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USA

Erstmals schwuler Präsidentschaftskandidat in offizieller TV-Debatte

Pete Buttigieg hat in den letzten Wochen eine gute Figur als Präsidentschaftskandidat gemacht. Als erster queerer Bewerber qualifizierte er sich für eine Fernsehdebatte mit den anderen Kandidaten.


Wer das Fernsehgerät in Amerika einschaltet, begegnet Pete Buttigieg gerade auf fast allen Kanälen (Bild: Screenshot CBS)

Der offen schwule Politiker Pete Buttigieg wird bei der ersten offiziellen Fernsehdebatte der demokratischen Bewerber um das US-Präsidentenamt dabei sein. Der 37-jährige Bürgermeister der knapp über 100.000 Einwohner zählenden Stadt South Bend im Bundesstaat Indiana hat mit über 65.000 Einzelspendern die von der Parteiführung festgelegte Schwelle für eine Teilnahme erreicht, wie Buttigieg am Samstag via Twitter mitteilte. Der verheiratete Marine-Veteran bedankte sich in dem Eintrag bei seinen Unterstützern. "Aber wir müssen viel mehr Geld einsammeln, um mithalten zu können", schrieb er dazu. Die Debatte soll im Juni stattfinden und live im Fernsehen übertragen werden.

Twitter / PeteButtigieg

Damit ist Buttigieg der erste LGBTI-Kandidat, der sich für eine derartige TV-Debatte der zwei großen US-Parteien qualifiziert hat. Zwar war mit Fred Karger bereits 2011/12 ein schwuler Politiker bei den Vorwahlen der Republikaner angetreten. Er konnte sich damals aber für keine einzige TV-Debatte qualifizieren. Die Republikaner hatten damals als Voraussetzung für die Teilnahme, dass ein Kandidat in mehreren nationalen Umfragen über ein Prozent Zustimmung erhalten muss.

Buttigieg macht gute Figur im Fernsehen

Buttigieg hatte im Januar seine Kandidatur für die Präsidentschaftswahlen bekanntgegeben (queer.de berichtete). In einem sehr großen Bewerberfeld galt er zunächst als völlig aussichtslos gegen etablierte Bundespolitiker, beeindruckte jedoch mit einer erfolgreichen Wahlkampagne und überzeugenden Interviews. Insbesondere ein live im Sender CNN übertragenes sogenanntes "Town Hall Meeting" – also ein Interview vor Publikum, bei dem auch Zuschauer fragen stellen dürfen – sorgte vor einer Woche für einen Popularitätsschub des Kandidaten. Binnen 24 Stunden konnte er über 600.000 Dollar an Spenden verbuchen.

Direktlink | Nach dem "Town Hall Meeting" auf CNN erlebte Pete Buttigieg einen Popularitätsschub


Bislang haben sich neben Buttigieg bereits mehr als ein Dutzend Kandidaten um die demokratische Präsidentschaftskandidatur beworben. Weitere Bewerbungen gelten als wahrscheinlich. Die meisten Kandidaten sind oder waren US-Parlamentsabgeordnete oder Gouverneure. Als Favorit gelten der 76-jährige ehemalige Vizepräsident Joe Biden, der sich allerdings noch nicht offiziell für das Amt beworben hat, sowie der 77-jährige linke Demokrat Bernie Sanders und die 54-jährige Senatorin Kamala Harris, die sich als eine Art Obama 2.0 präsentiert.

Fast alle demokratischen Kandidaten gelten als LGBTI-freundlich und werben in der Community um Stimmen. Bislang ist einzig die 37-jährige US-Abgeordnete Tulsi Gabbard aus Hawaii umstritten. Sie hatte Anfang der Nullerjahre als junge Frau für die homophobe Organisation ihres Vaters gearbeitet, die Homosexualität als "ungesundes, abnormes Verhalten" bezeichnet hatte und für die "Heilung" Schwuler und Lesben warb. Vor sieben Jahre hatte sie sich erstmals für ihre homophoben Äußerungen und Aktivitäten aus der Vergangenheit entschuldigt und behauptet inzwischen, ihre Meinung zum Thema grundsätzlich geändert zu haben.

Direktlink | Am Sonntag warb Buttigieg auch im Republikaner-Sender "Fox News" um Stimmen

Die US-Präsidentschaftsvorwahlen starten mit TV-Debatten im Juni diesen Jahres. Von Februar bis Juni 2020 werden dann in allen US-Bundesstaaten innerparteiliche Wahlen abgehalten, bevor im November die Präsidentschaftswahl stattfindet. Derzeit gilt es als sicher, dass Präsident Donald Trump Gegner für den siegreichen Demokraten oder die siegreiche Demokratin sein wird. Aber auch Trump muss sich – sollten andere Kandidaten antreten – Vorwahlen seiner Partei stellen. (dk)



#1 KetzerEhemaliges Profil
  • 18.03.2019, 14:58h
  • Bevor sein Name wieder zu pubertärem Giggeln führt, weil die ersten vier Buchstaben ja sooo lustig sind, hier ein Wink zur korrekten Aussprache:

    en.wikipedia.org/wiki/Pete_Buttigieg

    (Lautschrift geht hier ja nicht, deshalb möge man bei Interesse, oder um Peinlichkeiten zu vermeiden, den Wikipedia-Link anklicken...)
  • Antworten » | Direktlink »
#2 AufrechtgehnProfil
  • 18.03.2019, 15:12hFrankfurt am Main
  • Antwort auf #1 von Ketzer
  • Es ist ja nicht nur der Nachname. Er ist auch noch Bürgermeister in einem Ort namens "Bend" (bücken)! Da schreiben sich die homophoben Gags ja quasi von selbst... (sorry, ich konnte einfach nicht dran vorbei gehen).
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#3 KetzerEhemaliges Profil
#4 BenderAnonym
  • 18.03.2019, 15:48h
  • Antwort auf #2 von Aufrechtgehn
  • Sogar "South Bend" was sich frei mit "nach unten bücken" übersetzen lässt...

    Ich finde das übrigens gut. Wenn sich tatsächlich seine (unsere) Feinde in derart kindischer Manier über so etwas triviales wie NAMEN lustig machen, zeigen sie wie extrem zurückgeblieben sie in Wirklichkeit sind.

    Nach der Trump-Katastrophe würde mit ein Schwingen des Pendels mit gleicher Stärke in die andere Richtung nicht wundern. Daher halte ich einen schwulen US-Präsidenten nach Trump für möglich. Mir graut nur davor was danach passiert, sollte sich dieser Trend fortsetzen. Erwartet uns dann als nächstes ein Diktator, der sofort den 3. Weltkrieg beginnt? Oder aber, vielleicht lernen die Menschen ja endlich mal was und wir bleiben auf dem Pfad des Lichts? Nach Trump scheint einfach ALLES möglich.
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#5 FredericAnonym
#6 Patroklos
  • 18.03.2019, 19:55h
  • Sollte er tatsächlich US-Präsident werden, dann hat er auf jeden Fall den lustigsten Familiennamen!
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#7 KetzerEhemaliges Profil
#8 ReflexionAnonym
#9 garnichtschlechtAnonym
#10 SpiegeleiAnonym