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"Let's Dance"

Kerstin Ott steht bereit

Premiere bei RTL: Erstmals nimmt ein gleichgeschlechtliches Tanzpaar an der Show "Let's Dance" teil.


Kerstin Ott ist bereit: Im Kölner Coloneum will die lesbische Schlagersängerin die nächsten Wochen freitags Jury und Zuschauer begeistern (Bild: TVNOW / Stefan Gregorowius)

Am Freitagabend um 20.15 Uhr hat das Warten ein Ende: In der zwölften Staffel von "Let's Dance" wird erstmals ein gleichgeschlechtliches Paar das Tanzbein schwingen. Schlagersängerin Kerstin Ott und eine – bislang noch unbekannte – Profi-Tanzpartnerin schreiben damit Geschichte in der seit 2006 ausgestrahlten Show. Im Februar hatte Ott erklärt, sie wollte nur an der Sendung teilnehmen, wenn sie mit einer Frau tanzen dürfe – RTL erfüllte ihr den Wunsch (queer.de berichtete).

In der ersten dreistündigen Folge werden sich die 14 antretenden Stars und Sternchen in der Kennenlernshow erst einmal beschnuppern. Außerdem werden die Zuschauer erfahren, mit welchem Profitänzer bzw. welcher Profi-Tänzerin die Promis antreten werden. Eine Woche später, am 22. März, geht es dann im Wettbewerb richtig los.

Ott erklärte, sie habe sich wochenlang mit einer Personal-Trainerin für die Show fit gemacht – mit Kraft- und Ausdauertraining. Wenn ihr die Puste ausgeht, denke sie einfach an Helene Fischer, so Ott. Sie hatte die Schlagerkönigin Ende letzten Jahres bei der "Helene Fischer Show" kennengelernt – die beiden Frauen sangen in der Sendung zusammen Otts Toleranz-Hit "Regenbogenfarben" (queer.de berichtete). "Helene ist so ein netter Mensch, ich habe sie als sehr liebevoll im Umgang mit ihren Mitmenschen empfunden", sagte Ott. "Sie ist zielstrebig und begeistert viele Menschen mit dem, was sie macht und ist."

Ott ist meistgegoogelte Teilnehmerin

Bereits jetzt hat Ott einen großen Vorteil, um die Zuschauer zu überzeugen: Laut vergleich.org ist sie mit Abstand die meist gegoogelte Kandidatin in der Tanzshow. Die 37-Jährige liegt vor der frischgebackenen Dschungelkönigin Evelyn Burdecki und Social-Media-Star Lukas Rieger. Auf Platz vier folgt Sängerin und Ex-DSDS-Jurorin Ella Endlich, die 2016 am deutschen Vorentscheid zum Eurovision Song Contest teilgenommen hatte (queer.de berichtete). Platz fünf belegt die 41-jährige Kalauermaschine Oliver Pocher.


Bild: vergleich.org

Moderiert wird "Let's Dance" wie im letzten Jahr von Daniel Hartwich und Victoria Swarovski. In der Jury sitzen Motsi Mabuse, Jorge Gonzalez und Joachim Llambi. RTL plant nach der Kennenlernshow jeweils freitags zwölf Liveshows am Freitagabend zur besten Sendezeit.

Auch Frauentanzpaar in ORF-Tanzshow

Auch in der österreichischen Version der Show, die unter dem Titel "Dancing Stars" ebenfalls ab Freitagabend ausgestrahlt wird, tritt ein gleichgeschlechtliches Tanzpaar an: Die 28-jährige Ex-Eishockey-Nationalspielerin und Sängerin Virginia Ernst ("Rockin'") wird mit einer Frau das Tanzbein schwingen (queer.de berichtete). Diese Sendung ist ab 20.15 Uhr bei ORF eins zu sehen.

Anders als in der RTL-Show hatte bei "Dancing Stars" bereits 2011 ein gleichgeschlechtliches Tanzpaar für Aufregung gesorgt: Damals tanzte der schwule Moderator und Sänger Alfons Haider mit einem männlichen Partner und belegte am Ende Rang vier unter zwölf Teilnehmern.

Kritik am schwulen Paartanz kam von mehreren homophoben Promis, etwa von der Fußball-Ikone Toni Polster ("Wenn ich heutzutage meinen Fernseher aufdrehe, überkommt mich das Gefühl, ich bin abnormal, weil ich heterosexuell bin und nicht schwul") und Formel-1-Urgestein Niki Lauda ("Ich bin empört, dass sich der öffentlich-rechtliche ORF […] aus reiner Quotengeilheit dafür hergibt, schwules Tanzen zu propagieren"). Dieses Mal war es im Vorfeld der Show ruhiger geblieben. (dk)



#1 JuNiAnonym
  • 16.03.2019, 09:20h
  • Find es suuuuuuuuper, dass Kerstin mit einer Frau tanzt. Leider fehlte ihr (noch) ein wenig die Übung und es sah etwas holprig aus. Thomas Rath war ja mega. Wenn er mal nicht gewinnt...
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#2 Patroklos
  • 16.03.2019, 10:48h
  • Antwort auf #1 von JuNi
  • Schade nur, daß er nicht mit einem Mann tanzt. Im letzten Jahr hätte es bei "Let's Dance!" auch schon ein gleichgeschlechtliches Paar geben können, aber Thomas Herrmanns hat sich das nicht getraut.
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#3 MaerzAnonym
  • 16.03.2019, 14:31h
  • Antwort auf #1 von JuNi
  • Dass sie beim Tanzen nicht professionell wirkt, liegt wohl daran, dass sie Sängerin von Beruf ist. Das eine ist nicht immer automatisch mit dem anderen verbunden.

    Ansonsten finde ich es gut, dass RTL ihr es gestattet, mit einer Frau zu tanzen. Das sollte selbstverständlich sein.
    Und ich könnte mir vorstellen, dass es manchen gar nicht unbedingt ums Gewinnen geht, sondern um den Spaß beim Tanzen.
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#4 MaerzAnonym
  • 16.03.2019, 14:40h
  • Dass sie viele Aufrufe im Internet erhalten hat, muss nicht automatisch ein Vorteil sein. Da sind leider auch Leute darunter, die nur sehen wollen, wer diese Frau ist, die "den komischen Wunsch hatte, unbedingt mit einer Frau tanzen zu müssen." Und das sind dann erstaunlicherweise diejenigen, die dann unbedingt Let's Dance anschauen wollen, um eine Projektion zu haben für ihre Abneigungsempfindungen. Üblicherweise paart sich das mit dem Abstimmen, so dass dann nicht immer die Leistung bewertet wird, sondern "wie man denn die "Lesbe" als solche findet."

    Ich drücke ihr jedenfalls die Daumen, dass sie Spaß haben wird und sie fair bewertet wird mit ihrem Tanzen.
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#5 MaerzAnonym
#6 KaktusAnonym
  • 17.03.2019, 10:32h
  • Ich hoffe das Kerstin Ott eine große Fan Base hat und für sie anrufen. Ansonsten wird es echt knapp. Wäre echt schade.
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