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Kommentare zu:
Geschlechtervielfalt im Flieger: Mr, Mrs und Mx


#1 KetzerEhemaliges Profil
  • 23.02.2019, 15:38h
  • Die LH überlegt noch?

    Höchstrichterliche Urteile spielen für die LH also offenbar keine Rolle? Was gibt es da zu überlegen?

    Die LH wird die Zeit nicht anhalten können.
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#2 Ralph
#3 Sukram712Anonym
  • 23.02.2019, 16:18h
  • Dass der Staat verpflichtet wird, ein drittes Geschlecht im offiziellen Melderegister und bei Personalausweisen einzuführen, ist natürlich völlig richtig.

    Aber ob man nun wirklich jedes Unternehmen verpflichten muss, bei Buchungen, Aufträgen und Bestellungen die Möglichkeit eines dritten Geschlechts anzubieten, ist eine interessante Frage... :)

    Im Flugzeug sitzen die Leute doch sowieso nicht nach Geschlechtern getrennt. Deshalb könnte man Betroffenen einfach die Auswahl lassen, ob ihnen gerade Frau oder Mann gerade lieber ist. Oder man macht daraus kein Pflichtfeld.

    Bisher gibt es in Restaurants auch nur zwei Toiletten und so einfach lässt sich das auch nicht ändern.

    Vielleicht sollte man die Angabe des Geschlechts grundsätzlich unterlassen. Auch bei Toiletten ist die Trennung zwischen Mann und Frau doch blödsinnig.
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#4 absolutAnonym
#5 andreAnonym
  • 23.02.2019, 16:48h
  • Antwort auf #3 von Sukram712
  • Bei der Bahn gibts nur eine Toilette und es geht auch. Das wärs. Eine Toilette, abschließbar, für alle. Ein Pissoir kann ja eingebaut sein. Hätte nichts dagegen und die Deppen-Diskussion wäre beendet. Ich persönlich benutze eh nur das WC und nicht das Pissbecken. Lasse mir ungern auf den Schwanz schauen. Ausnahme vesüffte, schmutzige, dunkle Gay Clubs. Aber die gibts ja kaum noch. Und aus dem Alter bin ich auch raus.
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#6 wahnhaftAnonym
  • 23.02.2019, 16:50h
  • Der eigentliche Irrsinn ist doch, dass man für alle möglichen Buchungen und Vorgänge, die mit dem Geschlecht nicht das Geringste zu tun haben, überhaupt ein Geschlecht ankreuzen muss.

    Der wirkliche "Genderwahn" gedeiht doch hier, und nicht bei den Leuten, die aus diesem obsessiven Quatsch endlich weitestmöglich aussteigen wollen.
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#7 HansAnonym
  • 23.02.2019, 17:12h
  • Antwort auf #3 von Sukram712
  • "Deshalb könnte man Betroffenen einfach die Auswahl lassen, ob ihnen gerade Frau oder Mann gerade lieber ist."

    Die Aufforderung zwischen zwei falschen Zuweisungen zu wählen ist keine "Auswahl" sondern Ignoranz.

    Die Lufthansa unterliegt deutschem Recht. Im deutschen Recht gibt es drei Personenstände. Es wäre wieder einmal ein schlechter Witz, wenn sich eine deutsche Firma nicht daran hält, während andere Airlines, in deren Ländern es eine solche Gesetzgebung (noch) gar nicht gibt angemessener und fortschrittlicher handeln. Die Lufthansa fliegt nicht nur deutsche Inlandsflüge. Sollte die Lufthansa das binäre System einhalten, wird sie auch international Proteste ernten, da diese Anpassung zum internationalen Standard werden wird und die Lufthansa überall auf der Welt gebucht wird.
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#8 ignorantAnonym
  • 23.02.2019, 17:29h
  • Antwort auf #3 von Sukram712
  • "Deshalb könnte man Betroffenen einfach die Auswahl lassen, ob ihnen gerade Frau oder Mann gerade lieber ist."

    Du hast offensichtlich nicht verstanden, was Nichtbinarität bedeutet und worin die Probleme nichtbinärer Menschen bestehen. Ich empfehle, dass du dich einfach erst mal ein bisschen ins Thema einarbeitest, bevor du weitere Vorschläge machst.
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#9 AnonymAnonym
  • 23.02.2019, 18:21h
  • In Deutschland gibt es 4 (vier) Geschlechtseintragungsmöglichkeiten, in Österreich 3 (drei). In einigen Ländern gibt es bereits schon seit einigen Jahren ähnliche gesetzliche Regelungen.

    Der Sitz der EASA ist in Köln und die sind für die Einhaltung der verfassungsrechtlichen Vorgaben in der Europäischen Union mitverantwortlich.
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#10 FredericAnonym
  • 23.02.2019, 18:29h
  • Anscheinend haben die Kommentatoren nicht verstanden, dass das Personenstandsgesetz nur gegenüber den Behörden und nicht gegenüber Dritten gelten.
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#11 KetzerEhemaliges Profil
  • 23.02.2019, 19:49h
  • Antwort auf #10 von Frederic
  • Und Du glaubst allen Ernstes, dass künftig Behörden 3 Geschlechter führen werden, während Unternehmen sich auch langfristig stur stellen und auf der veralteten Binarität bestehen?

    Ist da der Wunsch Vater (oder Mutter) des Gedankens? Es soll lieber alles bleiben, wie es mal war? Ist doch alles unnötig, das?

    Ich kann und kann und kann es nicht begreifen, wie auch in queeren Foren SO viele Menschen ignorieren, dass es mehr als nur zwei geschlechtliche Identitäten gibt. Und tausend Argumente finden, weshalb es nicht nötig sei, dies auch in der Realität abzubilden.

    Wer cis-schwul oder cis-lesbisch ist, mag sich behäbig zurücklehnen und denken "mich betrifft es ja nicht". Aber - es betrifft Andere. Diese Anderen werden bis jetzt komplett ignoriert / unsichtbar gemacht.

    Unsichtbar machen ist Herrschaftstechnik bzw. Haupt-Unterdrückungsmechanismus Nr. 1.

    Ich finde es unerträglich, wie viele Kommentator_innen hier immer wieder meinen, sie dürften andere große Teile der Community einfach unsichtbar machen oder es zumindest "gut so" finden, dass sie unsichtbar gemacht werden.

    Kommt damit klar, dass es Inter-, NonBinary-, genderqueere und viele andere Menschen gibt, auf die die Zwangs-Zuordnung "männlich" oder "weiblich" eben NICHT passt, und die UNTERDRÜCKT werden, wenn man ihnen zwangsweise eines dieser beiden Zuordnungskriterien aufdrückt.

    Dabei spielt gar keine Rolle, wie weit irgendwelche Gesetze schon sind. Es geht dabei um die Wahrnehmung und Anerkennung von Menschen, die eben ANDERS sind und in keine der bisherigen Schubladen passen - und auch in keine passen WOLLEN, weil sie da schlicht nicht hinein gehören.

    Und bitte bitte bitte denkt auch mal an die Belange anderer Menschen, selbst wenn es nicht Euere eigenen sind. Sowas nannte man mal Solidarität. Ich weiß schon: ein Wort, das fast schon aus dem Wortschatz verschwunden ist.

    Es geht nicht immer nur um Euch selbst, Leute! Auch wenn viele heute meinen, dass das selbst-verständlich genau so sei.
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#12 VerfassungsfreundAnonym
  • 23.02.2019, 19:55h
  • Antwort auf #10 von Frederic
  • "Anscheinend haben die Kommentatoren nicht verstanden, dass das Personenstandsgesetz nur gegenüber den Behörden und nicht gegenüber Dritten gelten."

    Vielleicht hast du nicht verstanden, welche Folgen das neue Gesetz in Verbindung mit Artikel 3 unseres Grundgesetzes haben muss, wenn wir letzteres auch nur einigermaßen ernst nehmen wollen.
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#13 FaktencheckAnonym
  • 23.02.2019, 20:04h
  • Antwort auf #11 von Ketzer
  • "Wer cis-schwul oder cis-lesbisch ist, mag sich behäbig zurücklehnen und denken "mich betrifft es ja nicht". Aber - es betrifft Andere."

    Ich stimme allem zu, was du schreibst. Ich möchte nur eines ergänzen: Das streng binäre, patriarchale Geschlechtersystemgrenzt nicht nur nichtbinäre Menschen aus, sondern ist auch die eigentliche Grundlage für Homofeindlichkeit. Auch schwule Cis-Männer und lesbische Cis-Frauen werden deshalb abgewertet, weil sie nicht in das traditionelle heteronormative System passen. Sogar Cis-Heteros werden abgewertet, sobald sie in irgendeiner Weise die vermeintlich natürlichen Grenzen verletzen, die die traditionelle Geschlechterordnung vorgibt.

    Indirekt schränkt das starre Zweigeschlechtersystem ALLE Menschen in ihrer Freiheit ein. Wer glaubt, nicht betroffen zu sein, macht sich selbst was vor.
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#14 KetzerEhemaliges Profil
  • 23.02.2019, 20:16h
  • Antwort auf #13 von Faktencheck
  • Ich stimme Dir in ALLEM zu - danke für Deine Ergänzungen.

    Wobei es heute leider ja auch in gewissen Kreisen schick ist, Cis-Schwule als privilegierte Täter abzustempeln, die gar nicht erst damit anzufangen bräuchten, von ihrer eigenen Diskriminierung zu berichten, da gewisse andere Kreise doch stets wesentlich stärker diskriminiert würden.

    Aber natürlich - deshalb sprach ich ja auch von Solidarität: wir sollten alle solidarisch sein - und nicht immer oder immer öfter denken, etwas betreffe uns nicht. In der Regel, da hast Du völlig recht, betrifft es uns eben doch.
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#15 Svetlana LAnonym
  • 24.02.2019, 08:05h
  • Die Lufthansa schreibt ihre Stellen durchaus für m/w/d aus. Das heißt, für das Personal ist die Dritte Option anerkannt, bei den Kund_innen überlegt man noch. Die Logik muss mir mal jemand erklären. Wie sagte Thomas Sattelberger einst: "Wo Diversity drauf steht, muss noch lange nicht Diversity drin sein!"
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#16 Mr RVSMAnonym
  • 24.02.2019, 10:48h
  • Für alle die sich wundern weshalb das Geschlecht überhaupt erfasst wird; es geht dabei und das Gewicht. Für jeden Flug wird ein sogenanntes Loadsheet erstellt. Damit man nicht jeden Passagier einzeln auf die Waage stellen muss werden pauschale Gewichte dem Geschlecht zugeordnet. Z. B. Männer 85 KG, Frauen 74 KG, Kinder 35 KG usw.

    Hat also in erster Linie was mit Sicherheit bzw. Flugvorbereitung zu tun :)
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#17 IronikerAnonym
#18 Ralph
  • 24.02.2019, 11:40h
  • Antwort auf #12 von Verfassungsfreund
  • Eben. Woraus schöpfen Privatpersonen ihre Erkenntnis, ob jemand Mann oder Frau oder was auch immer ist? Aus dem Augenschein? - Das kann manchmal zu einem Irrtum führen. Also aus einem amtlichen Dokument. Wen der Staat als männlich, weiblich oder divers definiert, der ist auch im privaten Geschäftsverkehr männlich, weiblich oder divers.
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#19 Vorname NachnameAnonym
  • 24.02.2019, 15:15h
  • Antwort auf #2 von Ralph
  • Genau! Wir haben in unserem Unternehmen bereits vor vielen Jahren auf sämtlichen Formularen etc. die Angabe "Herr/Frau" ersatzlos gestrichen und haben in der Folge keinerlei Probleme gehabt und sie nie vermisst. Schriftliche Anreden gehen einfach per Vorname Nachname.
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#20 Revanchisten-WatchAnonym
#21 VerfassungsfreundAnonym
  • 24.02.2019, 15:41h
  • Antwort auf #18 von Ralph
  • Allerdings ist der Staat, wie wir doch alle wissen, nicht immer auf dem richtigen Stand, was das Geschlecht der einzelnen Bürger_innen angeht.

    Es gibt sehr viele Menschen, deren "offizielles" Geschlecht eben nicht ihr wirkliches ist. Entweder ist die Personenstandsänderung noch nicht durch, oder sie wird (aus vielerlei möglichen Gründen) gar nicht angestrebt.

    Wir wissen auch, dass es immer noch nicht allen Menschen möglich ist, ihr wirkliches Geschlecht offiziell anerkannt zu bekommen, selbst wenn sie das wollen (siehe Beschränkung der Kategorie "divers" auf körperlich intersexuelle Menschen).

    Wenn ich es richtig mitbekommen habe, sind in solchen Fällen manche Firmen bereit, das Geschlecht auch ohne offizielle Personenstandsänderung in ihren Datenbanken anzupassen. Und es wäre spätestens jetzt an der Zeit, diese Erfassung entweder um die Kategorie "divers" zu erweitern oder ganz zu streichen.

    Die staatliche Erfassung kann also eben nicht immer das entscheidende Kriterium sein.
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#22 PiakAnonym
  • 25.02.2019, 12:26h
  • Antwort auf #17 von Ironiker
  • Warum muss eigentlich jedem, der hier versucht, Rechtslage oder tatsächliches Verhalten zu erklären, mit Hohn und Spott begegnet?

    Vielen Dank jedenfalls für die Erklärung mit den Loadsheets. Allerdings frage ich mich, ob das Geschlechterverhältnis auf den Flügen im Durchschnitt so stark variiert, dass es eine Rolle spielt und nicht die Trennung Erwachsene-Kind reicht. Einheitlich 80 kg dürften für Erwachsene genau so gut gehen, schließlich ist die Typisierung ohnehin sehr ungenau (wiege z.B. offenbar 22kg zu wenig o.O.).
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#23 KaktusAnonym

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