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Wahl zum Kuratorium der Hirschfeld-Stiftung

Bundestag lehnt Homo-Hasserin zum dritten Mal ab

Nicole Höchst ist auch beim dritten Anlauf gescheitert: Im deutschen Parlament erhielt die homophobe AfD-Politikerin nicht genug Stimmen, um ins Kuratorium der Hirschfeld-Stiftung gewählt zu werden.


Die AfD-Politikerin Nicole Höchst würde gerne Mitglied im Kuratorium der Hirschfeld-Stiftung werden (Bild: Deutscher Bundestag / Thomas Trutschel / photothek.net)

Der Bundestag hat am Donnerstagnachmittag den AfD-Wahlvorschlag für das Kuratorium der Bundesstiftung Magnus Hirschfeld erneut abgelehnt. Die Rechtspopulisten wollten Nicole Höchst und als ihren Stellvertreter Petr Bystron in die 2011 gegründete Stiftung entsenden. Für die beiden Kandidaten stimmte lediglich die AfD-Fraktion, alle anderen Abgeordneten votierten bei einigen Enthaltungen bei Union und SPD mit Nein. Eine Aussprache zum Thema fand nicht statt. Die Wahl der beiden AfD-Politiker war bereits vergangenes Jahr am 8. November und am 13. Dezember am Widerstand der anderen Parteien gescheitert.


Nur am rechten Rand hoben die Abgeordneten die Arme für Höchst und Bystron

Die bereits vor über einem Jahr von der AfD-Fraktion bekannt gegebene Nominierung Höchsts war auf heftigen Widerstand gestoßen, weil die 49-Jährige mit vielen homosexuellenfeindlichen Äußerungen kaum für eine Bundesstiftung geeignet sei, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, der gesellschaftlichen Diskriminierung von Lesben und Schwulen entgegenzuwirken. Als Kuratoriumsmitglieder hätten die AfD-Abgeordneten eine zentrale Rolle gespielt: Das Gremium fasst die wichtigsten Beschlüsse zur Arbeit der Stiftung, etwa zur Vergabe von Forschungsaufträgen und Förderungen und zur Ernennung des Vorstands.

Dem Kuratorium gehören Vertreter mehrerer LGBTI-Verbände und für die jeweilige Legislaturperiode Vertreter mehrerer Ministerien sowie aller Fraktionen des Bundestags an. Bislang aus den Fraktionen gewählt wurden Stefan Kaufmann und Jan-Marco Luczak (beide CDU), Emmi Zeulner (CSU), Johannes Kahrs und Susann Rüthrich (beide SPD), Jens Brandenburg (FDP), Doris Achelwilm (Linksfraktion) und Sven Lehmann (Grüne) sowie ihre jeweiligen Stellvertreter.

Höchst wirft Schwulen Kindesmissbrauch vor

Nicole Höchst hat sich als Unterstützerin der homofeindlichen "Demo für alle" einen Namen gemacht und bekämpfte nicht nur die Erwähnung von Schwulen und Lesben im schulischen Aufklärungsunterricht als "Frühsexualisierung", sondern warf schwulen Männern sogar vor, eher Kinder zu missbrauchen als Heteros. Konkret behauptete sie 2017 laut einem Bericht der "Rhein-Zeitung" bei einer Wahldebatte vor Schülern, Studien belegten, "dass es unter homosexuellen Männern mehr Pädophile gibt".


In sozialen Netzwerken versucht Nicole Höchst, LGBTI-Symbole wie die Regenbogenfahne mit Gewalt in Verbindung zu bringen (Bild: Facebook / Nicole Höchst)

Auch der als Höchsts Stellvertreter vorgeschlagene AfD-Politiker Petr Bystron hat sich mit homophoben Tiraden hervorgetan. So bezeichnete er 2017 etwa auf Facebook Pläne zur Gleichbehandlung von Schwulen und Lesben im Ehe-Recht als "abartig". Dazu veröffentlichte er ein Foto, auf dem ein Junge zu sehen ist, der einen Delfin küsst.


Für Petr Bystron ist eine Ehe zwischen Männern vergleichbar mit einer Beziehung zwischen Tier und Kind (Bild: Facebook / Petr Bystron)

Auch nach der dritten Niederlage hat die AfD die Möglichkeit, Höchst und Bystron erneut aufzustellen oder andere Kandidaten zu benennen. (dk)



#1 PetterAnonym
  • 14.02.2019, 16:29h
  • Das wäre ja auch noch schöner, wenn eine Person in das Kuratorium einer Stiftung käme, die die Ziele und Inhalte der Stiftung ablehnt und nur da rein will, um die Arbeit zu torpedieren.
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#2 WieOftAnonym
#3 Lebt in EheAnonym
  • 14.02.2019, 19:52h
  • Kann doch nicht wahr sein, solche Rechtspopulisten in die Stiftung.
    Ich schlage Frau Dr Weigelt vor,
    dann zeigt sie mal Gesicht und kann sich für lesbische Freundinnen einsetzen.
    Dann tut sie endlich was und lässt ihre Hassreden im Bundestag sein.
    )
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#4 Patroklos
  • 14.02.2019, 20:39h
  • Die Hohlbirnen von der AfD haben wieder einmal eine Schlappe hinnehmen müssen! Dummheit muß halt bestraft werden!
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#5 YannickAnonym
  • 14.02.2019, 20:54h
  • Tja, so ist das halt in der Demokratie:
    wenn die Mehrheit einen nicht haben will, wird das halt nichts...
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#6 MarcAnonym
  • 14.02.2019, 21:36h
  • Die braune Perle war schon in ihrem alten Job eine völlige Fehlbesetzung. Schlimm genug, dass sie ihr Gift jetzt im Bundestag verspritzen darf, aber schön zu sehen, dass an dieser Stelle EndeGelände für sie war.
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#7 LotiAnonym
  • 15.02.2019, 09:07h
  • Antwort auf #3 von Lebt in Ehe
  • So,so, die Weigel als Ausgleich? Die leugnet ja täglich ihre Geschlechterrolle. Ich kann mir keineswegs vorstellen, das diese Unperson ein gutes Vorbild für Lesben sein sollte. Mir fällt zu solch Personen immer der ironische Spruch ein: muß Monogamie schön sein.
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#8 Patroklos
#9 Ralph
  • 15.02.2019, 10:44h
  • Komisch - mit der Wahl eines Mannnes, der ebenfalls scharf gegen die Gleichbehandlung im Eherecht eingetreten ist, ins Bundesverfassungsgericht hatte der Bundestag keine Probleme.
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#10 LotiAnonym