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20 Schablonen

Köln bekommt zum CSD doch gleichgeschlechtliche Ampelpärchen

Vor wenigen Wochen lehnte die Stadt noch ab, jetzt werden anlässlich des 50. Jahrestages des Stonewall-Aufstandes doch "Homo-Ampeln" in der Innenstadt installiert.


Auch in der Domstadt werden gleichgeschlechtliche Paare Fußgängern anzeigen, ob sie gehen oder stehen müssen (Bild: Nico Kaiser / flickr)

In der Kölner Innenstadt zeigen im Juli auf einigen Ampeln gleichgeschlechtliche Pärchen an, ob man über die Straße gehen darf. Zum Christopher Street Day werden an Ampeln am Kölner Heumarkt die klassischen Ampelmännchen durch 20 Schablonen mit Frauen- und Männerpaaren ersetzt, wie ein Sprecher der Stadt am Dienstag gegenüber der Deutschen Presseagentur sagte. Zuvor hatte der "Kölner Stadt-Anzeiger" darüber berichtet.

Die genaue Dauer der Aktion steht noch nicht fest. Anlass für das besondere Ampel-Design ist nach Angaben der Stadt das 50-jährige Jubiläum des Stonewall-Aufstands in der New Yorker Christopher Street, bei dem sich Transsexuelle, Lesben und Schwule gegen Polizeiwillkür wehrten. Der Cologne Pride, der als größter CSD in Europa gilt, greift das Jubiläum auch in seinem diesjährigen Motto "50 Years of Pride – Viele. Gemeinsam. Stark!" auf.

Der CSD findet am Wochenende vom 5. bis 7. Juli statt – am Heumarkt steht die Hauptbühne und zieht auch die Parade am Sonntag vorbei.

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Vor zwei Monaten winkte Verkehrsdezernentin noch ab

Die Stadt Köln hat damit binnen weniger Wochen ihre Meinung zu "Homo-Ampeln" geändert: Noch im Dezember hatte Verkehrsdezernentin Andrea Blome eine derartige Initiative abgelehnt – angeblich aus Gründen der Verkehrssicherheit (queer.de berichtete). Ampeln mit gleichgeschlechtlichen Paaren entsprächen weder der Straßenverkehrsordnung noch den Richtlinien für Lichtsignalanlagen, so die CDU-nahe Kommunalpolitikerin damals.

Als erste Stadt weltweit hatte Wien 2015 anlässlich der Ausrichtung des Eurovision Song Contests gleichgeschlechtliche Ampelpärchen installiert (queer.de berichtete). Die Homo-Ampeln führten zu weltweiter Berichterstattung, was die österreichische Hauptstadt dazu veranlasste, die eigentlich zeitlich begrenzte Aktion fortzusetzen.

Seither wurde die Idee von zahlreichen Städten in mehreren Ländern übernommen. Viele Kommunen lobten, dass sie so ein Zeichen für Akzeptanz setzen könnten und vergleichsweise kostengünstige Werbung für ihre Stadt erhalten. LGBTI-Aktivisten begrüßten die Aktion, da dadurch mit einfachen Mitteln die Sichtbarkeit von sexuellen Minderheiten erhöht werde. Zuletzt wurde in der australischen Hauptstadt Canberra der Jahrestag des Beschlusses zur Öffnung der Ehe für Schwule und Lesben mit gleichgeschlechtlichen Ampelpärchen gefeiert (queer.de berichtete). (dpa/dk)