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Rede beim CSU-Fischessen

AKK erklärt "Witz"-Debatte für beendet – und haut noch mal drauf

Für CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer ist die politische Linke nicht in der Lage, die wirklichen Fragen in Deutschland zu thematisieren. "Der Spiegel" verbreitet unterdessen Verschwörungstheorien.


Die CDU-Vorsitzende Annegret Kramp-Karrenbauer sprach am Freitagbend erstmals beim politischen Fischessen der CSU in Nürnberg
  • 9. März 2019, 09:45h 46 2 Min.

Die CDU-Vorsitzende Annegret Kramp-Karrenbauer hat die Debatte über ihre diskriminierenden Karnevals-Äußerungen zur Einführung von "Toiletten für das dritte Geschlecht" für beendet erklärt. Die Diskussion habe gezeigt, dass die linke politische Seite nicht mehr in der Lage sei, die wirklichen Fragen in Deutschland zu thematisieren, sagte sie am Freitag beim politischen Fischessen im CSU-Heimatverband von CSU-Chef Markus Söder in Nürnberg.

"Glauben Sie, dass die Menschen uns gewählt haben, damit wir uns tagelang über nichts anderes unterhalten, wer welchen Witz an Karneval macht, wer welches Kostüm an Karneval trägt und wer was dazu sagt?", fragte die CDU-Chefin. "Die Menschen haben uns gewählt, damit wir uns um die Fragen kümmern, die sie umtreiben und die unsere Zukunft angehen."

Söder lobt "neue Form der Zusammenarbeit" mit AKK

Rot-grün halte sich derzeit "an allem Möglichen krampfhaft fest" und versuche, daraus eine große Debatte zu machen, so AKK weiter. Das zeige auch die Debatte darüber, ob Kinder als Indianer oder als Scheich verkleidet Karneval feiern dürfen, nachdem diese Kostüme in einer Hamburger Kita für unerwünscht erklärt worden waren.

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Bayerns Ministerpräsident und CSU-Chef Söder betonte: "Political Correctness kann man schon machen. Aber wenn man es so macht, dass man an dem, was Menschen empfinden, vorbeiredet, dann brauchen wir uns nicht zu wundern, wenn ein Teil der Bevölkerung diese Politik nicht mehr ernst nimmt." An Kramp-Karrenbauer gewandt sagte er: "Ich glaube, da ist eine neue Form der Zusammenarbeit zwischen uns beiden am Entstehen."

Der grüne Bundestagsabgeordnete Sven Lehmann warf der CDU-Vorsitzenden nach ihrem Auftritt beim CSU-Fischessen vor, "nach einem klassischen Muster des rechten Populismus" zu agieren. "Erst zündeln, dann sich über den Brandgeruch beschweren und dann alle, die 'Feuer!' rufen, als hysterisch beschimpfen", schrieb er auf Twitter.

Geschickt gesteuerter Shitstorm?

Das Nachrichtenmagazin "Der Spiegel" verbreitete unterdessen Verschwörungstheorien über die Kritik an Kramp-Karrenbauer und den Einfluss queerer Aktivisten. Im neuen Heft heißt es über die CDU-Chefin: "Ihre Leute haben dann mal dort nachgeschaut, wie der Shitstorm entstanden ist, und hatten den Eindruck, hier hätten Aktivisten eine Welle ausgelöst, die geschickt gesteuert wurde und deshalb wuchs und wuchs." (mize/dpa)

Wöchentliche Umfrage

» Kommt die Union nach AKKs LGBTI-feindlicher Rhetorik noch als Koalitionspartner infrage?
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#1 goddamn liberalAnonym
  • 09.03.2019, 11:00h
  • "Die Menschen haben uns gewählt, damit wir uns um die Fragen kümmern, die sie umtreiben und die unsere Zukunft angehen."

    Also sind Intersexuelle keine richtigen Menschen.

    Und irgendwie selbst schuld, wenn AKK aus freien Stücken peinliche Pinkel-Witze über sie reißt.

    Und wenn man sich darüber beschwert, dann ist man Teil der queeren Weltverschwörung.

    Das Land des rosa Winkels im Jahre 2019!
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#2 LorenEhemaliges Profil
  • 09.03.2019, 11:26h
  • Sie hat nach rechts gefunkt (inhaltlich und stilistisch) und dabei auch denen, die sich nicht dort verorten, en passent Einblick in ihre gesellschaftspolitischen Haltungen und ihre Persönlichkeit gegeben. Wer mit der koalieren will, wird wohl bereits im nächsten Bundestagswahlkampf Fragen beantworten müssen, sollte sich diese Frau als Spitzenkandidatin der Union inthronisieren lassen.
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#3 Patrick SAnonym
  • 09.03.2019, 11:26h
  • Antwort auf #1 von goddamn liberal
  • Da muss ich dir leider in allen Punkten zustimmen. Armselig und traurig ist das. Und besorgniserregend, dass der Frau kein stärkerer Wind ins Gesicht bläst, als bisher. Besonders von den LGBT+ aus der Union.
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