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Anja Karliczek

Homophobe Bildungsministerin will gegen Skepsis gegenüber der Wissenschaft vorgehen

Klimaschutz, Abgase, Gesundheit: Immer wieder werden wissenschaftliche Erkenntnisse angezweifelt. Die Forschungsministerin will diese Skepsis bekämpfen – offenbar nur dann nicht, wenn es um ihre eigenen Vorurteile gegenüber Homosexuellen geht.


Ausgerechnet die Ministerin, die Studien über Regenbogenfamilien ignoriert, wirbt für die Anerkennung von wissenschaftlichen Studien

Die CDU-Politikerin Anja Karliczek, seit März 2018 Bundesministerin für Bildung und Forschung, will gegen verbreitete Skepsis gegenüber wissenschaftlichen Erkenntnissen vorgehen. "Wenn der Klimawandel angezweifelt wird, wenn wissenschaftliche Erkenntnisse etwa zur Luftverschmutzung oder andere Forschungsstände angezweifelt werden, dann ist das auch für die Politik ein ernstes Thema", sagte Karliczek der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. Wissenschaftler sollten Anreize bekommen, wenn sie Forschungsergebnisse in die Öffentlichkeit kommunizierten. Grüne und FDP warfen Karliczek wegen diskriminierender Aussagen über Kinder gleichgeschlechtlicher Partnerschaften Unglaubwürdigkeit vor.

Katliczek kritisierte Äußerungen von rund hundert Lungenärzten aus dem Januar, die mit Zweifeln am Nutzen von Grenzwerten für Abgase für Aufsehen gesorgt hatten. Erst später hatten Umweltmediziner auf die vielen umfangreichen Studien zu schädlichen Folgen von Luftschadstoffen hingewiesen und waren Rechenfehler in der Ärztestellungnahme bekannt geworden. Immer wieder wird auch der menschengemachte Klimawandel angezweifelt – etwa von AfD-Chef Alexander Gauland. Angesichts solcher Fälle sagte Karliczek: "Wir sollten faktenbasiert dagegenhalten und wissenschaftliche Erkenntnisprozesse und Methoden transparent machen."

Man könne nicht 100-prozentig verhindern, "dass gesellschaftliche oder politische Debatten mit zweifelhaften Daten oder Behauptungen geführt werden", so die 47-Jährige aus Nordrhein-Westfalen weiter. Wichtig sei es aber, das Vertrauen in die Wissenschaft zu stärken. "Wir müssen Wissenschaftler bestärken, sich im öffentlichen Diskurs hörbar einzubringen." Karliczek kündigte konkrete Schritte an, wie die Bundesregierung "den gesellschaftlichen Austausch zu Wissenschaftsthemen" stärken könne.

Opposition kritisiert "vorurteilsgeladene und unwissenschaftliche Aussagen" der Ministerin

Kritik an Karliczek kam aus der Opposition – insbesondere, weil die Ministerin aus Homosexuellenfeindlichkeit wissenschaftliche Studien zu LGBTI-Themen ignoriert: "Karliczeks Worte sind nichts wert, solange sie eigene Versäumnisse und Fehltritte der letzten Monate nicht aufarbeitet und glaubhaft korrigiert – wie ihre vorurteilsgeladenen und unwissenschaftlichen Aussagen zum Kindeswohl in Regenbogenfamilien", sagte der Grünen-Forschungsexperte Kai Gehring.

Der FDP-Bildungspolitiker Jens Brandenburg ergänzte: "Frau Karliczek sollte sich an die eigene Nase fassen und jahrzehntelange Forschung zum Kindeswohl in Regenbogenfamilien nicht länger leugnen." Der Sprecher für LGBTI-Politik in der liberalen Bundestagfraktion erklärte weiter, die Wissenschaftsministerin sei mit ihrer neuen Initiative nur glaubwürdig, "wenn sie persönlich Besserung gelobt".

Karliczek hatte im Herbst in einem TV-Interview Zweifel am Wohlergehen von Kindern in Regenbogenfamilien geäußert. Die Christdemokratin forderte dazu eine Langzeitstudie, obwohl dutzende Untersuchungen zu dem einhelligen Ergebnis kommen, dass es Kindern in Regenbogenfamilien genau so gut geht wie in traditionellen Familien. Die Äußerungen der Ministerin machte sie zum Liebling von rechten Homohassern von der "Demo für alle" bis zur AfD (queer.de berichtete). (dpa/dk)



#1 AlbrechtAnonym
#2 JadugharProfil
  • 05.03.2019, 18:04hHamburg
  • Gerade in der Wissenschaft ist die Skepsis eine wissenschaftliche Methode, um Erkenntnisse zugunsten besserer Erkenntnisse zu gewinnen, um Fehler zu minimieren. Alles wird stets hinterfragt! So ist es durchaus sehr fraglich, ob es Treibhausgase wirklich gibt und folglich ein anthropogener Klimawandel. So müssen alle (Hypo)Thesen einer ständigen kritischen Überprüfung standhalten und mögliche Verfahrensfehler durch diskutiert werden, ggf. müssen auch die Meßmethoden verbessert werden.
    Bezüglich der Hypothese der Treibhausgase gibt es genügend Experimente, wo sich herausstellt, daß alle Gase den Gesetzen der Thermodynamik gehorchen, als auch der kinetischen Gastheorie und sich wie plancksche Strahler verhalten, was der Treibhausgashypothese widerspricht, welche auf fragliche und somit diskussionswürdige Computermodelle basieren. Ein Treibhauseffekt konnte bei CO2 und CH4 experimentell nicht nachgewiesen werden! Die Erwärmung der Gase hängt allein von der Dichte ab. Auch vorhandene Theorien, wie Thermodynamik, kinetische Gastheorie werden stets immer wieder überprüft und ggf. erweitert. Alles Andere nennt man Dogmatismus, was in der Wissenschaft tunlichst vermieden werden muß. Dieses wissenschaftliche Arbeiten kann diese Dame den Wissenschaftlern nicht untersagen, wenn hierbei Ergebnisse basierend auf Fakten zustande kommen, die ihr nicht gefallen, wenn hierdurch Glaubensvorstellung beschädigt werden!
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#3 stephan
  • 05.03.2019, 18:24h
  • Wenn es nicht so traurig wäre, könnte man sich über diese Dame echt amüsieren: Werte Bundesbildungsministerin, Fakten, immer nur Fakten? Was sind denn schon wissenschaftliche Fakten gegen das Bauchgefühl eine Hotelfachfrau? Wir haben gerade verstanden, dass man Gutachten einfach beiseite läßt, wenn sie das persönliche Bauchgefühl bestätigen und jetzt wollen Sie plötzlich auf wissenschaftlich machen? ... Manche wären - ganz unwissenschaftlich - besser beim Bettenmachen im Hotel geblieben!
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#4 easykeyProfil
  • 05.03.2019, 18:41hLudwigsburg
  • Die werte Dame ist Katholikin, da hat Realitätsferne und eine gewisse Abneigung gegen wissenschaftliche Erkenntnisse Tradition. Über was sie mit dieser Aktion hinwegtäuschen will bleibt zu beobachten.
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#5 DeshalbAnonym
  • 05.03.2019, 19:22h
  • Antwort auf #4 von easykey
  • Sie möchte darüber hinwegtäuschen, dass ihr unterstellt wird, von den Unis und von anderen Bildungseinrichtungen keine Ahnung zu haben. Das haben schon so manche kritisiert und gleichzeitig geäußert, dass sie in ihrem Amt "fremdelt." :-)

    Und nun möchte sie mit ihrem Wissenschaftsgefasel und dem "Hinterfragen" den Eindruck erwecken, dass sie "es voll drauf hat" in ihrem Amt.

    Ich finde, diese Kritiken treffen zu. Sie hat tatsächlich keine Ahnung bezüglich ganzheitlicher Bildung. Und Forschung: tja, das ist bei ihr mit dem christlichen Nebel umgeben - da fehlt ihr dann der Durchblick.

    Das Thema Gender wird auf deren Homepage übrigens auch nur in Verbindung mit Forschung über Krankheiten und Therapien erwähnt(!) Man lese und staune!!
    Kein einziges Wort über Inklusion oder Stärkung der LSBTTIQ. Dagegen klare Position für Flüchtlinge, die integriert werden sollen. Immerhin etwas, aber viel zu wenig.

    Ich warte übrigens auf eine Antwort auf meine Nachricht. Bin ja mal gespannt, ob sie überhaupt beantwortet wird.
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#6 DeshalbAnonym
#7 stephan
  • 05.03.2019, 19:55h
  • Antwort auf #5 von Deshalb
  • "Ich warte übrigens auf eine Antwort auf meine Nachricht. Bin ja mal gespannt, ob sie überhaupt beantwortet wird."

    Ich tippe mal darauf, dass Du Textbausteine vom Praktikanten bekommst! ...

    Die feine BWL-Hotelfachfrau lässt sich sicherlich nur ungern damit konfrontieren, dass sie wissenschaftliche Expertise nur dort anerkennt, wo ihr Bauchgefühl bestätigt wird ... und ein Praktikant muss sie da dann irgendwie heraus schwafeln und ihre Überforderung kaschieren!
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#8 Ith__Ehemaliges Profil
  • 05.03.2019, 22:07h
  • Man sollte als ewig meckernder Bürger auch einfach mal verstehen und akzeptieren, dass unwichtige Randposten nunmal aus Gefälligkeit besetzt werden und nicht nach Kompetenz.

    Man ey. Nix kann man ihnen recht machen, diesen Wählern.
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#9 Klaus LeberhartingerAnonym
  • 05.03.2019, 23:43h
  • "Wir gehen einen anderen, einen eigenen Weg. Wir lassen uns von unserem christlichen Menschbild leiten. Jeder technologische Fortschritt hat sich dahinter einzureihen."

    Karliczek
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#10 GrüneAnonym
  • 06.03.2019, 00:27h
  • Antwort auf #2 von Jadughar
  • Uiii ein Klimaleugner. Ist doch immer wieder drollig, wenn sich Verschwörungstheoretiker hier im Forum einfinden, um unter allerlei "ihr Schafe, erwachet" - Rufen nebst Zuhilfename pseudowissenschaftlichen Geschwafels darzulegen, dass die Erde eine Scheibe sei, Rauchen überhaupt total unschädlich (gibt da Studien zu!), oder ein Leben in Dieselwolken an der Ausfallstraße die reinste Wonne für die Lunge (gibt da auch ne Studie!)

    Sehr verehrter Mitforist, offensichtlich haben Sie sich Bullshit aus einschlägigen Webseiten zusammengesammelt und nicht die geringste echte Ahnung vom Thema. Wie sehr ulkig verräterische Sätze wie dieser beweisen: "Die Erwärmung der Gase hängt allein von der Dichte ab." (Joah nöh, nur geht's bei Erderwärmung halt nicht drum, ob sich die dran beteiligten Gase selbst erwärmen oder nicht. Täte es das, würde dieses Argument nur nebenbei auch nicht für Ihre These sprechen, doch davon ein andermal.)

    Da Sie also wie festgestellt außer pseudowissenschaftlich-schwafeligem copy&paste-Halbgarwissen keine Ahnung von der Materie haben, versuchen wir den Zugang zum Hirn doch mal auf etwas zugänglicherer Ebene: Wie erklären Sie sich denn, dass die übergroße und nahezu 100%ige Mehrheit aller ForscherInnen zum Thema nach Analyse der Daten-und Faktenlage einhellig derselben Meinung sind, was menschengemachte Klimaveränderung (oder die Schädlichkeit von Autoabgasen und Zigaretten für Lungen, oder die nicht-Scheibenförmigkeit der Erde) anbelangt?

    Also logischerweise gibt's da ja nur zwei Möglichkeiten: Entweder sind nahezu sämtliche studierten, jahrelang forschenden Fachleute zum Thema durch die Bank so blöd, auf falsche Computermodelle hereinzufallen, und überhaupt viel doofer und ungebildeter in ihrem eigenen Fachgebiet als Sie, oh weiser Meister. Lol.
    Oder aber die wissen genau, was sie tun, und haben sich in einem weltweiten lügenden Komplottkabale zusammenverschworen, wobei merkwürdigerweise vom gesetzt-konservativen deutschen C4-Prof bis zum punkigen prekären wiss. Assi in Mumbai alle eisern verschworen zusammenhalten. Lol

    Und bevor Sie jetzt irgendwas vom Pferd fantasieren von den imaginären Geldregen, die heimlich auf die Mitglieder der angeblichen globalen Klimakabbale herabregnen: Vielleicht fragen Sie sich in puncto cui bono ja mal, weshalb Ihre Thesen von Trump bis AfD politisch ausnamslos von Parteien vertreten werden, die (neben dem Eindreschen auf Frauenrechte, LGBT und Ausländer) vor allem eines eint: nämlich die stetige Bereicherung der Reichsten auf Kosten aller anderen.
    Prösterchen!
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