Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse TV-Tipps Termine
© Queer Communications GmbH
https://queer.de/?33056

Sport

ARD berichtet über Datenschutzverfehlungen beim IAAF

Der Leichtathletik-Weltverband soll medizinische Daten von Caster Semenya sowie weiterer Athlet*innen mit intergeschlechtlichen Anlagen öffentlich zugänglich gemacht haben.


Caster Semenya klagt vor dem Internationalen Sportgerichtshof CAS gegen Testosteron-Limits für Mittelstreckenläuferinnen mit intersexuellen Anlagen (Bild: Chell Hill / wikipedia)

Im Fall der südafrikanischen Läuferin Caster Semenya soll der Leichtathletik-Weltverband IAAF nach Recherchen der ARD-Dopingredaktion ihre Rechte und die von weiteren Athlet*innen mit intergeschlechtlichen Anlagen verletzt haben.

Wie der TV-Sender mitteilte, seien zur wissenschaftlichen Absicherung einer neuen Regel zum Startrecht hyperandrogener Athletinnen von der IAAF erhobene medizinische Daten öffentlich zugänglich gemacht worden. Sportlern mit sogenannter abweichender Geschlechtsentwicklung drohe damit, dass intime Details von ihnen, die sich in Studien und Gutachten befinden, publik werden, hieß es in einer ARD-Mitteilung vom Sonntag.

CAS fällt Grundsatzurteil bis zum 26. März

Im Fall um das Startrecht der 800-Meter-Olympiasiegerin Caster Semenya will der Internationale Sportgerichtshof CAS bis zum 26. März ein richtungsweisendes Urteil fällen (queer.de berichtete).

Semenya wehrt sich vor dem CAS gegen eine Regel der IAAF, die Testosteron-Limits für Mittelstreckenläuferinnen mit intersexuellen Anlagen vorsieht. Demzufolge sollen Frauen das Startrecht für bestimmte Rennen nur erhalten, wenn ein spezifischer Testosterongehalt im Blut (5 Nanomol pro Liter) nicht überschritten wird. Läuferinnen müssten künftig "innerhalb einer durchgehenden Periode von mindestens sechs Monaten – beispielsweise durch die Einnahme hormoneller Verhütungsmittel" – ihren erhöhten Wert dauerhaft reduzieren. (cw/dpa)



#1 Co_eAnonym
  • 24.02.2019, 14:54h
  • Ob die Sportler/innen tatsächlich zugestimmt haben, das darf gerne noch bewiesen werden. Auch wenn diese Daten laut Coe anonymisiert wurden.

    Offensichtlich tut sich Coe mit seiner "Toleranz" schwer. Als Semenya mit 18 Jahren erstmals als Läuferin antrat, wurde die Untersuchung von ihr öffentlich zugänglich gemacht. Damals sagte Coe, sie hätten daraus gelernt.

    Was haben sie denn gelernt? Dass nach dem ersten Mal auch ein zweites Mal der Datenschutz verletzt werden kann?
  • Antworten » | Direktlink »