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Kommentare zu:
Gay Travel Index: Deutschland stürzt ab – von Rang 3 auf Rang 23


#1 goddamn liberalAnonym
  • 25.02.2019, 14:28h
  • Das ist natürlich eine unsinnige Reihenfolge. Wiking-Jugend Strache als Vizekanzler, der unsereinen als 'krank' und Wehrmachtsdeserteure als Mörder bezeichnet, ist allein ein Grund, Österreich zu umfahren.

    Und ansonsten:

    "Laut "Spratacus" ist die Einstellung der deutschen Bevölkerung gegenüber queeren Menschen schlechter als in Österreich, Großbritannien, Slowenien, Griechenland oder Italien."

    UK geht in Ordnung.

    In Slowenien ist ein Referendum zur Ehe für alle 2015 mit 63,5 % gescheitert.

    In Griechenland gibt es keine Ehe für alle und die Zustimmung dafür wächst nur mäßig.

    In Italien sieht es ähnlich aus.

    Sie ist bei knapp über 50% im Vergleich zu 83% hierzulande.

    Was nicht heißt, dass der Spartacus keine Reisewarnung für Ostsachsen aussprechen sollte.

    Die könnte dann auch für türkeistämmige Deutsche gelten.
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#2 ReisenderAnonym
  • 25.02.2019, 14:36h
  • Deutschland steht eigentlich noch schlechter da. Dass der unbotmäßige Einfluss der Religionen - z. B. mit eigenem Arbeitsrecht der sog. "Kirchen" - nicht mit Abzugspunkten bewertet wurde, ist ein glatter Fehler! Im Grunde hat Deutschland also nur 6 Punkte und landet damit auf Platz 28.
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#3 goddamn liberalAnonym
#4 Alexander_FAnonym
#5 TimonAnonym
  • 25.02.2019, 14:54h
  • Das wundert mich leider überhaupt nicht. Deutschland ist sowas von lahm, was Fortschritte bei Menschenrechten betrifft. Manche meinen wohl, nach der Eheöffnung sei man am Ziel.

    Und insbesondere beim Kampf gegen Mobbing und Gewalt muss Deutschland viel mehr tun. Ehe es zu spät ist und sich das verselbständigt.
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#6 goddamn liberalAnonym
#7 Simon HAnonym
  • 25.02.2019, 16:22h
  • Es muss endlich in Deutschland einige Fortschritte geben:

    1. Mehr Aufklärung und Bildung an allen Schulen. Denn was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmermehr.

    2. Es muss sich endlich was im Bereich der Trans- und Inter-Rechte tun.

    3. Diese homophoben Konversions-"Therapien" müssen endlich verboten werden.

    4. Lesbische Paare müssen endlich im Abstammungsrecht gleichgestellt werden, so dass sie nicht mehr gegenüber Schwulen und Heteros diskriminiert werden.

    5. Es muss endlich ein AGG ohne Ausnahmen für Kirchen geben.

    6. Wir brauchen endlich die Aufnahme der Merkmale "sexuelle Identität" und "sexuelle Orientierung" in Art. 3 GG. Das wäre ein starkes Signal, dass auch der Staat LGBTI vollständig anerkannt und keine Diskriminierung duldet.

    An diesen Punkten wird sich jede Regierung messen lassen müssen.

    Und übrigens:
    bei LGBTI-Rechten geht es nicht nur um Menschenrechte, sondern auch um wirtschaftliche Aspekte. Denn volle rechtliche Gleichstellung und volle gesellschaftliche Akzeptanz nützen auch der ganzen Volkswirtschaft.
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#8 Woher_KommtsAnonym
  • 25.02.2019, 16:28h
  • Antwort auf #7 von Simon H
  • Toll aufgezählt.
    Diese Forderungen sind alt, by the way.
    Wichtig wäre die Aufforderung an die Bürger, endlich ihr Wahlkreuzchen an einer nutzvolleren Stelle zu setzen(!)

    "Es muss sich endlich was tun."
    Ja, und wer fühlt sich damit angesprochen?? Etwa du selbst?!?
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#9 JasperAnonym
#10 ReisenderAnonym
  • 25.02.2019, 17:25h
  • Antwort auf #3 von goddamn liberal
  • Eine Staatskirche, die meines Wissens (bin mir nicht ganz sicher) dazu verpflichtet ist, gleichgeschlechtliche Trauungen durchzuführen.

    Eine Staatskirche, die meines Wissens kein eigenes Arbeitsrecht mit Rauswurfgarantie hat, wenn ein Angestellter sein Grundrecht auf Eheschließung wahrnimmt.

    Da liegen, soweit ich weiß, Welten zwischen den deutschen Kirchen und der dänischen, gerade weil der dänische Staat seine "Kirche" in die Pflicht nimmt - und nicht umgekehrt, wie in Deutschland, wo die christlichen Minderheiten den Staat gängeln.
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#11 LarsAnonym
  • 25.02.2019, 19:24h
  • "Laut "Spratacus" ist die Einstellung der deutschen Bevölkerung gegenüber queeren Menschen schlechter als in Österreich, Großbritannien, Slowenien, Griechenland oder Italien und genauso problematisch wie in Syrien (!), Mexiko oder Indien."

    Wie will man denn sowas überhaupt messen? In den Großstädten und in den "Oberschichten" wird man sowohl in Indien als auch in Syrien z.T. sehr liberale Einstellungen finden, demgegenüber in anderen Regionen extreme Homophobie antreffen.

    Die Einstellung zu queeren Menschen scheint sich heute weniger an nationale oder religiöse Grenzen zu halten, sondern ist in starkem Maße mit den sozialen Fragen verbunden, vor allem dem Lebensstandard- und den Bildungs- und Arbeitsmöglichkeiten.
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#12 OberschichtAnonym
#13 lindener1966Profil
  • 25.02.2019, 20:07hHannover
  • Wäre schön, wenn die queer.de Redaktion da mehr Transparenz rein brächte. Wie will man die Einstellung der Bevölkerung messen? Wurden Interviews gemacht? Wurden Reisende befragt? Zieht man die homophoben Einwürfe der Asozialen für Deutschland in den Parlamenten heran? Mehr Journalismus bitte!
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#14 goddamn liberalAnonym
  • 25.02.2019, 20:18h
  • Antwort auf #10 von Reisender
  • "wo die christlichen Minderheiten den Staat gängeln."

    Insgesamt gibt es in Deutschland eine Mehrheit an Kirchenmitgliedern.

    Grotesk sind die Kirchenpfründe aber v.a. in den neuen Bundesländern, was sich aus der Durchklerikalisierung der politischen Klasse nach 1989 erklärt (Göring-Eckardt lässt grüßen).

    Es gibt übrigens auch hierzulande ev. Landeskirchen, in denen die Ehe vor alle vor der staatlichen Ziviltrauung eingeführt wurde.
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#15 goddamn liberalAnonym
  • 25.02.2019, 20:27h
  • Antwort auf #11 von Lars
  • Die AfD ist eine Partei abgehalfterter Akademiker und Adliger.

    "Die Einstellung zu queeren Menschen scheint sich heute weniger an nationale oder religiöse Grenzen zu halten, sondern ist in starkem Maße mit den sozialen Fragen verbunden, vor allem dem Lebensstandard- und den Bildungs- und Arbeitsmöglichkeiten."

    Wichtig ist wohl eher, ob eine Gesellschaft mal massiv in die Moderne gestoßen wurde, oder ob sie in ihren verstaubten Traditionen verharrt, unabhängig von der spez. Religion.

    Vergleich:

    Türkei (Atatürks Heimat):

    "A 2015 poll by Ipsos found that 27% of the Turkish public was in favor of legalizing same-sex marriage, while 19% preferred civil unions instead.[51] 25% of those surveyed were against any form of legal recognition for same-sex couples and 29% stated that they didn't know which option to choose.[51]" (wiki)

    Georgien (Stalins Heimat):

    "According to 2011 social attitude questionnaires, homosexuals remained one of the most disliked groups in society with most respondents preferring an alcoholic rather than homosexual colleague at work.[41] According to the same questionnaires, an estimated 91.5 percent of Georgians thought that homosexuality is "completely unacceptable".[42]
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#16 Woher_KommtsAnonym
  • 25.02.2019, 20:52h
  • Antwort auf #14 von goddamn liberal
  • Nun sind also ausschließlich die neuen Bundesländer mit ihren Kirchenpfründen für den schlechten Rang verantwortlich.
    Interessant.

    Laut Stand im Dezember 2018 liegt die Bewohnerzahl in den neuen Bundesländern bei etwas über 15 Millionen.
    Ist also nicht die Mehrheit.

    Und was du mit Göring-Eckardt andeutest, muss ich erwähnen, dass es weitaus einflussreichere Christen gibt, die sehr viel problematischer einzustufen sind als Göring-Eckardt.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #14 springen »
#17 Woher_KommtsAnonym
  • 25.02.2019, 20:58h
  • Einer der Gründe für diesen Rangfall ist die homophobe und transphobe Gewalt.
    Die ist in den neuen Bundesländern sicherlich nicht gering, aber auch in den restlichen Bundesländern ist das ein Problem.
  • Antworten » | Direktlink »
#18 YannickAnonym
  • 25.02.2019, 20:59h
  • Ein Hauptgrund für das Abrutschen ist ja laut Spartacus die zunehmende Gewalt. Und das stellen wir ja auch fest.

    Leider unternimmt die deutsche Politik in ihrer Bräsigkeit zu wenig dagegen. Der Staat muss zeigen, dass er sowas nicht toleriert. Und mehr vorbeugen: durch mehr Aufklärung und durch Förderung von Vielfalt.
  • Antworten » | Direktlink »
#19 Patroklos
#20 Woher_KommtsAnonym
  • 25.02.2019, 21:50h
  • Antwort auf #18 von Yannick
  • Das wirst du von der CDU nicht bekommen!
    Staat bedeutet REGIERUNG. Regierung in Deutschland bedeutet momentan noch GroKo, und das wiederum bedeutet, alles bleibt wie es ist, was die Rechte der LSBTTIQ betrifft!
    Wenn du also eine Verbesserung seitens der Regierung möchtest, dann wähle künftig klug!!! Denn kluges Wählen bedeutet, wir werden eine Regierung aus anderen Parteien haben, die dann schon eher was zur Verbesserung beitragen als GroKo.

    So schwer zu verstehen ist das nicht.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #18 springen »
#21 feli491Anonym
#22 Anna LeeAnonym
#23 vulkansturmAnonym
  • 25.02.2019, 23:46h
  • Ein Gay-Travel-Index richtet sich wohl in erster Linie an Touristen. Da sollte man die Touristen aber auch vorwarnen, dass die schwule Freiheit im Musterland Schweden ihre Grenzen hat. Kein Tourist sollte dort Kunde von Sexarbeitern werden, da er sich damit strafbar macht. Eigentlich müssten solche gesetzlichen Regelungen, die Sexarbeiter in den Untergrund zwingen und ihre Kunden kriminalisieren, bei einem Gay-Travel-Index negativ berücksichtigt werden.
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#24 tchantchesProfil
  • 26.02.2019, 00:07hSonstwo
  • Ungefähr so ein tolles Ranking wie der famose IFO-Index, wo irgendwelche Schlaumeier es seit Jahren schaffen, die Nation mit einem Stimmungs-Index (!) in Atem zu halten, den sie angeblich mit Promille-Genauigkeit ermitteln können...
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#25 Gerlinde24Ehemaliges Profil
  • 26.02.2019, 02:17h
  • Woran das wohl liegen mag? Mal überlegen. Was hat Deutschland, was es für LGBTI-Menschen unattraktiv macht? Da wäre zum Beispiel die heuchlerischen Kirchen, aber die gibt es anderswo auch, also fallen die weg.
    Vielleicht solche Parteien wie die AfD und andere Naziparteien? Aber auch die gibt es anderswo auch, fällt als Grund also weg.
    Was bleibt da noch?
    Deutschland ist schlicht zu bieder für die Community!
    Ja, das wird es sein (Ironie aus)
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#26 AllieAnonym
  • 26.02.2019, 09:28h
  • Antwort auf #17 von Woher_Kommts
  • Und neben der physischen Gewalt gibt es auch noch die Anfeindungen denen queere Menschen tagtäglich überall ausgesetzt sind, was aber nicht in der Polizeistatistik auftaucht.
    Als Transfrau kann ich z.B. nicht vor die Tür gehen, ohne doof angeguckt, ausgelacht oder beleidigt zu werden. Nach meinem Coming Out habe ich erstmal meinen Job verloren, weil mein damaliger Chef keinen "geschminkten Mann" in der Firma haben wollte (der Arme konnte mich ja so nicht mehr zu Kunden schicken).
    Ich kann mir nicht vorstellen, dass es z.B. homosexuellen Paaren die sich in der Öffentlichkeit küssen oder Händchen halten besser ergeht.
    Klar ist das jetzt nicht repräsentativ, aber eine Tendenz ist da imo schon erkennbar. Kann die Abstufung also vollkommen nachvollziehen, vor allem was den Punkt "hostile locals" betrifft. Auch wenn ich schon finde, dass man da stärker differenzieren könnte gegenüber anderen Ländern.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #17 springen »
#27 Ralph
  • 26.02.2019, 11:31h
  • Bei aller leider nur allzu berechtigten Kritik ist doch anzumerken, dass die schlechte Platzierung dadurch entsteht, dass auf vorderen Plätzen so viele Länder gemeinsam sitzen. Gleichwohl stellt sich die Frage, weshalb Deutschland nicht auch auf einem vorderen Platz steht, erst recht im Vergleich zu Österreich, das ja nun wahrlich im politischen Spektrum viel weiter rechts angesiedelt ist und dessen Regierung massiv schwulenfeindlich eingestellt ist, weit mehr als die schon nicht sehr schwulenfreundliche deutsche Regierung. Und die (in der hier abgebildeten Tabelle nicht erkennbare) Einordnung Deutschlands auf einer Ebene mit Syrien ist schlicht aberwitzig und begründet erhebliche Zweifel an der Seriösität. Insgesamt spricht das Gedränge auf den vorderen Plätzen für eine weltweite Verbesserung, allerdings auch nur in Ländern, die sich bisher schon und zum Teil seit Jahrzehnten durch große Akzeptanz auszeichnen.
  • Antworten » | Direktlink »
#28 KäseAnonym
  • 26.02.2019, 11:32h
  • Antwort auf #8 von Woher_Kommts
  • Genauso ist es und bei diesen Wahlkreuzchen kann es sich, selbst unter erheblichen Bauchschmerzen, nur um GRÜNE oder LINKE Kreuzchen drehen.

    Alle Anderen, die zur Zeit die Chance haben, die 5% Hürde zu überschreiten sind definitiv unwählbar.

    Die SPD muss erst mal in die Opposition um wieder zu sich zu kommen.

    Eine linke Regierung ist aber leider noch unwahrscheinlicher als eine neue GroKo.
    Schlimm genug.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #8 springen »
#29 Woher_KommtsAnonym
  • 26.02.2019, 13:34h
  • Antwort auf #28 von Käse
  • Erhebliche Bauschmerzen?
    So schlimm ist es? :-D Warum?

    Am schlimmsten ist doch die Union, alles andere, außer AfD, ist weniger schlimm. Ohne die SPD wird die Mehrheit schwierig. Die müssen schnellstens auf Vordermann kommen und sich entsprechend gut aufstellen. Zusammen mit den Grünen und LINKEN wird auch die SPD besser.
    Sie ergänzen sich gegenseitig.

    Die GroKo aus CDU und Grüne ist genauso zum Scheitern verurteilt wie die aktuelle GroKo. An der Stelle kann Frau Göring-Eckardt kritisiert werden. Auch wenn sich die beiden Vorsitzenden persönlich verstehen, bedeutet das nicht, dass sich die Parteiprogramme gegenseitig "verstehen" werden (AKK meint ja, sie könne gut mit Göring-Eckardt - wahrscheinlich weil beide christlich sind). Ich hoffe, Baerbock und Habeck drehen das Ruder in die bessere Richtung, denn das Ergebnis wird sonst dasselbe sein wie mit der SPD oder eben ein frühzeitiges GroKo Ende.

    Wichtig ist, dass nun die anderen Parteien ihre Fäden verbinden müssen. Nicht die CDU sagt, wo es lang geht, sondern die anderen Parteien müssen sich durchsetzen. Mithilfe der Bürger/innen.
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#30 Woher_KommtsAnonym
#31 goddamn liberalAnonym
  • 26.02.2019, 14:49h
  • Antwort auf #16 von Woher_Kommts
  • "Laut Stand im Dezember 2018 liegt die Bewohnerzahl in den neuen Bundesländern bei etwas über 15 Millionen.
    Ist also nicht die Mehrheit."

    Die Kirchenpfründe sind in den neuen Bundesländern besonders grotesk, weil da die Kirchenmitglieder eben nicht in der Mehrheit, sondern in der Minderheit sind. Z. B. haben Sachsen-Anhalt und Brandenburg 80% Konfessionsfreie. Im Saarland sieht das ganz anders aus.
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#32 Ralph
  • 26.02.2019, 17:05h
  • Antwort auf #31 von goddamn liberal
  • Die Kirchen zehren bis auf den heutigen Tag von zwei Äußerungen des Bundesverfassungsgerichts, die an Dummheit und Frechheit nicht zu überbieten sind.

    1.
    Die Autoren des Grundgesetzes waren entgegen der landläufigen Meinung stark von der nationalsozialistischen Ideologie beeinflusst. So übernahmen sie vom Dritten Reich das Konstrukt des "gesunden Volksempfindens", das die Nazis schon aus dem alten Preußen entlehnt hatten, als oberste Richtschnur. Sie tauften es lediglich in "Sittengesetz" um und stellten den gesamten Grundrechtskatalog unter den Vorbehalt, dass die Menschenrechte nur dann gelten, wenn ihre Wahrnehmung nicht gegen das "Sittengesetz" verstoße. Erst 1957, und zwar anlässlich der Bestätigung des nationalsozialistischen Paragraphen 175, legte das Bundesverfassungsgericht fest, dass zur inhaltlichen Definition des "Sittengesetzes" die Lehren der beiden Großkirchen heranzuziehen sei. Damit wurde in die deutsche Staatsrechtslehre der Gedanke eingeführt, dass die christliche Dogmatik die Ausübung der Grundrechte bedinge, insbesondere die der allgemeinen Handlungsfreiheit.

    2.
    Der Verfassungsrichter Böckenförde erfand die Idee, dass der säkulare Verfassungsstaat von Voraussetzungen lebe, die er selbst nicht schaffen könne. Dieser Satz, den kein psychaitrisch anerkannter Irrer besser hinbekommen hätte, sagt zwar für sich genommen absolut nichts aus. Gemeint ist damit aber, dass der nicht religiöse Staat seine Grundlagen in der Religion finde. Böckenförde suchte damit der Aussage seiner braunen Vorgänger von 1957 eine Form zu geben, die nicht gar so dreist klingt, aber irgendwie intellektuell-philosophisch daherkommt, vor allem nicht so leicht verstanden wird.

    Es heißt immer wieder, die Befriedigung der kirchlichen Geldgier durch den Staat rechtfertige sich aus der Säkularisation von 1803. Das ist Quatsch. Einerseits hat schon die Weimarer Reichsverfassung vor jetzt genau 100 Jahren dem Gesetzgeber den Auftrag erteilt, mit den Staatsleistungen an die Kirchen Schluss zu machen, was die Politik seither ignoriert. Andererseits begründen sich diese ewigen Zahlungen aus unser aller Steuern nicht historisch, sondern politisch durch die Verquickung von Staat, Parteien und Kirchen, die großenteils das selbe Personal besitzen. Eine Doku, die ich vorige Woche gesehen habe, hebt insoweit hervor, dass die Einführung des westdeutschen Staatskirchensystems, hauptsächlich seiner finanziellen Komponente, im Osten in erster Linie darauf zurückzuführen war, dass fast alle damaligen Ministerpräsidenten der neuen Länder hohe Ämter in den Kirchen ausübten oder ausgeübt hatten. Die Kirchen haben den Staat als Einnahmequelle ebenso gekapert wie die Parteien. Beide tun das auf die einfachste Weise - indem sie ihr Personal in den Staat einschleusen und dort weiter für sich arbeiten lassen. Ein Schelm, wer dabei an die Mafia denkt.
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#33 goddamn liberalAnonym
#34 seb1983
  • 27.02.2019, 09:43h
  • Die Kriterien für einen TRAVEL Index sind nach wie vor absolut bescheuert.

    Deutschland war also letztes Jahr auf Platz 3, da ist dieses Jahr, mom, hoppla, es gibt gar keine Platz 3.
    3x1, 13x4, 6x17 und dann gehts mit Platz 23 weiter.

    Wie kommt man denn auf die bescheuerte Idee bei einer solchen Menge an Ländern die punktgleichen Ränge intern identisch zu vergeben, trotzdem im Hintergrund weiter runter zu zählen um dann in der nächsten Gruppe erst mit diesem Rangplatz anzufangen, intern dann wieder gleich zu vergeben usw.???????

    Im Endeffekt reicht die vierthöchste Punktzahl dann nur für Rang 23.
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#35 feli491Anonym
  • 27.02.2019, 13:58h
  • Antwort auf #34 von seb1983
  • Weil das eben genauso in tabellarischen Konstellationen gehandhabt wird. Heißt doch nichts anderes, dass in diesem Fall 22 Länder besser abschneiden als Deutschland. Ob man vielleicht noch weitere Kriterien hätte aufnehmen sollen, um eine solche Drängung auf den einzelnen Plätzen zu vermeiden, ist eine andere Frage...
  • Antworten » | Direktlink » | zu #34 springen »
#36 seb1983
  • 27.02.2019, 20:56h
  • Antwort auf #35 von feli491
  • Das ist schon klar, aber du sagst es, so eine Drängung, solche Punktabstände, (von den ausgewählten Kriterien mal ganz zu schweigen....

    Wenn ich sowas in meinen (zum Glück nur 2) Statistik Kursen an der Uni vorgelegt hätte wäre mir das um die Ohren geschlagen worden.
    Da landet der 3er BMW Fahrer auf nem abgeschlagenen Rang als wäre er ein Sozialhilfeempfänger weil man vorne Rolls Royce, 7er und 5er fährt.
    Mein erster Gedanke war nur: typisch schwul. Aussagekraft gleich .
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#37 ErdbeerkucheAnonym
#38 Homonklin44Profil
#39 TheDadProfil
  • 28.02.2019, 20:54hHannover
  • Antwort auf #37 von Erdbeerkuche
  • ""Ich vermute das ein Großteil der Homophobie in Deutschland von älteren Menschen, Jugendlichen und jungen Erwachsenen ausgeht.""..

    Also alle Teile der Bevölkerung mit Ausnahme von Kindern ?

    Wann liegt der Zeitpunkt, an dem sich aus Kindern dann Arschlöcher entwickeln ?
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#40 Woher_KommtsAnonym
  • 02.03.2019, 21:19h
  • Antwort auf #4 von Alexander_F
  • Es ist der CDU die Eheöffnung dazwischen gekommen und nun zeigt sich, wer sie wirklich sind - zumindest die Mehrzahl von ihnen.

    Den 23. Platz haben sich alle redlich verdient, die immer noch gegen die LSBTTIQ Stimmung machen und homofeindlich sind.
    Ich fühle mich in Anbetracht der Karnevalsrede von AKK diesen Donnerstag und mit dieser Bewertung hier gerade in den Anfang des 20. Jahrhunderts versetzt :-O
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#41 Faschoreligioten-WatchAnonym
#42 HampiAnonym
  • 31.03.2019, 03:44h
  • Antwort auf #23 von vulkansturm
  • Ich habe in Bezug auf Prostitution sehr grosses Verständnis für das schwedische Modell. Weder Mann noch Frau sind eine Ware, deren Körper ein - zumeist männlicher - Freier kaufen darf. Es verletzt nach schwedischem Verständnis die Würde des Menschen. Gewiss wird es so sein dass in Schweden die Prostitution in den Untergrund verdrängt wurde. Immerhin hat man in Schweden im Gegensatz zur Schweiz hier die entwürdigende und auch gefährliche offene Strassenprostitution vollkommen zum Verschwinden gebracht, seit alle erwischten Freier gebüsst werden.
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#43 AFD-WatchAnonym

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