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Kommentare zu:
USA: PrEP-Nutzung unter Schwulen hat sich binnen drei Jahren versechsfacht


#1 SchlüssigAnonym
  • 11.03.2019, 14:03h
  • Zur Zeit ist PrEP einfach die vielversprechendste Möglichkeit die HIV Neuinfektionen bei MSM herunter zu bekommen.
    In Verbindung mit engmaschigen Untersuchungen und rascher Therapie im Falle eines positiven Befundes könnte der Viruspool stark ausgedünnt werden.
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#2 Ketzer
  • 11.03.2019, 14:18h
  • Antwort auf #1 von Schlüssig
  • Und dennoch kommt die so großspurig angekündigte PrEP auf Krankenkasse nach wie vor nicht voran. So können sich gerade arme Menschen die Kosten für Medikament und regelmäßige Untersuchungen immer noch nicht leisten.

    Auch epidemiologisch betrachtet, absolut kontraproduktiv. Sozial betrachtet, sowieso.
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#3 SchlüssigAnonym
  • 11.03.2019, 14:25h
  • Antwort auf #2 von Ketzer
  • Leider absolut wahr.
    Zumindest in Deutschland.
    Aber das ist nicht der PrEP bzw. den Befürwortern derselben anzulasten sondern unseren "fähigen" Politikern und Krankenkassenmanagern, die ähnlich wie auch einige hier im Forum, immer noch auf dem "kostenlosen" Kondom als ausreichende Präventionsmaßnahme herumreiten.
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#4 andreAnonym
  • 11.03.2019, 14:33h
  • Man merkts. 100% privaten Pornofilmchen oder Amateurvideos, die ins Netz gestellt werden, sind Bareback. Da ich, nur diese Filmchen, gelegentlich schaue, fällt das schon auf. Gerne aber, wenns Spaß macht.
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#5 wissenswertAnonym
  • 11.03.2019, 14:42h
  • Warum noch mal sollte die PrEP als allgemeine Kassenleistung eingeführt werden? Also auch für sämtliche Leute, die genausogut Kondome verwenden könnten?
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#6 SchlüssigAnonym
  • 11.03.2019, 15:04h
  • Antwort auf #5 von wissenswert
  • Und wieder die gleiche blödsinnige Argumentation.
    Wenn die PrEP als Kassenleistung eingeführt ist, heißt das ja nicht, dass auch Leute, die Kondome nutzen können und möchten die PrEP verschrieben bekommen.
    Die PrEP richtet sich an die Menschen, die Kondome eben NICHT als hinreichend, entweder für ihr eigenes Sicherheitsbedürfnis oder ihr sexuelles Erleben betrachten.
    Die Verweigerung einer Kassenleistung für diese Zielgruppe führt zu keiner Kostenersparnis sondern zu der Steigerung von teuren Neuinfektionen,
    da sich viele der obengenannten Menschen statistisch auch ohne PrEP bareback betätigen werden.
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#7 Ketzer
#8 wissenswertAnonym
  • 11.03.2019, 15:30h
  • Antwort auf #6 von Schlüssig
  • "Die PrEP richtet sich an die Menschen, die Kondome eben NICHT als hinreichend, entweder für ihr eigenes Sicherheitsbedürfnis oder ihr sexuelles Erleben betrachten."

    In der Konsequenz hieße das doch aber genau das, was ich schrieb: Jeder, der will, könnte dann auf Kassenkosten die PrEP bekommen.
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#9 SchlüssigAnonym
  • 11.03.2019, 15:49h
  • Antwort auf #8 von wissenswert
  • Wenn er einer Risikogruppe, in den meisten Fällen MSM, angehört und sich den mit der Rezeptpflicht verbundenen regelmäßigen Untersuchungen beim Arzt unterzieht.
    Ja, und wo ist jetzt für Dich, denn so scheint mir Dein Einwand gemeint, der Nachteil?
    Oder das Problem?
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#10 na dann aber auchAnonym
#11 wissenswertAnonym
  • 11.03.2019, 16:45h
  • Antwort auf #9 von Schlüssig
  • Im Prinzip, also auf rein rational-ökonomischer Ebene, ist die Argumentation in deinem Beitrag #6 für mich durchaus schlüssig: Es ist tatsächlich immer noch besser, bei Hochrisikogruppen durch die PrEP eine Risikominimierung zu erreichen, als hinterher für teure Folgekosten aufzukommen.

    Trotzdem habe ich persönlich da (leichte) Bauchschmerzen: Denn ich sehe halt die Gefahr, dass man mit PrEP auf Kassenkosten (auch) dienigen "pampert", die auf deutsch gesagt schlicht keinen Bock haben, sich verantwortlich zu verhalten und Kondome zu benutzen. (Ja, das ist eine moralische Argumentation. Und ja, ich finde es legitim, auch persönliche Moralvorstellungen bei seiner Meinungsbildung in Betracht zu ziehen.)

    Wie gesagt ist das aber meine subjektive Ansicht. Ein "Problem" hätte ich, eben aufgrund auch deiner Argumentation, mit PrEP als Kassenleistung nicht. (Ebensowenig, wie ich ein "Problem" damit habe, dass Leute beispielsweise nach Ski- oder Motorradunfällen auf Kassenkosten behandelt werden.)
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#12 MurmeltierAnonym
#13 Rosa SoliAnonym
  • 11.03.2019, 17:46h
  • Antwort auf #11 von wissenswert
  • Ich finde nicht, dass Leute, die sich mit der PrEP vor einer Infektion schützen, verantwortungslos handeln. Ganz im Gegenteil! Durch die Einnahme des Medikaments machen sie doch deutlich, dass sie sich schützen wollen - nur eben mit einem anderen Mittel: Pille statt Kondom.

    Verantwortungslos wäre es nach Deiner Denke, wenn die Leute überhaupt nichts zum Schutz tun würden.

    Die Forschung hat noch weitere medizinische Präventionsmittel in der Pipeline, die allesamt in den nächsten Jahren auf den Markt kommen werden: Ein Vaginalring für Frauen, ein Anal-Gel für schwule Männer, eine Depotspritze.

    Wie lange wollen wir eigentlich noch diese irrsinnige Diskussion führen, dass die Nutzer*innen solcher med. Mittel verantwortungslos sind? Die Welt dreht sich weiter, die Forschung schreitet voran und entwickelt neue Möglichkeiten. Was ist daran schlimm?

    Mir kommt das so vor, als würde man computergesteuerte Insulin-Pumpen für Diabetiker verurteilen, weil die dann alle noch ein Stück Torte mehr fressen können.
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#14 wissenswertAnonym
  • 11.03.2019, 18:07h
  • Antwort auf #13 von Rosa Soli
  • Du hast mich offenbar falsch verstanden.

    Ich finde grade nicht, dass die Nutzer der PrEP verantwortungslos handeln.

    Ich finde aber durchaus, dass durch PrEP als Kassenleistung denjenigen Vorschub geleistet wird, die sich mit verantwortungsvollem Handeln - sprich: dem Benutzen von Kondomen - bislang schwertun. Denn die hätten ja dann eine bequeme Alternative zum als lästig empfundenen Kondomgebrauch: nämlich besagte PrEP, finanziert von der Solidargemeinschaft.

    Nur um diesen Punkt geht es mir. Lies dazu am besten meinen Beitrag #11 noch mal durch.
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#15 SchlüssigAnonym
  • 11.03.2019, 19:39h
  • Antwort auf #14 von wissenswert
  • Du verrennst Dich da.
    Deine Argumentation ist nicht schlüssig.

    In Deiner Bemerkung:
    "dass durch PrEP als Kassenleistung denjenigen Vorschub geleistet wird, die sich mit verantwortungsvollem Handeln - sprich: dem Benutzen von Kondomen - bislang schwertun."

    postulierst Du, dass diejenigen die sich mit dem Kondom aus diversen Gründen schwertun, nun Dank der PrEP als Kassenleistung sich noch mehr als bisher bemüßigt fühlen, sich damit schwerzutun.
    Ergo: Sie wechseln vom Nichtgebrauch, bzw vom sporadischen Gebrauch des Kondoms zur PrEP.
    Das wäre alles Andere als verantwortungslos.
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#16 TheDadProfil
#17 Rosa SoliAnonym
  • 11.03.2019, 23:29h
  • Antwort auf #14 von wissenswert
  • Ich habe Deinen Beitrag sehr wohl gelesen.
    Du meinst, dass eine kassenfinanzierte PrEP verantwortungsloses Verhalten befördert, weil die Leute dann PrEP statt Kondom wählen, obwohl sie den Schutz auch mit dem Gummi gewährleisten könnten.

    Wenn aber die PrEP kein verantwortungsloses Verhalten ist, weil die Leute sich schließlich mit ihr schützen, wie kann dann diese Kassenleistung unverantwortliches Sexualverhalten befördern? PrEP-Nutzung ist nicht verantwortungslos. Das ist sichere HIV-Prophylaxe nur mit einem anderen Mittel.

    Ich glaube, dass man das vlt. mit den Möglichkeiten der Schwangerschaftsverhütung vergleichen kann. Einige Frauen nehmen dafür die Pille, andere die Spirale, wieder andere ein Hormonpflaster und manche nehmen nix davon, sondern sorgen dafür, dass ihr Typ ein Kondom benutzt.

    So werden wir in wenigen Jahren ebenfalls mehrere
    Möglichkeiten der medizinischen Prophylaxe zum Schutz vor einer HIV-Infektion haben und die Leute werden wählen, was für sie am besten passt bzw. infrage kommt. Das ist doch gut! Je mehr Schutzmöglichkeiten es gibt, desto besser.
    Den Frauen wirft heute übrigens kein Mensch mehr vor, dass sie nur deshalb die Pille nehmen, um wild umhervögeln zu können ohne die Konsequenz einer Schwangerschaft fürchten zu müssen. Als Anfang der 1960er Jahre die Pille auf den Markt kam, hat es genau solche Vorwürfe gegeben. Der Tenor damals lautete: Sodom und Gomorra wird in bundesdeutsche Schlafzimmer Einzug halten! Geschlechtskrankheiten werden epidemisch, der Ehebruch wird befördert etc.pp. Nichts davon hat sich jemals bewahrheitet und war nur ein Sturm im Wasserglas. In der Wissenschaft hat man dafür den Terminus der "sexuellen Moralpaniken" entwickelt, die stets nach einem bestimmten Muster ablaufen:
    Man sieht die schlimmsten Befürchtungen für die Zukunft, die Moral und Sitte bedrohen. Der Blick erfolgt meist aus einer elitären Haltung. Betroffen oder bedroht sind immer die anderen, für sich selbst sieht man keine Gefahr. Ins Zentrum rücken die vermeintlich Schwachen, also schutzbedürftige Personengruppen: die Frauen, die Jugend oder in früheren Zeiten das Proletariat. Mit der Realität haben solche Paniken aber nicht viel zu tun.

    Mag sein, dass am Ende einige tausend Männer die PrEP für sich nutzen. Vielleicht werden es mal bundesweit 20.000 sein. Aber das bedeutet doch auch, dass der allergrößte Teil auf die bewährte und unkomplizierte Methode des Kondomsgebrauchs zurückgreift. Vor die Wahl gestellt, ob man einfach das Kondom nutzt, das keinerlei Risiken bzgl. möglicher Nebenwirkungen hat oder eine Tablette schluckt und sich damit Chemie einwirft, werden sich die meisten Schwulen für das Kondom entscheiden. Vom Aufwand mit den ganzen regelmäßigen Medizinchecks beim Arzt usw. will ich erst gar nicht reden.

    Ich sehe das relativ locker. Wenn das für Männer eine gute Möglichkeit ist, sich vor einer Infektion mit HIV zu schützen, dann sei ihnen das sehr gegönnt. Wenn sie es mit der PrEP hinbekommen, dann kann ich nur sagen, dass ich das klasse finde. Ich für mich habe entschieden, beim Kondom zu bleiben. Das klappt bei mir ganz gut, es ist einfach in der Anwendung, ich muss dafür nicht alle drei Monate zum Arzt, und ich habe auch einfach keinen Bock darauf, mir regelmäßig Chemie einzuwerfen. Es gibt also durchaus Gründe, sich für oder gegen die PrEP zu entscheinden, aber das sind für mich keine moralischen Abwägungen, sondern ganz praktische Fragen.
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#18 Seidenprinz123Anonym
  • 12.03.2019, 15:40h
  • Ich bin beim Thema Prep aus einem ganz anderen Aspekt ziemlich zwiegespalten:

    Prep-Nutzer sollten sich darüber im Klaren sein, dass ich ihnen (wahrscheinlich unbewusst) eine Menge potenzieller Typen entgehen.
    Warum? Weil es nicht gerade wenige Typen gibt, für die eine Prep-Nutzung anstelle des Kondoms (ich spreche nicht von Bareback!) ein Ausschlusskritierum ist.

    Weshalb? Jemand, der ab und an mal ein Sexdate hat, wird sich wohl kaum fortlaufend/regelmäßig ein Medikament einwerfen, sondern dann eher ein Kondom nutzen. Prep ist ja in erster Linie für diejenigen interessant, die häufig wechselnde Sexpartner haben.

    Und ich kenne so einige (mich eingeschlossen), die es ziemlich abturnend finden, wenn sie mit einem Typen zu tun haben, von dem man annehmen kann, dass gefühlt die halbe Stadt sein Teil schon mal reingesteckt hat. Nur einer von vielen zu sein, weil es derjenige ja eh ständig mit jemand anderem treibt. Das ist halt die Annahme.

    Man mag so eine Einstellung für engstirnig, borniert, verklemmt oder sonstwas halten, aber einige Typen haben nunmal diese Einstellung gegenüber Prep-Nutzern. Das mag vielleicht in der klassichen "Szene" (ich mag den Begriff selbst nicht) anders gesehen werden.
    Aber vergesst mal nicht, dass ein Großteil der Schwulen mit der Szene nichts zu tun hat. Und das sind nicht alles irgendwelche Klemmschwestern mit Doppelleben. Sondern die sind wie ich geoutet, leben offen, aber haben trotzdem nie (so wie ich) oder zumindest höchst selten eine Gaybar, den CSD, eine Sauna oder sonstigen Gay-Lokalitäten aufgesucht. Einfach, weil sie damit nichts anfangen können.

    Von daher (zusammenfassend): So sinnvoll die Prep auch sein mag, aber als Prep-Nutzer outet ihr euch automatisch auch als jemand, der anscheinend häufig Sex hat, was wiederum so manchen davon abhalten mag, einen Prep-Nutzer überhaupt erst als Date in Betracht zu ziehen. Und ich rede von Sexdates!
    Beziehung ist nochmal ein ganz anderes Thema.
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#19 Ketzer
  • 12.03.2019, 15:57h
  • Antwort auf #18 von Seidenprinz123
  • Huuuh! Das Schreckgespenst des "häufigen Sex"...

    Die Mär: häufiger Sex ist böse; nur züchtiger, möglichst seltener Sex und möglichst auch nur innerhalb einer Beziehung ist gut.

    Gute alte Biblische Tradition, die Sexualität der Menschen möglichst "einhegen", bändigen, kontrollieren zu wollen. Ihnen bloß nichts durchgehen zu lassen, schon gar keine sexuelle Freiheit.

    Eine hervorragende Abhandlung zu diesem Thema bietet der Blogartikel "Vom Sodomiten zur PrEP-Schlampe: Wanderwege der Sexfeindlichkeit" des Bloggers fink.

    FALLS man sich überhaupt ERNSTHAFT damit beschäftigen will, was natürlich die wenigsten "moralisch vorgeprägten" Menschen überhaupt wollen. Es lebt sich ja SO viel besser hinter dem erhobenen moralischen Zeigefinger, gell?

    derzaunfink.wordpress.com/2018/05/18/vom-sodomiten-zur-prep-
    schlampe/
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#20 SchlüssigAnonym
  • 12.03.2019, 15:57h
  • Antwort auf #18 von Seidenprinz123
  • Diese Diskussion ist wirklich an Absurdität nicht mehr zu überbieten.
    PrEP Nutzer haben ständig Sex aber weniger Chancen Sex zu bekommen ausser in perversen Gruppemrammeleien, weil sie ja sonst keiner mehr will.
    PrEP Nutzer können keinen Sex mehr mit Kondomnutzern haben.
    Und das alles unter der unsinnigen Prämisse, dass ich als PrEP Nutzer jedem meine Safer Sex Strategie auf die Nase binden muss.

    Also irgendwie habe ich das Gefühl hier im falschen Film zu sein
    Man versucht sich wissenschaftlich mit der Sache auseinanderzusetzen und liest entweder Beiträge auf Kindergartenniveau, moralinsaures Geschwätz oder Panikmache voller Fehlinformationen. Da verliert man die Lust sich als Fachmann*frau an einer solchen Diskussion zu beteiligen.
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#21 Ketzer
  • 12.03.2019, 16:27h
  • Antwort auf #20 von Schlüssig
  • Meine hundertprozentige Zustimmung.

    Bist Du vielleicht noch nicht so lange dabei? Das läuft hier zu diesem Thema schon seit Jahren so. Deshalb hab' ich auch wenig Bock, wieder und wieder und wieder auf all das einzugehen, was Du so wunderbar richtig als "entweder Beiträge auf Kindergartenniveau, moralinsaures Geschwätz oder Panikmache voller Fehlinformationen" bezeichnest.

    Jedenfalls willkommen im Club.

    Aber man muss ja auch nicht jeden Troll füttern, bis der pappsatt ist. Der freut sich bloß, dass er die ernsthaft am Thema arbeitenden Leute ordentlich auf Trab gehalten und gehörig genervt hat.
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#22 PanikorchesterAnonym
  • 12.03.2019, 16:30h
  • Antwort auf #18 von Seidenprinz123
  • "Man mag so eine Einstellung für engstirnig, borniert, verklemmt oder sonstwas halten"

    Ja, das mag man...

    Meiner bescheidenen Meinung nach sollte jemand, der es - aus welchen armseligen Gründen auch immer - nötig hat, slut-shaming zu betreiben, sich nicht dazu aufschwingen, anderen zu erklären, welche Probleme die angeblich hätten.

    Aber zugegeben, es hätte jetzt auch mein ganzes Weltbild erschüttert, wenn ein einziges Mal eine PrEP-Diskussion ohne Moralaposteltum ausgekommen wäre.
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#23 Rosa SoliAnonym
#24 FeuchtbiotopAnonym
  • 12.03.2019, 17:09h
  • Antwort auf #22 von Panikorchester
  • Da mach ich mir mittlerweile auch keinerlei Hoffnung mehr.
    Ich bin ein Befürworter der "Ehe für Alle" und finde schöne und lange Beziehungen für mich erstrebenswert aber diese Sexfeindlichkeit, dieses heteronormative Treue- und Enthaltsamkeitsgeseihe gepaart oder alleine mit dieser absolut unangebrachten Kondomverherrlichung kotzt einen nur noch an.
    Jetzt mal Butter bei die Fische.

    Kondome benutzen schwule Männer in signifikantem Umfang erst seit dem Aufkommen von AIDS/ HIV.
    Aus gutem Grund, aber bestimmt nicht weil es so viel Spaß gemacht hat.
    Nein aus purer Angst. Wir wollten nichr sterben!!!!
    Dass es heute eine Möglichkeitkeit gibt, Safer Sex zu praktizieren ohne auf ein Gummi zurückgreifen zu müssen, und dass diese Möglichkeiten genutzt werden ist nichts, aber auch gar nichts Verwerfliches, Perverses oder sonstwie moralisch zu Beanstandendes.
    Es ist das Natürlichste auf der Welt, dass Menschen beim Sex echten Körperkontakt suchen.
    Es gibt abseits von Verantwortungslosigkeit und Bequemlichkeit zahlreiche Gründe ein Kondom als störend zu betrachten.
    Ich wundere mich hier immer wieder, dass diese ständigen Komdomprediger scheinbar überhaupt kein imtimes Interesse oder Faible für den Körper und damit eben auch für die Körperflüssigkeiten des Sexpartners zu haben scheinen.
    Habe ich aber...bin ich jetzt unten durch?
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#25 SchlüssigAnonym
  • 12.03.2019, 17:33h
  • Antwort auf #21 von Ketzer
  • Ich muss zugeben, ich bin schon ziemlich lange dabei und habe diese Diskussion schon in unzähligen Threads mir immer und immer wieder angetan, auch weil ich aus fachlichen Gründen nicht umhin kann, hier zu versuchen Vorurteile zu widerlegen und vielleicht mit Hilfe der PrEP endlich auch in Deutschland wieder sinkende Neuinfektionen statuieren zu können.
    Aber so langsam bekomme ich einen dicken Hals.
    Ist es Missgunst, Doofheit, religiöse oder sonstige gesellschaftliche Verbrämung, die zu diesen wenig konstruktiven Beiträgen führt oder sind diese Leute wirklich einfach nur Trolle?
    Ich danke Dir jedenfalls sehr für Deine Zustimmung.
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#26 TheDadProfil
  • 12.03.2019, 23:21hHannover
  • Antwort auf #18 von Seidenprinz123
  • ""Und ich kenne so einige (mich eingeschlossen), die es ziemlich abturnend finden, wenn sie mit einem Typen zu tun haben, von dem man annehmen kann, dass gefühlt die halbe Stadt sein Teil schon mal reingesteckt hat.""..

    Unterschwellig transportierte Mythen, wie die hier versteckte, eine PrEP würden nur Passive nutzen sind der Sache nicht dienlich..

    Es ehrt Dich ja bei Deinen Eskapaden ein Kondom zu nutzen..
    Aber weder die Großverbraucher-Packung noch die PrEP sagen wirklich etwas über die Häufigkeit "wechselnder Kontakte" aus..
    Es soll ja auch Menschen geben die regelmäßig mit den gleichen Partnern fremd gehen..

    Bei Licht besehen ist es mir z.B. auch völlig egal wer mit wem wie oft vögelt, denn ob nun Kondom oder PrEP..
    Ich habe keine "Eigentumsrechte" am Gegenüber, und die hier vorgetragene "Eifersucht"
    (iiiih, der hat ja dauernd was mit anderen)
    kann man sich auf einen Zettel schreiben, und an den Spiegel kleben, dort hat es den richtigen Platz..
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#27 TheDadProfil
  • 12.03.2019, 23:27hHannover
  • Antwort auf #24 von Feuchtbiotop
  • ""Ich bin ein Befürworter der "Ehe für Alle" und finde schöne und lange Beziehungen für mich erstrebenswert""..

    "Beziehungen"..
    Mehrzahl..

    Serielle Monogamie ist immer noch Seriell..

    Merkst Du eigentlich nicht wie sich der Satz in sich selbst widerspricht ?

    ""Kondome benutzen Schwule Männer""..

    Alles darauf folgende unterschreibe ich Dir ausdrücklich..
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#28 HasiAnonym
  • 12.03.2019, 23:30h
  • Mich würde ja interessieren, ob PreP in NRW beihilfefähig ist.

    Aber in der Beihilfe-VO finde ich nichts passendes.
  • Antworten » | Direktlink »
#29 TimothyAnonym
  • 13.03.2019, 07:07h
  • Meinetwegen soll PrEP auch Kassenleistung werden, wenn es hilft. Im Zweifelsfall wird die Solidargemeinschaft dadurch von den hohen Folgekosten einer HIV-Infektion entlastet.

    Was mir aber eher Sorgen macht, sind die steigenden Infektionsraten aller anderen sexuell übertragbaren Krankheiten, seit die PrEP im Kommen ist. Ich habe das Gefühl, es wird schnell vergessen, dass ein Kondom eben nicht nur vor HIV schützt...
  • Antworten » | Direktlink »
#30 SchlüssigAnonym
  • 13.03.2019, 11:01h
  • Antwort auf #29 von Timothy
  • Und der nächste Unsinn der immer und immer wieder durchs Dorf getrieben wird.
    Ich kann Dir als Mann vom Fach versichern, dass der Anstieg der anderen sexuell übertragbaren Krankheiten NICHT durch die Einführung der PrEP zu erklären ist.
    1.
    Ist die PrEP in D noch nicht lang genug verfügbar um den seit längerem erkennbaren Wiederaufstieg der klassischen STD's zu erklären.
    2. Die Kondomnutzung allgemein sinkt seit Jahren, möglicherweise auch durch das mittlerweile verbreitete Wissen über eine bessere Behandelbarkeit von HIV/Aids.
    3. Die Nutzung der PrEP ist Dank der Verschreibungspflicht an regelmäßige Untersuchungen, auch und gerade auf Standard STD's, gekoppelt.
    4. Das Kondom schützt im Grunde ausschliesslich bei penetrativem Anal- und Vaginalverkehr vor Geschlechtskrankheiten, egal ob HIV oder klassische STD's
    Beim Oralverkehr spielen Kondome nur eine marginale Rolle und können daher weder Tripper noch Syphilis verhindern, die im Gegensatz zu HIV eben so gut beim Oralverkehr überträgt werden können.

    Ich hoffe ich muss diese Leier nicht noch 10 mal hier verzapfen.
    Langsam kommt man sich vor, wie Sysiphos.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #29 springen »
#31 TimothyAnonym
  • 13.03.2019, 13:55h
  • Antwort auf #30 von Schlüssig
  • Da kennst du dich tatsächlich detaillierter aus als ich. Ich hab ja auch nichts gegen PrEP und wie gesagt, meinetwegen auch als Kassenleistung.

    In meiner Wahrnehmung nimmt das Thema PrEP beim Thema Sexualgesundheit aber momentan überproportional viel Raum ein und die Aufklärung über andere Krankheiten als HIV kommt dabei oft zu kurz.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #30 springen »
#32 SchlüssigAnonym
#33 FeuchtbiotopAnonym
#34 TheDadProfil
  • 13.03.2019, 21:41hHannover
  • Antwort auf #33 von Feuchtbiotop
  • ""Ich hatte Beziehungen lediglich in Mehrzahl gesetzt,""..

    Danke für die Rückmeldung..
    Das Problem an der Sache ist hier, der Terminus setzt die Information die die Leser mitnehmen..
    Solche Aussagen zu verallgemeinern, oder eben als Mehrzahl zu setzen verschafft dann den falschen Eindruck..
    Vor allem weil es viele Menschen gibt die sich für Monogam halten, und sich dann doch seriell verhalten..
  • Antworten » | Direktlink » | zu #33 springen »

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