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Kommentare zu:
JU-Deutschlandtag macht sich über Intersexuelle lustig


#11 AFD-WatchAnonym
  • 17.03.2019, 15:37h
  • PS.
    Warum sehen die Typen der "Jungen" Union oft aus wie über 50?

    "Die "linke Intoleranzpolizei"... sagen die Leute von der rechten Intoleranzpolizei...
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#12 FinnAnonym
  • 17.03.2019, 15:39h
  • ""Ein solches Land, was es sich leisten kann, solche Probleme zu diskutieren, scheint keine wirklichen Probleme zu haben.""

    Tja, Herr Blume,

    umgekehrt wird ein Schuh draus:
    Wenn es so viele andere, "wichtigere" Probleme gibt, wieso beschäftigt sich dann AKK ständig mit LGBTI-Themen statt mal diese andere Probleme anzugehen?!

    Die Antwort ist ganz einfach:
    auf diese anderen, "wichtigeren" Themen hat die Union keine Antworten. Die können ja ohne Beratung irgendwelcher Consulting-Firmen keinen Beschluss mehr fassen.

    Und wie lenkt man davon ab, dass man kein einziges Problem in diesem Land löst und dass die drängenden Probleme (Schere zwischen Arm und Reich, Mieten, marode Straßen und Brücken, Vergasung der Innenstädte, Klimawandel, Rentenproblem, Pflege-Notstand, etc. etc. etc.) schlimmer statt besser werden?

    Ganz einfach: man lenkt von seinem Versagen ab, indem man gegen Minderheiten hetzt.
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#13 SarkastikerAnonym
#14 normanjaAnonym
  • 17.03.2019, 16:04h
  • Für mich ist es unverständlich, warum Mitglieder einer Partei, die sich als zentrale Säule des Rechtsstaats und damit des Grundgesetzes und der Menschenrechte sieht, sich immer wieder solchermaßen im Ton vergreifen und zum Zwecke der politischen Stimmungsmache marginalisierte Minderheiten diffamieren und dem Meinungspöbel zum Fraß vorwerfen. Um so schlimmer, dass der Meinungspöbel aus anderen Mitgliedern der gleichen Partei besteht.

    Es gilt aber dennoch, etwas genauer hinzusehen. Die Rede war hier von "Linken", die "lieber für die Schultoilette des 3. bis 312. Geschlechts kämpfen". Ausserdem ist von einer "linken Intoleranzpolizie" die Rede (ich habe dies dem Artikel hier entnommen, nicht Originaldokumenten).

    Zunächst ist der Begriff "Das dritte Geschlecht" ursprünglich der Titel eines Romans von Ernst von Wolzogen 1899, und im aktuellen Zusammenhang wohl der falsche. Vielmehr ist im Personenstandsgesetz von "Angaben zum Geschlecht" die Rede, und im Urteil des Verfassungsgerichts von einer "dritten Option". Es sollte also durchgehend "dritte [Geschlechts]Option" heißen.

    Schade ist, dass diese durch den Beschluss des Verfassungsorgans Bundesverfassungsgericht erzwungene, von den Verfassungsorganen Bundestag und Bundesrat beschlossene und dem Verfassungsorgan Bundespräsident unterzeichnete Regelung von einigen Politiker*innen der sich als demokratisch bezeichnenden Parteien immer noch nicht akzeptiert, sondern ins Lächerliche gezogen und damit diffamiert wird.

    Bei "Linken" ist hier wohl die Rede von den politisch links stehenden Oppositionsparteien im Bundestag, die sich in besonderer Weise für die Rechte auf einen dem jeweiligen Menschen angemessenen Geschlechtseintrag und Diskriminierungsschutz eingesetzt haben, und im Übrigen auch gegen Therapien genannten Verstümmelungen von Menschen in nicht einwilligungsfähigem Alter oder mit absichtlich mangelnder ärztlicher Aufklärung. Die in sofern die Verfassung und die Menschenrechte wohl deutlich ernster nehmen als Herr Kuban in seiner BEwerbungsrede oder Frau Kramp-Karrenbauer in ihrer Faschingsrede.

    Und abschließend wird auch in diesem Artikel wie in der ganzen Diskussion um die oben genannten Redebeiträge, eine gendersensible Sprache und geschlechtsneutrale Toiletten wieder implizit die Gruppe der betroffenen oder gemeinten Menschen mit "intersexuellen" Menschen gleichgesetzt, obwohl dies so nicht zutrifft. Nicht jeder intergeschlechtliche Mensch will eine geschlechtsneutrale Toilette benutzen, kein Mensch in dieser Situation sollte durch Nutzung zu einem Outing gezwungen werden, und auch anderen Personen sollte die Nutzung einer geschlechtsneutralen Toilette sembstverständlich offen stehen. Nicht nur intersexuelle Menschen sind gemeint, wenn über eine geschlechtsneutrale Anrede und geschlechtssensible Sprache diskutiert wird. Und nicht nur intersexuelle Menschen werden auf Grund ihres Geschlechts diffamiert und diskriminiert.

    Und nein, ich bin mitnichten ein Chaot.
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#15 HyenadykeProfil
  • 17.03.2019, 16:08hKöln
  • Mal etwas Semantik:
    Wenn die "Verkehrspolizei" sich um Delikte im Straßenverkehr kümmert, die "Kriminalpolizei" sich um Kriminalität, dann beschäftigt sich die "Intoleranzpolizei" mit intoleranten Verhalten. Ist doch ganz logisch.

    In dem Fall mach ich da doch gerne mit:
    "Achtung Achtung! Hier spricht die Intoleranzpolizei!
    Ihre Homo- Trans- und Inter*feindlichkeit verstößt gegen die allgemeinen Menschenrechte und die Verfassung dieses Staates!
    Ihre Ignoranz geschlechtlicher und sexueller Realität gegenüber führt zu Ausgrenzung, Übergriffen und Gewalt zum Schaden von Menschen!
    Bitte stellen sie unverzüglich ihre Hetze ein und kriechen sie in die Höhle zurück, aus der anscheinend gerade herausgekommen sind. Kehren sie nie wieder zurück!
    Gehen Sie nicht über "Los", und ziehen Sie keine Spendengelder ein."

    Aber immerhin steht er offensichtlich dazu, intolerant zu sein. Dummerweise scheint ihn das auch noch stolz zu machen.
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#16 w3tgedfdgAnonym
  • 17.03.2019, 16:42h
  • Das ist das typische Muster von Menschen, die gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit propagieren:

    Erst verhalten sie sich gruppenbezogen menschenfeindlich. Und sobald sich Widerstand gegen gruppenbezogen menschenfeindliches Verhalten regt, attackieren sie die Widerständler und unterstellen ihnen "wichtigere Probleme" zu vernachlässigen. Da fallen dann Worte wie "Es gibt Wichtigeres". Aber genau damit wollen sie dafür sorgen, dass die Debatte über gruppenbezogen menschenfeindliches Verhalten abgeschnitten werden soll. Dies dient dem Zweck sich zukünftig immer wieder gruppenbezogen menschenfeindlich zu verhalten und jedes Mal, wenn dann Widerstand kommt, den Widerständlern zu unterstellen "Seht ihr nicht, dass es Wichtigeres gibt?".

    Es gibt in meinen Augen aber nichts Wichtigeres als Widerstand gegen gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit zu leisten. Denn nichts ist abartiger als gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit.

    Außerdem leben in Deutschland mehr als 80 Millionen Menschen, die auf Ebene der Kommunen, Länder und des Bundes von tausenden verschiedenen (Fach-)Politikern vertreten werden. Der Sinn und Zweck so viele Politiker zu haben ist gerade der, dass sich verschiedene Politiker parallel um verschiedene Themen kümmern können.

    Das Argument der Rechtskonservativen "Es gibt Wichtigeres" ist somit keines. Bei so vielen verschiedenen Politikern können sie sich auch gleichzeitig um viele verschiedene Themen kümmern und das tun sie ja auch. Sich um ein Thema zu kümmern schließt nicht aus, dass sich die Politik auch gleichzeitig um andere Themen kümmern kann.

    Aber die Rechtskonservativen tun so, als könne man sich immer nur um ein Thema oder ein paar wenige Themen gleichzeitig kümmern. Das ist falsch.

    Es zeigt mit welchen Methoden die Rechtskonservativen für die Aufrechterhaltung und Verschärfung gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit kämpfen: Mit Lügen!

    Das Verhalten der Rechtskonservativen ist menschenfeindlich und erbärmlich! Richtig eklig!!!
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#17 lindener1966Profil
  • 17.03.2019, 16:52hHannover
  • Das wichtigste Problem in diesem Land ist tatsächlich das große Ungleichgewicht zwischen arm und reich. Das interessiert diese Knaben aber auch kein deut. Sie wollen Leistungen z. B an Rentner eher zurückschrauben. Damit dämmen sie die AFD bestimmt ein. Vor allem im Osten. Ironie Ende.
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#18 LinksImVorteilAnonym
  • 17.03.2019, 17:35h
  • :'-D Die Union hat Existenzängste - hurra.

    Endlich kommen sie in die Situation, in die die LSBTTIQ immer wieder gezwungen werden.
    Die Union/JU hat schon keine überzeugenden Inhalte mehr, für die sie werben können. Nur mit LSBTTIQ bashing Stimmen zu fangen, ist zum Scheitern verurteilt.
    Ich habe den Eindruck, sie bäumen sich ein letztes Mal auf um geradewegs in den Abgrund zu rutschen.

    Das macht die SPD, die LINKEN, und die Grünen nur noch stärker. Sie haben handfeste Argumente und ne Menge Aussagen von der Union, die deutlich machen, wohin die Reise gehen wird, wenn sie noch länger in der Regierung bleiben werden.
    Das Bundesverfassungsgericht dürfte sich schon die Hände reiben und sie warten eigentlich nur noch darauf, dass sie Gelegenheit bekommen, diese verstaubte Dauerblockade für verfassungswidrig zu erklären sowie auch die aktuellen Äußerungen als deutlich diskriminierend und dem AGG verstoßend zu verurteilen.

    Jetzt hat die Opposition die Möglichkeit, mit Vollgas links vorbeizufahren :-)

    Lasst dies euch stark machen, liebe SPD, LINKE, und Grüne. Eure positive Position wird gerade durch die negativen Äußerungen der Union bestätigt. Sie haben Ihre fundierten politischen Standpunkte und die Union hat offensichtlich null Ahnung wie sie das moderne Deutschland leiten soll.

    ABER:
    Gleichzeitig bitte jetzt genauso vorsichtig sein. Die Äußerungen der Union sind Stärkung für die AfD(!)
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#19 Julian SAnonym
  • 17.03.2019, 17:44h
  • "Schultoiletten für das 3. bis 312. Geschlecht"

    Wenn man etwas nicht versteht, muss man es halt durch Übertreibung ins Alberne ziehen....

    Solche Leute demonstrieren letztlich nur ihre eigene Dummheit.

    Aber wie sagte schon Gandhi:
    "Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du."
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#20 Ralph
  • 17.03.2019, 17:47h
  • Das mit dem dritten bis soundsovielhundertsten Geschlecht hab ich von einem AfD-Politiker schon gehört. In der Union übernimmt man also nicht nur die Gedankengänge der Rechtsradikalen, sondern auch deren Wortwahl. Nur: Wer denkt wie ein Rechtsextremist und redet wie ein Rechtsextremist, der wird wohl wahrscheinlich auch ein Rechtsextremist sein, auch wenn er sich in der Union verortet und (noch) nicht in der AfD.
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