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Kommentare zu:
Hbf Berlin: Frei-Prosecco für Frauen


#1 KetzerEhemaliges Profil
  • 13.02.2019, 12:38h
  • Natürlich ist das schwulendiskriminierend.

    Erinnert mich an meine Jugend, in der ein (damals noch komplett ungeouteter) schwuler Freund eine Party gab. Ich war eingeladen, unter der Voraussetzung, dass ich eine weibliche Begleitperson mitbrächte. Alleine durfte ich nicht kommen. Eine Zwangs-Pseudo-Freundin wollte ich mir auch nicht zulegen.

    Also habe ich ihm freundlich, aber bestimmt abgesagt.

    Heute ist dieser Mann übrigens 55 Jahre alt und öffentlich als Künstler tätig. Auf seiner Website kein Wort von (s)einem männlichen Partner. Wenigstens aber auch nicht von irgendeiner Pseudo-Freundin.

    Ich habe mich dazu entschieden, ab 1990 offen schwul / queer aufzutreten. Ein schwuler Mann / eine queere Person ist sowohl alleine als auch mit gleichgeschlechtlichem Partner nicht weniger wert. Wir dürfen uns da nicht kompromittieren und auch nicht klein machen lassen.

    Wirklich wundern kann ich mich über die Berliner Aktion übrigens nicht - leben wir doch seit geraumer Zeit in einem Rollback zurück in die 1950er Jahre.

    Aber nicht mit mir!
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#2 Danny387Profil
  • 13.02.2019, 12:43hMannheim
  • Eindeutig diskriminierend! Sowohl für schwule Paare als auch für Hetero-Männer. Wo leben wir eigentlich???
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#3 Svetlana LAnonym
  • 13.02.2019, 12:46h
  • Wenn ich als trans*-Frau mit meiner Frau da hin gehe, müssten wir (nach meiner Lesart) zwei Gläser bekommen. Wäre ja mal interessant auszuprobieren, wie deren Definition von Frau lautet!?
    Ansonsten halte ich solche Aktionen für reine Publicity-Aktionen und ziemlichen Quatsch!
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#4 andreAnonym
  • 13.02.2019, 14:03h
  • Sofort eine Spontan-Demo vor dem Laden, wie immer. Wo kommen wir denn da hin, wenn jeder macht was er will, selbst bei Fliegenschiss. Medien nicht vergessen!
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#5 KetzerEhemaliges Profil
#6 aegskAnonym
  • 13.02.2019, 15:24h
  • Habt ihr echt keine anderen Probleme als einer blöden Werbeaktion noch mehr Bekanntheit zu verschaffen? Denn darauf läuft es doch raus.
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#7 DominikAnonym
  • 13.02.2019, 18:44h
  • Mir leuchtet nicht ein, was Mutter und Tante mit dem Valentinstag zu tun haben.

    Ein pfiffiges Kerlchen könnte auch auf die Idee kommen, möglichst viele Passantinnen abzufangen und jeder Dame für 1 den Genuss eines Proseccos anzubieten. Vielleicht trifft er ja, von früh morgens bis spät abends an diesem vielbelebten Hbf in Berlin stehend, auf ein paar hundert Interessierte, die den Spaß mitmachen würden. Da die einzige Bedingung ist, dass die Begleitung eine Frau ist, würde das nicht gegen die Regeln verstoßen. ;)
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#8 DominikAnonym
#9 cinnamonEhemaliges Profil
  • 13.02.2019, 20:27h
  • Hallo! Also, es ist nur ein Imbiss am Bahnhof. Die haben sich bestimmt nichts schlimmes dabei gedacht und sind jetzt überrascht, wie kompliziert das Leben heutzutage sein kann. Letztendlich kann jeder verschenken was und an wen er will und wenn da weiter nichts dahinter ist, sollte man eine nicht besonders durchdachte, harmlose und etwas danebengegangene Werbeaktion nicht krumm nehmen, meine Meinung.
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#10 LenchenAnonym
#11 IronikerAnonym
  • 13.02.2019, 22:42h
  • Antwort auf #9 von cinnamon
  • Mensch ja, das Leben IST aber auch kompliziert heute. Männer dürfen plötzlich Männer lieben und beschweren sich auch noch darüber, wenn sie eine Pseudo-Freundin anschleppen sollen... die haben sich gefälligst wie früher zu verstecken und die Klappe zu halten, wenn sie diskriminiert werden...
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#12 FredinbkkProfil
  • 14.02.2019, 04:53hBangkok
  • was um Thai-Himmelwillen ist

    PROSECCO

    sagt mir rein garnichts

    ich denke bei dem Namen eher an einen
    Schimmelentferner fuer Silikonfugen im Nassbereich....

    soll das was " typisch schwules sein" ??
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#13 cinnamonEhemaliges Profil
#14 cardamomAnonym
#15 Ith__Ehemaliges Profil
  • 14.02.2019, 09:23h
  • Antwort auf #5 von Ketzer
  • Wenn du dann mal eine Spontandemo vor einem Schwulenklub machst, in dem Menschen mit weiblichen Geschlechtsorganen anders behandelt werden, was Zugangsrechte zu Darkroom oder überhaupt bloß Einlass betrifft, bin ich voll dabei, versprochen.

    Musste mir bloß rechtzeitig ankündigen. Bin zuversichtlich, auch noch n paar andere Trans*Personen und FLTI*, die mitkommen. Also, spontan für den Veranstalter, weniger spontan für Leute, die weit weg wohnen. So viel Rücksichtnahme würd ich mir wünschen.
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#16 Ith__Ehemaliges Profil
  • 14.02.2019, 09:40h
  • Das Lustige ist, wo ich da diesen Tag "Endstation Wirklichkeit" sehe, dass ich ursprünglich, als ich mich noch mit meinem Schicksal als sowieso-nicht-zu-Männerveranstaltungen-zugelassen abgefunden hatte, und natürlich geglaubt hatte, diese Toleranzforderungen auf CSDs und so würden auch Trans*-Leute wie MICH einschließen... da wär ich bei sowas hier voll auf eurer, also der cis-schwulen, Seite gewesen.

    Seit ich als trans* out bin und auf einmal in der Realität angekommen bin, in der Cis-Schwule mir mit Hinweisen wie "das ist dann aber NUR schwul" zu verstehen geben, dass ich als schwuler Trans*-Mann natürlich nicht erwünscht bin, also mit "nur schwul" SELBSTVERSTÄNDLICH nur Cis-Schwule gemeint sind, und andere Nettigkeiten, die man von dieser Szene als lebende Unerwünschtigkeit so erlebt, ist meine Assoziation mit "schwul" - urgs, erstmal vorsichtig sein, wahrscheinlich wird die Ablehnung brutaler ausfallen, als ich's von Hetero-Cissen gewöhnt bin, das Wissensniveau möglicherweise nicht höher, die Abneigung gegen meine Person basierend auf meinem Körper rücksichtsloser, direkter und offener als in irgendeiner weniger sexualisierten Szene.

    Und dann bilden die sich auch noch ein, eine Ahnung zu haben, wie das ist, in meiner Haut zu stecken, weil sie sich hin und wieder mal Kleidchen und Perücke anziehen, sich mit Frauennamen ansprechen und mit der stetigen Option, das Ende der Show selbst zu bestimmen, glauben, die Geschlechterstereotypen doch schließlich alle selbst aus persönlicher Erfahrung zu kennen.

    Kannste dir nicht ausdenken.

    Ja, damals, als man sich noch einbildete, die Leute brächten selbst wenigstens die Hälfte dessen mit, was sie von anderen verlangen. War so ein schöner Traum.
    Stattdessen jetzt diese Wirklichkeit.
    In der ich angesichts eures Umgangs mit mir nur noch drüber lachen kann, wenn ihr euch über sowas aufregt - vor allem, wenn's in dem Fall reichen würde, dass ihr eine Freundin-Freundin, Schwester, Mutter oder Tante mitbringt.
    Werft euch halt einfach in nen Fummel und schaut mal, ob das dort hilft.
    Nicht, dass es Abhilfe davon schaffen würde, wie ihr mit meinesgleichen umgeht - was wär eine echte Tunte, wenn sie mit irgendwem Umgang hätte, der keinen angewachsenen Schwanz mitbringt. Aber von der wachsenden Akzeptanz für Trans*-Geschlechtlichkeit könnt ihr ja vielleicht mit eurem Drag-Kram mal was tun.

    Wenn ich mit nem Kerl was anfangen will, muss ich mich schließlich auch als Mädchen verkleiden und mir die Haare wachsen lassen, weil kein schwuler Kerl sowas wie mich akzeptiert. Findet euch halt damit ab, dass das hin und wieder auch für euch notwendig sein könnte.
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#17 KetzerEhemaliges Profil
#18 Ith__Ehemaliges Profil
  • 14.02.2019, 11:57h
  • Antwort auf #17 von Ketzer
  • Das sag ich doch gar nicht.

    Ich sag nur: Tu doch für Trans*-Personen einfach dasselbe wie für dein eigenes Klientel.
    Und demonstrier halt solange vor Klubs dieses deines eigenen Klientels, bis ich mich da unbehelligt bewegen kann, wenn du generalisierte Ansprüche auch an andere Menschen stellst - auf dich würden sie im Gegensatz zu mir vielleicht hören. Bei mir isses schließlich bloß egozentrisch und narzisstisch, wenn ich mich beschwere, bei dir könnte man Gerechtigkeitssinn vermuten, wenn. lol.

    Würd mich wundern, wenn du meine Rechte für halb so selbstversthändlich halten würdest, und den Aufschrei gegen die Diskriminierung, die ich erlebe, und zwar von Cis-Schwulen, wie du's findest, dich zu beschweren und Diskriminierung zu schreien, wenn man dir und deinen Leuten mal nicht zu 100% den roten Teppich ausrollt.

    Btw ist das mitnichten Diskriminierung gegen speziell Schwule, sprich bezogen auf die Homosexualität, sondern einfach eine gegenüber Männern. So wie Hetero-Singles beiderlei Geschlechts mit weiblichen Bekannten oder Verwandten auftauchen könnten, steht es Schwulen offensichtlich frei, sich ebenfalls die beste Freudin zu schnappen oder sonstwen. Aber dat is halt so'n Punkt, wo sich schwule Interessen und Männerrechtler die Hand reichen. Während es bei Heten hin und wieder noch eine Frau im Leben gibt, mit deren Unterprivilegierten-Interessen man sich theoretisch befassen müsste, bleibt derart Kontakt zu geschlechtsspezifischer Diskriminierung Schwulen für gewöhnlich so verwehrt, dass für frauenbezogene Emanzipation nicht so wirklich Verständnis vorherrscht, und überhaupt sämtliches Marginalisiertes unter den Tisch fällt. Betrifft einen schwulen Cis-Kerl schließlich nur in dem beschränkten Kreis, in dem man es sich erlaubt oder drauf besteht, out zu sein - und da hat man dann selbstverständlich das Recht, lediglich an sich selbst zu denken.

    So wie das nicht an Homophobie liegt, wenn Schwule ein Gebäude auf einem Gelände bauen dürfen, wo für die Lesben dann der Platz fehlt, hat's halt auch nix mit homophober Diskriminierung zu tun, wenn jemand eine Werbeaktion mit Fokus auf Frauen abhält.
    Sexistisch isses halt.
    Aber klar, sowas ist für Männer schlimm. Dass das in der Werbung mal so vorkäme, dass Frauen benachteiligt werden, kommt schließlich so gar nicht vor. Immerhin haben wir Gleichberechtigung.
    Und Parität ^^
    Das Gejammer darüber klingt mir immer noch in den Ohren. Natürlich von den Schwulen mal wieder lauter als von den Heten. Wie könnte es anders sein. Diese Weltverbesserer immer.
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#19 KetzerEhemaliges Profil
  • 14.02.2019, 14:09h
  • Antwort auf #18 von Ith__
  • In Deiner blinden Wut schiebst Du mich in eine Schublade, in die ich nicht hinein gehöre.

    Zieh Dein Ding durch, wenn Du glaubst, das immer wieder so extrem aggressiv tun zu müssen. Aber höre auf, mich so anzusprechen, als wäre ich persönlich für all Dein Leid verantwortlich.

    Ich bin nicht bereit, das weiter zu vertiefen.
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#20 MannöverAnonym
  • 14.02.2019, 20:38h
  • Antwort auf #19 von Ketzer
  • Ich kann da keine Wut erkennen.
    Er äußert sich und macht auf etwas Wichtiges aufmerksam. Und die Projektionsfläche hier bei queer.de ist richtig gewählt.

    Nur schade, dass du abblockst, anstatt mit einer Person ins Gespräch zu kommen, die zur LSBTTIQ gehört.
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#21 MannöverAnonym
#22 KetzerEhemaliges Profil
  • 14.02.2019, 21:37h
  • Antwort auf #20 von Mannöver
  • Ich wiederhole gerne nochmals: ich persönlich stehe hier nicht als Projektionsfläche für allen Frust und alle Wut zur Verfügung, die jemand der gesamten Community gegenüber in sich trägt.

    Ich wurde persönlich angesprochen, mir wurden falsche Dinge unterstellt. Meine Wahrnehmung ist, dass die Person hier immer wieder äußerst aggressiv schreibt und es ihr niemand recht machen kann. Ich stelle mich dafür NICHT als persönliche Projektionsfläche zur Verfügung, alleine schon aus Gründen, die man neudeutsch "self care" nennt.

    Es ist eben nicht alles "bunt und schön". Aber ich bin nicht alleine verantwortlich für all die Probleme, die Trans*Personen haben. Den Schuh brauche ich mir nicht anzuziehen. Auch nicht stellvertretend.
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#23 Homonklin44Profil
  • 15.02.2019, 10:04hTauroa Point
  • Na ja, diese Aktionen sind aber ganz bekannt auch bei Discos, wo dann ab 22 h Frauen kostenfrei rein können - warum eigentlich immer die Frauen, könnte man da fragen. Ja weil die halt noch mehr Typen anlocken, die mehr Alk bestellen, vermutlich.

    Wir wollen ja nicht absurd werden, aber Damentoiletten, genau dasselbe. Nur Frauen. :o/

    Hier sehe ich's eher praktisch - wenn man das Zeugs sowieso nicht mag, trinkt's halt die Bekannte ;o)
    Vielleicht haben die ja noch O-Saft, KiBa oder Mate.

    Umgekehrt diskriminierend : Der Männerabend!
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#24 TheDadProfil
#25 TheDadProfil
  • 15.02.2019, 22:19hHannover
  • Antwort auf #12 von Fredinbkk
  • ""was um Thai-Himmelwillen ist

    PROSECCO

    sagt mir rein garnichts""..

    Das kannst Du ob Deiner so langen Abwesenheit unter diesem Begriff nicht kennen..
    Früher nannte man das "Kellergeister"..
    Ein Produkt welches sich beim Saufen wie Sekt anfühlt, aber gar keiner ist, weil es ein "unfertiges Produkt" ist, billig zu produzieren, denn zur Sekt-Produktion sind nur beste Weine zugelassen, in den Prosecco kann man selbst das zu einem "Schaumwein-Derivat" vergähren, was man sonst nicht einmal im Tetra-Pack an die Kundschaft bringen könnte..
  • Antworten » | Direktlink » | zu #12 springen »

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