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17 Todesopfer seit 1990
Zahl rechtsgerichteter Angriffe in Sachsen um 38 Prozent gestiegen
Der Opferhilfe-Verein RAA Sachsen zählte im vergangenen Jahr elf Attacken gegen LGBTI-Menschen – darunter auch den ungeklärten Mord an dem 27-jährigen Christopher W. in Aue.

Neonazi mit Aufnäher "Skinheads – weiss und stolz" (Bild: Marek Peters)
- 7. März 2019, 17:45h 2 Min.
Die Zahl der rechtsmotivierten und rassistischen Angriffe in Sachsen ist im vergangenen Jahr um 38 Prozent gestiegen. Es habe insgesamt 317 Fälle mit mindestens 481 Betroffenen gegeben, teilte der Opferhilfe-Verein RAA Sachsen am Donnerstag anlässlich eines Fachgesprächs in Dresden mit. Erklären lasse sich der Anstieg der Taten unter anderem durch die rechtsgerichteten Übergriffe in Chemnitz nach einem Tötungsdelikt im vergangenen Sommer.
Zu den Taten zählt RAA Sachsen auch den Mord an einem 27 Jahre alten Mann. Der schwule Christopher W. sei im April von drei Tätern aus der rechten Szene getötet worden, die ihn zuvor bereits wegen seiner Homosexualität beschimpft und attackiert hatten. W. sei damit das 17. Todesopfer rechter Gewalt in Sachsen seit 1990.
Die genauen Umstände des äußerst brutalen Mordes werden noch ermittelt. Aktuell läuft der Prozess gegen die mutmaßlichen Täter und Freunde des Opfers vor dem Landgericht Chemnitz. Ein mögliches Motiv soll auch gewesen sein, dass Christopher W. Lügen über sie verbreitet habe.
Schwerpunkte sind Chemnitz, Dresden und Leipzig
Der Auswertung zufolge gab es 2018 in Chemnitz insgesamt 79 rechtsmotivierte Angriffe, dies sei eine Vervierfachung im Vergleich zum Jahr 2017. 81 Prozent der Chemnitzer Taten ereigneten sich demnach während oder im Nachgang der Ausschreitungen im Sommer.
Weitere Schwerpunktorte rechter Angriffe blieben mit je 60 dokumentierten Fällen die Städte Dresden und Leipzig. Im Landkreis Leipzig gab es 24 Fälle und im Landkreis Nordsachsen nach einem deutlichen Anstieg 23 Fälle.
208 der Taten seien rassistisch motiviert gewesen, erklärte der RAA Sachsen. 54 Angriffe richteten sich gegen politische Gegner der Rechten, darunter in 20 Fällen gegen Journalisten. Elf Attacken habe es gegen Menschen aufgrund ihrer sexuellen Orientierung oder geschlechtlichen Identität gegeben.
Nach Straftaten unterschieden seien Körperverletzungen mit 223 Fällen die häufigsten Delikte gewesen. In 79 Fällen habe es sich um eine Nötigung oder Bedrohung gehandelt. Außerdem hätten Anhänger der rechten Szene fünf Brandstiftungen verübt, darunter auf ein Restaurant in Chemnitz. (cw/AFP)
Links zum Thema:
» Homepage des RAA Sachsen e.V.













Tja, in Berlin wird das vom Staatsschutz aufgenommen, in Sachsen muss das ein privater Verein erledigen.
Man sollte dieses als 'Freistaat' getarnte zivilisatorische Notstandsgebiet von Berlin aus verwalten.
Statt über Gender und PC zu jammern, sollte sich die Politik mal um Mord und Totschlag kümmern.