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Rheinland-Pfalz

Ministerium legt Ratgeber zu intersexuellen Kindern auf

Die neuen Faltblätter aus dem Mainzer Familienministerium richten sich zum einen an Eltern, zum anderen an Kinder- und Jugendeinrichtungen.


Einer der beiden Flyer trägt den Titel "Was ist es denn?"

Das Familienministerium in Rheinland-Pfalz hat zwei Ratgeber zu intersexuellen Kindern aufgelegt. Die am Donnerstag vorgestellten Flyer richten sich zum einen an Eltern, zum anderen an Kinder- und Jugendeinrichtungen.

"In unserer Kultur werden Menschen, die nicht eindeutig männlich oder weiblich sind, wenig wahrgenommen", erklärte Familienministerin Anne Spiegel (Grüne). Dabei habe es schon immer intergeschlechtliche Menschen gegeben. "Diese haben das gleiche Recht auf Sichtbarkeit, Selbstbestimmung und Akzeptanz wie alle Menschen", fügte die Ministerin hinzu.

Zugleich wandte sie sich gegen den "Skandal, dass in Deutschland noch immer kleine Babys eines Teils ihrer Geschlechtsorgane durch Operationen beraubt werden, nur weil sie nicht eindeutig Mädchen oder Junge sind". Diese Operationen gesunder Kinder endlich zu stoppen, sei ihr ein Herzensanliegen, sagte Spiegel. Unter den körperlichen und psychischen Folgen müssten viele Betroffene ihr Leben lang leiden. (cw/dpa)



#1 YannickAnonym
  • 14.02.2019, 21:04h
  • Ein guter Anfang. Information ist der erste Schritt.

    Aber wir brauchen auch endlich rechtliche Regelungen zum Schutz der Betroffenen. Insbesondere auch (aber nicht nur) Schutz der betroffenen Minderjährigen vor Zwangs-Operationen.

    Aber das ist Bundesaufgabe und wird bisher leider von Union und SPD abgelehnt.
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#2 Ralph
  • 15.02.2019, 10:51h
  • Die Erstellung und Veröffentlichung einer solchen Broschüre ist an sich schon sehr erfreulich. Noch erfreulicher wird sie dadurch, dass die Autoren sich offenkundig über die Begrifflichkeit Gedanken gemacht und auf das falsche Wort "intersexuell", das einen Sachverhalt zwischen den sexuellen Orientierungen suggeriert, zu Gunsten des zutreffenden Wortes "intergeschlechtlich", das dieses Thema richtigerweise bei der Geschlechtsidentität verortet, gewählt haben. Allein das spricht schon für Qualität und wird hoffentlich die Wortwahl im öffentlichen Diskurs beeinflussen.
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