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Misslungener Karnevals-"Scherz"

Lesben und Schwule in der Union fordern Entschuldigung von Kramp-Karrenbauer

Auch im Fasching gebe es Grenzen, meinte der LSU-Bundesvorsitzende Alexander Vogt am Montag im Radioprogramm "SWR Aktuell". Er hoffe auf ein klärendes Gespräch mit der CDU-Chefin.


CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer im Januar auf dem Parteitag der Schwesterpartei CSU (Bild: Patrick Büttgen, phoenix / wikipedia)

Nach dem misslungenen Fastnachts-"Witz" von CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer vor dem "Stockacher Narrengericht" über Toiletten für intergeschlechtliche Menschen hat der Bundesverband Lesben und Schwule in der Union (LSU) eine Entschuldigung gefordert. "Natürlich ist eine Entschuldigung fällig", sagte der Verbandsvorsitzende Alexander Vogt am Montag im Radioprogramm "SWR Aktuell". "Das erwarten wir." Auch im Karneval gebe es Grenzen.

Vogt vermutet keine böse Absicht bei AKK


Alexander Vogt ist seit 2010 Bundesvorsitzender der Lesben und Schwulen in der Union (Bild: LSU)

"Political Correctness hin oder her, manche finden das ja übertrieben", sagte Vogt. "Aber solche Grenzen müssen klar sein. Man macht ja auch über andere Minderheiten keine Witze mehr." Dass Kramp-Karrenbauer wie er vermute wohl nicht aus böser Absicht handelte, mache die Sache nicht besser. "Wenn das unüberlegt passiert, ist es ja auch ein Zeichen dafür, wie es landläufig verbreitet ist, dieses Denken."

Er erwarte nun, dass es ein klärendes Gespräch mit der CDU-Chefin gebe, sagte Vogt weiter: "Ich hoffe, dass wir das Angebot bekommen, uns darüber möglichst vor einem kurzen Zeithorizont zu unterhalten."

Die CDU-Chefin hatte bei ihrem Auftritt vor dem "Stockacher Narrengericht" am vergangenen Donnerstag gesagt, "Toiletten für das dritte Geschlecht" seien "für die Männer, die noch nicht wissen, ob sie noch stehen dürfen beim Pinkeln oder schon sitzen müssen. Dafür – dazwischen – ist diese Toilette." (cw/AFP)

Wöchentliche Umfrage

» Kommt die Union nach AKKs LGBTI-feindlicher Rhetorik noch als Koalitionspartner infrage?
    Ergebnis der Umfrage vom 04.03.2019 bis 11.03.2019


#1 LorenProfil
  • 04.03.2019, 10:34hGreifswald
  • "Dass Kramp-Karrenbauer wohl nicht aus böser Absicht handelte ..."

    ... halte ich für ausgemachten Blödsinn, wenn man frühere Äußerungen dieser Frau kennt. Da Herr Vogt die kennen dürfte, wirft er an dieser Stelle m.E. eine Nebelkerze.
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#2 stephan
  • 04.03.2019, 10:59h
  • Antwort auf #1 von Loren
  • Dass AKK keine böse Absicht dabei hatte, halte ich auch für einen irren Gedanken. Vielleicht wollte sie denen in der Union, die ihr applaudieren, sogar zeigen, wer noch applaudiert und damit einen weiteren Annäherungsschritt zur AfD machen und künftige vorbereiten!
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#3 AbsichtAnonym
  • 04.03.2019, 11:23h
  • ..............................................
    Vogt vermutet keine böse Absicht bei AKK
    ...............................................

    Sie hat schon vorher Homosexualität mit Inzest & Co verglichen und das immer wieder verteidigt.

    Was soll also an der erneuten Hetze keine böse Absicht sein?
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#4 jochenProfil
  • 04.03.2019, 11:36hmünchen
  • Ich finde schon , dass man über die Blüten und Übertreibungen der political correctness - auch der LGBT-Communitiy- Witze machen darf und soll. .. sind ja schliesslich auch keine Heiligen.

    Nur...es war nicht mal witzig... nicht im Entferntesten.
    Es war so hölzern wie ihr Name sich ausprechen lässt. "Krampf-Karrenbauer"...
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#5 Carsten ACAnonym
#6 RaffaelAnonym
  • 04.03.2019, 11:51h
  • Wie lange dauert es wohl noch, bis Annegret Kramp-Karrenbauer Witze über Juden und Gaskammern macht? Oder über Asiaten und Schlitzaugen? Oder über Schwarze und dicke Lippen?

    Das ist dann der logische nächste Schritt und wird sie das dann auch für witzig halten?

    Und wie lange wird es dauern, bis solche Menschen endlich verstehen, dass Rasssismus, Homo- und Transphobie, Sexismus und jede andere Art von Faschismus NICHTS mit Humor zu tun hat, sondern einfach nur perverse Hetze ist?
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#7 JasperAnonym
  • 04.03.2019, 11:56h
  • Wie lange will die SPD noch mit einer Partei koalieren, die sowas als Vorsitzende toleriert?

    Das Maß ist längst voll.

    Wenn die SPD diese Gestalten weiterhin an der Macht hält, muss man davon ausgehen, dass die SPD dieses rechte Gedankengut mindestens toleriert oder gar gutheißt.

    Jetzt ist die Zeit für jeden Demokraten, Farbe zu bekennen und gegen Rechts aufzustehen. Das erwarte ich gerade auch von der SPD mit ihrer Geschichte, wenn sie nicht endgültig untergehen will...
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#8 Julian SAnonym
  • 04.03.2019, 12:02h
  • Frau Kramp-Karrenbauer will schonmal künftige Koalitionen mit der AfD vorbereiten. Damit sie endlich ihr fundamental-religiöses, totaltäres Weltbild durchsetzen kann.

    Umso wichtiger ist es, diese Pläne zu durchkreuzen. Dafür muss die SPD jetzt die Koalition beenden, bevor diese Pläne vollendet sind.

    Wenn die Union die Positionen der AfD hoffähig machen will, ist das deren Ding. Aber dann sollten andere Parteien die nicht auch noch an der Macht halten und denen so die Möglichkeit geben, das in Ruhe vorzubereiten.
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#9 PeerAnonym
  • 04.03.2019, 12:08h
  • Die Union hat mal wieder das internationale Ansehen Deutschlands ruiniert und damit Deutschland wirtschaftlich geschadet.

    In anderen Ländern fragt man sich schon, ob Deutschland denn wirklich nichts aus seiner Geschichte gelernt hat...
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#10 Gerlinde24Ehemaliges Profil
  • 04.03.2019, 12:21h
  • Vielleicht wird sie sich entschuldigen, aber, ob diese von Herzen kommt, wage ich bei Ihrem Background zu bezweifeln.
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