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ESC-Vorentscheid 2019

Wen schickt Deutschland nach Tel Aviv?

Am Freitagabend entscheidet sich, wer dieses Jahr Deutschland beim Eurovision Song Contest vertritt. Sieben Acts würden in einer Live-Show gerne das Ticket nach Tel Aviv lösen – dieses Jahr mit ausschließlich englischsprachigen Titeln.


Wer wird Michael Schultes Nachfolger? Die Antwort gibt es am Freitagabend gegen 22.15 Uhr (Bild: NDR)

Zum bereits 64. Mal sucht Deutschland nach einem möglichst twelve-pointigen Titel für den Eurovision Song Contest. Die Entscheidung fällt in einer zweistündigen NDR-Sendung, die zur besten Sendezeit nach der "Tagesschau" im Ersten, im Digitalkanal One, im Auslandssender Deutschen Welle und im Livestream von eurovision.de zu sehen sein wird. Moderatorinnen sind dieses Jahr Barbara Schöneberger und Linda Zervarkis, Peter Urban wird wie gewohnt kommentieren.

Diesmal sind sechs Kandidatinnen und Kandidaten sowie eine zweiköpfige Frauenband am Start. Laut Thomas Schreiber, dem ARD-Koordinator im Bereich Unterhaltung, handelt es sich dabei um "sieben starke, sehr individuelle Acts mit ihren eigenen, ganz besonderen ESC-Songs". Diese wurden um Mitternacht veröffentlicht und lassen sich seitdem unter anderem auf eurovision.de anhören.

Wie im letzten Jahr dürften die Interpreten für die meisten Zuschauer Unbekannte sein, außer man ist ein Fan der Castingshow "The Voice of Germany", von der sich bereits im letzten Jahr die ESC-Macher reichlich bedienten. Dieses Jahr sind vier der Kandidaten bereits bei der Antwort von Sat.1ProSieben auf DSDS aufgetreten.


Alle Kandidaten rechnen sich Chancen auf einen Sieg aus (Bild: NDR)

Einer der Casting-Kandidaten ist der 18-jährige Stuttgarter Gregor Hägele, der in der 2017 ausgestrahlten "Voice"-Staffel das Halbfinale erreichte. Der Teenager wird mit der Ballade "Let Me Go" antreten. Er kann Revanche nehmen gegen die 33-jährige BB Thomaz, gegen die er in seiner "Voice"-Staffel ausgeschieden ist. BB Thomaz belegte am Ende Rang vier. Sie setzt sich beim ESC in "Demons" mit den Dämonen ihrer Kindheit auseinander.

Der 20-jährige Hamburger Linus Bruhn war bereits zwei Jahre zuvor bei "The Voice" – in der gleichen Staffel wie die spätere ESC-Kandidatin Jamie-Lee Kriewitz ("Ghost"). Damals erreichte er die Top-40. Dieses Mal wird er in "Our City" dafür werben, mal nicht aufs Handydisplay zu schauen ("Just take your eyes / Take your eyes off your cell phone") und eine neue Gesellschaft zu gründen ("We can start our own society / We don't need to be heroes to break free").

Auch das Duo "S!sters" hat Castingerfahrung: Die 26-jährige Laura Kästel gewann 2002 die österreichische Show "Kiddy Contest" mit dem Song "Ich will in die Disco gehn". 2004 erreichte sie das Halbfinale der kurzlebigen Reihe "Star Search". Später arbeitete sie unter anderem als Backgroundsängerin für ESC-Gewinnerin Lena. An ihrer Seite steht die 19-jährige Carlotta Truman, die 2009 Finalistin bei "Das Supertalent" war und 2014 bei "The Voice Kids" den zweiten Platz belegte. Beide behandeln in ihrem Song "Sister" das schwierige Leben von Schwestern.

Die 23-jährige in Los Angeles lebende Alexandra Eigendorf alias Aly Ryan ist als Kind ebenfalls bereits in einer Castingshow aufgetreten: 2010 belegte sie bei der Kika-Sendung "Beste Stimme" den fünften Platz. Ein Jahr später wurde sie Dritte beim Bundeswettbewerb "Jugend Musiziert" im Bereich des klassischen Gesangs. Sie veröffentlichte bereits zwei Alben, 2016 das Countryalbum "Gotcha" unter dem Namen Charly Cole und 2017 "The Misfits" als Aly Ryan. Sie tritt dieses Jahr mit dem Popsong "Wear Your Love" an – in ihm singt sie davon, wie unwichtig Designer-Bekleidung ist, wenn sie sich mit der großen Liebe einkleiden kann.

Auch dabei ist die bislang wenig bekannte 29-jährige Elisabeth Brüchner aus Tauberbischofsheim bei Würzburg, die mit dem Künstlernamen Lilly Among Clouds antritt. Sie trägt den geheimnisvollen und düsteren Song "Surprise" bei ("Give me another glas of wine / I need to forget").

Letzte Kandidatin ist die soulige Makeda aus Bonn, die Sängerin der Band "Steal A Taxi". Die Vorentscheids-Macher hatten die 28-Jährige in den letzten Jahren drei Mal eingeladen – dieses Jahr mal klappte es zum ersten Mal. In ihrem Song "The Day I Loved You Most" geht es darum, der großen Liebe zu vergeben ("I'll forgive you even if I shatter").

Viele deutsche Musikstars als Pausenfüller

Außerdem werden in der Show – außer Konkurrenz – die Musikstars Udo Lindenberg und Andreas Bourani in der Halbzeitpause auftreten. Ebenfalls dabei: Der letztjährige Vorentscheids-Gewinner Michael Schulte, ESC-Siegerin Lena und die Band Revolverheld. Währenddessen dürfen die Zuschauer darüber abstimmen, wer ihr Favorit ist. Wie im letzten Jahr trägt dieses Votum zu einem Drittel zu der Entscheidung bei – außerdem wird es wieder eine 100-köpfige Eurovisions-Jury und eine internationale Experten-Jury geben.

Der deutsche Siegersong ist danach automatisch für das ESC-Finale am 18. Mai qualifiziert. Die internationalen Wettbüros scheinen durchaus von der NDR-Auswahl beeindruckt zu sein. Laut aktuellen Wettquoten liegt Deutschland vor dem Vorentscheid auf Platz sechs unter den 42 Ländern – immerhin vor bereits gewählten Kandidaten wie Bilal Hassani aus Frankreich oder Pænda aus Österreich. Die Chance auf einen Sieg für die Bundesrepublik liegt nach den Zahlen der Buchmacher bei vier Prozent. Favorit ist demnach Sergei Lasarew aus Russland (Gewinnchance: 16 Prozent) vor Schweden, das seine Entscheidung über den Teilnehmer-Song am 9. März fällen wird. Die Gewinnchance der Skandinavier liegt laut Wettbüros bei neun Prozent.

 Update  22.40h: S!sters holen Ticket nach Tel Aviv

Das Duo "S!sters" gewann am Freitagabend den Vorentscheid, mit zwölf Punkten im Televoting und bei der internationalen Experten-Jury. Die Fan-Jury hingegen hatte es mit sechs Punkten nur auf den fünften Platz gesetzt. Das Duo war vom NDR nach dem langen Auswahlverfahren mit mehreren Stufen nachnominiert worden.



#1 AlexAnonym
  • 22.02.2019, 12:12h
  • Kanns kaum erwarten zu sehen, wie zielsicher das Publikum wieder die langweiligste Popsoße aufs Siegertreppchen wählt.

    /sarc
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#2 Lys AsAnonym
  • 22.02.2019, 13:23h
  • Antwort auf #1 von Alex
  • Langeweile scheint interntional anzukommen. Der deutsche Beitrag hat ja nicht so schlecht abgeschnitten im letzten Jahr. Und winselnde Jünglinge sind global ganz gut vertreten in den Charts.
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#3 YannickAnonym
  • 22.02.2019, 16:16h
  • Leider macht Deutschland wieder dieselben Fehler wie jedes Jahr.

    Statt den Zuschauern eine echte Auswahl aus verschiedenen Stilen und Genres zu bieten, gibt es 5x Plastik-Pop und 2x Power-Balladen. Und alle sieben klingen wie schon zig mal in früheren Jahren von diversen Ländern gehört und teilweise schon in den Halbfinals rausgeflogen.

    Entweder bringt man mal was ganz anderes wie Portugal siegreich vor zwei Jahren mit Salvador Sobral (aber bitte keine Kopie davon, sondern ganz anders, aber halt auch anders als der Rest). Oder wenn man schon normalen Pop oder Power-Balladen bietet, muss das auch perfekt gemacht sein und nicht so plastikmäßig am Reißbrett entworfen klingen.

    Und dann wieder die Gestaltung des Vorentscheids... Was haben Lindenberg, Bourani, etc. da zu suchen? Geht es nur um eine Unterhaltungssendung oder soll der Schwerpunkt sein, einen ESC-Song zu finden?

    Deutschland macht Jahr für Jahr exakt dieselben Fehler. Dann kann man es auch gleich bleiben lassen und viel Geld sparen...
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#4 BohneAnonym
  • 22.02.2019, 18:36h
  • Der ESC war definitiv interessanter als die Länder in verschiedenen Sprachen gesungen haben.

    Zumal sich die Frage stellt, ob es sich nicht manchmal besser anhört in der jeweiligen Landessprache zu singen anstatt mit teils grauenhaftem Akzent englisch.

    Der NDR könnte davon abgesehen öffentliche Castings machen, wenn eh fast immer unbekannte Sänger genommen werden. Anstatt Leute vorzugeben, von Anfang das Publikum mit einbeziehen.
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#5 anmerkAnonym
#6 Patroklos
  • 22.02.2019, 20:06h
  • Antwort auf #3 von Yannick
  • Dein Herumgemotze ist unerträglich! Es war KEIN Fehler, daß Deutschland an diesem Format festhält, denn sonst hätten wir letztes Jahr in Lissabon nicht so erfolgreich abgeschnitten!

    Es zwingt Dich niemand, die Show anzuschauen, da gibt es auf der Fernbedienung die Umschalttaste!
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#7 HmmmAnonym
  • 22.02.2019, 20:07h
  • Entweder ist die Melodie gut, aber der Text nicht aussagekräftig genug, oder andersrum.
    :-/

    Makeda finde ich von allen am besten.
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#8 ehzzzttAnonym
  • 22.02.2019, 21:28h
  • Die Songs sind alle scheiße.

    Singen kann auch niemand von denen besonders gut.

    Am Ende gewinnt dieser Gregor, der aber überhaupt nicht singen kann und auf der ESC-Bühne nichts zu suchen hat.

    Letztes Jahr war nur besser wegen Song und Sänger, nicht wegen Auswahlformat.
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#9 MarkKerzmanProfil
  • 22.02.2019, 21:41hVenice Beach
  • Antwort auf #2 von Lys As
  • Hey Lys, warum machst Du in diesem Jahr beim Eurovision Song Contest nicht mit? Schließlich hast Du ja beim allerersten Grand Prix Eurovision de la Chanson im Jahr 1956 mit dem song Refrain gewonnen ... oh, pardon me, das war Lys Assia, my bad!
    Auf eurovision.de läuft die Sache hier in Kalifornien scheinbar zeitversetzt, sitzt der Gewinner/die Gewinnerin bereits auf dem Thron?
  • Antworten » | Direktlink »
#10 HmmmAnonym