Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse TV-Tipps Termine
© Queer Communications GmbH
https://www.queer.de/detail.php?article_id=32967
Home > Kommentare

Kommentare zu:
Trotz Homo-Verfolgung: Kretschmann will Maghreb-Staaten für sicher erklären


#1 Der Weg nach rechtsAnonym
  • 12.02.2019, 14:32h
  • Die Grünen, für eine zukünftige Regierungbeteiligung in der Bundesregierung ist ihnen kein Weg zu weit, auch nicht der nach 'rechts'. Kretschmann ist da der Wegbereiter!
  • Antworten » | Direktlink »
#2 Rainer WAnonym
  • 12.02.2019, 14:39h
  • AfD, CDU, CSU, FDP, SPD und jetzt auch Teile der Grünen wollen also Schwule in Länder abschieben, in denen sie gefoltert, erniedrigt, inhaftiert und gedemütigt werden.
    Ein weiterer Grund nicht mehr wählen zu gehen! Warum schieben wir nicht einfach die ganze Politmischpoke aus dem Bundestag nach Marokko oder so ab? Mir reicht's mit denen, die interessieren sich nur für das Geld, Menschen sind denen doch egal...
  • Antworten » | Direktlink »
#3 Ith_Anonym
  • 12.02.2019, 15:10h
  • Grüne B-W eben. Tun ihr Möglichstes, um den Ruf der Partei als CDU-Ersatz mit mehr Gewissen zu etablieren.
    Wobei dieses Mehr mit zunehmender Ausrichtung nach konservativ erwartungsgemäß weniger und weniger wird.

    Pech für Leute, die kein CDU-Imitat wählen wollen. Ist ja nicht so, dass es angesichts jüngerer linker Offenbarungseide noch Alternativen für diejenigen gäbe, die Menschenrechte für wünschenswert halten.
  • Antworten » | Direktlink »
#4 Simon HAnonym
  • 12.02.2019, 15:21h
  • Wenn er das (gerade nach den jünsten Meldungen) macht, sind die Grünen für mich gestorben.

    Wer ausländische LGBTI in den Tod schickt, braucht dann inländischen LGBTI nicht mehr weizumachen, er würde auf ihrer Seite stehen.
  • Antworten » | Direktlink »
#5 qwertzuiopüAnonym
  • 12.02.2019, 15:24h
  • Das ist schade. So beschädigt Kretschmann auch das Vertrauen in die Grünen im Bund und den anderen Bundesländern.
    BaWü-Grüne ist leider CDU auf Wohlfühlkurs.
  • Antworten » | Direktlink »
#6 SchwachsinnAnonym
  • 12.02.2019, 15:32h
  • "Durch eine vereinbarte juristische Beratung für diese Gruppen"

    Diese Leute brauchen keine juristische Beratung, sondern Schutz. Und den kann nur ein generelles Asylrecht für LGBTI ihnen bieten.

    Wenn die Grünen umkippen, brauchen sie nie mehr mit LGBTI-Themen zu kommen...

    Wollen die Grünen wirklich dasselbe erleben, was die SPD erlebt hat?
  • Antworten » | Direktlink »
#7 dellbronx51069Anonym
#8 TimonAnonym
#9 YannickAnonym
  • 12.02.2019, 18:55h
  • Warum weigert sich Herr Kretschmann, den Berchten von Amnesty international, Human Rights Watch, etc. zu glauben? Von den Augenzeugenberichten ganz zu schweigen.

    Realitätsverweigerung?

    Und wie kann er das mit seinem Glauben vereinbaren, den er so gerne hochhält?

    Offenbar ist auch er bereit, Macht und Pöstchen über die körperliche Unversehrtheit und gar das Leben von verfolgten Menschen zu stellen.

    Traurig, was Macht aus Menschen macht. Und noch viel trauriger, was den Betroffenen blüht.
  • Antworten » | Direktlink »
#10 ExgrüneAnonym
#11 stephan
  • 12.02.2019, 19:01h
  • "Kretschmann will Maghreb-Staaten für sicher erklären" Der Mann denkt und merkt etwas, noch viel langsamer als er redet! Deutschland ist nicht sicher vor solchen Politikern ...
  • Antworten » | Direktlink »
#12 RothaAnonym
  • 12.02.2019, 19:01h
  • das ist genau so wie mit der Hexenverfolgung. Jeder unliebsame Mitmensch konnte als Hexe(r) beschuldigt werden. Dann hat auch schon sein letztes Stündlein geschlagen.

    Dort kann man auch Mitmenschen, welche einem auf irgendeine Weise im Wege stehen als Homosexuelle denunzieren - schon haben sie riesen Ärger am Hals.
  • Antworten » | Direktlink »
#13 YannickAnonym
  • 12.02.2019, 19:06h
  • Antwort auf #2 von Rainer W
  • Ein weiterer Grund nicht mehr wählen zu gehen!

    Das wäre genau das Falsche, dann auf seine demokratischen Rechte zu verzichten.

    Und es wäre auch gar kein Denkzettel für die Parteien, denn es ändert nichts an den Machtverhältnissen. Die Parteien vergießen zwar gerne Krokodilstränen über zu geringe Wahlbeteiligung, aber letztlich ist es ihnen egal.

    Aber wenn man andere Parteien wählt, hat das Folgen für die anderen Parteien. So erreicht man die.

    Das gilt übrigens auch für Parteien, die es nicht über die 5%-Hürde schaffen, weil es auch dann Auswirkungen auf die Parteienfinanzierung hat. So kann man den Parteien einen Denkzettel erteilen.

    Also immer noch besser eine chancenlose Partei wählen, als gar nicht zu wählen.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #2 springen »
#14 AmurPrideProfil
#15 AltoAnonym
  • 12.02.2019, 19:54h
  • Antwort auf #13 von Yannick
  • Wenn man das konsequent macht, hat man aber vielleicht ganz viele Kleinparteien im Bundestag. Dann gibt es wieder große Koalition aus CDU und SPD (und vielleicht FDP und Grüne) und es geht weiter wie bisher, weil immer noch zu viele Idioten weiterhin die CDU, SPD und Co. wählen.
    Ich habe das auch so im Freundeskreis erlebt. Leute beschweren sich über Merkel und wählen dann bei der nächsten BTW trotzdem wieder CDU weil "da weiß man, was man hat" oder "die anderen sind noch unfähiger".
    Was soll man bei so einer Logik machen?
    Dann vielleicht doch das ganze System boykottieren.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #13 springen »
#16 TomDarkProfil
#17 Patroklos
#18 AmurPrideProfil
  • 12.02.2019, 20:44hKöln
  • Antwort auf #16 von TomDark
  • "".."Kretschmann und AKK... mir schwant Übles! :-("
    Kannst du da nicht mal etwas konkreter werden?=)..""

    AKK als Kanzlerin und Kretschmann als Vizekanzler..
    Ein Duo, das sich wohl gut verstehen würde und sowohl bei der Union wie auch bei den Grünen mehrheitsfähig wäre..
    Das AKK keinerlei Probleme damit hat LGBTIQs zu diskriminieren, um die Konservativen in der Union hinter sich zu versammeln, beweist ja bis heute ihr hartnäckiges Festhalten an ihren unsäglichen Vergleich der Ehe für alle mit Inzest und Polygamie.
    Und das Kretschmann unsere Rechte für die Macht opfern würde, daran zweifel ich keine Sekunde. Alleine seine heute angedeutete Zustimmung, die Maghreb-Staaten als sicher einstufen zu lassen, ist ja wohl ein unmissverständliches Statement, welche Bedeutung LGBTIQ-Rechten für ihn haben.

    Und da eine Koalition aus Union und Grünen zur Zeit die einzige mehrheitsfähige Option für eine 2er-Koalition auf Bundesebene ist, befürchte ich im Augenblick nach den nächsten Bundestagswahlen einen politischen Rollback was unsere Rechte angeht.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #16 springen »
#19 TheDadProfil
  • 12.02.2019, 21:22hHannover
  • Antwort auf #2 von Rainer W
  • ""AfD, CDU, CSU, FDP, SPD und jetzt auch Teile der Grünen wollen also Schwule in Länder abschieben, in denen sie gefoltert, erniedrigt, inhaftiert und gedemütigt werden.""..

    Es geht nicht nur um "Schwule"..

    Es geht um alle Asylsuchenden aus diesen Ländern, und es geht vor allem um durchreisende Flüchtlinge die über diese Länder in der EU Schutz vor Verfolgung suchen..

    Es kann und darf ganz sicher nicht darum gehen als Grund für eine durchaus gewollte "schnellere Entscheidungsgrundlage" einen oder mehrere Staaten zu "sicheren Herkunftsländern" zu erklären, und damit ausschließlich Druck auf die Asylsuchenden auszuüben, denn wer auf der Flucht vor Verfolgung ist denkt nicht unbedingt daran Zeugnisse dieser Verfolgung zu sichern, und auf die Flucht mitzunehmen..

    Es kann auch nicht darum gehen Asylverfahren zu "beschleunigen" indem man Menschen deren Verfahren noch gar nicht letztinstanzlich entschieden ist schon einmal im Vorwege einer "erhofften endgültigen Ablehnung" vorschnell ausweist und zur Ausreise zwingt..

    Nach der derzeit gültigen Rechtslage können Asylsuchende die zur Ausreise gezwungen sind in anderen EU-Staaten kein erneutes Asylverfahren bekommen..
    Obwohl Menschen deren Asylverfahren in manchen Ländern abschlägig beschieden wurde, in anderen Ländern eine Chance auf Asyl erhalten würden..
    Denn die EU-Länder haben schlichtweg unterschiedliche Ansichten darüber, wer Asyl erhalten kann, und wer nicht..

    Deshalb muß das Asyl-VERFAHREN EU-weit verändert werden..
    Es müssen überall die gleichen Rechtsgrundlagen gelten, und überall die gleichen Gründe für ein Asylverfahren als Anerkenntnis-Grund festgeschrieben sein..

    Davon ist aber bislang nichts in Sicht..

    Die Haltung der Landes-Regierung in B.-Wü. ist schlichtweg Menschenfeindlich..
    Was dann allerdings für alle Bundesländer gilt die dem Gesetzesvorschlag am Freitag im Bundesrat zustimmen werden..

    ""Ein weiterer Grund nicht mehr wählen zu gehen!""..

    Das ist so ziemlich die dümmste Idee die man haben kann, denn so lange so viele Bürger von ihrem Wahlrecht NICHT Gebrauch machen sitzt die "AFD" im Bundestag, und wird die UNION überall dort wo sie es tut, die "Geschicke" der Länder und des Bundes weiter in der Hand halten..

    Wer eine andere Regierung will der MUSS wählen gehen !
  • Antworten » | Direktlink » | zu #2 springen »
#20 michael008
  • 12.02.2019, 21:33h
  • Antwort auf #8 von Timon
  • Sollte das kommen muss die grüne Bundespartei intervenieren, wenn sie sich nicht komplett lächerlich machen wollen. Die 20% in den Umfragen dürften dann auch bald dahin sein.
    Diese Stimmen kommen nämlich nicht von Leuten die sonst Union oder gar AfD wählen.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #8 springen »
#21 TomDarkProfil
  • 12.02.2019, 21:47hHamburg
  • Antwort auf #18 von AmurPride
  • AKK hat nicht mehr nur wegen ihrem Inzest-Vergleich der Ehe für alle bewiesen von welchem Schlag sie ist.

    Mit ihrer letzten Schote, die deutsche Grenze dicht zu machen, falls es wieder zu einem Flüchtlingsandrang wie 2015 kommen würde, versucht "Madame Gnadenlos" ihrer Partei den Rechtsruck zu geben und "das Bauchgefühl der Deutschen zu treffen", wie es die taz treffend umschreibt:

    www.taz.de/!5572712/

    Ich hab leider erst jetzt geschnallt, was die Frau für einen Charakter hat. =(
  • Antworten » | Direktlink » | zu #18 springen »
#22 michael008
  • 12.02.2019, 22:00h
  • Antwort auf #21 von TomDark
  • Ich gestehe, es hat auch bei mir etwas gedauert, bis ich diese Saarländerin als das wahrgenommen habe, was sie wirklich ist:
    Eine ätzende, erzkonservative Person, die deutlich rechtslastiger und gefährlicher ist als ihre Patronin, die Angela.
    Bis zu dem vielzitierten Interview habe ich sie eher als unbedeutende Lokalpolitikerin betrachtet.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #21 springen »
#23 qwqertzuiopüAnonym
  • 12.02.2019, 22:16h
  • Kretschmann wird nich mehr Vizekanzler, das ist denk ich zum Glück sicher. Der ist bei den übrigen Grünen jetzt auch nich so mega beliebt und darüber hinaus ist er zu alt. Aber AKK und Kretschmann würden schon ein passendes Paar abgeben, das stimmt.^^

    Es gibt allerdings mehr Grüne als nur in BW, und trotz Kretschmann sind es immernoch die grünen Stimmen im Bundesrat, die die Einstufung als sichere Herkunftsländer aufhalten, das bitte nicht vergessen.
  • Antworten » | Direktlink »
#24 ErstFragenAnonym
  • 12.02.2019, 22:32h
  • Antwort auf #14 von AmurPride
  • Da kann ich dich beruhigen.
    Den Teufel an die Wand zu malen, ist nicht hilfreich.

    Erstens: die Grünen bestehen nicht nur aus einer Person namens Kretschmann.

    Zweitens: Kretschmann ist nicht Parteivorsitzender der Grünen im Bund.

    Drittens: die Union lehnt eine Koalition mit den Grünen ab, da Parteiprogramme zu unterschiedlich.

    Viertens: die beiden Parteivorsitzenden der Grünen im Bund LEHNEN AB, die Maghreb Staaten als sicher einzustufen und mit ihnen weitere in der Partei.

    Fünftens: Vergleich:
    Weil Frau Wagenknecht zu sehr mit Russland liebäugelt, bedeutet das auch nicht automatisch, dass es in Deutschland zu solchen Zuständen kommen wird wie zum Beispiel in Tschetschenien.

    Sechstens: Dass Kretschmann dieser Einstufung zustimmt, ist schlecht, ja, aber es wird keine Apokalypse geben.

    Siebtens:
    Ich hoffe doch sehr stark, dass nun die Augen vieler geöffnet sind und viele Bürger/innen keine CDU und keine CSU mehr wählen.

    Achtens: Diese, welche die Union nicht mehr wählen werden, verteilen sich hoffentlich auf wählbare Parteien.

    Neuntens: Gar nicht zu wählen, ist das schlimmste, was man Deutschland antun kann. Das wirkt sich nur positiv für die AfD aus und das braucht kein Mensch.

    Zehntens: Weil einer in einer Partei quer schießt, bedeutet das noch lange nicht, dass eine Partei nicht mehr wählbar sei. Nach dieser Logik dürften Wähler/innen gar nicht mehr wählen gehen. Kann in einer Demokratie also keine vernünftige Lösung sein.

    Deswegen:
    Gehirn einschalten und sich, am besten bei der Partei selbst, informieren(!)
    Wenn du eine politische Wende in positiver Hinsicht möchtest, dann bleibt dir in Deutschland nichts anderes übrig, als entweder die SPD, oder die Grünen, oder die LINKEN zu wählen. Und eines kann ich dir gleich sagen: keine von den drei genannten Parteien ist perfekt. Du findest in allen drei Parteien etwas, was widersprüchlich rüber kommt.

    Deshalb bin ich der Meinung, dass alle drei gut zusammen regieren könnten, da sie sich gegenseitig korrigieren würden. Zusätzlich bräuchten sie noch eine weitere Partei, um eine Mehrheit bilden zu können. Oder eben eine Minderheitsregierung.
    ----- das geht aber nur, wenn die Union nicht mehr gewählt wird(!)
  • Antworten » | Direktlink » | zu #14 springen »
#25 Traurig aber WahrAnonym
#26 kuesschen11Profil
  • 12.02.2019, 22:48hFrankfurt/Main
  • Kretschmann? Oh nein danke, er trägt die Grünen nach rechts.

    Es ist wirklich skandalös, die Maghreb-Staaten für sicher zu erklären. Da sind bestimmt wieder wirtschaftliche Interessen im Spiel.

    Ich dachte, Menschenrechte sind nicht teilbar, sie sollten in allen Staaten der Welt gelten.

    Alle Menschen sind gleich, manche gleicher....

    Wir werden niemals in diesen homophoben Ländern Urlaub machen, für die unsere deutsche Regierung noch nicht mal ein anständiges Asylrecht zustande bringt.
  • Antworten » | Direktlink »
#27 ErstFragenAnonym
#28 HansAnonym
  • 12.02.2019, 23:45h
  • Ich halte das für einen großen Fehler! Wie kann Kretschmann einer weiteren Aushöhlung des Asylrechts zustimmen?! Er hält selbst die Maghrebstaaten für nicht sicher für Minderheiten, wie sollen die Staaten dann insgesamt sicher sein??
  • Antworten » | Direktlink »
#29 qwertzuiopüAnonym
#30 LotiAnonym
#31 FelixAnonym
  • 13.02.2019, 09:01h
  • Gerade angesichts der jüngsten Berichte über Inhaftierung, Folter und Mord an LGBTI in diesen Ländern, ist es an Zynismus und Menschenverachtung nicht mehr zu überbieten, überhaupt über eine Abschiebung dorthin nachzudenken.

    Pfui Herr Kretschmann.

    Wer sowas plant, hat jede Menschlichkeit verloren und sein Gewissen längst für die Macht verkauft. Offenbar sind die Grünen auch nicht besser als Union, SPD, FDP und AfD.
  • Antworten » | Direktlink »
#32 Ralph
  • 13.02.2019, 09:44h
  • Es ist zu hoffen, dass Herr Kretschmann, Herr Pallmer und all die anderen CDUler mit Grünen-Parteibuch bei der nächsten Landtagswahl merken, wie wenig es nützt, wenn man versucht, die AfD rechts zu überholen.
  • Antworten » | Direktlink »
#33 ErstFragenAnonym
#34 LorenProfil
  • 13.02.2019, 11:42hGreifswald
  • "Durch eine vereinbarte juristische Beratung für diese Gruppen würden diese nun behandelt wie Asylbewerber aus anderen Ländern, so Kretschmann. "

    Ob Herr Kretschmann hier irrt oder bewusst die Öffentlichkeit belügt, mag jede und jeder selbst beurteilen. Richtig ist, was The Dad in #19 schreibt:

    "Es kann auch nicht darum gehen Asylverfahren zu 'beschleunigen' indem man Menschen deren Verfahren noch gar nicht letztinstanzlich entschieden ist schon einmal im Vorwege einer 'erhofften endgültigen Ablehnung' vorschnell ausweist und zur Ausreise zwingt.."

    Denn Asylsuchende aus den konstruierten "sicheren Herkunftsländern" können zwar gegen einen ablehnenden Bescheid Widerspruch einlegen. Der Staat nimmt sich aber das Recht heraus, sie bereits vor einer Entscheidung über diesen Widerspruch auszuweisen. Bei Asylsuchenden aus den nicht so kontruierten "sicheren Herkunftsländern" nimmt sich der Staat diese Möglichkeit nicht heraus und gewährt den Asylsuchenden sogar eine Berufung gegen einen abgelehnten Widerspruch, über die gerichtlich entschieden werden muss. Erst dann stellt sich die Frage einer Ausweisung, je nachdem wie das Gericht entschieden hat.

    Warum Herr Kretschmann regierungskritischen Journalisten, Homosexuellen und Angehörigen religiöser Minderheiten den zuletzt beschriebenen Rechtsweg versperren will, sofern sie aus Marokko, Algerien oder Tunesien kommen, obwohl er sie selbst in diesen Ländern für vulnerabel hält, sollten seine Parteigänger mal offensiv und öffentlich abfragen und ihm seine unwahre Behauptung nicht durchgehen lassen.
  • Antworten » | Direktlink »
#35 FaktenAnonym
  • 13.02.2019, 12:59h
  • Antwort auf #33 von ErstFragen
  • Also erstmal hat Angela Merkel (CDU) das Thema "Ehe für alle" eröffnet als sie in einen TV Interview sagte, dass jeder Abgeordnete ohne Fraktionszwang abstimmen kann.

    Und selbst wenn es so wäre, heißt das nicht, dass wir denen dann auf ewig dafür dankbar sein müssen. Sowas ist emotionale Eroressung und ziemlich übel. Es geht immer darum zu bewerten, was sie aktuell tun und aktuell sind nur die Linken und einige Grüne gegen die Einstufung als sicheres Herkunftsland.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #33 springen »
#36 FaktencheckAnonym
  • 13.02.2019, 13:39h
  • Antwort auf #35 von Fakten
  • "Also erstmal hat Angela Merkel (CDU) das Thema "Ehe für alle" eröffnet als sie in einen TV Interview sagte, dass jeder Abgeordnete ohne Fraktionszwang abstimmen kann."

    Ich hoffe, das ist ironisch gemeint.

    Das Thema lag seit Jahrzehnten auf dem Tisch. Merkel war es, die die Öffnung jahrelang verhindert hat. Merkel war es, die dagegen gestimmt hat. Merkel war es, die direkt nach der Entscheidung noch einmal anmerken musste, weshalb sie die Eheöffnung für verkehrt hielt.

    Wir wollen doch bitte nicht gar so selektiv mit den Fakten umgehen, Merkels strategisches Abräumen des Themas zu einer aktiven Unterstützung zurechtzulügen.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #35 springen »
#37 AmurPrideProfil
#38 Homonklin44Profil
  • 13.02.2019, 13:54hTauroa Point
  • Mein bisheriger Eindruck über diesen Mann scheint zumindest gefühlseits nicht zu trügen, frage ich mich immer noch, warum der eigentlich bei den Grünen drin sitzt. Oder ob das Image dieser Partei tatsächlich so poliert und verspiegelt ist, wie es manche Leute so vor sich hin murmeln.

    Vermutlich dient man sich mit solchen Ansichten ja irgendwelchen politisch aussichtlichen Allianzen an, denn um die Sicherheit von LGBTIQ* in den Ländern oder um verbesserte Asyl-Chancen für Solche scheint es da wenig zu gehen.

    Aber was weiß ich schon. Vielleicht handeln die ja Sonderbedingungen für die erwähnten Gruppen aus, und Kretschmann wird Flüchtlinge aus den Ländern ja nicht persönlich abschieben müssen, wenn die in ihrer Verzweiflung und letzten Hoffnung hier anlanden.

    Stichwort Gewissen und so. Ich weiß, das ist bestimmt wieder sowas von out of trend.
  • Antworten » | Direktlink »
#39 Ralph
  • 13.02.2019, 15:19h
  • Antwort auf #33 von ErstFragen
  • Was hat denn die Ehe bei uns mit den Menschenrechten in Nordafrika zu tun? Ich hoffe doch, Du meinst nicht, Dankbarkeit für die Gnade der Eheschließung in deutschen Standesämtern möge uns darüber hinwegsehen lassen, dass Herr Kretschmann die Menschenrechtsverletzungen in Nordafrika toleriert. Dort leben Menschen, die nicht nur nicht heiraten dürfen, sondern die nicht mal sicher vor staatlicher Verfolgung sind. Denen nützt es nichts, dass ich einen Ehering tragen darf.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #33 springen »
#40 Ralph
  • 13.02.2019, 15:23h
  • Wenn jetzt hier schon gesucht wird, wer sich die Eheöffnung letztlich anrechnen lassen darf, dann müssen wir so ehrlich sein zuzugeben, dass es Martin Schulz war, der die Abstimmung in letzter Stunde noch auf die Tagesordnung des Bundestages setzen ließ, nachdem sich die Kanzlerin so heillos bei der "Brigitte" verstottert hatte. Nach der Wahl wäre die Eheöffnung nicht mehr gekommen. Zuerst wäre sie den endlosen Verhandlungen von Union, Grünen und FDP zum Opfer gefallen, und dann wäre die SPD wieder vor der Union eingeknickt.
  • Antworten » | Direktlink »
#41 So ist dasAnonym
#42 ErstFragenAnonym
  • 13.02.2019, 18:01h
  • Antwort auf #35 von Fakten
  • Ne, Angela Merkel hat die Ehe für alle leider nicht "eröffnet."
    In dem Interview, von dem du sprichst, ist ihr ein Versprecher unterlaufen. Sie sprach nämlich von Gewissensfrage bei diesem Thema. Danach konnte sie nicht mehr zurück rudern und musste den Fraktionszwang aufheben. Freiwillig hat sie das nicht gemacht.
    Wäre ihr dieser Versprecher nicht unterlaufen, gäbe es heute noch keine Eheöffnung.

    Und ja, solange wir eine Demokratie haben, darfst du dankbar dafür sein, dass die Parteien: SPD, Grüne, und LINKE sich entsprechend eingesetzt haben. Das war ein Moment des Lichtblicks in unserer Politik.

    Und du kannst froh sein, dass wir die LINKEN und Grüne haben, sonst wäre die "Einstufung der Maghreb Staaten als sichere Herkunftsländer" längst beschlossene Sache.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #35 springen »
#43 TheDadProfil
  • 15.02.2019, 10:46hHannover
  • Antwort auf #39 von Ralph
  • ""Was hat denn die Ehe bei uns mit den Menschenrechten in Nordafrika zu tun?""..

    Eine gute Frage..
    Deren Antwort dann lautet :
    Eigentlich alles..
    Denn wenn man Menschenrechte anerkennt, und in seinem eigenem Land "sogar" die Ehe für LGBTTIQ*-Menschen öffnet, dann muß man Menschen die in das eigene Land kommen auch nach genau den gleichen Menschenrechten behandeln, wie man es mit der Einheimischen Bevölkerung tut..

    Politik macht hier aber den Knicks vor den Staatslenkern der anderen Länder, und maßt sich an, die dortigen Bevölkerungen nach den dortigen Menschenrechts-Standards behandelt, sei ein Hinweis darauf, wie "sicher" ein Land sei..

    Handelte man wie man handeln müßte, dann gäbe es keinerlei Gründe Asyl zu versagen..
    Keinen einzigen..
    Denn kann ein Asylsuchender Mensch in seinem Heimatland nicht genauso sicher und mit den gleichen Menschenrechten wie bei uns ausgestattet leben, dann hat er Anspruch auf Asyl..

    Der Denkfehler an der Sache liegt in der unterschiedlichen Anerkenntnis von Menschenrechten in unterschiedlichen Ländern, und das wird von Politiker*innen fast aller im Bundestag vertretenen Parteien mit einem Feuerwerk an Pseudo-Argumenten verteidigt..

    Was unserer Bevölkerung aufzeigen müßte, was von unseren Politiker*innen zu halten ist..
    Doch zu dieser Erkenntnis reicht dann das "Nachdenken" der Durchschnittsbevölkerung nicht mehr..

    Es gibt daher auch keine solche "Dankbarkeit" für erkämpfte Menschenrechte im eigenem Land, denn diejenigen denen man Dank schuldete, sind dann auch gar nicht die Politiker*innen, sondern die Kämpfer*innen für gleiche Rechte..
    Und damit dann auch nicht "den Grünen", oder "der Linken", sondern beispielsweise
    "bei den Grünen Volker Beck"..

    Das hat dann "ErstFragen" offensichtlich immer noch nicht erkannt..
  • Antworten » | Direktlink » | zu #39 springen »
#44 TheDadProfil
  • 15.02.2019, 10:53hHannover
  • Antwort auf #42 von ErstFragen
  • ""Ne, Angela Merkel hat die Ehe für alle leider nicht "eröffnet."
    In dem Interview, von dem du sprichst, ist ihr ein Versprecher unterlaufen. Sie sprach nämlich von Gewissensfrage bei diesem Thema. Danach konnte sie nicht mehr zurück rudern und musste den Fraktionszwang aufheben. Freiwillig hat sie das nicht gemacht.
    Wäre ihr dieser Versprecher nicht unterlaufen, gäbe es heute noch keine Eheöffnung.""..

    Die mehr unfreiwillige Aufgabe einer AKTIVEN VERHINDERUNG ist dann auch bei noch so viel Beleuchtung KEINE "Unterstützung"..

    Vor allem nicht weil die Aufhebung des "Fraktions-Zwanges" schon satte 3 Jahre lang in verschiedenen Bundestags-Debatten gefordert, und ebenso oft von der Kanzlerin als "geht nicht" abgebügelt wurde..

    ""Und ja, solange wir eine Demokratie haben, darfst du dankbar dafür sein, dass die Parteien: SPD, Grüne, und LINKE sich entsprechend eingesetzt haben. Das war ein Moment des Lichtblicks in unserer Politik.""..

    Es waren nicht "die Parteien" !
    Es waren eine recht ansehnliche Anzahl an Politiker*innen in diesen Parteien, die den Forderungen der Menschen zum Recht verholfen haben !
  • Antworten » | Direktlink » | zu #42 springen »

» zurück zum Artikel