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"Gemeinsam ist besser"

20 Jahre Lesben im LSVD

Am 7. März 1999 entschied der Schwulenverband in Deutschland (SVD), sich für Lesben zu öffnen.


Der größte Erfolg für den LSVD war die Öffnung der Ehe für Schwule und Lesben im Jahr 2017 – jahrzehntelang hatten die Aktivistinnen und Aktivisten dafür gekämpft

Der LSVD, die größte LGBTI-Organisation des Landes, wird in seiner heutigen Form 20 Jahre alt: Am 7. März 1999 beschlossen die Mitglieder beim 11. Verbandstag in Köln mit großer Mehrheit die Erweiterung des Schwulenverbandes in Deutschland (SVD) zum Lesben- und Schwulenverband in Deutschland (LSVD).

Dies war bereits die zweite Umbenennung: Der Verband war im Februar 1990 als Schwulenverband in der DDR in Leipzig gegründet worden. Vier Monate später änderten die Mitglieder beim ersten SVD-Verbandstag in Magdeburg angesichts der nahenden Wiedervereinigung, den Namen in Schwulenverband in Deutschland.

In den Neunzigern setzte der reine Männerverband insbesondere mit der Forderung der Ehe-Öffnung Akzente. Die damals größte Konkurrenzorganisation, der Bundesverband Homosexualität (BVH), forderte damals nicht die Ehe für alle, sondern setzte sich dafür ein, Partnerschaften zwischen zwei oder mehr Menschen einfach beglaubigen zu lassen. Die Ehe sah der BVH als heterosexuelles Konstrukt an. Dieser radikale Ansatz war nicht erfolgreich: 1997 löste sich der Verband auf.


LSVD-Aktive bei einer Kundgebung im Berlin des Jahres 2012 (Bild: grueneberlin / flickr)

"Wir wollen heiraten" – gemeinsam mit den Schwulen

Der Anstoß für die Erweiterung des SVD um das Lesben-"L" war von der Fraueninitiative "Wir wollen heiraten" ausgegangen. Diese gründete sich nach einem gleichnamigen Workshop auf dem Lesbenfrühlingstreffen 1998 in Freiburg. Obwohl sich der Initiative über 300 Frauen anschlossen, fand diese bei den damaligen Lesbenorganisationen kein Gehör. Daher kontaktierten die Aktivistinnen den damaligen Vorstand des Schwulenverbandes und schlugen eine Zusammenarbeit vor. Bereits an der "Aktion Standesamt" 1992 oder der Kampagne "Traut Euch" 1996 beteiligen sich auch Lesben und Frauenpaare.

Mitte November 1998 fand ein erstes Beratungstreffen zwischen politisch aktiven Lesben aus verschiedenen Regionen und dem SVD-Vorstand statt. Die meisten anwesenden Frauen traten noch am gleichen Tag in den Verband ein. Dorothee Markert, Maria Sabine Augstein, Halina Bendkowski, Isa Schillen, Cornelia Scheel, Gerta Siller und viele andere Engagierten organisierten die erste große Eintrittswelle von Lesben in den Verband. Daraufhin wurde das SVD-Programm lesbenpolitisch erweitert.

Twitter / lsvd | Der erste Flyer des brandneuen LSVD

LSVD: Erweiterung machte Verband schlagkräftiger

"Die Erweiterung unseres Verbandes zum Lesben- und Schwulenverband war ein bedeutendes und prägendes Ereignis – für unseren Verband und für die Lesben- und Schwulenbewegung in Deutschland", erklärte der LSVD-Bundesvorstand anlässlich des Jubiläums. "Ein Blick auf die zurückliegenden Erfolge und die kommenden Herausforderungen zeigt den Gewinn an politischer Schlagkraft, der in einer Zusammenarbeit, in einem Gemeinsam liegt. Um Werte wie Freiheit, Gleichheit und Respekt muss täglich neu gerungen werden. Für uns ist dabei klar: Gemeinsam ist besser, gemeinsam ist stärker, gemeinsam ist erfolgreicher!"

In den letzten 20 Jahren hätten LGBTI-Aktivisten viel an "persönlicher und gesellschaftlicher Freiheit" erkämpft, so der Bundesvorstand weiter. "Zugleich sind Homophobie und Transfeindlichkeit aber noch nicht überwunden, sondern in Teilen der Gesellschaft weiterhin verbreitet." Homophobe und transfeindliche Stimmen seien in jüngster Zeit sogar wieder deutlich lautstärker geworden. Daher warnen die LSVD-Aktivisten: "Religiös-fundamentalistische, rechtsextreme und rechtspopulistische Kräfte kämpfen voller Hass darum, die gleichen Rechte und Entfaltungsmöglichkeiten LSBTI zu beschneiden und sie wieder aus dem öffentlichen Leben zu drängen." Daher sei die Arbeit für Gleichberechtigung weiterhin notwendig. (pm/dk)



#1 voll schwulAnonym
  • 07.03.2019, 14:15h
  • LSVD ... LSVD? Ach so! Der Verein, der mit den christlichen Hasspredigern in Berlin Kaffee trinkt und Kuchen isst, anstatt sie anzuzeigen.
  • Antworten » | Direktlink »
#2 Gerlinde24Profil
  • 07.03.2019, 23:03hBerlin
  • Geöffnet mögen sie sich haben, aber, ob dass auch Lesben im selben Maße wie Schwulen nützt, wage ich zu bezweifeln.
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#3 goddamn liberalAnonym
  • 08.03.2019, 00:15h
  • Antwort auf #2 von Gerlinde24
  • Da kann jeder seine Rechnung aufmachen, aber es bringt nichts.

    Nach dem Motto:

    Sind Frauen jetzt im Eherecht ausgeschlossen?

    Wurden Frauen in Deutschland (in Österreich war es anders) vom Par. 175 verfolgt?

    Also: Nur gemeinsam und solidarisch kann man was erreichen und der LSVD hat im Land des rosa Winkels einiges erreichen können.
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