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Sexuelle Identität und Körpergewicht

Studie: Lesben sind eher übergewichtig, Schwule eher zu dünn

Im Vergleich mit Heteros haben Homosexuelle ein erhöhtes Risiko, entweder über- oder untergewichtig zu sein.


Große saftige Burger machen den ewigen Kampf des modernen Menschen mit den Pfunden nicht einfacher (Bild: Chris Bloom / flickr)

Lesbische und bisexuelle Frauen sind einem höheren Übergewichtsrisiko ausgesetzt als heterosexuelle Frauen. Demgegenüber haben schwule und bisexuelle Männer im Vergleich zu heterosexuellen Männern ein niedrigeres Risiko, zu viele Pfunde auf den Rippen zu tragen – aber ein höheres Risiko, untergewichtig zu sein. Das sind die Ergebnisse einer britischen Studie, die vor wenigen Tagen im "Journal of Public Health" veröffentlicht wurde.

Laut den Autoren handelt es sich um die erste Studie über die Verbindung von sexueller Identität und dem Body-Mass-Index (BMI) in Großbritannien (der BMI setzt das Körpergewicht in Relation zur Körpergröße). In den USA kamen Forscher aus Harvard bereits 2010 zu sehr ähnlichen Ergebnissen (queer.de berichtete).

In der britischen Studie untersuchten die Forscher Daten von zwölf nationalen Gesundheitsumfragen, an denen über 93.000 Menschen teilgenommen hatten. Der Unterschied zwischen Hetero- und Homosexuellen beim Körpergewicht konnte dabei auch nachgewiesen werden, nachdem Faktoren wie Rauchen, Alter oder Zugehörigkeit zu einer ethnischen Minderheit herausgerechnet wurden.

Hauptautorin: Besondere Stressfaktoren beeinflussen Homosexuelle

"Diese Studie zeigt, dass es eine Beziehung zwischen sexueller Identität und BMI gibt – und dass diese Beziehung bei Männern und Frauen anders ist", erklärte Hauptautorin Dr. Joanna Semlyen von der medizinischen Fakultät der University of East Anglia im ostenglischen Norwich. Für die Unterschiede gebe es mehrere Erklärungen, so die Psychologin. "Wir wissen, dass sexuelle Minderheiten eher psychosozialen Stressfaktoren ausgesetzt sind, die ihre psychische Verfassung und ihr Verhalten – etwa Alkohol- oder Tabakkonsum – beeinflussen. Diese könnte auch gesundheitliche Verhaltensweisen wie die Ernährungsweise oder körperliche Aktivitäten beeinflussen." Als Stressfaktoren nannte Semylen Homophobie und Heterosexismus.

Sie hoffe, dass Gesundheitspolitiker die neuen Daten zum Anlass nehmen, das Gesundheitssystem zu verbessern. Die Zahlen zeigten, dass es wichtig sei, auf sexuelle Minderheiten gesondert einzugehen. Semylen wies auch darauf hin, dass nicht nur das erhöhte Übergewichtsrisiko für Lesben ein Problem darstelle, sondern das erhöhte Untergewichtsrisiko für Schwule. "Es gibt immer mehr Studien, die besagen, dass Untergewicht eine ganze Reihe von Gesundheitsproblemen mit sich bringt, bis hin zum frühzeitigen Tod." (dk)



#1 michelangelaAnonym
  • 26.02.2019, 16:05h
  • Großbritannien ist doch die Insel, wo die Mütter Hamburger über die Mauern der Schulhöfe werfen, weil ihre Kinder in der Schulkantine so Sachen wie Salat und Gemüse kriegen?

    Oder glauben wir doch lieber den Studien, die einen Zusammenhang zwischen Fastfood und prekären Einkommen herstellen?

    Oder der, die belegt dass Schwule schneller laufen müssen als Heten, um zu überleben?

    Rätsel über Rätsel...
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#2 a tönnchen pleaseAnonym
  • 26.02.2019, 16:12h
  • Interessantes, wenn auch (für mich) unerklärliches Detail:

    Diejenigen Frauen, die sich weder als heterosexuell noch als bisexuell noch als lesbisch identifizieren ("other"), neigen als einzige Frauen-Subgruppe ebenfalls zu Untergewicht.

    ("women identifying as other, and men identifying as gay, bisexual or other were at increased risk of being underweight.")

    Und dass es einen Unterschied gibt zwischen cis- und trans-Identität, kommt in der Studie leider gar nicht zum Tragen.
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#3 Sappho_Anonym
  • 26.02.2019, 18:15h
  • Antwort auf #1 von michelangela
  • Entweder Burger oder Sandwiches :'-D
    Und im Trumpelpeter-Land musst du aufpassen, dass dir die Zeitung, die der Austräger auf dein Grundstück wirft, nicht gegen den Kopf knallt.

    Es ist auch die Insel, wo zwar "feiner, britischer Stil" gepredigt wird, aber rauhe Ungeduld trotzdem immer wieder zu erleben ist, außer beim Anstehen ;-))

    Es ist die Insel, wo zwar ein Stern auf der Europaflagge ihr zugeordnet wird, aber eine Frau die Insel um Biegen und Brechen aus der EU haben möchte.
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#4 Sappho_Anonym
  • 26.02.2019, 18:20h
  • Es wäre schon hilfreich, wenn die Homophobie deutlich eingedämmt würde. Das hält die Psyche stabil und dann muss jeder für sich selbst entscheiden, ob Alkohol und Rauchen oder nicht.
    Ich tue weder das eine noch das andere.
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#5 BärndAnonym
#6 RubinsAnonym
#7 stromboliProfil
  • 27.02.2019, 10:00hberlin
  • Antwort auf #2 von a tönnchen please
  • ja gut von dir hinterfragt...
    Aber schon die im obigen text auftretenden fragen bleiben unsererseits hier unreflektiert:
    "Diese Studie zeigt, dass es eine Beziehung zwischen sexueller Identität und BMI gibt und dass diese Beziehung bei Männern und Frauen anders ist"

    Was macht also den unterschied aus zwischen männlich und weiblich gleichgeschlechtlichen stress..
    wie lässt sich dies in zeiten des gemeinsam erreichten queeren überbaus "lgbt** erklären.
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#8 a tönnchen pleaseAnonym
  • 27.02.2019, 11:19h
  • Antwort auf #7 von stromboli
  • "Was macht also den unterschied aus zwischen männlich und weiblich gleichgeschlechtlichen stress"

    Vielleicht liegt der Unterschied ja gar nicht in unterschiedlichem Stress - sondern in der Unterschiedlichkeit, wie mit Stress typischerweise umgegangen wird?

    Dass Frauen also (beispielsweise) tendenziell Stress eher durch Frustessen kompensieren und Männer eher durch Rauchen bzw. Saufen?
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#9 Homonklin44Profil
  • 27.02.2019, 22:41hTauroa Point
  • Komisch ist, dass dieses Studie die ganzen schwulen Moppeligen irgendwie nicht erklärt, und auch elfengleich grazile Lesben nicht.

    Die ganzen Faktoren scheinen sich immer für ausgesuchte Prozentsätze zurecht zu legen.

    Es wäre zwar schön, es gäbe mehr 'untergewichtige' oder auch bloß sportliche Schwule ... man kann ja noch träumen. :o)
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#10 stromboliProfil
  • 28.02.2019, 14:50hberlin
  • Antwort auf #8 von a tönnchen please
  • "Dass Frauen also (beispielsweise) tendenziell Stress eher durch Frustessen kompensieren und Männer eher durch Rauchen bzw. Saufen?"
    Die "untersuchung möcht ich erst mal lesen..
    So einfach wird es wohl nicht sein mit dem unterschieden sein...
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