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Wegen Missbrauchsvorwürfen

Bryan Singers "Red Sonja" liegt auf Eis

Die Produzenten von "Red Sonja" haben wegen der Vorwürfe gegen den bisexuellen Regisseur die Notbremse gezogen.


Die Luft wird rauer für Regisseur Bryan Singer, der noch immer seine Unschuld beteuert (Bild: Gage Skidmore / flickr)

  • 12. Februar 2019, 16:21h, noch kein Kommentar

Missbrauchsvorwürfe mehrerer Männer gegen Regisseur Bryan Singer sorgen für weitere Konsequenzen: Die Produktionsfirma Millennium Films hat nach Angaben des Branchenmagazins "Deadline" die Entwicklung der Comicverfilmung "Red Sonja" vorerst gestoppt. Die Dreharbeiten zum geplanten Action-Blockbuster – ein Remake des 1985 gedrehten Films "Die Rache der Schwertkämpferin" mit Arnold Schwarzenegger und Brigitte Nielsen – hätten eigentlich dieses Jahr in Bulgarien beginnen sollen. Laut "Deadline" wird daraus nichts mehr.

Gegen Singer waren im Januar erneut Missbrauchsvorwürfe publik geworden. Das Magazin "The Atlantic" berichtete, dass vier Männer den Regisseur beschuldigten, sie als Minderjährige sexuell missbraucht zu haben (queer.de berichtete). Der offen bisexuelle Regisseur wies alle Vorwürfe zurück und beschuldigte "The Atlantic", einen "homophoben Schmutzartikel" veröffentlicht zu haben. Auch Millenium-Chef Avi Lerner verteidigte vor zwei Wochen noch den 53-Jährigen und bezeichnete den Artikel als "Fake-News". Letzte Woche äußerte er sich allerdings bereits distanzierter.

Twitter / vulture | Avi Lerner bezeichnete letzten Monat die Vorwürfe gegen Singer als "Fake News" und erklärte, dass in Amerika jeder Mensch unschuldig sei, bis er vor einem ordentlichen Gericht verurteilt wird

Die Vorwürfe haben in den letzten Wochen trotz des Dementis bereits Konsequenzen für den Regisseur von erfolgreichen Superhelden-Filmen wie der "X-Men"-Serie gehabt: Die LGBTI-Organisation GLAAD zog ihre Nominierung des Singer-Films "Bohemian Rhapsody" für einen ihrer Media-Awards wegen der Vorwürfe zurück (queer.de berichtete). Auch die britischen Film-Oscars Bafta zogen eine Nominierung Singers zurück.

Zudem drohte Anthony Rapp, der bereits die Kevin-Spacey-Affäre ins Rollen gebracht hatte, dass es künftig Konsequenzen für Schauspieler habe, die mit Singer zusammen arbeiteten (queer.de berichtete). Auch Rami Malek, der Hauptdarsteller in "Bohemian Rhapsody", ging auf Distanz zum Star-Regisseur (queer.de berichtete).

Für Singer würde der mögliche Rückzug der Produzenten auch erhebliche finanzielle Einbußen bedeuten: Laut US-Medien hätte der 53-Jährige einen Gehaltsscheck in Höhe von zehn Millionen Dollar für "Red Sonja" erhalten. (dk)