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Polizeibericht

Berlin: Mann vor Café homophob beleidigt

Der 29-Jährige wurde von einem Unbekannten im Vorbeigehen beschimpft.


Die Berliner Polizei macht mögliche auf Hass basierende Taten gezielt publik (Bild: Polizei Berlin / Youtube)

Am frühen Mittwochnachmittag wurde ein Mann in Berlin-Schöneberg Opfer einer Beleidigung mit homophoben Hintergrund. Das teilte die Polizei am Abend in einer knappen Pressemitteilung mit.

Bisherigen Erkenntnissen zufolge saß der 29-Jährige gegen 14.30 Uhr vor einem Café an der Gustav-Freytag-Straße Ecke Ebersstraße, als ein Mann vorbeikam, den 29-Jährigen homophob beschimpfte und dann weiter ging. Wie bei Taten mit möglicher homophober oder sonstig menschenfeindlicher Motivation üblich hat die weiteren Ermittlungen der Polizeiliche Staatsschutz des Landeskriminalamtes übernommen.

Die Berliner Polizei weist in ihren aktuellen Pressemitteilungen gezielt auf mögliche Hassverbrechen hin; die Erstmeldungen erhalten dabei überlicherweise wenige Angaben zu Opfern und Tätern. Erst am Freitag hatte die Polizei berichtet, wie in Lichtenberg zwei junge Frauen in einer Straßenbahn homophob beschimpft wurden, bis Passanten eingriffen (queer.de berichtete). Am Samstag war zudem ein Mann in einem Supermarkt in Kreuzberg homophob beleidigt worden (queer.de berichtete).

Über 300 gemeldete Taten bundesweit

Nach im Herbst vorgestellten vorläufigen Zahlen wurden von der Berliner Polizei im Bereich der Hasskriminalität aufgrund sexueller Orientierung oder geschlechtlicher Identität in den ersten drei Quartalen 2018 insgesamt 105 Fälle statistisch erfasst, darunter 30 Gewaltdelikte (queer.de berichtete). Im Vergleichszeitraum des Vorjahres waren, samt Nachmeldungen, 139 Fälle registriert worden. Dabei wird von einer hohen Dunkelziffer nicht gemeldeter Taten ausgegangen: Das Überfalltelefon Maneo kommt, auch aufgrund anderer Tatdefinitionen, jährlich zu deutlich höheren Fallzahlen für die Hauptstadt (queer.de berichtete).

Nach Auskunft der Bundesregierung wurden 2018 bundesweit insgesamt 313 homo- oder transphpobe Straftaten gemeldet, darunter 91 Gewalttaten (queer.de berichtete). Allerdings erfassen die Bundesländer die Delikte unterschiedlich stark. In Berlin besitzen die Polizei und Staatsanwaltschaft eigene Ansprechpartner für LGBTI. (cw)



#1 Bonifatius49Anonym
  • 20.02.2019, 20:24h
  • Tja in Berlin ist die Polizei aufmerksam, weist die Delikte gesondert in den Presseberichten aus und führt es in der polizeilichen Statistik gut auf.

    ABER in Nordrhein-Westfalen, in Hessen oder in Bayern ist dies nicht der Fall.

    In Köln, im Ruhrgebiet, in Frankfurt oder in Münschen erfahren Journalisten und LSBTiI-Aktivisten in der Regel nicht, wann und wo eine homopohob motivierte Straftat geschehen ist.
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#2 TimonAnonym
  • 21.02.2019, 09:23h
  • Wir brauchen endlich mehr Bildung und Aufklärung an allen Schulen. Damit solches faschistisches Gedankengut erst gar nicht entsteht.

    Und volle rechtliche Gleichstellung als Zeichen, dass LGBTI vollkommen gleichwertig sind und der Staat keine Diskrininierung duldet.
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