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Kommentare zu:
US-Militär: Trans-Verbot tritt am 12. April in Kraft


#1 Homonklin44Profil
  • 14.03.2019, 17:36hTauroa Point
  • Trumpelstiltkin (tm by me) hat e salso hingekriegt, die SoldatInnen in wegen ihrer Geschlechtsidentität gute oder schlechte SoldatInnen einzuteilen, und die Transidenten automatisch als dienstunfähig zu verurteilen.

    Hoffentlich ist dieser Heini mit dem orangen Gesicht und dem gebleichten Nutriafell als Toupet nicht noch einer Wiederwahl vorbestimmt.

    So geht Rückschritt. Aber man wusste, was mit dem Präsidenten im Windschatten zieht, spaltet.
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#2 OlliAnonym
  • 14.03.2019, 18:09h
  • Gut, dass dieser Pfosten wieder seiner nicht weniger blöden Gefolgschaft einen weiteren Appetithappen hingeworfen hat. Es ist so widerwärtig, was Trump abzieht.
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#3 never_againAnonym
  • 14.03.2019, 21:37h
  • Nie wieder soll ein Wahnsinniger Präsident werden können :-(
    Was soll man dazu sagen - es lässt mich sprachlos zurück. Ich darf gar nicht daran denken wie viele bald arbeitslos sein werden - da graust es einem. Und das, weil jemand Vorurteile hat. Unmenschlicher geht es nicht mehr.
    Gierige Macht gepaart mit Wahnsinn ist extrem gefährlich.

    Aber ein motivierendes Zitat habe ich für alle Trans* die mit dem besch.... Gesetz bald betroffen sind:

    "Selbst die absolute Dunkelheit kann keine Kerze am Scheinen hindern."
    (aus Irland)

    Für mich ist das ein weiteres dunkles Datum wie der 11. September 2001. Nun wird es bald den 12. April 2019 geben.
    Zwei Trauertage.
    Fühlt sich an wie 30's reloaded :'-(
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#4 HokuspokusAnonym
  • 14.03.2019, 22:15h
  • Antwort auf #3 von never_again
  • "Nie wieder soll ein Wahnsinniger Präsident werden können. (...) Gierige Macht gepaart mit Wahnsinn ist extrem gefährlich."

    Alles, was notwendig ist für einen solchen Menschen, um in diese Machtposition zu kommen, ist das Ansprechen primitivster Instinkte beim Wahlvolk.

    In den USA war das der tief verankerte Rassismus der Weißen Amerikaner und das Versprechen von MAGA. Ein erneutes "Weißes Amerika". Garniert mit evangelikalem Christentum und Frauenhaß.

    In Deutschland ist gerade eine Frau auf dem Weg ins Kanzleramt, die offen die primitivsten völkischen Instinkte der Deutschen anspricht, garniert mit Katholizismus und Haß auf Minderheiten.

    Was glaubt ihr, wie diese Frau mit Trans verfahren wird? Glaubt ihr ernsthaft, diese Frau wird die Abschaffung des TSG anrühren oder Menschenrechte von Trans zulassen?

    Auch sie hat klipp und klar gemacht, daß sie nicht einmal die Existenz von Trans und Inter anerkennt. Das ist für sie Gender-Gaga.

    Deutschland srebt in die gleiche Richtung, wie die USA. Die Strategien, derer man sich bedient, sind die gleichen. Auch hier sind Wahnsinnige auf dem Weg an die Macht. Sie werden aus den gleichen Gründen erfolgreich sein, wie Trump.
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#5 Gerlinde24Ehemaliges Profil
  • 15.03.2019, 05:19h
  • "Das Beharren des Präsidenten auf seinem feigen Verbot zeigt, dass Vorurteile, nicht Patriotismus, sein Handeln leiten."

    Mrs Pelosi, es sind weniger die Vorurteile von Trump, der damit nur die "christlichen" Wähler an sich binden will, es sind vor allem die "Christen" in seiner Administration, die das wollten.
    In dieser "Regierung" ist Bigotterie und Homophobie sowieso der "gute Ton", und jeder aufrechte Amerikaner, Demokrat wie Republikaner, sollte sich für diesen Verein von Religioten (allen voran Mike Pence und seine Frau) schämen.
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#6 Ith__Ehemaliges Profil
  • 15.03.2019, 08:07h
  • Auf einmal doch empörte Kommentare?

    Wurde doch bereits berichtet, als der Supreme Court die Entscheidung getroffen hat.
    Wer hier kommentiert, und es da nicht für nötig gehalten hat, der*dem bescheinige ich hiermit eine Unfähigkeit, die Bedeutung politischen Geschehens und juristischer Entscheidungen für die Zukunft abzuschätzen, bei der man das eigene Verhalten an der Urne bitte selbst mal diesbezüglich überprüfen sollte.
    Und wer beim dortigen Artikel (letzter Link im Beitrag) nicht kommentiert hat, und durch aktives Nicht-Einmischen mal wieder dabei zugesehen hat, wie man sich stattdessen bemüht hat, in der folgenden Diskussion Trans*personen aus der Kommentarsektion zu vergraulen, durch das Niedermachen von Leuten, die aufzumucken bereit sind, möge sich doch konsequenterweise bitte nicht einbilden, inhaltlich so weit ab vom Kurs zu sein.
    De facto fühlen die meisten Leute sich hier auch wohler, wenn unsereins verschwindet, tut also jetzt bitte nicht so, als sei die Aufregung darüber mehr als ein Beißreflex gegenüber dem etablierten Usympathen Trump.
    Sich über solche Leute aufzuregen, ist nun wirklich keine Leistung. Im eigenen Umfeld, bei Leuten, die den Ruf als kommender Diktator noch nicht weg haben, und wo man selbst auf die Mütze bekommen könnte, tut man's aber ja dann doch wieder nicht.
    Oder sehe ich da einen leichten Anflug von Angst betreffend die Perspektive sonstiger Minderheiten, weil man das sehr wohl als einen Test dazu auffasst, wie weit die Menschenrechte sich der Willkür bereits beugen lassen? Hat man mit uns auf einmal doch was gemeinsam?

    Konsequenterweise wäre zu überlegen, wie gegen eine CDU/CSU vorzugehen ist, die als einzige verbleibende Volkspartei aus der Regierung nicht wegzudenken ist, und sichtliche Bestrebungen übernimmt, sich zum tauglichen Koalitionspartner für die AfD zu entwickeln.

    Zum Thema selbst habe ich mich bereits geäußert.
    Für Menschen, die über Konsequenzen nachdenken, war das hier bereits absehbar, als die erzkonservativen Menschenfeinde im Supreme Court zur Überzahl geworden sind.
    Genau der Schritt übrigens, dem die CDU mit Unterstützung annähernd sämtlicher anderer Parteien in Deutschland an entsprechender Stelle, dem Verfassungsgericht, im letzten Jahr ebenfalls nähergekommen ist, nach amerikanischem Vorbild.

    Trumps Einreiseverbot war der Anfang. Man sollte sich in der westlichen Welt vielleicht langsam überlegen, bis zu welchem Punkt sich die Dinge wohl noch aufhalten lassen, die sich da abzeichnen.
    Leider ist die Autokratie ja nicht nur in den USA auf dem Vormarsch.
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#7 never_againAnonym
  • 15.03.2019, 10:18h
  • Antwort auf #6 von Ith__
  • Was heißt da "auf einmal doch?"
    Ich hab mich hier schon oft für alle der LSBTTIQ ausgesprochen. Wer mich kennt, weiß das.
    Nur weil ich nicht jeden Artikel kommentiere, heißt das nicht, dass ich anti wäre. Ganz im Gegenteil: ich empfinde die LSBTTIQ als Einheit. Es sind allerdings andere, die das leider gespalten sehen und so Spaltung innerhalb der LSBTTIQ schaffen.
    Du kommentierst übrigens auch nicht alle Artikel.

    Ich bin hier online wie es möglich ist. Ich habe auch noch ein Privat- und Berufsleben.

    Zum Beispiel haben beim Artikel "internationaler Frauentag" weder du noch irgendwelche Frauen was geschrieben. Soll ich jetzt dieselbe Strategie anwenden und dich als frauenfeindlich einstufen?

    Merkst du was?
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#8 Klaus LeberhartingerAnonym
  • 16.03.2019, 10:51h
  • Antwort auf #7 von never_again
  • "ich empfinde die LSBTTIQ als Einheit."

    Dieses Empfinden trügt.
    Es gibt keine solche Einheit. Das ist Wunschdenken.

    Ein paar Beispiele:

    -Es gibt bisexuelle Frauen, die lesbische Partnerinnen haben und ihre Bisexualität verheimlichen.
    Warum? Weil es Biphobie innerhalb der "Community" gibt.

    -Flirtportale, in der viele User andere User aufgrund körperlicher Merkmale ausschließen und beleidigen, anstatt ihre Vorlieben zu betonen. Zitat: "keine Bären!"

    -Trans*-Aktivisten, die transsexuellen Menschen eine Geschlechtsidentität(sstörung) überstülpen. Wusstest du, dass viele transsexuelle Menschen deshalb Trans*-Aktivismus zutiefst verachten?

    -Homo- und bisexuelle Leute (LGB), die sich nur für ihre Rechte interessieren und beispielsweise "Homoheilung" bekämpfen, aber Psychopathologisierung, Zwangstherapien und Umpolungsversuche bei Transgender, Trans- und Intersexuellen (TTI) offen verteidigen und völlig in Ordnung finden.

    "Es sind allerdings andere, die das leider gespalten sehen und so Spaltung innerhalb der LSBTTIQ schaffen."

    Wer die Spaltung sieht und anspricht, ist eher NICHT schuld an selbiger.
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#9 never_againAnonym
  • 16.03.2019, 16:08h
  • Antwort auf #5 von Gerlinde24
  • Das mit dem Verbot ist allerdings nur ein "Ergebnis" aus den vergangenen Entwicklungen der Republikaner.

    Zu Beginn waren die Republikaner eine liberale Partei. Mit dem Rassismus und den veränderten Wahlgebieten drifteten sie nach rechts und wurden sehr konservativ. Erst danach kam die "Fusion" mit den Religioten.
    Mit dieser Fusion allerdings wurden sie so richtig christlich-fundamentalistisch, was nun in diesem Verbot gipfelt.

    Als aufrichtig kann man aus meiner Sicht die heutigen Republikaner nicht mehr bezeichnen. Das sind sie nur früher mal gewesen und das auch nur mit Abraham Lincoln zusammen.
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#10 never_againAnonym
#11 KerzmanProfil
  • 16.03.2019, 18:43hPrinceton
  • Ein Aspekt wird hier ausgeblendet: 84 Trans-Menschen haben sich, während sie 2016 Angehörige des U.S.Militärs waren, auf Kosten des Militärs umformen lassen und kurz darauf bye gesagt. Hat sich wohl herumgesprochen. Finanziell klein-klein, ein Tropfen im Faß, aber ethisch nicht ganz quintenrein.
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#12 HokuspokusAnonym
  • 16.03.2019, 19:12h
  • Antwort auf #11 von Kerzman
  • "aber ethisch nicht ganz quintenrein."

    Es soll auch Menschen geben, die zur Armee gehen, weil dort ihr Studium oder ihre Ausbildung, einschl. Unterkunft und anderer Auslagen finanziert wird. Nicht nur dort, sondern auch in Deutschland. "Ethisch quintenrein"?

    Ich liebe Deine Kommentare. Sie sind immer so relevant und substanziell.
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#13 feli491Anonym
#14 Klaus LeberhartingerAnonym
#15 HokuspokusAnonym
  • 16.03.2019, 21:16h
  • Antwort auf #12 von Hokuspokus
  • Und damit es komplett ist:

    Worum geht es bei Deinem sinnfreien Einwurf hier im Kern?

    Doppelstandards für Trans?

    Doppelstandards, die für Menschen, die sich bei der Armee das Studium oder die Ausbildung finanzieren lassen, nicht gelten und nicht "beanstandungswürdig" sind? Die gehen danach übrigens auch wieder.

    Es handelt (bzw. im Falle von trans muß man sagen "handelte") sich um reguläre Angebote der Armee. Auch in Deutschland. Die kann man wahrnehmen - oder nicht.

    Hier mit "ethisch" fragwürdigem Verhalten zu "argumentieren" ist scheinheiliges Moralisieren.

    Es bei Menschen, die trans sind als "ethisch nicht quintenrein" zu kritisieren, bedeutet nichts anderes, als an Menschen, die trans sind, Doppelstandards anzulegen, von denen man andere hingegen "entbindet".

    Das ist Doppelbödigkeit und scheinheilige Heuchelei. Wenn irgendwas "ethisch nicht quintenrein" ist, dann ist es das.

    Aber vielleicht kann man Dich da ja noch "umformen". sic!
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#16 feli491Anonym
  • 16.03.2019, 21:50h
  • Antwort auf #14 von Klaus Leberhartinger
  • Klar, ich könnte auch genau das wiederholen, was die zwei Menschen vor mir bereits gesagt hatten, aber ich dachte, ich konzentriere mich da mal auf den Teil, der da noch gefehlt hatte

    Aber um das auch noch klar zu machen: ist es auch ein Problem, wenn ich einen Job annehme, nur um genug Geld zu verdienen, dieses Land so bald wie möglich zu verlassen? Oder erst einen Job annehme, um mir Geld für das Studium zu finanzieren?

    Jobs sind dazu da, dass man sich Sachen finanzieren kann, die man braucht (wie eine geschlechtsangleichende Operation), oder die man gerne haben möchte (z.B. eine hübschere Wohnung).

    Und wer keine Ahnung hat, wie mies Dysphorie sein kann, sollte auch die Klappe halten, wenn es darum geht, dass trans* Menschen den einen Vorteil in einer Beschäftigung für sich zu nutzen. Besonders wenn man bedenkt, wie hinüber das amerikanische "Gesundheitswesen" ist. Wenn man eine für sich wichtige Operation oder Behandlung nicht von einer Krankenkasse oder Versicherung bezahlt bekommt, aber ein Job bietet an, die Kosten dafür zu unternehmen, dann kann mir niemand ernsthaft weismachen, diese Möglichkeit unter keinen Umständen wahrnehmen zu wollen (wobei die US Army für manche ein Ausschlusskriterium sein mag aus ethischen Gründen, was ich genauso gut verstehen kann)
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#17 never_againAnonym
  • 16.03.2019, 22:45h
  • Antwort auf #8 von Klaus Leberhartinger
  • Für dich mag es Wunschdenken sein.
    Ich habe davon nichts geschrieben. Du musst mir nicht erklären, was meine Sichtweise ist, die kenne ich selbst immer noch am besten.

    Einheit der LSBTTIQ: Das ist meine Sichtweise = das ist meine Einstellung = davon bin ich überzeugt. Ich lebe so! Ich setze es in meinem Leben um.

    Kannst du auch mal respektieren, was jemand schreibt, ohne es als "Utopie" zu etikettieren?

    Deine Gedanken, dein Handeln, dein Leben ist deins. Das musst du mir nicht überstülpen!
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#18 Gerlinde24Ehemaliges Profil
#19 CanadianSarahAnonym
  • 17.03.2019, 07:23h
  • Antwort auf #8 von Klaus Leberhartinger
  • "-Trans*-Aktivisten, die transsexuellen Menschen eine Geschlechtsidentität(sstörung) überstülpen. Wusstest du, dass viele transsexuelle Menschen deshalb Trans*-Aktivismus zutiefst verachten?"

    TRANSSEXUELLE leiden unter Genderidentitätsdysphoria, sonst würden sie ja keine Transition durchführen. Die Bezeichnung TRANSSEXUEL ist überholt und trägt zur Spaltung der Trans-Community bei. Transidentität und transgender sind die richtigen Bezeichnungen. Bist du cis? Dann hast du nichts über uns zu sagen.

    Seitwann leiden Transsexuelle nicht unter Genderidentätsstörung??? Es geht bei Trans NICHT um die Sexualität, sondern um Gender Identität. Ich bin selbst transgender und alle Transsexuellen sind transgender. Erstaunlich deine Desinformationen über trans.
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#20 AnonymaAnonym
  • 17.03.2019, 11:54h
  • Antwort auf #19 von CanadianSarah
  • "TRANSSEXUELLE leiden unter Genderidentitätsdysphoria, sonst würden sie ja keine Transition durchführen. [...] Seitwann leiden Transsexuelle nicht unter Genderidentätsstörung???"

    Solange Ihr diese sexualpsychiatrischen Pseudodiagnosen internalisiert und Euch mit ihnen identifiziert, braucht Ihr Euch aber auch nicht darüber wundern, dass man Euch weiterhin als geistesgestört betrachtet und Euch weiterhin zwangstherapiert und zwangsbegutachtet. Irgendwann müsst Ihr Euch mal entscheiden, ob Ihr wirklich Emanzipation und Selbstbestimmung wollt, oder ob Ihr doch lieber in der Rolle leidender Psychiatriepatienten verharren möchtet - mit allen daraus resultierenden Konsequenzen.
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#21 widerspruchAnonym
  • 17.03.2019, 14:19h
  • Antwort auf #19 von CanadianSarah
  • "TRANSSEXUELLE leiden unter Genderidentitätsdysphoria, sonst würden sie ja keine Transition durchführen."

    Das ist Desinformation und ein Übergriff und eine ziemlich unverschämte Vereinnahmung aller Trans. Ist genauso logisch wie "Menschen fühlen sich in ihrer Wohnung nicht wohl, sonst würden sie ja nicht jeden Tag vor die Tür gehen". Oder "Menschen mögen ihre Muttersprache nicht, sonst würden sie ja keine Fremdsprachen lernen". Deine Aussage ist Bullshit.

    Es gibt 10.000 Gründe, warum Menschen transitionieren.

    Das Trans leiden ist ein projezierter Cis-Narrativ. Viele Trans haben das einfach internalisiert.

    Es wird von Trans erwartet, daß sie leiden. Das ist cis-Logik. Das ist ganz wichtig, damit man sie in sein cis-Weltbild einordnen kann. Es ist für Cisgender i.d.R. sogar absolut als angenommene Vorraussetzung nötig, um Trans überhaupt zu "akzeptieren".

    Solange Trans arme leidende Dinger und Mündel sind, ist alles gut und auch nichts bedroht. Sobald sie selbstbestimmt, selbstverständlich und offensiv Trans sind, wird es für die meisten Cismenschen unangenehm. Denn von da an werden sie als gefährlich für ihr Weltbild wahrgenommen. Weil plötzlich Selbstermächtigung und Selbstbehauptung ins Spiel kommen.

    Höre also bitte auf, Deine Bilder unangefragt über mich zu stülpen und Desinformation über mich und andere Trans zu verbreiten, die wir dann erst wieder jeden Tag mit anderen Menschen korrigieren müssen Ich habe nicht transitioniert "weil ich leide" und ich leide auch nicht darunter, daß ich trans bin.

    Menschen leiden nicht darunter, daß sie Mann oder Frau sind. Sie leiden nicht, weil sie schwarz oder weiß sind. Menschen leiden auch nicht, weil sie schwul oder lesbisch sind. Aus dem gleichen Grund leiden Trans auch nicht darunter, daß sie trans sind. Sie sind einfach selbstverständlich trans.

    Ich persönlich habe eine ganz klare Erfahrung gemacht. Trans, die leiden, leiden auch nach einer Transition weiter und stehen vor unveränderten Problemen. Das wirft Fragen auf.

    Wenn Du hier über "leiden" reden möchtest, dann rede über Dich und bleibe bei Dir. Und nehme für Dein persönliches Leiden nicht alle Trans in Geiselhaft. Wenn Du leidest, dann tut mir das leid, aber mit anderen Trans hat Dein persönliches Leiden nichts zu tun.

    Bleibe bitte bei Dir.
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#22 feli491Anonym
  • 17.03.2019, 14:29h
  • Antwort auf #21 von widerspruch
  • Vielen Dank für diese Ansage :)

    Es gibt wirklich viel zu viele trans* Menschen, die dieses Bild vom "Leiden" internalisiert haben, vielleicht weil sie meinen, dass sie so von cisgender Menschen besser verstanden oder akzeptiert werden.

    Ich persönlich habe mich einige Male unwohl in meinem Körper gefühlt und tue es immer noch, wenn ich mit den Bereichen konfrontiert werde, die noch nicht endgültig sind, wie ich mich mit ihnen wohlfühlen würde. "Leiden" ist dafür aber vielleicht ein etwas zu starkes Wort...

    Jedenfalls ist das Teil meiner Erfahrung, aber das gibt mir nicht das Recht zu sagen, dass alle trans* Menschen das genauso oder noch schlimmer erlebt haben müssen. Das wäre einfach engstirnig und egoistisch und narzisstisch.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #21 springen »
#23 widerspruchAnonym
  • 17.03.2019, 16:08h
  • Antwort auf #22 von feli491
  • "Vielen Dank für diese Ansage :)"

    Bitte. :-)

    Solche Aussagen, die nichts anderes, als der Psychiatrie-Narrativ über Trans sind, um sie zu pathologisieren, machen mich zornig.

    Die Aussage, "Transmenschen transitionieren, weil sie leiden" ist Bullshit. Übrigens auf den ersten Blick durchschaubar. Es ist gaslighting.

    gaslighting:

    www.google.com/search?q=gaslighting

    "manipulate (someone) by psychological means into doubting their own sanity."

    "(jemanden) mit psychologischen Mitteln manipulieren, damit er an der eigenen Vernunft zweifelt."

    Dummerweise funktioniert gaslighting tatsächlich und es funktioniert bei den meisten Trans hierzulande. Sie haben das internalisiert und geben es innerhalb ihrer communities immer weiter. Sie werden nicht nur Konversions-Therapien unterzogen, sondern auch "Therapien", in denen sie dazu gebracht werden, ein vorgegebenes Bild über sich zu internalisieren.

    Wie bereits Anonyma anmerkte, sind sie deshalb unfähig, sich zu emanzipieren und binden sich auch weiterhin an die Psychiatrie. Sie reflektieren ihre Situation, ihr Dilemma, nicht.

    Von Gegnern lasse ich mir den Versuch mich zu gaslighten ja noch gefallen, wenn aber Trans anfangen, die Fremdbestimmung sich selber und allen anderen Trans überzustülpen und quasi erwarten, daß sich Trans selber gaslighting unterziehen - also der Aufforderung an seiner eigenen Vernunft zu zweifeln, nachzukommen, dann werde ich mal böse. Die Aufforderung, sich wider besseres Wissen und wider jede Vernunft selbst zu stigmatisieren, war noch nie mein Ding.

    Es handelt sich hier um Gewalt und Manipulation. Diese Gewalt und Manipulation findet hierzulande untereinander in der Trans-community statt. Sie wird weitergegeben.

    Bitte verstehe mich bezüglich "Transition" nicht falsch. Ich argumentiere hier nicht gegen Transition. Ich bin selber transitioniert und das ist einfach nur cool. Aber nicht, weil ich leide oder gelitten habe. Ich argumentiere hier gegen die Argumentation, daß Transition aufgrund von Leid stattfindet. Und gegen die Argumentation, daß Transition Leid löst oder beendet, argumentiere ich noch mehr. Das ist wider jede Vernunft und einfach nur Bullshit. Mit Sicherheit nicht von Skalpell und Medikation. Das ist nur Beiwerk. Wer diesen Ansatz hat, muß scheitern und deshalb scheitern auch so viele Transitionen.

    Das war jetzt sehr ketzerisch, aber es ist die Wahrheit. Transitionen können scheitern oder erfolgreich sein. Ob sie erfolgreich sind, hängt von vielen Faktoren ab. Persönlichen Faktoren.

    Eine Transition an sich genügt nicht. Noch weniger löst sie vorhandenes Leid, erst recht nicht, wenn dem gaslighting und Selbst-Stigmatisierung vorausgegangen sind. Denn das bleibt auch nach einer Transition bestehen.

    Lasse Dich nicht von diesen kranken Narrativen beeindrucken. Traue Deiner Vernunft und Deinem Wissen über Dich und verbitte sie Dir.
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#24 Klaus LeberhartingerAnonym
  • 17.03.2019, 17:15h
  • Antwort auf #19 von CanadianSarah
  • ich nehme Ihren Kommentar mal auseinander. Darf man so ja nun wirklich nicht stehen lassen.

    "TRANSSEXUEL ist überholt und trägt zur Spaltung der Trans-Community bei. Transidentität und transgender sind die richtigen Bezeichnungen."

    Transsexualität und Transgender/Transidentität sind verschiedene Dinge.
    Deshalb spricht man auch von LGBTTIQ, also mit 2 T.
    Oder sind für Sie Crossdresser und Dragqueens (Oberbegriff: Transgender) und transsexuelle Menschen, also Menschen, bei denen Körpermerkmale entgegen (trans-) zum eigenen Geschlecht (Sexus) stehen, immer dieselben Leute?

    Und sind für SIe intersexuelle Menschen neuerdings interident oder Intergender?

    "Bist du cis? Dann hast du nichts über uns zu sagen."

    Ich bin transsexuell...

    "Seitwann leiden Transsexuelle nicht unter Genderidentätsstörung???"

    ...und litt noch nie unter einer Genderidentitässtörung.
    Mag sein, dass es vereinzelt transsexuelle Menschen gibt, die Identitätsstörungen haben. Das tut aber nichts zur Sache.
    Transsexualität ist eine reines Körperthema.

    "Es geht bei Trans NICHT um die Sexualität, sondern um Gender Identität. Ich bin selbst transgender und alle Transsexuellen sind transgender."

    Wer behauptet denn, dass es bei Trans(sexualität) um Sexualität ginge? Die Endung kommt von Sexus, also Geschlecht. Genauso verhält es sich bei Intersexualität.

    Bei Trans*, also Transgender/Transidentität geht es um Geschlechtsidentität, ja. Das ist aber kein Thema, was transsexuelle Menschen haben müssen.

    Wer transsexuellen Menschen eine abweichende Geschlechtsidentität unterstellt, spricht ihnen ihr Wissen um ihr Geschlecht (Sexus) ab und psychopathologisiert sie.

    Es gibt viele transsexuelle Menschen, die sich von solchen Dingen wie Genderidentifikationen emanzipiert haben und sich die Psychopathologisierung ("Transsexuelle leider unter Identitätsstörungen") nicht bieten lassen.

    Ich lasse mich auch nicht von Ihnen als "Transgender" betiteln und schon gar nicht als identitätsgestört!

    Erstaunlich Ihre Desinformationen über Transsexualität und Transidentität.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #19 springen »
#25 Klaus LeberhartingerAnonym
  • 17.03.2019, 17:26h
  • Antwort auf #23 von widerspruch
  • "Wie bereits Anonyma anmerkte, sind sie deshalb unfähig, sich zu emanzipieren und binden sich auch weiterhin an die Psychiatrie. Sie reflektieren ihre Situation, ihr Dilemma, nicht."

    Nun. Ich kenne einige emanzipierte transsexuelle Menschen. Sie wehren sich, werden aber allzu gerne von Trans*-Aktivisten und Institutionen, die Gefallen daran finden, transsexuelle Menschen als gendergestört zu diskreditieren, mundtot gemacht.
    Ja, Transsexualität wird teils sogar komplett als nicht existent angesehen.

    Bei den Trans*-Leuten, die der Psychiatrie hinterher laufen und in Vereine wie dgti oder BVT* gehen, weiß ich nicht, was da los ist.
    Vielleicht sind sie wirklich geschlechtsidentitätsgestört oder sie haben eine Art "Onkel-Tom-Syndrom".
    *Schulter zuck*
  • Antworten » | Direktlink » | zu #23 springen »
#26 feli491Anonym
  • 17.03.2019, 17:42h
  • Antwort auf #24 von Klaus Leberhartinger
  • Naja, das würde ich persönlich doch sehr anders sehen...

    1. Im Deutschen gibt es das Wort "Sex" eben nur, wenn es um Geschlechtsverkehr geht. Wenn man also Sachen hört wie "homosexuell, heterosexuell, bisexuell, transsexuell" - eines fällt da doch eindeutig aus dem Rahmen, gerade weil es keine sexuelle Orientierung ist.

    2. Im Englischen, wo es "sex" auch mit der Bedeutung "biologisches Geschlecht" gibt, ist das Wort "transsexual" vollkommen veraltet und wird zu einem großen Teil als slur, also eine Art Beleidigung verstanden.

    3. Praktisch 99% aller trans* Menschen, die ich kenne, bezeichnen sich als trans oder transgender. Und die ziehen die komplette Angleichung durch, also würde die engere Bezeichnung "transsexuell" prinzipiell auf sie passen. Sie lehnen das aber, aus den oben genannten Gründen, ab.

    4. So ein * steht dafür, dass man da alles Mögliche einfügen könnte. Beispiel: wenn ich in einer Suchmaschine nach "Handb* suchen würde, kämen Ergebnisse wie "Handball", "Handbruch" etc raus. Also ja, "trans*" ist allumfassend für "transgender", "transident" und auch "transsexuell"

    Wenn Menschen sich als "transsexuell" bezeichnen wollen, dann ist das ihr gutes Recht, es sei aber angemerkt, dass das hauptsächlich nur noch in der deutschen Sprache passiert, während andere Sprachen das englische "transgender" oder auch "trans" verwenden oder der eigenen Sprache angepasst haben.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #24 springen »
#27 widerspruchAnonym
  • 17.03.2019, 18:27h
  • Antwort auf #24 von Klaus Leberhartinger
  • "Oder sind für Sie Crossdresser und Dragqueens (Oberbegriff: Transgender)"

    Und weiter geht der muntere Blödsinn. Crossdresser und Dragqueens sind Transgender?! Crossdresser und Dragqueens sind einfach nur Crossdresser und Dragqueens. Du verquirlst hier einfach alles mögliche. Diese Menschen sind nicht mal trans. Sie sind in der Regel cis. "Dragqueen" ist darüber hinaus einfach nur eine Kunstform. Erzähle mal einem schwulen Cismann oder einem heterosexuellen Cismann der sich der Kunstform "Dragqueen" bedient, daß er trans ist. Meine Güte, diese ganzen Ausführungen sind ja einfach nur unerträglich.

    Auf den weiteren Unsinn gehe ich nicht weiter ein. Das sind die üblichen Grabenkämpfe der deutschen community. Erstaunlicherweise können sie ihre Energie nicht gegen ihre wahren Gegner richten. Die Gründe für dieses Defizit sind internalisiert. Stockholm-Syndrom. Nur weiter so.

    Das was Du hier "transsexuell" nennst, heißt im anglo-amerikanischen Raum und dem überwiegenden Rest der Welt "Transwoman" oder "Transgender Woman", bzw das gleiche für Männer. Es ist das ehemalige "transsexuell".

    Alle anderen sind non-binaries.

    "transsexuell" ist tot. Es wird von emanzipierten Menschen abgelehnt, weil es der pathologisierende Begriff der Psychiatrie ist. Da nutzt auch die ganze Umdefiniererei, ob es jetzt um "körperliche Probleme" oder andere geht, nichts.

    Der Rest fällt unter "Beschäftigungs-Therapie" für die community hierzulande.

    Um meine Ausführungen zu dem tatsächlichen Thema hier auch Dir gegenüber noch einmal auf den Punkt zu bringen:

    Es geht um "Leiden". Meine Aussage dazu war klar und ich wiederhole sie hier noch einmal erneut. Sie betrifft die Menschen, die Du weiterhin "Transsexuelle" nennst.

    Sie leiden nicht. Das Leid wurde projeziert und ist internalisiert!

    Und jetzt weiter viel Spaß in der Beschäftigungs-Therapie.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #24 springen »
#28 Klaus LeberhartingerAnonym
  • 17.03.2019, 18:33h
  • Antwort auf #26 von feli491
  • Der Stern in "Trans*" ist ein Gendergap. Er steht für Genderidentitäten.

    Bei Transsexualität geht es aber nun einmal nicht um Gender oder Identität, sondern um Körpermerkmale entgegen (trans-) dem eigenen Geschlecht (Sexus).

    Geht mir nicht in den Kopf, warum man ein Körperthema zu einem Genderidentitätsthema umdeutet.

    Geht mir auch nicht in den Kopf, warum jemand bei "Sexus" sofort an Beischlaf denkt.

    Wenn transsexuelle Menschen, die keine Geschlechtsidentitässtörung haben und sich an Gender stören (also Emanzipation bevorzugen und nur sie selbst sein wollen), das Wort "Transsexuell" ablehnen sollten, weil es bei manchen falsche Assoziationen weckt, dann können sie es doch auch meiden und z.B. sagen, dass sie mit Körpervariationen geboren worden sind.
    Völlig egal. Sie würden sich jedenfalls nie als "Trans*" umdeuten lassen, zumindest die 100 % derer, die ich kenne. ;-)

    Hab oben schon geschrieben, dass es einen Grund gibt, warum es LGBTTIQ heißen sollte, wenn man eine Gemeinschaft marginalisierter Gruppen sichtbar machen möchte. "T" und "T" sind verschiedene Themen und nicht verschiedene Begriffe für dasselbe.

    Intersexualität ist doch ein auch Körperthema, das sich auf Sexus bezieht. Soll das in Zukunft auch zu einem Genderthema umgedeutet werden und "interident" oder "Intergender" genannt werden?! Was soll denn das?

    Wann und wie soll so die "Genderidentitätsdeuterei" enden?

    Emanzipierte, transsexuelle Frauen, die gerne Kurzhaarfrisur und Hosen und Hemden tragen, sind für deine 99 % "Trans*Menschen" undenkbar, oder?

    Es geht hier nicht um Begriffe, es geht um zwei grundverschiedene Themen.

    Gender und Sexus

    Wer das immer vermischt und gleichsetzt und daraus Identitätskonstruktionen ableitet, macht Emanzipation unmöglich.

    Ist das soweit verständlich? (ganz freundlich gefragt) ^^
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#29 Klaus LeberhartingerAnonym
  • 17.03.2019, 18:46h
  • Antwort auf #27 von widerspruch
  • "Erstaunlicherweise können sie ihre Energie nicht gegen ihre wahren Gegner richten."

    Doch, genau das tun wir.
    Zum besseren Verständnis einfach meinen vorangegangen Kommentar lesen.

    Übrigens ist "Transsexualität" kein Begriff aus der Psychopathologisierung, sondern Transsexualität wurde psychopatholgisiert, eben vor allem dadurch, dass es zu einer Genderidentitätsstörung umgedichtet wurde.

    Geschlechtsidentität meint niemals das Geschlecht. Wenn es auf transsexuelle Menschen angewendet wird, wird damit zum Ausdruck gebracht: "Du bist Geschlecht y, identifizierst dich aber als x."

    Die Trans*-Community findet diese Fremdbestimmung ganz toll, deshalb hat sie auch die neue Behandlungsleitlinie mitgetragen, anstatt beispielsweise die längst vorhandene Stuttgarter Erklärung, die ohne Genderdeutung auskommt, zu übernehmen.

    die-erklaerung.de/wp-content/uploads/2015/04/StuttgarterErkl
    %C3%A4rung_FINAL_websmall.pdf
  • Antworten » | Direktlink » | zu #27 springen »
#30 widerspruchAnonym
  • 17.03.2019, 19:09h
  • Antwort auf #29 von Klaus Leberhartinger
  • "Zum besseren Verständnis einfach meinen vorangegangen Kommentar lesen."

    Du meinst, ich habe nichts verstanden oder ich kann nicht lesen? Okay.

    Wem immer Du hier auch antwortest, es war definitiv keine Antwort auf meinen post, auf den Du dich beziehst.

    Nebenbei: Die Stuttgarter Erklärung habe ich unterschrieben. Sie ist uralt und nur noch Geschichte. Die ATME selber hat sie durch ihre eigene Politik konterkariert. Sie wurde bedeutungslos.

    Viel Spaß noch.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #29 springen »
#31 Klaus LeberhartingerAnonym
  • 17.03.2019, 19:15h
  • Antwort auf #27 von widerspruch
  • Ergänzend noch:

    "Crossdresser und Dragqueens sind Transgender?!"

    Selbstverständlich. Sie nehme eine andere genderbezogene, soziale Rolle ein und spielen mit den Klischees. Genau das macht Transgender aus.
    Ist doch irrelvant, ob sie es dauerhaft tun, oder zeitweilig. Nannte man früher Transvestismus.

    "Erzähle mal einem schwulen Cismann oder einem heterosexuellen Cismann der sich der Kunstform "Dragqueen" bedient, daß er trans ist.!"

    Das würde ich niemals tun, allein schon weil "trans" ein Präfix ist und kein Adjektiv.
    Was ich auch niemals tun würde:
    Männer aufgrund von Körpermerkmalen in verschiedene "Männerrassen" wie "Cis- oder Transmänner" einteilen.
    Warum tun Sie das? Für mich sind Männer einfach Männer, egal mit welchen Varianten der Geschlechtsentwicklung sie geboren wurden.
    Und Frauen sind Frauen, nicht "cis", nicht "trans", nicht "rubens". Diese Prädikate sind unnötig.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #27 springen »
#32 Klaus LeberhartingerAnonym
  • 17.03.2019, 19:22h
  • Antwort auf #30 von widerspruch
  • "Du meinst, ich habe nichts verstanden oder ich kann nicht lesen?"

    Habe ich nicht gemeint, jedoch...

    "Die Stuttgarter Erklärung habe ich unterschrieben."

    ...lässt das darauf schließen, dass Sie die Stuttgarter Erklärung entweder nicht gelesen oder nicht verstanden haben, sonst würden Sie mich nicht dafür angreifen, dass ich den Inhalt der Erklärung hier verteidige.

    Ich schlage vor, dass Sie Ihre Unterschrift zurückziehen. Sie stehen ja gar nicht dazu.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #30 springen »
#33 feli491Anonym
  • 17.03.2019, 19:26h
  • Antwort auf #28 von Klaus Leberhartinger
  • "Der Stern in "Trans*" ist ein Gendergap. Er steht für Genderidentitäten. "
    Nein, eben nicht. So wird er vielleicht allgemein verstanden, aber die Bedeutung dessen habe ich explizit beschrieben.

    "Geht mir auch nicht in den Kopf, warum jemand bei "Sexus" sofort an Beischlaf denkt."

    Weil eben in der deutschen Sprache kein Wort "sexus" existiert. Da gibt es eben nur "Sex" und "-sexuell", und das ist - wie ebenfalls oben erklärt - nicht eindeutig und führt bei genügend Leuten zu Verwirrungen. Und da meine ich nicht die trans* Menschen, sondern die allgemeine cis Bevölkerung, die trans* dann irgendwo mit Sex verbindet, womit es aber zum größten Teil nix zu tun hat.

    "dann können sie es doch auch meiden und z.B. sagen, dass sie mit Körpervariationen geboren worden sind."
    Pff, klar

    "Sie würden sich jedenfalls nie als "Trans*" umdeuten lassen, zumindest die 100 % derer, die ich kenne. ;-)"
    Tja, bei mir eben genau die umgekehrte Erfahrung.

    "Hab oben schon geschrieben, dass es einen Grund gibt, warum es LGBTTIQ heißen sollte, wenn man eine Gemeinschaft marginalisierter Gruppen sichtbar machen möchte. "T" und "T" sind verschiedene Themen und nicht verschiedene Begriffe für dasselbe."
    Da schließe ich mich dem Kommentar von widerspruch an. Dragqueens und Crossdresser fallen größtenteils unter cis und sind somit nicht trans*. Eine Ausnahme bilden da vielleicht noch die Menschen, die schon eine Unsicherheit mit ihrem Geschlecht verspüren und für eine Phase des Übergangs Drag oder Crossdressing betreiben.

    "Soll das in Zukunft auch zu einem Genderthema umgedeutet werden und "interident" oder "Intergender" genannt werden?! Was soll denn das?"
    Ich kann für die Gemeinschaft nicht selbst sprechen. Vielleicht können sie ja sagen, dass sie mit "Körpervariationen" geboren worden sind? Aber wenn die betroffenen Menschen da ein Problem mit der Bezeichnung haben und einen für sie geeigneten Begriff verwenden möchten, dann werde ich den auch gerne benutzen. Wenn sie mit "Intersexuell" zufrieden sind, ist das auch ok und ihr gutes Recht.

    "Emanzipierte, transsexuelle Frauen, die gerne Kurzhaarfrisur und Hosen und Hemden tragen, sind für deine 99 % "Trans*Menschen" undenkbar, oder?"
    Boy, if only you knew... Aber was soll das jetzt damit zu tun haben? Bin ich emanzipiert? Schwer zu sagen, aber ich denke doch. Kurzhaar? Ne, das passt nicht zu meiner Gesichtsform, aber ich hatte es schon in Erwägung gezogen. Hosen und Hemden? (kurzer Blick in den Kleiderschrank) Jop. Und trans Frau? Ebenfalls jop.

    "Gender und Sexus

    Wer das immer vermischt und gleichsetzt und daraus Identitätskonstruktionen ableitet, macht Emanzipation unmöglich."
    Sehe ich ziemlich genau umgekehrt. Es sind beides soziale Konstrukte, weil gesellschaftliche Erwartungshaltungen und Konsequenzen aus ihnen resultieren. Da ist auch die Biologie mittlerweile auf dem Stand, dass sich das Geschlecht im Gehirn bildet und die äußeren Merkmale da nicht die Bedeutung haben, die in der Schule so gerne propagiert wird. Wer also behauptet, dass die beiden Dinge vollkommen verschieden sind, der versperrt sich Emanzipation eher, aus meiner Sicht
  • Antworten » | Direktlink » | zu #28 springen »
#34 feli491Anonym
  • 17.03.2019, 19:30h
  • Antwort auf #31 von Klaus Leberhartinger
  • Selbstverständlich. Sie nehme eine andere genderbezogene, soziale Rolle ein und spielen mit den Klischees. Genau das macht Transgender aus.
    Ist doch irrelvant, ob sie es dauerhaft tun, oder zeitweilig. Nannte man früher Transvestismus."

    Nein, eben nicht! Transgender hat mit der Geschlechterrolle oder Klischees nichts am Hut. Aber so allmählich machen die Kommentare Sinn und deuten dann doch in die Richtung "uninformiert über die Entwicklungen zum Thema trans*"

    Und als Linguistin, Sprache ändert sich am laufenden Bande, und wenn dann eine Präfix irgendwann als Adjektiv verwendet wird, dann ist das so, und Rumgejammere a la "das ist aber doch eine Präfix" bringt auch nichts.
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#35 widerspruchAnonym
  • 17.03.2019, 19:35h
  • Antwort auf #31 von Klaus Leberhartinger
  • "Genau das macht Transgender aus.
    Ist doch irrelvant, ob sie es dauerhaft tun, oder zeitweilig. Nannte man früher Transvestismus."

    Du hst meinen Kommentar tatsächlich nicht verstanden. Zitat:

    "Das was Du "transsexuell" nennst, nennt man im anglo-amerikanischen Raum und in weiten Teilen der Welt "Transwoman" bzw. Transgender Woman" und entsprechend bei Männern."

    Es bezeichnet DAS GLEICHE. Du erklärst jetzt Männer und Frauen auf der ganzen Welt zu "Transvestiten"?

    Siehst Du? Deshalb hat sich die ATME selbst erledigt. Genauso, wie ihre Erklärung. Sie spielt in keinem Diskurs mehr eine Rolle. Niemand kann so was ernst nehmen. Unmöglich.

    Ab einem bestimmten Punkt habt ihr den Kontakt zur Realität verloren. Schade.

    Und um Deinen erneuten post #32 gleich mitzunehmen:

    Ja, ihr habt recht. Die ganze restliche Welt ist einfach zu blöd, um euch zu verstehen.

    Ist das okay so?
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#36 widerspruchAnonym
#37 widerspruchAnonym
#38 widerspruchAnonym
  • 17.03.2019, 19:49h
  • Antwort auf #33 von feli491
  • "Boy, if only you knew... Aber was soll das jetzt damit zu tun haben? Bin ich emanzipiert? Schwer zu sagen, aber ich denke doch. Kurzhaar? Ne, das passt nicht zu meiner Gesichtsform, aber ich hatte es schon in Erwägung gezogen. Hosen und Hemden? (kurzer Blick in den Kleiderschrank) Jop."

    :-)

    Und trans Frau? Ebenfalls jop."

    :-)) Hi hun!
  • Antworten » | Direktlink » | zu #33 springen »
#39 Klaus LeberhartingenAnonym
  • 17.03.2019, 19:50h
  • Antwort auf #34 von feli491
  • www.duden.de/rechtschreibung/Sexus

    www.duden.de/rechtschreibung/Gender

    Gender bezieht sich immer auf soziale Rollen. Davon kann man sich emanzipieren, das kann man sich auch aneignen. Es ist nicht angeboren.

    Dass Transsexualität jedoch angeboren ist, daran hat gibt es heute keine Zweifel mehr. Merkst du es?
    Transsexualität und Gender muss getrennt betrachtet werden. Es gibt keine Legitimation, warum man heute noch bestimmte Gendervorlieben beweisen muss, um medizinische Behandlung zu bekommen.

    Um zu deinem Stern zurück zu kommen:
    Wenn der Stern ein Platzhalter für beliebige Worte wäre, und kein Gendergap, dann könnte "Trans*" auch Transager bedeuten, oder?
    Hat es Sinn, "gefühltes Alter", bevorzugtes Gender und ein Körperthema in einen Topf zu werfen?
    Wenn dir das Beispiel zu weit hergeholt ist:
    Hat es Sinn, ein Körperthema (ich verweise nochmal auf die Stuttgarter Erklärung, die ohne Gender auskommt) und ein Genderthema zu einem Oberbegriff zusammenzufügen? Eher nicht, hm?
  • Antworten » | Direktlink » | zu #34 springen »
#40 feli491Anonym
#41 feli491Anonym
  • 17.03.2019, 20:06h
  • Antwort auf #39 von Klaus Leberhartingen
  • Klar, Duden hat auch totaaaaal die Definitionshoheit hier... Besonders zu einem Wort, das im englischen Sprachraum geprägt wurde...

    "Wenn der Stern ein Platzhalter für beliebige Worte wäre, und kein Gendergap, dann könnte "Trans*" auch Transager bedeuten, oder?"
    Dass das da nicht zugehört, sollte allen klar sein, die klar denken können. Es geht bei trans* aber um Geschlecht, und das ist allen Menschen klar, die klar denken können. Dass du das Argument jetzt anwendest, um mir einen Strick draus zu drehen, war zu erwarten. Aber da du ja ein großer Fan von Wörterbüchern zu sein scheinst:

    www.merriam-webster.com/dictionary/trans

    Und es ist eben schwachsinnig, das Körperliche vom Inneren, dem Gefühlten und Wahrgenommenen zu trennen, und somit auch alles nur auf das Körperliche zu reduzieren.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #39 springen »
#42 widerspruchAnonym
  • 17.03.2019, 20:13h
  • Antwort auf #40 von feli491
  • "Ist das hier also eine typische "trans Frauen gegen (ich berücksichtige mal seine persönlich bevorzugte Bezeichnung) transsexuellen Mann" Diskussion?"

    Aua! Du kannst ja richtig böse sein. :-)) Klar darling, das Thema lautete von Anfang an "Emanzipation". Männer schätzen das in der Mehrzahl nicht.

    Und emanzipierte Transfrauen werden noch weniger geschätzt, wenn sie es sind.

    Wie ich bereits schrieb: Wenn sie keine armen Dinger oder hilflose Mündel sind, werden sie als gefährlich wahrgenommen.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #40 springen »
#43 never_againAnonym
  • 17.03.2019, 22:07h
  • Was für eine Inszenierung hier.
    Wer hier wirklich Trans* ist, wird ziemlich deutlich, und auch wer nicht Trans* ist.

    Einfach wieder zum Thema des Artikels zurück kehren anstatt hier Selbstgespräche zu führen - es ist gähnend langweilig.

    Und falls es jemand noch nicht verstanden hat: ich lasse mir nichts überstülpen. Weder lasse ich mich zu was zwingen, noch muss ich toll finden, wenn mir jemand hinterher rennt, wenn es mehrmals klare Ansagen gab.
    Da helfen kein "Clownsgesicht" und auch keine außergewöhnlichen Nachrichten.
  • Antworten » | Direktlink »
#44 never_againAnonym
  • 17.03.2019, 22:20h
  • Antwort auf #18 von Gerlinde24
  • Na ja, McCain war lange gegen LGBT, aber er entwickelte sich im Laufe der Zeit, so dass ich ein Auge zudrücken kann.

    Bei Orrin Hatch sehe ich allerdings gar nicht, weshalb er aufrichtig sein sollte.
    Er hatte fragwürdige Standpunkte und weshalb er die Presidential Medal of Freedom erhielt, das frage ich mich ebenfalls.

    Aufrichtig war für mich Abraham Lincoln - er überragt auch heute noch alle.
    Und dann die beiden Demokraten Obama und Hillary Clinton.
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#45 never_againAnonym
  • 17.03.2019, 22:33h
  • Antwort auf #20 von Anonyma
  • Anscheinend hast du gar nicht verstanden, was gemeint war.

    So wie ich das im Kommentar lese, ist es durchaus ein Leiden, wenn man einen Körper hat, der nicht zur charakterlichen Identität passt. Das ist ja die Voraussetzung dafür, dass Trans* sich überhaupt eine Operation antun. Das ist ja kein Spaßfaktor, sondern Operation tut weh. Vor allem an den Stellen, die bei Trans* operiert werden.

    Und dann gibt es noch das Leiden aufgrund der Unsichtbarkeit, der starken Diskriminierung, der Ausgrenzung, und: dass sie am wenigsten Chancen auf eine Beziehung haben.

    Und nun kommst du - ein nicht Trans* - und möchtest den Trans* vorschreiben, was sie empfinden und wie sie denken sollen.

    Das musst du ihnen selbst überlassen, da sie betroffen sind und nicht du!

    Im Übrigen bin ich immer noch dafür, dass hier Trans* zum Reden kommen und keine scheinheiligen Besserwisser.
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#46 AnonymaAnonym
  • 18.03.2019, 01:57h
  • Antwort auf #45 von never_again
  • "Anscheinend hast du gar nicht verstanden, was gemeint war."

    Doch, ich verstehe sehr gut, was gemeint war. Es stand ja auch sehr deutlich da: trans(sexuelle/idente/gender/etcpp.) Menschen leiden sowohl unter einer "Genderidentitätsdysphoria" als auch unter einer "Genderidentitätsstörung". Und ich sag's jetzt einfach mal ganz unmissverständlich: Ich (übrigens selbst zur Zielgruppe dieser psychiatrischen Pseudofirlefanzdiagnosen gehörend) kann diesen Scheiss nicht mehr hören, habe von Leidensdrucknarrativen, Imfalschenkörpergeborenmärchen und der gesamten damit assoziierten "Cis"-Mythologie über "Trans", sowie auch von der daraus resultierenden Pseudomitleidsorgie die Nase einfach nur noch gestrichen voll. Ich kann's auch einfach nichtmehr mitansehen, wenn sich Menschen selbst diesen psychiatrischen Bullshit überstülpen und sich so ihr Leben, vor allem aber ihre Lebensfreude versauen. Und ja, da werde ich dann manchmal tatsächlich ein bisschen "besserwisserisch" (ich nenne das eher stinksauer), wenn ich mich zum gefühlt einemillionundzehntenmal damit konfrontiert sehe, dass diese pervertierte Tragödie nach all den vielen Jahrzehnten noch immer nicht enden will. Das ist wie "Groundhog Day - Extended Edition" in Endlosschleife (also irgendwie doppelt endlos, falls Du folgen kannst).

    Aber sei ganz unbesorgt, Deiner Aufforderung hier:

    "Das musst du ihnen selbst überlassen, da sie betroffen sind und nicht du!"

    werde ich ganz brav Folge leisten, OBWOHL ich selbst "betroffen" bin, denn hier in Deutschland wird sich eh nix ändern und ich will auch wirklich niemanden dabei stören, mal so richtig schön aus voller Überzeugung "dysphorisch" zu sein.

    Allerherzlichste Grüße,

    Die scheinheilige Besserwisserin
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#47 feli491Anonym
#48 feli491Anonym
  • 18.03.2019, 08:08h
  • Antwort auf #45 von never_again
  • "Und nun kommst du - ein nicht Trans* - und möchtest den Trans* vorschreiben, was sie empfinden und wie sie denken sollen."

    Anders herum wird ein Schuh draus: wenn Menschen vorschreiben, dass man unbedingt Dysphorie, also ein Leiden empfinden MUSS, um trans* zu sein - da wird vorgeschrieben, was trans* Menschen zu empfinden und zu denken haben.

    Wohingegen die Position "manche trans* Menschen empfinden vielleicht ein Leiden/ Dysphorie, aber andere erleben ihr trans*-Sein auf andere Weise niemandem etwas "überstülpt". Und ob Menschen sich einer Hormonbehandlung und/oder Operationen unterziehen lassen, das werden sie selbst schon sorgfältig abwägen. Da gibt es auch genügend Menschen, die ein "Leiden" empfinden, denen Operationen oder eben auch die Hormonbehandlung zu riskant ist, und das ist auch vollkommen ok.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #45 springen »
#49 widerspruchAnonym
  • 18.03.2019, 13:20h
  • Antwort auf #45 von never_again
  • "Anscheinend hast du gar nicht verstanden, was gemeint war."

    Sie hat durch sehr kompetente Stellungnahme klar gemacht, daß sie sehr wohl verstanden hat, was gemeint ist. Offensichtlich bist es eher Du, die es nicht versteht.

    "So wie ich das im Kommentar lese, ist es durchaus ein Leiden, wenn man einen Körper hat, der nicht zur charakterlichen Identität passt."

    Du hattest hier das Privileg, einen ganzen Nachmittag lang mit zu verfolgen, daß drei Transfrauen das von sich weisen, bzw. stark relativieren, und auch erklären, warum. Und jetzt kommst Du ernsthaft als Cisfrau daher, sprichst ihnen ihr Wissen über sich ab und fegst es mit einem Satz vom Tisch? Ernsthaft?

    Mal ganz abgesehen davon, daß ich keine Ahnung habe, was "charakterliche Identität" sein soll? Trans hat was mit "Charakter" zu tun? Das solltest Du nochmal gründlich überdenken.

    "Das ist ja die Voraussetzung dafür, dass Trans* sich überhaupt eine Operation antun."

    Und auch hier wischt Du differenzierte Aussagen von Transfrauen einfach mit einem Satz vom Tisch und behauptest einfach weiterhin, daß sie gefälligst zu leiden haben, weil Du es Dir gar nicht anders vorstellen kannst. Aber noch schlimmer - Du behauptest, es kann gar keine anderen Gründe geben. Wenn Du von Transfrauen über sie lernen willst, dann höre ihnen zu und lese nochmal diesen post:

    www.queer.de/detail.php?article_id=33196&kommeinzel=5361
    19


    "Es gibt 10.000 Gründe, warum Menschen transitionieren."

    "Es wird von Trans erwartet, daß sie leiden. Das ist cis-Logik. Das ist ganz wichtig, damit man sie in sein cis-Weltbild einordnen kann. Es ist für Cisgender i.d.R. sogar absolut als angenommene Vorraussetzung nötig, um Trans überhaupt zu "akzeptieren"."

    "Ich habe nicht transitioniert "weil ich leide" und ich leide auch nicht darunter, daß ich trans bin. "

    Ich kann diesen Mist über mich nicht mehr hören! In diesem ungebildeten, vor Dummheit strotzenden Land werde ich jeden Tag mit diesen widerlichen Cis-Kindermärchen konfrontiert, daß Trans "unter ihrem Körper leiden" oder "im falschen Körper geboren sind". Unentwegt und überall. Das ist nichts weiter als bewußte Desinformations-Kampagnen über trans. Es ist unerträglich, sich jeden Tag Unwahrheiten anhören zu müssen, die andere über einen erzählen, während man selber nicht gefragt wird. Das Ziel dahinter ist in erster Linie die Verhinderung, in letzter Hinsicht sogar die Vernichtung von tatsächlichem Wissen über trans! Das ist Absicht, denn das wirkliche Wissen über trans ist für eine Cis-Gesellschaft gefährlich. Es würde nämlich "Gewissheiten" infrage stellen und davor hat man Angst!

    Man will die Wahrheit aber nicht wissen. denn tatsächliches Wissen darüber, wie komplex das Thema trans ist, wäre bedrohlich, weil es eine Gesellschaft wirklich revolutionieren würde. Das ist politisch und gesellschaftlich nicht erwünscht. Stattdessen werden diese Witz-Thesen von "im falschen Körper geboren" mantra-artig wiederholt, damit sich auch jede/r Cismensch weiterhin in seiner Sicherheit über sich wiegen kann.

    Ich kann diese unerträglichen Desinformationen über uns nicht mehr hören. Sie sind für jeden vernunftbegabten Menschen auf den ersten Blick durchschaubar. Im "falschen Körper geboren". Pah! Eine Beleidigung für jeden vernunftbegabten Menschen.

    "Und dann gibt es noch das Leiden aufgrund (...) und: dass sie am wenigsten Chancen auf eine Beziehung haben."

    Pah! Du hast ja keine Ahnung. ALLE wollen mit Transfrauen Sex. ALLE!
    Wenn sie erfahren, daß jemand eine Transfrau datet, dann ist das, als wenn man eine Tüte Chips in der Kirche aufreißt. Alle verdrehen die Köpfe und gucken empört, aber in Wahrheit wollen sie alle von den Chips auch was abhaben.
    Der Punkt ist, daß niemand zu einer Beziehung zu uns stehen will. Man hat nicht den Mumm dazu. Das Problem liegt bei den Cismenschen.

    "Und nun kommst du - ein nicht Trans* - und möchtest den Trans* vorschreiben, was sie empfinden und wie sie denken sollen."

    Tja, da hast Du dich wohl gravierend geirrt. Sie ist trans. War übrigens schon lange vorher anhand ihrer Kommentare klar.
    Es ist dummerweise genau anders herum. Cismenschen schreiben üblicherweise trans vor, was sie über sich denken sollen:

    #21: "Solange Trans arme leidende Dinger und Mündel sind, ist alles gut und auch nichts bedroht. Sobald sie selbstbestimmt, selbstverständlich und offensiv Trans sind, wird es für die meisten Cismenschen unangenehm. Denn von da an werden sie als gefährlich für ihr Weltbild wahrgenommen. Weil plötzlich Selbstermächtigung und Selbstbehauptung ins Spiel kommen."

    Wehe Trans fügen sich nicht dem Cis-Kindermärchen, daß sie "leiden", weil sie im falschen Körper geboren sind. Dann geht bei Cismenschen sofort die Klappe runter und sie weigern sich, sich weiter ernsthaft mit trans zu befassen. Von da an wird nur noch dissoziiert. Sie befassen sich nur mit Menschen, die trans sind, solange IHRE Bilder gelten.

    "Das musst du ihnen selbst überlassen, da sie betroffen sind und nicht du!"

    Das halte ich für einen wirklich exzellenten Ansatz. Wieso hälst Du dich dann nicht daran? Führt automatisch zu der Frage, warum Du hier alle Informationen von Transfrauen ignorierst, vom Tisch fegst und sie stattdessen einfach wieder selbst umdeutest.

    "Im Übrigen bin ich immer noch dafür, dass hier Trans* zum Reden kommen..."

    Das haben sie den ganzen Tag getan. Du mußt einfach nur zuhören und lernen. Zuhören und Lernen heißt in erster Linie ihre Aussagen als wahr und valide zu betrachten.
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#50 TheDadProfil
  • 18.03.2019, 20:13hHannover
  • Antwort auf #15 von Hokuspokus
  • ""Es handelt (bzw. im Falle von trans muß man sagen "handelte") sich um reguläre Angebote der Armee. Auch in Deutschland. Die kann man wahrnehmen - oder nicht.""..

    Äh ?
    Nöö..
    Deshalb dröseln wir hier mal die "moralschen Grenzen auf :

    Wenn sich in der BRD ein Mensch für 12 Jahre bei der Bundeswehr verpflichtet, dann 4 bis 5 Jahre Medizin studiert, danach seine restliche Dienstzeit mit der Facharzt-Ausbildung verbringt, dann ist dies eine Sache..

    Wenn der gleiche Mensch nach dem gleichem Studium seinen Vertrag kündigt, dann stellt ihm die Bundeswehr die Kosten des Studiums in Rechnung..

    Und nun der Trans*-Mensch..
    Der eine nimmt die medizinischen Leistungen in Anspruch, und dient danach seine Dienstzeit ab..

    Der andere geht nach Inanspruchnahme der medizinischen Leistungen wieder ins Zivil-Leben zurück..
    Mit welchen fadenscheinigen Begründungen auch immer..

    Welche beiden Menschen verhalten sich hier also unethisch, weil sie von den Angeboten nur profitieren wollen, die vereinbarten Gegenleistungen für die jeweilige Armee aber nicht erbringen wollen ?

    Natürlich kann man das freundlicher als "MarkKerzman" formulieren..
    Aber der Kern der Aussage ist schlüssig, und die Kritik berechtigt..
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#51 TheDadProfil
  • 18.03.2019, 20:15hHannover
  • Antwort auf #16 von feli491
  • ""Aber um das auch noch klar zu machen: ist es auch ein Problem, wenn ich einen Job annehme, nur um genug Geld zu verdienen, dieses Land so bald wie möglich zu verlassen? Oder erst einen Job annehme, um mir Geld für das Studium zu finanzieren?

    Jobs sind dazu da, dass man sich Sachen finanzieren kann, die man braucht (wie eine geschlechtsangleichende Operation), oder die man gerne haben möchte (z.B. eine hübschere Wohnung).""..

    Das Beispiel ist unpassend..
    Denn hier geht es nicht darum was man mit dem verdientem Geld macht, und schon gar nicht darum sein Leben zu finanzieren, sondern darum eine Leistung ohne Gegenleistung in Anspruch zu nehmen, also einen Job anzunehmen, das Geld anzunehmen, aber dafür nicht die vereinbarte Frist arbeiten zu wollen..
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#52 TheDadProfil
#53 TheDadProfil
  • 18.03.2019, 20:31hHannover
  • Warum noch mal genau geht es mehr als 30 Kommentare nur noch um persönliche Befindlichkeiten, und gar nicht mehr um
    "Trump setzt Menschenfeindliche Doktrin durch" ?

    Ach ja..
    Ich vergaß..
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