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Einzeleintrag aus:
Teddy Award: Wir wollen mehr solche Filme sehen!



12.02, 21:42h

Weltpremiere von "Queer Lives Matter"


Bild: Russ Smith

In das Berlinale-Programm hat es die halbstündige Doku "Queer Lives Matter" von Markus Kowalski leider nicht geschafft, doch zumindest die Weltpremiere gelang parallel zu den Filmfestspielen – und zwar am Montagabend im Kino Babylon beim Berlin Independent Film Festival (BIFF).

Kowalski, freier Autor u.a. für queer.de und derzeit Praktikant bei der "taz", nimmt die Zuschauenden mit auf eine emotionale Reise zu jungen LGBTI-Aktivist*innen in der halben Welt. Bunten und schönen Bildern vom Berliner CSD folgen Aufnahmen u.a. von einem Wasserwerfer, der queere Demonstranten in der türkischen Metropole Istanbul wegspritzt, ein Gespräch mit der ersten offen lesbischen Frau in Marokko und ein trauriger Besuch am Grab einer ermordeten Lesbe in Südafrika. Man sieht den schwitzenden Regisseur im Gespräch mit einer trans Frau in Indien und freut sich mit dem schwulen Flüchtling aus Syrien, der in der griechischen Hauptstadt Athen eine neue Heimat gefunden hat und vor der Kamera Hackfleischbällchen brutzelt.

Auch wenn Kowalskis Debütfilm noch einige kleine technische Schwächen aufweist, hängt man den Aktivist*innen an den Lippen, fühlt mit ihnen mit. Eine gelungene Würdigung nicht nur der mutigen Gesprächspartner*innen, die teilweise unter Einsatz ihres Lebens für LGBTI-Rechte kämpfen, sondern der vielen unbekannten Community-Held*innen überall auf der Welt. Und eine wichtige Botschaft der Solidarität, die gerade zum 50. Jubiläum des Stonewall-Aufstands in vielen Städten gezeigt werden sollte.

Zwei Jahre lang hat Markus Kowalski an der Low-Budget-Produktion mit einem Budget von nur rund 10.000 Euro gearbeitet. Dank einer Crowdfunding-Kampagne, an der sich auch Leser*innen von queer.de beteiligten, konnte er im vergangenen Jahr über 2.800 Euro einsammeln und damit den Schnitt bezahlen. Finanziell unterstützt wurde das Projekt außerdem von der Hirschfeld-Eddy-Stiftung und dem Berliner Förderverein elledorado.

Das nächste Screening von "Queer Lives Matter" findet am Montag, den 8. April um 20 Uhr in der Berliner "taz"-Kantine statt (Event auf Facebook), anschließend diskutiert Kowaslski mit "taz"-Redakteur Jan Feddersen. (mize)

Vimeo / Markus Kowalski | Trailer zu Doku



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