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Polizeibericht
Berlin: Mann in Supermarkt homophob beleidigt
Der Polizeiliche Staatsschutz beim Landeskriminalamt hat nach dem Vorfall in Kreuzberg die Ermittlungen übernommen.

Der Polizeibericht vom Sonntag weist erneut auf eine offenbar homophobe Tat hin (Bild: René Mentschke / flickr)
- 17. Februar 2019, 15:13h 2 Min.
Die Berliner Polizei informierte am Sonntag von einer Beleidigung, die sich am Vortag in Kreuzberg zugetragen haben soll. Wie ein 55-Jähriger berichtete, kam es zu dem Vorfall, als er gegen 18 Uhr im Kassenbereich eines Lebensmittelmarktes in der Friedrichstraße stand.
Hier hatte er einen vor ihm stehenden jungen Mann an der Schulter berührt und auf einen entsprechenden Diskretionsabstand zu einer vor diesem stehenden Kundin hingewiesen. Daraufhin beleidigte ihn der Jugendliche homophob. Dann flüchtete er in unbekannte Richtung.
Wie bei Taten mit möglicher homophober oder sonstig menschenfeindlicher Motivation üblich hat die weiteren Ermittlungen der Polizeiliche Staatsschutz des Landeskriminalamtes übernommen. Die Berliner Polizei weist in ihren aktuellen Pressemitteilungen gezielt auf mögliche Hassverbrechen hin; die Erstmeldungen erhalten dabei überlicherweise wenige Angaben zu Opfern und Tätern. Erst am Freitag hatte die Polizei berichtet, wie in Lichtenberg ein lesbisches Paar in einer Straßenbahn beleidigt wurde, bis Passanten eingriffen (queer.de berichtete).
Über 300 gemeldete Taten bundesweit
Nach im Herbst vorgestellten vorläufigen Zahlen wurden von der Berliner Polizei im Bereich der Hasskriminalität aufgrund sexueller Orientierung oder geschlechtlicher Identität in den ersten drei Quartalen 2018 insgesamt 105 Fälle statistisch erfasst, darunter 30 Gewaltdelikte (queer.de berichtete). Im Vergleichszeitraum des Vorjahres waren, samt Nachmeldungen, 139 Fälle registriert worden. Dabei wird von einer hohen Dunkelziffer nicht gemeldeter Taten ausgegangen: Das Überfalltelefon Maneo kommt, auch aufgrund anderer Tatdefinitionen, jährlich zu deutlich höheren Fallzahlen (queer.de berichtete).
Nach Auskunft der Bundesregierung wurden 2018 bundesweit insgesamt 313 homo- oder transphpobe Straftaten gemeldet, darunter 91 Gewalttaten (queer.de berichtete). Allerdings erfassen die Bundesländer die Delikte unterschiedlich stark. In Berlin besitzen die Polizei und Staatsanwaltschaft eigene Ansprechpartner für LGBTI. (cw)















Aber eigentlich sollte auch niemand bevormundet werden, wie man an der Kasse zu stehen hat, solange keiner belästigt wird natürlich.
Aufgrund der kurzen Beschreibung ist es deshalb schwer zu sagen, wer sich hier eigentlich zuerst belästigt gefühlt hat.