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Neues Buch

Französischer Autor: Die homophobsten Priester sind schwul

Vier von fünf Priestern sind laut einem französischen Journalisten und Autoren schwul. Um ihre Homosexualität zu verstecken, sollen sich gerade die schwulen Kleriker nach außen hin besonders homophob geben.


Fantasie oder Realität? Der schwule Pornofilm "Penance" (Buße) zeigt, wie sich katholische Priester vergnügen (Bild: Bulldog)

80 Prozent der Priester in der katholischen Kirche sind schwul, lebten ihre sexuelle Orientierung aber nur teilweise aus – und dann auch nur versteckt. Das behauptet der 51-jährige Journalist Frédéric Martel, der vier Jahre lang in katholischen Kreisen recherchiert hat und in der kommenden Woche ein knapp 600-seitiges Buch über Homosexualität in der Kirche veröffentlicht. Das Buch wird zeitgleich in acht Sprachen erscheinen, darunter auf Französisch ("Sodoma: Enquête au coeur du Vatican") und Englisch ("In the Closet of the Vatican: Power, Homosexuality, Hypocrisy"), aber nicht auf Deutsch.

Der offen schwule Autor, der bereits mehrere Sachbücher über Homosexualität veröffentlicht hat, führte für das Buch eigenen Angaben zufolge mehr als 1.500 Interviews durch. Er sprach unter anderem mit 41 Kardinälen, 52 Bischöfen, 45 vatikanischen Diplomaten und elf Angehörigen der Schweizergarde.

Martel outet homophoben Kardinal

In dem Buch schreibt Martel, man könne als Faustregel festhalten, dass ein Kleriker wahrscheinlich schwul ist, wenn er seine Homophobie besonders betont – je homosexuellenfeindlicher der Priester, desto größer sei die Wahrscheinlichkeit. Martel outet laut Vorabberichten in dem Buch den 2008 verstorbenen kolumbianischen Kardinal Alfonso López Trujillo. Dieser habe sein Geld für Callboys ausgegeben, obgleich er die Ablehnung von Homosexualität zu seinem Herzensanliegen gemacht hatte – und mit teils bizarren Äußerungen untermauerte. So machte er im Jahr 2003 Kondome für die Ausbreitung von HIV und Aids verantwortlich, weil diese den Menschen eine falsche Sicherheit vorgaukeln würden. Daher forderte er, dass auf Kondom-Packungen Warnhinweise wie bei Zigaretten angebracht werden müssten.

Mit der Atmosphäre des Vertuschens und der Geheimniskrämerei sei auch zu erklären, warum sexueller Kindesmissbrauch innerhalb der Kirche über Jahrzehnte kaum geahndet worden war, so Martel. In dem Buch werde aber auch deutlich gemacht, dass Homosexualität und Kindesmissbrauch nichts miteinander zu tun hätten.

Laut dem Vatikan ist Homosexuellen das Ausüben des Priesteramtes verboten – selbst wenn sie ihre sexuelle Orientierung nicht ausleben (queer.de berichtete). Derzeit wackelt aber die strenge Auslegung: So teilte das Erzbistum Paderborn erst vor zwei Wochen mit, dass man auch schwule Priester akzeptiere, wenn sie sich an das Zölibat hielten (queer.de berichtete). Daraufhin outete sich vergangenen Samstag erstmals ein Priester des Bistums (queer.de berichtete). (dk)



#1 TimonAnonym
  • 13.02.2019, 17:32h
  • Würde mich nicht wundern.

    Selbstverleugnung führt zu Selbsthass. Und Selbsthass führt zu Hass auf andere.

    Insbesondere auf solche Menschen, die frei und glücklich leben und Selbstverleugner an das eigene verpfuschte Leben erinnern.
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#2 YannickAnonym
#3 Alexander_FAnonym
  • 13.02.2019, 19:52h
  • Hat David Berger auch schon vor ein paar Jahren geschrieben. Im Westen nichts Neues also.
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#4 Sven100Anonym
  • 13.02.2019, 20:37h
  • Das gilt nicht nur für Priester, sondern für alle Menschen, für Männer und Frauen.

    "Die schärfsten Kritiker der Elche waren früher selber welche..."

    (F.H. Bernstein)
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#5 Gerlinde24Profil
  • 14.02.2019, 03:57hBerlin
  • Eine heuchlerische Sekte, in der Homosexualität verurteilt, und heimlich gelebt wird, und in dem Kinderschänder einen sicheren Ort finden, weil Papa Franzilein sie offiziell verdammt, aber inoffiziell beschützt, ist kein Ort, in dem sich LGBTIQ-Menschen sicher und geborgen fühlen können.
    Übrigens deckt sich die Erfahrung des Autors auch mit meinen Erfahrungen bei den Mormonen: Wer am lautesten homophob schreit, ist meist selbst homosexuell.
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#6 Patroklos
#7 Religioten-WatchAnonym
  • 14.02.2019, 11:54h
  • Psychopathologisches Verhalten bei Erwachsenen, die an Götter glauben, finde ich nicht weiter verwunderlich ...
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#8 Holger DAnonym
  • 14.02.2019, 12:18h
  • Antwort auf #1 von Timon
  • Und genau das nennt man "Neid" und "Zorn" und das sind nach katholischer Lehre Todsünden. Im Gegensatz zur Homosexualität, die als "Ausschweifung" lediglich in die Wollust hinein interpretiert wird. Aber Zorn ist ja bekannt dafür blind und blindwütig zu machen.

    In diesem Sinne liebe katholischen Priester:
    Lernt endlich Latein! Oder lesen!
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#9 daVinci6667
  • 14.02.2019, 14:33h
  • (Vier von fünf Priestern sind laut einem französischen Journalisten und Autoren schwul)

    Ich würde behaupten etwa 7 von zehn, dazu kommen mindestens zwei von 10 die Pädos sind und ein Impotenter der sich endlich nicht mehr mit Sex befassen muss.
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