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Fastnachtsscherz

AfD lobt "freche" AKK und kritisiert "queergrüne Blockwarte"

Der AfD-Bundestagsabgeordnete Martin Reichardt verteidigt den misslungenen Karnevalswitz von CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer – Beatrix von Storch nennt Kritiker "doof" und "humorlos".


LGBTI-Gegnerin Beatrix von Storch mit rosa-lila Blazer im Bundestag (Bild: Deutscher Bundestag / Achim Melde)

Mit ihren Scherzen auf Kosten von intergeschlechtlichen Menschen in einer Fastnachtsrede hat die CDU-Vorsitzende Annegret Kramp-Karrenbauer in anderen Parteien und Medien eine Welle der Empörung ausgelöst – nun springen ihr mehrere Politiker der AfD zur Seite.

"Alles darf man durch den Kakao ziehen: Christen u Priester u #AfD'ler u Seehofer vorneweg- aber ja nicht den #LSBTTIQ-Irrsinn", empörte sich die AfD-Bundestagsabgeordnete und bekannte LGBTI-Gegnerin Beatrix von Storch auf Twitter. "Deren Lobby ist nicht nur #doof, sondern auch #humorlos. Der Fehler von #AKK : Das #Klo fürs 3.Geschlecht IST für Unentschlossene. Das ist gar #keinWitz."


"Doch keiner darf lästern der heiligen Kuh"

Ihr Fraktionskollege Martin Reichardt fing in dem Kurznachrichtendienst sogar an zu dichten – und rückte AKK-Kritiker in die Nähe von Nazis: "Wer lästert da frech dem 3.Geschlecht, die Annegret ist's, vielleicht hat sie recht. Doch keiner darf lästern der heiligen Kuh, sonst schlagen die queergrünen Blockwarte zu. Oh, Anne als Buße, das wirst du nun müssen, der gnädigen Baerbock die [Icon für Stöckelschuh] küssen."


Auch Erika Steinbach, Chefin der AfD-nahen Desiderius-Erasmus-Stiftung, meldete sich zu Wort und beklagte angebliche Sprechverbote: "Karneval bzw Fasching sind doch seit Jahren nicht mehr ungezwungen, sondern nur noch politisch 'korrekt'", schrieb die ehemalige CDU-Abgeordnete auf Twitter. "Das Lachen vergeht einem durchaus dabei."


Steinbach teilte dazu einen Tweet von "Bild"-Chefredaktions-Mitglied Nicolaus Blome – die Zeitung hatte Kramp-Karrenbauer am Sonntag verteidigt und sich in einem Kommentar über "links-grün-feministische Echauffierer*innen" empört, die dazu führten, dass man "nicht mal mehr in einer Büttenrede einen Witz über Unisex-Toiletten machen kann" (queer.de berichtete). (cw)

Wöchentliche Umfrage

» Kommt die Union nach AKKs LGBTI-feindlicher Rhetorik noch als Koalitionspartner infrage?
    Ergebnis der Umfrage vom 04.03.2019 bis 11.03.2019


#1 feli491Anonym
  • 04.03.2019, 07:21h
  • Es ist wirklich bedauerlich, dass die Vorfahren der Storch der wohlverdienten Revolution entgangen sind. Aber das lässt sich bei Gelegenheit gerne nachholen...

    Wie, findet sie nicht witzig? Da hat wohl jemand keinen Humor...
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#2 myysteryAnonym
  • 04.03.2019, 08:01h
  • KKKs moralisches Warnsystem wird sicherlich auch dann nicht anspringen, wenn sie Applaus von der falschen Seite bekommt.
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#3 problematischAnonym
  • 04.03.2019, 08:18h
  • Na also, das zeigt wie problematisch sich AKK positioniert. Es ist klar, dass solche Äußerungen die AfD stark machen, aber die CDU ist blind!

    Spätestens jetzt ist das Beenden der GroKo angesagt und AKK hat ihren Kanzlerposten in den Sand gesetzt!
    Da muss nicht länger diskutiert werden. Denn dadurch ändert sich die Aussage von AKK nicht.
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#4 AFD-WatchAnonym
#5 alter schwedeAnonym
  • 04.03.2019, 09:23h
  • Das hat aber gedauert bis die großen Volkshumoristen der AfD endlich dem armen Annegretsche beispringen. Christen, Priester und sogar die AfD darf man durch den Kakao ziehen nur nicht die humorlosen LGBTI, lamentiert da das Spaßgesicht von Storch in ihrem Twitter-Zettelkasten.

    Das die LGBTI ansonsten eigentlich ganzjährig das bevorzugte Ziel von Spott und Häme sind vergißt das empörte Fräulein allerdings bewußt, da sie sich ja bereits in vorderster Reihe als eine der tatkräftigsten Hetzschleudern gegen Lesben, Schwule und Transmenschen hervorgetan hat.

    Tja Edelfräulein von Storch. LGBTIs können viel von den lustigen Geschichten und Witzen denen sie fast täglich ausgesetzt sind, erzählen. Gerade auch von den Jauchekübeln aus ihrem Umfeld.

    Und was machen diese humorlosen grünen Blockwarte mit diesem unerschöpflichen Hausschatz deutschen Bierschwemmenhumors? Die empören sich auch noch darüber. Gewisse Volksgruppen wie LGBTI, Juden oder Ausländer sind doch schon von Natur aus dazu da, daß man sie am Nasenring in der Arena einer gröhlenden und feixenden Menge als Abschaum vorführt. Das ist gute deutsche Tradition.

    Dagegen die armen Priester, was die jetzt alles aushalten müssen. Diese beleidigten Gender-Figuren sollten sich mal ein Beispiel nehmen, an diesen glaubensstarken und honorigen Menschen.

    Eigentlich unnötig von den Schießbudenfiguren der AfD zu verlangen zwischen Täter und Opfer zu unterscheiden. Da wo AfD drauf steht, beginnt deutscher Humor nahtlos dort, wo er 1945 zwangsweise beendet wurde.

    Trulla Storch pinselt allerdings aus anderen Gründen das AKK-Bäuchlein. Hier reicht einmal raten. - Ganz spaßfrei.
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#6 goddamn liberalAnonym
  • 04.03.2019, 09:32h
  • Wer von "queergrünen Blockwarten" spricht, betreibt Oper-Täter-Umkehr und schiebt potenziellen Nazi-Opfern die Rolle des Nazis zu.

    Dass kann bei der AfD und gerade bei Frau von Storch, die über ihren Großvater, einen Hitler-und Raub-Minister mit mehr als zwölf Jahren Amtszeit, leider in einer hochkriminellen Familientradition steht, nicht verwundern.

    Erst Herabwürdigen und dann Vernichten.

    Vom Karnevals-'Scherz' zur körperlichen Vernichtung - das ist alte deutsche Tradition.
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#7 Ralph
  • 04.03.2019, 09:33h
  • Dass die eigenen Leute AKK beispringen, kann nicht verwundern. Ich bin schon lange der Ansicht, dass AKK inoffizielles MItglied der AfD ist und als solches den Auftrag hat, die CDU zu übernehmen, um über eine Koalition die AfD an die Macht zu bringen. Man mag das für eine Verschwörungstheorie halten - aber nur dann, wenn man die Augen vor der realen politischen Entwicklung in diesem Lande verschließt. Die CDU hatte die Wahl zwischen einem Reaktionär, der die AfD bekämpfen wollte (Merz), und einer Reaktionärin, die in jeder Beziehung die Nähe zur AfD sucht. Sie hat sich für letztere entschieden. So scheiterte anfangs der 30er in der DNVP der Versuch des Grafen Westarp, eine reaktionäre Partei gegen die NSDAP auszurichten. Die Macht in der Partei errang Hugenberg, der dann die Nazis per Koalition in die Regierung brachte. Geschichte wiederholt sich nicht exakt, aber sie variiert gerne das selbe Motiv. Ich glaube, diese Thes stammt von Sebastian Haffner. Sie trifft zu.
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#8 michael hnkAnonym
  • 04.03.2019, 09:57h
  • Diese ideologischen Schlammschlachten sind leidlich amüsant und ermüdend. Es geht wie immer um ein großes leeres Nichts, während die politisch relevanten Dinge im Windschatten solcher Grabenkämpfe um das doofste Plastikkalb entschieden werden und sich politisch relevante Akteure stets am Windschatten erfreuen können.
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#9 LorenProfil
  • 04.03.2019, 10:15hGreifswald
  • Eine Allianz mehr oder weniger bedeutsamer Rechtsausleger solidarisiert sich mit einer in gesellschaftspolitischen Fragen reaktionären Politikerin. Nichts, was mich verwundert zurücklässt.
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#10 tchantchesProfil
  • 04.03.2019, 10:18hNaseweishausen
  • Von AKK und Klöckner über Bild und den Plapperstorch bis zur Steinbach. Wahrlich eine reizende Gesellschaft.

    Immerhin wird so wieder richtig klar, wo der Feind steht.
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