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Sumerjam-Headliner

Buju Banton distanziert sich von "Boom Bye Bye"

Die Kölner CSD-Organisatoren liefen Sturm gegen den geplanten Summerjam-Auftritt von Buju Banton, der in einem Song zur Ermordung Homosexueller aufruft. Die Reggae-Veranstaltung erklärt die "Auseinandersetzung" nun für beendet.


Buju Banton will künftig nicht mehr zur Ermordung Homosexueller aufrufen

Buju Banton hat sich in einem persönlichen Statement vom Song "Boom Bye Bye" distanziert. Das gab das Kölner Summerjam-Festival, bei dem Banton Anfang Juli als Headliner auftreten soll, am Dienstagnachmittag bekannt. In der mehrere Sätze umfassenden Erklärung entschuldigte sich der Sänger nicht für den in "Boom Bye Bye" enthaltenen Mordaufruf gegen Homosexuelle, erklärte aber, er werde das Lied nicht mehr aufführen.

Hier das gesamte Statement, das auf den 6. März datiert ist (deutsche Übersetzung von queer.de):

In den letzten Tagen gab es viele Presseberichte über das Lied "Boom Bye Bye" aus meiner Vergangenheit, das ich schon lange nicht mehr spiele. Ich erkenne an, dass dieser Song vielen Zuhörern viel Schmerz zugefügt hat, wie auch meinen Fans, meiner Familie und mir selbst. Nach all dem Unglück, das wir durchgemacht haben, bin ich entschlossen, diesen Song in der Vergangenheit zu belassen und als ein Künstler und ein Mann nach vorne zu schreiten. Ich versichere ein für alle mal, dass jeder das Recht hat zu leben, wie er oder sie es für richtig hält.

Bantons geplanter Auftritt zum Summerjam-Festival, das parallel zum CSD in Köln stattfindet, hatte scharfe Kritik hervorgerufen, auch vom Bundestagsabgeordneten Sven Lehmann (queer.de berichtete). Die Organisatoren des Cologne Pride, der Kölner Lesben- und Schwulentag (KLuST) hatten die Ausladung Bantons gefordert (queer.de berichtete).

"Auseinandersetzung beigelegt"

"Die Auseinandersetzungen mit dem Kölner Lesben- und Schwulentag e.V. um den Auftritt von Buju Banton auf dem diesjährigen Summerjam sind beigelegt", erklärte Summerjam-Pressesprecherin Jutta Hackland. "Der KLuST hat das Statement akzeptiert, so dass dem Auftritt im Sommer nichts mehr im Wege steht."

Zudem gebe es die Überlegung, einen Infostand des KLuST beim Summerjam zu errichten. Allerdings erklärte Colognepride-Sprecher Oliver Lau gegenüber queer.de, dass dies parallel zum CSD kaum möglich sei: "Wir haben da am gleichen Wochenende eine Veranstaltung in der Altstadt zu stemmen." Zur Einigung mit Summerjam hat der KLuST bis zum späten Dienstagnachmittag keine Stellungnahme abgegeben.

Künstler war knapp zehn Jahre lang wegen Haftstrafe abgetaucht

Buju Banton wurde im Dezember 2009 wegen Drogenhandels in den USA verhaftet, später schuldig gesprochen und saß bis Dezember 2018 in Haft. Inzwischen ist er auf Tour – am Wochenende trat er in der jamaikanischen Hauptstadt Kingston auf. Laut Medienberichten hat er bislang den homophoben Song aus dem Jahr 1992 nicht gespielt, es gibt auch keine Berichte über weitere homophobe Äußerungen.

Vor seiner Verhaftung hatte der Sänger immer wieder in Interviews gegen Homosexuelle gewettert. Den Song führte er damals regelmäßig in seinem Heimatland auf, verzichtete aber bei Konzerten in Europa oder Nordamerika darauf.

Aussagen aus dieser Zeit sind teilweise widersprüchlich: 2007 unterzeichnete er angeblich die Vereinbarung einer britischen Gruppe, keine "Murder Music" mehr zu spielen, später behauptete sein Management jedoch das Gegenteil (queer.de berichtete). Nur wenige Wochen vor seiner Verhaftung erklärte Banton, zwischen ihm und "Schwuchteln" gebe es einen "endlosen Krieg" (queer.de berichtete). (dk)

NEUE KÜNSTLERBESTÄTIGUNGEN: Slightly Stoopid + I-FIRE + Krazins + Malik

Gepostet von Summerjam Festival am Donnerstag, 14. März 2019
Facebook / Summerjam Festival



#1 schwulenaktivist
#2 Homonklin44Profil
  • 19.03.2019, 21:55hTauroa Point
  • Na, wenn er gerallt hat, dass das auch auf ihn und seine Leute zurück strahlt, was er damit für einen Brunz geschaffen hat ... aber das klingt mehr nach, oha, die Gerry's wollen den Song nicht hören, also lassen wir's besser mal stecken, und nicht nach allzu großem Verständnis oder Erkenntnisgewinn.
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#3 Klaus 123Anonym