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Rede beim CSU-Fischessen

AKK erklärt "Witz"-Debatte für beendet – und haut noch mal drauf

Für CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer ist die politische Linke nicht in der Lage, die wirklichen Fragen in Deutschland zu thematisieren. "Der Spiegel" verbreitet unterdessen Verschwörungstheorien.


Die CDU-Vorsitzende Annegret Kramp-Karrenbauer sprach am Freitagbend erstmals beim politischen Fischessen der CSU in Nürnberg

Die CDU-Vorsitzende Annegret Kramp-Karrenbauer hat die Debatte über ihre diskriminierenden Karnevals-Äußerungen zur Einführung von "Toiletten für das dritte Geschlecht" für beendet erklärt. Die Diskussion habe gezeigt, dass die linke politische Seite nicht mehr in der Lage sei, die wirklichen Fragen in Deutschland zu thematisieren, sagte sie am Freitag beim politischen Fischessen im CSU-Heimatverband von CSU-Chef Markus Söder in Nürnberg.

"Glauben Sie, dass die Menschen uns gewählt haben, damit wir uns tagelang über nichts anderes unterhalten, wer welchen Witz an Karneval macht, wer welches Kostüm an Karneval trägt und wer was dazu sagt?", fragte die CDU-Chefin. "Die Menschen haben uns gewählt, damit wir uns um die Fragen kümmern, die sie umtreiben und die unsere Zukunft angehen."

Söder lobt "neue Form der Zusammenarbeit" mit AKK

Rot-grün halte sich derzeit "an allem Möglichen krampfhaft fest" und versuche, daraus eine große Debatte zu machen, so AKK weiter. Das zeige auch die Debatte darüber, ob Kinder als Indianer oder als Scheich verkleidet Karneval feiern dürfen, nachdem diese Kostüme in einer Hamburger Kita für unerwünscht erklärt worden waren.

Twitter / heuteshow | Kommentar der "ZDF heute show" zum "Scherz" von AKK

Bayerns Ministerpräsident und CSU-Chef Söder betonte: "Political Correctness kann man schon machen. Aber wenn man es so macht, dass man an dem, was Menschen empfinden, vorbeiredet, dann brauchen wir uns nicht zu wundern, wenn ein Teil der Bevölkerung diese Politik nicht mehr ernst nimmt." An Kramp-Karrenbauer gewandt sagte er: "Ich glaube, da ist eine neue Form der Zusammenarbeit zwischen uns beiden am Entstehen."

Der grüne Bundestagsabgeordnete Sven Lehmann warf der CDU-Vorsitzenden nach ihrem Auftritt beim CSU-Fischessen vor, "nach einem klassischen Muster des rechten Populismus" zu agieren. "Erst zündeln, dann sich über den Brandgeruch beschweren und dann alle, die 'Feuer!' rufen, als hysterisch beschimpfen", schrieb er auf Twitter.

Geschickt gesteuerter Shitstorm?

Das Nachrichtenmagazin "Der Spiegel" verbreitete unterdessen Verschwörungstheorien über die Kritik an Kramp-Karrenbauer und den Einfluss queerer Aktivisten. Im neuen Heft heißt es über die CDU-Chefin: "Ihre Leute haben dann mal dort nachgeschaut, wie der Shitstorm entstanden ist, und hatten den Eindruck, hier hätten Aktivisten eine Welle ausgelöst, die geschickt gesteuert wurde und deshalb wuchs und wuchs." (mize/dpa)

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#1 goddamn liberalAnonym
  • 09.03.2019, 11:00h
  • "Die Menschen haben uns gewählt, damit wir uns um die Fragen kümmern, die sie umtreiben und die unsere Zukunft angehen."

    Also sind Intersexuelle keine richtigen Menschen.

    Und irgendwie selbst schuld, wenn AKK aus freien Stücken peinliche Pinkel-Witze über sie reißt.

    Und wenn man sich darüber beschwert, dann ist man Teil der queeren Weltverschwörung.

    Das Land des rosa Winkels im Jahre 2019!
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#2 LorenProfil
  • 09.03.2019, 11:26hGreifswald
  • Sie hat nach rechts gefunkt (inhaltlich und stilistisch) und dabei auch denen, die sich nicht dort verorten, en passent Einblick in ihre gesellschaftspolitischen Haltungen und ihre Persönlichkeit gegeben. Wer mit der koalieren will, wird wohl bereits im nächsten Bundestagswahlkampf Fragen beantworten müssen, sollte sich diese Frau als Spitzenkandidatin der Union inthronisieren lassen.
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#3 Patrick SAnonym
#4 tchantchesProfil
  • 09.03.2019, 11:30hNaseweishausen
  • "Die Menschen haben uns gewählt, damit wir uns um die Fragen kümmern, die sie umtreiben und die unsere Zukunft angehen."

    Und warum tun sie es dann nicht?
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#5 stephan
  • 09.03.2019, 11:30h
  • Nur mäßig witzig diese AKK!? Sie hat überhaupt kein Amt in das hinein sie die Menschen in Deutschland gewählt hätten, sie ist bloß CDU-Vorsitzende. Wen aber sich diese Truppe zur Vorsitzenden wählt, ist nicht meine Angelegenheit - Kanzlertauglich ist diese Figur jedoch in keiner Beziehung! Dass sie aber vorschreiben will, wann eine (ihr unliebsame) Debatte beendet ist, zeigt die widerliche Überheblichkeit dieser unmöglichen Person. Menschen beleidigen und dann die Debatte für beendet erklären, zeugt nicht gerade von der Größe einer Person! Und natürlich: Sie hat immer noch nicht verstanden, was sie gesagt Haltung wie es bei den Menschen - insbesondere den Betroffenen - angekommen ist. (Was Empathie und Verstehen angeht, ist AKK - nach meiner Einschätzung - eben eine ganz durchschnittliche Juristin!)
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#6 25reftrwefedAnonym
  • 09.03.2019, 12:03h
  • Die Frau hat sich wiederholt absichtlich gruppenbezogen menschenfeindlich geäußert. Die Wirkung ihrer Aussagen sind ihr dabei voll bewusst.

    Queerphobie ist der Markenkern von Annegret Kramp-Karrenbauer. Mit gezielter Verächtlichmachung queerer Minderheiten will sie rechtskonservative Wähler mobilisieren. Sie fischt damit am rechten Rand.

    Sie hat auf üble Weise verächtlich über intergeschlechtliche Menschen öffentlich geredet. Dabei hat sie den Karneval als Schutzschild missbraucht, um ihre gruppenbezogen menschenfeindliche Haltung als "Witz" zu tarnen, um anschließend gegenüber Kritik auf das Schutzschild "Karneval - da müssen Witze erlaubt sein" zu verweisen. Das war jedoch alles andere als witzig.

    Sie hat Homosexualität mit Inzest verglichen und tut es immer noch. Anstatt Aufforderungen zu folgen sich zu entschuldigen, bekräftigt sie ihre verächtlichmachende Haltung und verteidigt ihren Vergleich.

    Aufforderungen sich zu entschuldigen, wenn sie gruppenbezogen menschenfeindliche Äußerungen getätigt hat, folgt sie generell nie. Stattdessen möchte sie sich mit ihrem Festhalten an gruppenbezogen menschenfeindlichen Äußerungen als Politikerin mit "stramm(konservativ)er Haltung" inszenieren. Dies tut sie ganz bewusst mit kaltem Kalkül.

    Die CDU-Vorsitzende Kramp-Karrenbauer möchte gerne Bundeskanzlerin werden.

    Dabei ist sie dem Amt nicht würdig.

    Allein schon die Tatsache, dass sie sich weigert sich für ihre offensichtlich gruppenbezogen menschenfeindlichen und verletztenden Äußerungen zu entschuldigen disqualifiziert sie für das mächtigste Amt.
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#7 Gerlinde24Profil
  • 09.03.2019, 12:08hBerlin
  • Als ich das Neueste von AKK hörte, musste ich an das Zitat eines französischen Schriftstellers denken, der sagte: "In dem wir laut die Schuld der anderen verkünden, entlasten wir uns selbst, von unseren größeren Sünden".
    Warum wohl, musste ich dabei gerade an diesen Spruch denken?
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#8 SoSoAnonym
  • 09.03.2019, 12:20h
  • Antwort auf #6 von 25reftrwefed
  • "Allein schon die Tatsache, dass sie sich weigert sich für ihre offensichtlich gruppenbezogen menschenfeindlichen und verletztenden Äußerungen zu entschuldigen disqualifiziert sie für das mächtigste Amt."

    Absolut richtig.
    Völlig disqualifiziert diese Person.

    Die Frage wird sein, wer wird bereit sein diese Person nach Merkels absehbaren Abgang zur Kanzlerin zu wählen?
    Dass CDU/CSU sie als Kandidatin aufstellen werden, ist so gut wie sicher.
    Fragt sich nur ob die Grünen oder sogar wieder die SPD die Chuzpe besitzen, dieser Frau auch nur eine Stimme im Parlament zu geben oder ob sich AKK direkt von der AfD wählen lassen muss.
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#9 lucdfProfil
  • 09.03.2019, 13:24hköln
  • Die Debatte ist beendet? Klar , aber die Debatte geht auch ohne sie, denn so viel Neues hat sie nicht auf Lager, oder bringt AKK neue Überlegungen und neue Perspektiven? Kaum! Alles verbraucht und abgestanden.
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#10 JanekAnonym
  • 09.03.2019, 13:29h
  • 1. Wann eine Debatte beendet ist oder nicht, entscheidet nicht Frau Kramp-Karrenbauer. Wir sind doch hier nicht in der DDR. Die totalitären Anwandlungen von Frau Kramp-Karrenbauer nehmen ja immer absurdere Züge an.

    2.
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    "Die Menschen haben uns gewählt, damit wir uns um die Fragen kümmern, die sie umtreiben und die unsere Zukunft angehen."
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    Prima, und warum macht sie das dann nicht, sondern vergeudet ihre Zeit mit irgendwelche beleidigenden Reden?
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