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Aufstieg
Thomas Hitzlsperger wird Sportvorstand beim VfB
Der sportlich angeschlagene Bundesligist befördert den schwulen Ex-Spieler auf einen der einflussreichsten Posten im Verein.

Vielbeschäftigt: Thomas Hitzlsperger muss nicht nur seinen VfB vor dem Abstieg retten, sondern fungiert auch als ARD-Fußballexperte (Bild: Screenshot Das Erste)
- 12. Februar 2019, 14:15h 2 Min.
Der frühere Fußballnationalspieler Thomas Hitzlsperger übernimmt beim VfB Stuttgart den Posten des Sportvorstands. Das teilte der Verein am Dienstagnachmittag mit. Die Entscheidung sei am Vorabend bei einer Aufsichtsratssitzung gefallen. Der offen schwule 36-Jährige löst damit Michael Reschke ab, der das Amt eineinhalb Jahre lang inne hatte. Grund für seine Ablösung ist der sportliche Misserfolg der Schwaben, die derzeit auf dem Relegationsplatz liegen und damit um den Verbleib in der 1. Fußball-Bundesliga bangen müssen.
"Leider hat [Reschkes] Arbeit bislang nicht den gewünschten sportlichen Erfolg gebracht und der Klassenerhalt in der Bundesliga ist nach den jüngsten Ergebnissen in erheblicher Gefahr", erklärte Wolfgang Dietrich, der Präsident des Vereins und der Aufsichtsratsvorsitzende der VfB AG, in einer offiziellen Stellungnahme. Reschke hatte diese Saison 45 Millionen Euro für neue Spieler ausgegeben, die sich weitgehend als Flop erwiesen haben.
Von Hitzlsperger erwartet der VfB-Chef viel: "In Thomas gewinnen wir einen Fachmann, der nicht nur Sportkompetenz und die Nähe zum aktiven Profifußball mitbringt, sondern auch die notwendige Führungsqualität." Hitzlsperger sagte, er freue sich auf seine Aufgabe und werde "alles daransetzen", dass der VfB seine Klasse hält.
/ VfBDer Aufsichtsrat der #VfB Stuttgart 1893 AG hat mit sofortiger Wirkung Michael #Reschke als Sportvorstand abberufen.
VfB Stuttgart (@VfB) February 12, 2019
Nachfolger als Sportvorstand wird ebenfalls ab sofort Thomas #Hitzlsperger. https://t.co/ATBxT3KNGV
Damit fällt Hitzlsperger einer der wichtigsten Aufgaben in seinem Verein zu. Bereits seit 2016 ist er im VfB-Management vertreten (queer.de berichtete). Außerdem fungiert er seit 2017 als "Botschafter für Vielfalt" beim Deutschen Fußballbund (queer.de berichtete). Zuletzt arbeitete der gebürtige Oberbayer beim VfB als Jugendkoordinator. Außerdem ist er ARD-Experte bei Fußballspielen, die live im Ersten übertragen werden.
Hitzlsperger, der in seiner aktiven Laufbahn Deutscher Meister mit dem VfB sowie Vizeeuropameister und WM-Dritter mit der Deutschen Nationalmannschaft wurde, outete sich nach seinem Karriereende 2014 als schwul (queer.de berichtete). Damals erntete er viel Lob für sein Coming-out – außer freilich von der AfD. In den letzten Jahren engagierte er sich für mehr Akzeptanz im Profifußball. (dk)













