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Lesbische Sportlerin

Olympiasiegerin Walkenhorst wird LGBTI-Aktivistin

Homosexuelle Paare bekämen in Deutschland "Steine in den Weg gelegt", beklagt Beachvolleyball-Olympiasiegerin Kira Walkenhorst. Nun will sie ihre Bekanntheit nutzen, um das zu ändern.


Die Profi-Beachvolleyballerinnen Kira Walkenhorst (re.) und Laura Ludwig gewannen 2016 olympisches Gold in Rio de Janeiro (Bild: Fernando Frazão/Agência Brasil / wikipedia)

Beachvolleyball-Olympiasiegerin Kira Walkenhorst will nach dem Rücktritt vom Leistungssport ihre Bekanntheit nutzen, um sich für gleichgeschlechtliche Paare einzusetzen. "Obwohl sich unsere Gesellschaft als offen und tolerant bezeichnet, bekommst du Steine in den Weg gelegt. Jetzt im Moment haben wir noch eine Stimme, die gehört wird. Das wollen wir nutzen", sagte die 28-Jährige in einem Interview der "Süddeutschen Zeitung".

Die wegen gesundheitlicher Probleme zurückgetretene Essenerin hatte 2017 ihre Freundin Maria Kleefisch geheiratet, die im vergangenen Jahr Mutter von Drillingen wurde. "Dadurch, dass Maria und ich Kinder bekommen haben, haben wir mitbekommen, dass so etwas in Deutschland noch längst nicht etabliert ist", sagte Walkenhorst. Sie selbst habe ihr Lesbischsein nie versteckt. "Ich mache keinen Hehl daraus, in einer gleichgeschlechtlichen Ehe zu leben. Für mich ist das normal, da gibt es keine Unterschiede zu heterosexuellen Ehen."

Ungleichbehandlung bei Samenbanken

Bei einem Fernsehauftritt hatte sie darauf hingewiesen, dass nicht alle Samenbanken gleichgeschlechtlichen Paaren zur Verfügung stünden. Viele hätten danach von ihr wissen wollen, "in welcher Klinik wir waren. Es ist offensichtlich immer noch nicht so, dass man überall gleich gut behandelt wird", sagte Walkenhorst. Die 28-Jährige übte deutliche Kritik an der Politik: "Die Ehe für alle war ein Schritt in die richtige Richtung, aber die übrigen Gesetze wurden noch nicht angepasst."

Beruflich will sie künftig Beachevents und Camps anbieten sowie in einem Motivationsvortrag Werte aus dem Leistungssport vermitteln. Die Hoffnung auf ein Comeback hat die langjährige Beach-Partnerin von Laura Ludwig noch nicht ganz aufgegeben. "Mein Arzt klingt optimistisch. Er hat schon den einen oder anderen hoffnungslosen Fall hingekriegt", sagte Walkenhorst, betonte aber auch: "Auf Qualen habe ich keine Lust mehr."

In einem Interview mit dem Magazin "Bunte" hatte Kira Walkenhorst ihre knapp vier Monate alten Drillinge in der vergangenen Woche als "die beste Investition unseres Lebens" bezeichnet. (cw/dpa)



#1 DankeAnonym
#2 Bonifatius49Anonym
  • 20.02.2019, 12:03h
  • Antwort auf #1 von Danke
  • In der Tat das Abstammungsrecht gehört reformiert. Dies ist auch im Koalitionsvertrag zwischen CDU/CSU und SPD vereinbart.

    Auch bedarf es einer gesetzlichen Reform des Embryonenschutzgesetzes. Die Eizellenspende und die Leihmutterschaf müssen erlaubt werden.

    Und die finanzielle staatliche Unterstützung für Samenspenden gehört einheitlich geregelt. Homosexuelle Ehepaare gehören in gleicher Weise wie heterosexuelle Ehepaare unterstützt.
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