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Sexuelle Identität und Körpergewicht
Studie: Lesben sind eher übergewichtig, Schwule eher zu dünn
Im Vergleich mit Heteros haben Homosexuelle ein erhöhtes Risiko, entweder über- oder untergewichtig zu sein.

Große saftige Burger machen den ewigen Kampf des modernen Menschen mit den Pfunden nicht einfacher (Bild: Chris Bloom / flickr)
- 26. Februar 2019, 13:55h 2 Min.
Lesbische und bisexuelle Frauen sind einem höheren Übergewichtsrisiko ausgesetzt als heterosexuelle Frauen. Demgegenüber haben schwule und bisexuelle Männer im Vergleich zu heterosexuellen Männern ein niedrigeres Risiko, zu viele Pfunde auf den Rippen zu tragen – aber ein höheres Risiko, untergewichtig zu sein. Das sind die Ergebnisse einer britischen Studie, die vor wenigen Tagen im "Journal of Public Health" veröffentlicht wurde.
Laut den Autoren handelt es sich um die erste Studie über die Verbindung von sexueller Identität und dem Body-Mass-Index (BMI) in Großbritannien (der BMI setzt das Körpergewicht in Relation zur Körpergröße). In den USA kamen Forscher aus Harvard bereits 2010 zu sehr ähnlichen Ergebnissen (queer.de berichtete).
In der britischen Studie untersuchten die Forscher Daten von zwölf nationalen Gesundheitsumfragen, an denen über 93.000 Menschen teilgenommen hatten. Der Unterschied zwischen Hetero- und Homosexuellen beim Körpergewicht konnte dabei auch nachgewiesen werden, nachdem Faktoren wie Rauchen, Alter oder Zugehörigkeit zu einer ethnischen Minderheit herausgerechnet wurden.
Hauptautorin: Besondere Stressfaktoren beeinflussen Homosexuelle
"Diese Studie zeigt, dass es eine Beziehung zwischen sexueller Identität und BMI gibt – und dass diese Beziehung bei Männern und Frauen anders ist", erklärte Hauptautorin Dr. Joanna Semlyen von der medizinischen Fakultät der University of East Anglia im ostenglischen Norwich. Für die Unterschiede gebe es mehrere Erklärungen, so die Psychologin. "Wir wissen, dass sexuelle Minderheiten eher psychosozialen Stressfaktoren ausgesetzt sind, die ihre psychische Verfassung und ihr Verhalten – etwa Alkohol- oder Tabakkonsum – beeinflussen. Diese könnte auch gesundheitliche Verhaltensweisen wie die Ernährungsweise oder körperliche Aktivitäten beeinflussen." Als Stressfaktoren nannte Semylen Homophobie und Heterosexismus.
Sie hoffe, dass Gesundheitspolitiker die neuen Daten zum Anlass nehmen, das Gesundheitssystem zu verbessern. Die Zahlen zeigten, dass es wichtig sei, auf sexuelle Minderheiten gesondert einzugehen. Semylen wies auch darauf hin, dass nicht nur das erhöhte Übergewichtsrisiko für Lesben ein Problem darstelle, sondern das erhöhte Untergewichtsrisiko für Schwule. "Es gibt immer mehr Studien, die besagen, dass Untergewicht eine ganze Reihe von Gesundheitsproblemen mit sich bringt, bis hin zum frühzeitigen Tod." (dk)















Oder glauben wir doch lieber den Studien, die einen Zusammenhang zwischen Fastfood und prekären Einkommen herstellen?
Oder der, die belegt dass Schwule schneller laufen müssen als Heten, um zu überleben?
Rätsel über Rätsel...