Leben schöner
    Ohne Übergewicht ist das Leben schöner
    Ohne Krebs ist das Leben schöner

    Lässt sich ewig fortsetzen die Liste, übrigens alles Krankheiten gegen die man vorbeugen kann, lässt sich zwar alles behandeln, aber warum erst das Kind in den Brunnen fallen lassen?

    Ich erinnere mich noch wie wir damals in der Grundschule einen Monat lang über gesunde Ernährung informiert wurden, in der Schule gekocht haben etc.
    Da ging es dann auch um Diabetes Typ 2 und ihre Folgen. Ja auch die sind behandelbar, aber danach habe ich mein Taschengeld nicht mehr komplett in Süßkram angelegt.

    Das Leben ist eben kein Ponyhof.
    Ich finde es zb. gemütlich zusammen Shisha zu rauchen, mache ich aber nicht weil ich eine Scheiß Angst vor Lungenkrebs habe. Daran ist ein Bekannter ziemlich elendig verreckt mit Mitte 50.
    Mein Vater hatte Hautkrebs, Jahrzehnte ungeschützt im Weinberg gearbeitet, er hat es überlebt aber es war ein steiniger Weg. Also: fleißig Eincremen.

    Ist es jetzt Diskriminierung wenn ich sage ohne Hautkrebs ist das Leben schöner? Ja HIV Positive werden diskriminiert, und ja wenn es gut läuft(!!!) sind die Nebenwirkungen kaum spürbar, und ja der Spruch wird bestimmt nicht die Werbung des Jahres, aber es stimmt trotzdem:
    Ohne HIV ist das Leben schöner.
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#29 WieBitteAnonym
  • 10.02.2019, 00:12h
  • Antwort auf #28 von seb1983
  • Was? Du möchtest den Krebskranken tatsächlich unter die Nase reiben, dass sie ihre Erkrankung hätten vermeiden können?
    Tzzzz... (*kopfschüttel*)

    Pass mal auf, sebbel1983:
    -----> Westerwelle: seine Leukämie wurde erst durch eine Knieverletzung entdeckt. Sein Chefarzt bestätigte, dass Westerwelle seine Erkrankung nicht hatte vermeiden können.
    Westerwelle äußerte selbst, dass seine Krebsarzt plötzlich in seinem Leben war ohne Ankündigung.

    -----> Miriam Pielhau: bei ihr wurde Brustkrebs diagnostiziert. Beim ersten Mal konnte es geheilt werden, beim zweiten Mal nicht, trotz 4 maliger Chemotherapie. Vor ihrem Tod fand sie das angebliche Wundermittel: GcMAF, das aus Blutplasma gewonnen wird und angeblich das Immunsystem stärken und bösartige Krebszellen bekämpfen soll. Frau Pielhau nahm dieses Medikament hochdosiert und sie starb trotzdem.

    ------> meine Großmutter: sie ließ sich regelmäßig kontrollieren und nie wurde etwas entdeckt. Trotzdem wurde bei ihr irgendwann Lungenkrebs im Endstadium diagnostiziert, obwohl sie nie geraucht hatte. Vier Wochen später starb sie.

    Erzähle deine Theorie den Krebskranken und du wirst mächtig Gegenwind erhalten.
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#30 daVinci6667
  • 10.02.2019, 01:49h
  • Antwort auf #29 von WieBitte
  • und @seb

    Stellt euch vor Jungs, ihr habt beide recht. Vorbeugen hilft bestimmt, jedoch nicht für jeden und nicht immer. Leider.

    Ich verhalte mich ziemlich so wie der gute Seppli, weil ich mein Leben liebe und das noch gerne lange leben würde. Statistisch ist das sicher gut, aber obs genau bei sich selbst auch hilft weiss keiner. Es kann immer was kommen. Alles unberechenbar.

    Also macht euch keinen Stress. Der ist nämlich gar nicht gut. Gesunden Stress gibts nicht. Zur gesundheitlichen Vorsorge gehört ebenso Stressoren zu minimieren und alles möglichst gelassen angehen. Und einen Partner der euch hält und da ist, was auch immer kommen möge.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #29 springen »
#31 Homonklin44Profil
  • 10.02.2019, 11:27hTauroa Point
  • Antwort auf #28 von seb1983
  • ""Ohne Diabetes (TypII) ist das Leben schöner
    Ohne Bluthochdruck ist das Leben schöner
    Ohne Übergewicht ist das Leben schöner""

    Das kann ich nun tatsächlich so auch bestätigen, seit ich zu verschiedenen Zeiten im Leben beide Zustände erlebte, und sie vergleichen kann.

    Ob das Leben mit HIV schöner wäre als das Leben ohne, darüber machen sich wohl Viele keine Gedanken. Damit wird man wohl froh sein, in einer Zeit zu leben, in der die Einschränkungen nicht gar zu Lebensfreuden drosselnd ausarten. Ähnlich, wie bei Diabetes Typ II mit fortgeschrittener Komorbiditätsfolge. Extra diskriminiert werden braucht man dazu nicht noch. Das schafft das Leben damit an sich schon zur Genüge.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #28 springen »
#32 WieBitteAnonym
  • 10.02.2019, 11:34h
  • Antwort auf #30 von daVinci6667
  • Stell dir vor, ich bin kein "Junge." Ich bin eine lesbische Frau.
    Und sebbel ist garantiert ein Mann und kein Junge mehr.

    Wie kommst du überhaupt darauf, dass ich Stress hätte? Wenn ich sebbel eine Kritik über seine Theorie schreibe, heißt das nicht, dass ich gestresst sei.
    Da interpretierst du. Und sebbel ist lustig gemeint.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #30 springen »
#33 seb1983
  • 10.02.2019, 13:18h
  • Antwort auf #29 von WieBitte
  • Nanana, sind wir hier bei der AfD und drehen uns alles so wie wir es gebrauchen können....
    Brustkrebs, Prostatakrebs, Darmkrebs, Leukämie usw. sind leider kaum beeinflussbar.
    Wer aber raucht wie ein Schlot und dann Lungenkrebs bekommt hat sicherlich mein Mitgefühl und verdient die bestmögliche Behandlung aber wollte es halt nicht besser wissen vorher. Das hat der Freund selbst so gesehen. Leider war es schon zu spät.

    Es gibt keine Garantien im Leben und es ist auch nicht fair. Leben wie ein Asket und mit 30 fällt man trotzdem tot um. Kann passieren.
    Wer aber raucht, täglich das Solarium brummen lässt, sich nur von Pizza und Döner ernährt, sich nicht bewegt, nicht schläft und dazu ohne Gummi in der Gegend rumvögelt der muss sich dann auch mit den Konsequenzen rumschlagen und sollte sich nicht wundern.

    Ich bin gerne gesund, und bin es zum Glück meistens auch, selbst Erkältungen sind selten und dann bin ich schon, ja typisch Mann, am jammern und hasse dieses schlappe und kraftlose Gefühl.

    Wie gesagt, sonderlich gelungen finde ich die Anzeige auch nicht, aber grundsätzlich stimmts, ohne Krankheiten, also gesund, ist das Leben und damit auch der Sex schöner.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #29 springen »
#34 SchlüssigAnonym
  • 10.02.2019, 13:18h
  • Es wäre nicht schlecht wenn man mal die Herausgeber der Anzeige betrachten würde.

    MSD Sharp & Dohme ist ein Pharmaunternehmen !!
    unter anderem der Hersteller von Raltegravir (Handelsname: Isentress) und einigen weiteren HAART Medkamenten.
    Die Intention hinter der Anzeige dürfte klar sein.
    Vermarktung Ihrer Produkte.
  • Antworten » | Direktlink »
#35 TheDadProfil
  • 10.02.2019, 14:01hHannover
  • Antwort auf #29 von WieBitte
  • Alles hübsche Beispiele..

    Die aber mit einem durch permanente Sonneneinstrahlung verursachten Hautkrebs gar nicht im Widerspruch stehen !

    Natürlich entsteht Lungenkrebs auch durch andere Ursachen als nur durch Rauchen..
    Asbest ist dann auch nur eine Ursache, hohe Feinstaub-Belastungen im Bergbau wieder eine andere..
    Solche Feinstaub-Belastungen wie die im Bergbau können aber auch Bäcker erreichen, und dennoch ist die "Staub-Lunge" bei Bäckern immer noch keine anerkannte Berufskrankheit..
    Da muß dann schon eine "Mehl-Allergie" herhalten..

    ""Was? Du möchtest den Krebskranken tatsächlich unter die Nase reiben, dass sie ihre Erkrankung hätten vermeiden können?""..

    Ja, warum denn nicht ?
    Lebenslange gesunde Ernährung hilft sehr gut gegen die meisten Krebserkrankungen des Darms, der Leber, der Nieren, und der Blase..

    Nicht-Rauchen schützt wenigstens zum Teil vor Lungen-Krebs, Nicht-Saufen zum Teil vor der Fettleber..

    Dennoch sind sämtliche Krebserkrankungen ein denkbar ungeeignetes "Gegen-Beispiel" zu erworbenen Erkrankungen wie HIV- oder HEV-, oder gar HPV-Infektionen..
  • Antworten » | Direktlink » | zu #29 springen »
#36 TheDadProfil
  • 10.02.2019, 14:03hHannover
  • Antwort auf #30 von daVinci6667
  • ""Gesunden Stress gibts nicht.""..

    Das stimmt so nicht, würde aber zu weit führen es genau aufzudröseln..
    Die Spannung bei einem Kino-Besuch oder einem geilem Konzert ist ebenfalls Stress, aber eben gesunder Stress, so wie man ihn auch beim Sport oder auch beim Sex erlebt..
  • Antworten » | Direktlink » | zu #30 springen »
#37 SarkastikerAnonym
#38 Rosa SoliAnonym
  • 10.02.2019, 15:04h
  • Antwort auf #37 von Sarkastiker
  • Auch wenn das einigen Kommentatoren hier völlig absurd erscheinen mag, aber es soll durchaus Leute geben, die auf ein paar Jahre mehr Lebenserwartung verzichten mögen, wenn sie dafür ein nach ihren Maßstäben reiches Leben geführt haben.

    "Ich habe immer gut gelebt, habe gut und gerne gegessen, habe es genossen, mit Freunden gesellig beisammen zu sein und manches Glas Wein zu viel getrunken, manch gute Zigarre geraucht und viel Sex mit den geilsten Typen gehabt. Wenn ich jetzt nur 76 Jahre alt werde statt 85, dann war es mir die Sache wert. Wenn ich zurückblicke, dann kann ich sagen: Ich habe gelebt!"

    Wenn jemand so eine Bilanz am Ende seines Lebens zieht, dann fände ich das völlig in Ordnung. Wir leben alle sehr selbstbestimmt und kriegen unser Leben nicht von diesem Staat geschenkt, es gibt auch keine staatsbürgerliche Verpflichtung, sich dem Diktat eines absoluten Gesundheitsfetischismus' zu unterwerfen und erst mit 89 beim Nordic Walking gesund, aber tot zusammenzubrechen. Mein Körper gehört mir und nicht diesem Staat.

    Wer sein Leben in absoluter Askese verbringen möchte, um ein Maximum an Lebenserwartung herauszuholen, der kann das meinetwegen gerne tun. Es muss aber auch möglich sein, dass Leute ganz andere Maßstäbe an ihr eigenes Leben und ihre Lebensweise ansetzen dürfen. Ich glaube, dass das eine sehr individuelle Frage ist. Die sollte jeder für sich selbst beantworten können.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #37 springen »
#39 KetzerEhemaliges Profil
  • 10.02.2019, 17:28h
  • Antwort auf #38 von Rosa Soli
  • Ich möchte das ausdrücklich unterstreichen, indem ich partiell zitiere:

    "Wir [...] kriegen unser Leben nicht von diesem Staat geschenkt, es gibt auch keine staatsbürgerliche Verpflichtung, sich dem Diktat eines absoluten Gesundheitsfetischismus' zu unterwerfen und erst mit 89 beim Nordic Walking gesund, aber tot zusammenzubrechen. Mein Körper gehört mir und nicht diesem Staat.
    Wer sein Leben in absoluter Askese verbringen möchte, um ein Maximum an Lebenserwartung herauszuholen, der kann das meinetwegen gerne tun. Es muss aber auch möglich sein, dass Leute ganz andere Maßstäbe an ihr eigenes Leben und ihre Lebensweise ansetzen.">

    Bravo! Bravissimo!!!
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#40 seb1983
  • 10.02.2019, 21:08h
  • Antwort auf #38 von Rosa Soli
  • Sagen wir es mal so:

    Sozialverträgliches Frühableben bei Schwulen ist für AfD und Co. sicherlich ein attraktiver Gedanke.
    Die könnten eigentlich beim nächsten CSD auch gratis Marlboro verteilen.
    Brav ein Leben Lang in die Rentenkasse einzahlen und dann möglichst früh hops gehen, so holt man volkswirtschaftlich das Maximum raus.

    Nene, da ärger ich die lieber noch als Schwuler Rentner, und schüttel über sich Pharma Anzeigen den Kopf statt dass ich die Pillen auch noch schlucken muss
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#41 WieBitteAnonym
  • 10.02.2019, 21:14h
  • Antwort auf #33 von seb1983
  • Da stimme ich dir zu, ich bin auch gerne gesund und weiß meine Gesundheit zu schätzen. Man sollte damit nicht riskant umgehen.
    Mein Kommentar bezog sich nur auf die Krebssache, da steckt man einfach nicht drin. Und ich wünsche mir, dass es bei Krebs auch irgendwann etwas gibt, was hilfreich wirkt.
    Denn der Krebs lässt Menschen viel zu früh sterben, das finde ich so schlimm wie Pest oder Cholera.
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