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Hetze im TV

Pat Robertson: Gott wird homofreundliches Amerika vernichten

Amerikas populärster TV-Pfarrer, der ehemalige Präsidentschaftskandidat Pat Robertson, sieht die Apokalypse heraufziehen, wenn christliche Konditoren Torten für Homosexuelle backen müssen.


Pat Robertson hetzt in seiner Show "The 700 Club" seit 1966 gegen Homosexuelle und andere "Sünder"

Der evangelikale US-Fernseprediger Pat Robertson hat am Dienstag in seiner Personality-Show "The 700 Club" davor gewarnt, dass die Vereinigten Staaten von der Erdfläche verschwinden würden, wenn ein neues Gesetz Homo- und Transsexuelle vor Diskriminierung schützt. Entsprechendes planen die Demokraten derzeit im amerikanischen Kongress (queer.de berichtete). Immer wieder gibt es in den Medien Berichte über Diskriminierungen von Homo- oder Transsexuellen – besonders verbreitet sind Storys über christliche Konditoren, die keine Torten für Homosexuelle backen wollen, oder über Hotelbesitzer, die Homo-Paaren kein Zimmer vermieten wollen.

Hier Robertsons Aussage im Wortlaut:

Wenn Sie den Römerbrief lesen, werden Sie lesen: "Gott hat sie dahingegeben". Er hat sie aufgegeben wegen ihrer Unreinheit. Frauen, die nach Frauen gieren, und Männer, die nach Männern gieren, als ob es Frauen wären. Gott hat sie dahingegeben wegen ihrer Unreinheit. Und das passiert jetzt gerade. Wenn Sie daran denken, dass maximal ein Prozent der Nation Lesben sind und vielleicht zwei Prozent Homosexuelle. Jetzt gibt es die ganze Sache mit Geschlechtsumwandlung – das hatten wir vorher nie und plötzlich entscheiden sich kleine Jungs dafür, Mädchen zu werden. Und sie haben diese schrecklichen Operationen […]

Wir haben den Punkt erreicht, an dem Gott uns aufgeben wird. Das sagt die Bibel. Wir werden durch nukleare Angriffe aus dem Iran und Nordkorea bedroht. Wir werden durch Cyberattacken aus China und Russland bedroht. Die ganze Welt will Amerika vernichten und die Welt kann das nicht tun, so lange das amerikanische Volk an seinem Glauben an Gott festhält. Wenn wir aufgeben, wenn wir freiwillig aufgeben, dann gibt es keine Hoffnung für diese Nation gegen die Feinde, die sie vernichten wollen.

Robertson beeinflusst mit seinen kruden Thesen bei "The 700 Club" seit über 50 Jahren Millionen von evangelikalen Christen und war selbst politisch aktiv: 1988 belegte er als Präsidentschaftskandidat der Republikaner bei den parteiinternen Vorwahlen Rang drei hinter George H.W. Bush und Bob Dole.

"The 700 Club" wird in den USA seit 1966 auf Hunderten Kanälen ausgestrahlt. Eine abgewandelte Form der Sendung gibt es in Deutschland auf Bibel TV unter dem Titel "Club 700" zu sehen. Bibel TV wirbt für die Show mit den Worten: "Die Sendung will eine Hoffnung vermitteln, die gerade auch in schwierigen Situationen trägt – durch authentische Berichte, die das Vertrauen in den lebendigen Gott stärken können."

Hetze gegen Homosexuelle gehört seit längerem zu den Markenzeichen des 88-jährigen Robertson: So behauptete er in den letzten Jahren, dass Gott eine US-Autobahn von unreinen Schwulen säubern wolle, dass Menschen nur homosexuell werden, wenn sie missbraucht worden sind, und dass Hollywood arme heterosexuelle Schauspieler in Homo-Rollen zwinge. Seine Sendung warb auch für die "Heilung" von Homosexuellen. Robertson sagte außerdem im Jahr 2013, dass er am liebsten kotzen würde, wenn er küssende Homo-Paare sehe. (dk)



#1 erwischtAnonym
  • 20.03.2019, 12:21h
  • "Gott wird homofreundliches Amerika vernichten."
    Dieser Satz/diese Hetze ist anzeigebedürftig.
    Wahrscheinlich ist ihm der schwule Präsidentschaftskandidat ein Dorn im Auge. Und sich noch wegen Torten aufblasen.

    Fundamentalistischer Christ in extremer Form, dieser Robertson.

    Die Queen im Buckingham Palast würde sagen: "Sie sind ja ein sehr aufgeblasener Mensch. I'm not amused."
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#2 Alexander_FAnonym
  • 20.03.2019, 13:11h
  • Das Ende ist nahe, und wir werden alle sterben. Immer dieselbe alte Leier.

    Herr Robertson: die Welt hat schon ganz anderes überstanden, und Amerika auch, ohne dass die Hand Gottes irgendwen niedergestreckt hätte. Im Übrigen sollten Sie bedenken, dass interessanterweise diejenigen Regionen, in denen in den USA Naturkatastrophen am häufigsten auftreten, oft auch die religiösesten sind: der von Tornados geplagte Mittlere Westen sind hier ebenso zu nennen, wie der damals vom Hurricane Katrina verheerte Süden.
    Wenn es einen Gott gibt, mag er Sie uns Ihre Schäfchen sicher noch weniger als uns.
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#3 keklokAnonym
  • 20.03.2019, 13:24h
  • Und den Planeten wird Robertson Fantasie-Gott auch zerstören! Denkt an diese sündigen Tiere die auch alle Homosexualität betreiben! ;-)
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#4 HyenadykeProfil
  • 20.03.2019, 13:43hKöln
  • "1 Prozent sind Lesben und 2 Prozent Homosexuelle"
    Heißt das 1 Prozent Schwule oder Lesben sind nicht Homosexuell?
    Ich befürchte der meint tatsächlich letzteres, weil das Weib ist ja Untertan und ernst nehmen muss man(n) dieses Lesben-Gezicke eh nicht, weil die sind ja eh alle hysterisch und haben Penisneid und so ...

    Und jetzt gibt es noch dieses ganze Trans-Zeug, das-hat-es-führer-nicht-gegeben und diese schrecklichen Operationen und alle wollen Amerika vernichten und -
    Mensch Alter! Schluck Deine Pillen und beruhig' Dich!

    "Gott wird uns strafen!"? Zu den religiösen Weltuntergangsszenarien (das wievielte ist das jetzt?) mal was ernsthaft bedenkliches:
    Cthulhu fhtagn!
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#5 Waiblinger 1983Anonym
  • 20.03.2019, 15:01h
  • Bei solchem geistigem Diarrhoe finde ich immer Trost und Halt im "Simpsonismus".

    Mr. Hoover über M. Burns:" Er ist alt und er wird sterben ! Hah "

    Herr wir danken dir für unsere Sterblichkeit die uns größtenteils zwingt
    uns mental weiter zu entwickeln und dafür sorgt das Leute mit derartigem
    Gedankengut auf biologischem Weg irgendwann veerschwinden werden.

    Amen
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#6 Danny387Profil
#7 Ralph
  • 20.03.2019, 16:47h
  • Ich möchte mich nicht dem Missverständnis aussetzen, das Christentum zu verteidigen, aber Röm 1, 27 wird immer wieder gern von Leuten zitiert, die diese Stelle und ihren Zusammenhang nie gelesen haben. Paulus schreibt:

    Sie wussten, dass ein Gott ist, und haben ihn nicht gepriesen als einen Gott und ihm gedankt, sondern haben ihre Gedanken dem Nichtigen zugewandt, und ihr unverständiges Herz ist verfinstert. (Röm 1, 21)

    Da sie sich für weise hielten, sind sie zu Narren geworden (Röm 1, 22)

    und haben verwandelt die Herrlichkeit des unvergänglichen Gottes in ein Bild gleich dem eines vergänglichen Menschen und der Vögel und der vierfüßigen und der kriechenden Tiere. (Röm 1, 23)

    Darum (!!!) hat sie auch Gott dahingegeben (!!!) in ihrer Herzen Gelüste, in Unreinigkeit ,zu schänden ihre eigenen Leiber an sich selbst (Röm 1, 24)

    sie, die Gottes Wahrheit verwandelt haben in Lüge und haben geehrt und gedient dem Geschöpf statt dem Schöpfer, der da gelobt ist in Ewigkeit. Amen. (Röm 1, 25)

    Paulus verkündet also zunächst, dass Menschen den Christengott nicht anerkennen, und belegt sie mit wüsten Beschimpfungen, wobei er (siehe je drei Ausrufezeichen von mir zur Hervorhebung) weiter aussagt, dass sie dafür vom Christengott bestraft worden seien, "ihre eigenen Leiber zu schänden an sich selbst". Man kann sich denken, was damit gemeint ist. Dann fährt er fort mit einer weiteren Strafe -und das ist die berühmte, stets falsch zitierte Stelle-:

    Darum hat sie Gott auch dahingegeben in schändliche Lüste; denn ihre Weiber haben verwandelt den natürlichen Umgang in den unnatürlichen (Röm 1, 26)

    desgleichen auch die Männer haben verlassen den natürlichen Umgang mit dem Weibe und sind aneinander entbrannt in ihren Lüsten und haben Mann mit Mann Schande getrieben und den Lohn ihrer Verirrung, wie es ja sein musste, an sich selbst empfangen. (Röm 1, 27)

    Paulus, der keine realistische Vorstellung hat, was gleichgeschlechtliche Liebe und Sexualität ist, sieht in ihnen eine Strafe Gottes dafür, dass Menschen seinen Gott nicht anerkennen. Das ist zwar auch Blödsinn, aber etwas ganz Anderes, als die fundamentalistischen Christen immer behaupten: Nach Paulus ist Homosexualität nicht Sünde, sondern die göttliche Strafe für die Sünde, den christlichen Gott abzulehnen, wie auch aus dem unmittelbar nachfolgenden Satz klar wird:

    Und gleichwie sie es für nichts erachtet haben, dass sie Gott erkannten, hat sie auch Gott dahingegeben in verworfenen Sinn, zu tun, was nicht taugt (Röm 1, 28)

    Man muss dabei bedenken, dass Paulus an die christliche Gemeinde in Rom schreibt, wo zu dieser Zeit ein Kaiser herrscht (Nero), der trotz drei Ehefrauen vermutlich homosexuell oder zumindest bisexuell ist und der den mit der traditionellen religiösen Toleranz der Römer für alle Kulte unvereinbaren Ausschließlichkeitsanspruch der Christen nicht anerkennt. So wird die zweifelhafte Sexualität des Kaisers als göttliche Strafe gedeutet dafür, dass er sich nicht zum Christentum bekehrt. Zudem schreibt Paulus in griechischer Umgebung, und die Liebe zwischen Männern ist in derr griechischen Sagenwelt (Achill und Patroklos, Zeus und Ganymed und viele andere Paare) ebenso gang und gäbe wie beim größten aller hellenischen Herrscher, Alexander. So gilt Paulus das Festhalten der meisten zeitgenössischen Griechen an ihrer alten, stets homoerotisch angehauchten Religion als besonders verwerflich, wobei er diese Religion und die Homosexualität ihrer Helden koppelt.
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#8 TimonAnonym
  • 20.03.2019, 17:07h
  • Religiöse Fanatiker können nichts anderes mehr, als nur noch Angst und Panik zu schüren.

    Erbärmlich.

    Wenn etwas das Land ruinieren wird, dann solche Fanatiker und ihre Verbündeten in Politik und Wirtschaft.
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#9 alter schwedeAnonym
  • 20.03.2019, 18:27h
  • Die Apokalypse haben die doch bereits seit zwei Jahren. Oberster Vollstrecker: D. Trump.
    An der Orgel: Pat Robertson. Und wenn beide haben fertig, gibts leckere Torte vom Hetero-Bäcker mit schaumig geschlagener Prediger-Kotze gefüllt.
    Also liebe amerikanische LGBTI. Nichts wie hin zum Club 700 und vor dem Studio ein Massenküssen veranstaltet. Da wirds dann im Studio sicherlich bald schnell nach frischem Schwefel riechen.
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#10 JadugharProfil
  • 20.03.2019, 19:34hHamburg
  • Pat Robertson leidet offenbar an einer sehr schweren schizophrenen Paranoia. In der Psychiatrie wäre er gut aufgehoben!
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