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Aufstieg

Thomas Hitzlsperger wird Sportvorstand beim VfB

Der sportlich angeschlagene Bundesligist befördert den schwulen Ex-Spieler auf einen der einflussreichsten Posten im Verein.


Vielbeschäftigt: Thomas Hitzlsperger muss nicht nur seinen VfB vor dem Abstieg retten, sondern fungiert auch als ARD-Fußballexperte (Bild: Screenshot Das Erste)

Der frühere Fußballnationalspieler Thomas Hitzlsperger übernimmt beim VfB Stuttgart den Posten des Sportvorstands. Das teilte der Verein am Dienstagnachmittag mit. Die Entscheidung sei am Vorabend bei einer Aufsichtsratssitzung gefallen. Der offen schwule 36-Jährige löst damit Michael Reschke ab, der das Amt eineinhalb Jahre lang inne hatte. Grund für seine Ablösung ist der sportliche Misserfolg der Schwaben, die derzeit auf dem Relegationsplatz liegen und damit um den Verbleib in der 1. Fußball-Bundesliga bangen müssen.

"Leider hat [Reschkes] Arbeit bislang nicht den gewünschten sportlichen Erfolg gebracht und der Klassenerhalt in der Bundesliga ist nach den jüngsten Ergebnissen in erheblicher Gefahr", erklärte Wolfgang Dietrich, der Präsident des Vereins und der Aufsichtsratsvorsitzende der VfB AG, in einer offiziellen Stellungnahme. Reschke hatte diese Saison 45 Millionen Euro für neue Spieler ausgegeben, die sich weitgehend als Flop erwiesen haben.

Von Hitzlsperger erwartet der VfB-Chef viel: "In Thomas gewinnen wir einen Fachmann, der nicht nur Sportkompetenz und die Nähe zum aktiven Profifußball mitbringt, sondern auch die notwendige Führungsqualität." Hitzlsperger sagte, er freue sich auf seine Aufgabe und werde "alles daransetzen", dass der VfB seine Klasse hält.

Twitter / VfB

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Damit fällt Hitzlsperger einer der wichtigsten Aufgaben in seinem Verein zu. Bereits seit 2016 ist er im VfB-Management vertreten (queer.de berichtete). Außerdem fungiert er seit 2017 als "Botschafter für Vielfalt" beim Deutschen Fußballbund (queer.de berichtete). Zuletzt arbeitete der gebürtige Oberbayer beim VfB als Jugendkoordinator. Außerdem ist er ARD-Experte bei Fußballspielen, die live im Ersten übertragen werden.

Hitzlsperger, der in seiner aktiven Laufbahn Deutscher Meister mit dem VfB sowie Vizeeuropameister und WM-Dritter mit der Deutschen Nationalmannschaft wurde, outete sich nach seinem Karriereende 2014 als schwul (queer.de berichtete). Damals erntete er viel Lob für sein Coming-out – außer freilich von der AfD. In den letzten Jahren engagierte er sich für mehr Akzeptanz im Profifußball. (dk)



#1 Simon HAnonym
#2 Patroklos
  • 12.02.2019, 20:25h
  • Herzlichen Glückwunsch und ich hoffe, daß sich der VfB Stuttgart im Laufe der Rückrunde noch aus der Schlinge des Abstiegs ziehen wird.
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#3 AmurPrideProfil
  • 12.02.2019, 20:28hKöln
  • Antwort auf #1 von Simon H
  • ""..Da sieht man wieder mal, dass ein Outing auch im Sport nicht schadet..""

    DIES ist eine mehr als kühne Behauptung, wie ich finde, zumindest im Bezug auf Homosexualität und Profifussball!!!

    Du scheinst ganz offensichtlich vergessen zu haben, das sich Thomas Hitzelsberger erst NACH seiner aktiven Profizeit outete!

    Meines Wissens nach gibt es bis heute erst einen einzigen Fussballprofi, der sich WÄHREND seiner aktiven Laufbahn als schwul outete: Justin Fashanu. Der Fall des englischen Fußball-Profis endete besonders tragisch mit seinem Suizid.

    Bis heute gibt es nicht einen einzigen aktiven schwulen Profi oder Trainer in der Fussball-Bundesliga, obwohl es aber statistisch 45 - 150 schwule Spieler in den drei Bundesligen Deutschlands geben müsste!

    Wie übrigens in fast allen Profisportarten, bei denen es um sehr viel (Werbe-)Geld geht. Siehe Football, Basketball, Baseball und Eishockey in den USA, Formel 1, Tennis, Boxen...
    Allerdings hat sich im Golf vor kurzem der 27-jährige Hawaiianer Tadd Fujikawa geoutet.
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#4 KorrekturAnonym
  • 16.02.2019, 21:26h
  • Antwort auf #3 von AmurPride
  • Pascal Erlachner, Schweizer, outete sich als Fußball-Schiedsrichter während seiner Karriere.

    Collin Martin outete sich ebenfalls während seiner Karriere als Profi-Fußballer in den USA.

    Im Frauen-Fußball sind auch paar Frauen geoutet, die in der Nationalmannschaft spielen.

    Das soll nicht heißen, dass Homosexualität im Sport kein Tabu sei, aber es gibt auch Outings mit positivem Ausgang in diesem Bereich.
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#5 AmurPrideProfil
  • 16.02.2019, 22:49hKöln
  • Antwort auf #4 von Korrektur
  • Über Pascal Erlachner habe ich eine Dokumentation im Tv (oder war's im Kino gesehen) und habe großen Respekt vor ihm und vor seinem coming out.
    Allerdings ist er Schiedsrichter, nicht Spieler. Deswegen trifft sein Fall nicht zu, denn er ist weder von den Mitspielern in einer Profimannschaft "abhängig", noch braucht er einen kommerziellen Arbeitsvertrag als Spieler von einem Fussballverein.

    Danke für den Hinweis auf Collin Martin (* 9. November 1994 in Chevy Chase, Maryland), denn das hatte ich tatsächlich noch nicht gewusst.
    Ich hab' ihn mal gegooglet:
    Er ist ein US-amerikanischer Fußballspieler der derzeit bei Minnesota United in der Major League Soccer (MLS) unter Vertrag steht. Martin gab am 29. Juni 2018 bekannt, dass er homosexuell sei, und ist somit aktuell der einzige offen schwule Fußballspieler in einer nationalen Spitzenliga und aktuell einzige Athlet einer US-amerikanischen Major League.
    Drücken wir ihm die Daumen und hoffen das Beste für ihn.

    ""..Im Frauen-Fußball sind auch paar Frauen geoutet, die in der Nationalmannschaft spielen..""
    Ja, interessanterweise sind die Frauen im Umgang mit Homosexualität deutlich weiter als die Männer. Ob's daran liegt, das Frauen i.d.R. im Profisport deutlich weniger Geld verdienen können, das die Anzahl ihrer Fans geringer als bei ihren männlichen Profikollegen ist, der Hype in der Öffentlichkeit und den Medien deutlich geringer als bei den Männern ausfällt... ODER daran, das sowohl Frauen als auch vor allem Männer mit lesbischen Beziehungen viel besser klar kommen als Männer mit schwulen... Oder eine Mischung aus all dem... Völlig egal: Die Frauen führen!^^
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#6 KorrekturAnonym
  • 17.02.2019, 10:48h
  • Antwort auf #5 von AmurPride
  • Deine "Spielregeln" sind aber schon etwas crazy, wenn ich das sagen darf.^^

    Bei dir steht, dass du keinen einzigen Spieler oder Trainer kennst, der sich während seiner Karriere outete. Erlachner ist ein Trainer, der sich während seiner Karriere outete.
    Und du sagst: das gilt nicht.

    Ansonsten danke.
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#7 AmurPrideProfil
  • 17.02.2019, 11:42hKöln
  • Antwort auf #6 von Korrektur
  • ""..Erlachner ist ein Trainer..""

    DAS ist mir neu. Nach meinen Erkenntnisstand ist er Profischiedsrichter und Lehrer, u. a. auch für Sport. Aber das er als Trainer arbeitet ist mir unbekannt. Könntest Du das bitte näher ausführen (Sportart, Verein)?
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#8 LorenProfil
#9 KorrekturAnonym
#10 KorrekturAnonym
  • 17.02.2019, 18:03h
  • Zitat von Mario Müller:
    "Ich bin Fußballtrainer der A-Junioren der Regionalliga, ich bin 25 Jahre alt und schwul."

    Zwar keine Bundesliga, aber ein Trainer, der sich outete.
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