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Berlin

Frauen in Tram homophob beleidigt – Fahrgäste schreiten ein

Andere Passagiere stellten sich zwischen die beiden Männer und die beiden jungen Frauen und drängten die Täter an der nächsten Haltestelle aus der Straßenbahn.


Die Berliner Polizei macht mutmaßlich homo- oder transphob motivierte Taten gezielt öffentlich (Bild: Polizei Berlin / Youtube)

Zwei junge Frauen sind am Donnerstagnachmittag in einer Straßenbahn in Berlin von zwei unbekannten Männern homophob beleidigt worden. Wie die Berliner Polizei am Freitag bekannt gab, waren die beiden 17 und 19 Jahre alten Frauen gegen 16.45 Uhr an der Haltestelle Landsberger Allee in die Straßenbahn der Linie M6 eingestiegen.

Kurz danach sei es zu den Beleidigungen gekommen. Diese gestalteten sich "offenbar so bedrohlich, dass sich Fahrgäste verbal eingemischt und sich schützend zwischen die jungen Frauen und den Beleidigenden gestellt hatten", so die Polizei weiter. Eine Frau rief den Notruf der Polizei an und die Notbremse wurde betätigt. An der Haltestelle Judith-Auer-Straße wurden die beiden Unbekannten von den Fahrgästen aus dem Waggon gedrängt.

Verletzt wurde bei der Tat am Valentinstag niemand. Wie bei allen Taten mit mutmaßlich menschenfeindlicher Motivation hat die weiteren Ermittlungen der Polizeiliche Staatsschutz des Landeskriminalamtes übernommen. Wie bei Erstmeldungen üblich, wurden keine weiteren Angaben zu Opfern und Tätern gemacht.

In ihren Presseberichten geht die Berliner Polizei gezielt auf mögliche Hassverbrechen ein, darunter die, die auf Homo- oder Transphobie basieren könnten. Die Polizei und Staatsanwaltschaft der Hauptstadt besitzen eigene Ansprechpartner für LGBTI.

Nach im Herbst vorgestellten vorläufigen Zahlen wurden von der Berliner Polizei im Bereich der Hasskriminalität aufgrund sexueller Orientierung oder geschlechtlicher Identität in den ersten drei Quartalen 2018 insgesamt 105 Fälle statistisch erfasst, darunter 30 Gewaltdelikte (queer.de berichtete). Im Vergleichszeitraum des Vorjahres waren, samt Nachmeldungen, 139 Fälle registriert worden. Dabei wird von einer hohen Dunkelziffer nicht gemeldeter Taten ausgegangen. Das Überfalltelefon Maneo kommt, auch aufgrund anderer Tatdefinitionen, jährlich zu deutlich höheren Fallzahlen (queer.de berichtete). (cw)



#1 PeerAnonym
#2 Homonklin44Profil
  • 15.02.2019, 20:05hTauroa Point
  • Und das zum Valentinstag ....

    Die Fahrgäste scheinen sich da vorbildlich verhalten zu haben. Davor verneigt man sich!
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#3 Alex_AndersAnonym
#4 LotiAnonym
  • 16.02.2019, 09:37h
  • Hut ab, ein dickes Lob und Danke an die Fahrgäste. Ich selbst habe mal einen Vorfall erlebt und mich in der U-Bahn demonstrativ und laut dazu geäußert. Zum Glück ist nichts weiter passiert. Überrascht war ich nur, wie still es im Abteil auf einmal wurde.
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#5 Patroklos
#6 Berlin ist doch buntAnonym
  • 18.02.2019, 10:03h
  • Ich finde es schön, wenn Fahrgäste Flagge zeigen aber unschön, dass sowas immer noch passieren kann!
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#7 Toldik64Anonym
  • 18.02.2019, 10:19h
  • Antwort auf #5 von Patroklos
  • Ich erlebe es immer wieder, dass Fahrgäste zusammenstehen wenn Not am Mann ist zuletzt als ich mit meinem Elektrorollstuhl beim Ausstieg schwer stürzte, den Leuten muss es nur bewusst werden was los ist dann helfen die meisten auch!
    Daher ist es in solchen Situationen wichtig laut zu werden! Wer zunächst allein dasteht wird dann oft unterstützt solange Leute in der Nähe sind ist man nie alleingelassen! Die meisten Menschen helfen in
    Notsituationen, es sind glücklicherweise nicht alle vom Hass zerfressen!
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