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Hetze im TV
Pat Robertson: Gott wird homofreundliches Amerika vernichten
Amerikas populärster TV-Pfarrer, der ehemalige Präsidentschaftskandidat Pat Robertson, sieht die Apokalypse heraufziehen, wenn christliche Konditoren Torten für Homosexuelle backen müssen.

Pat Robertson hetzt in seiner Show "The 700 Club" seit 1966 gegen Homosexuelle und andere "Sünder"
- 20. März 2019, 10:55h 3 Min.
Der evangelikale US-Fernseprediger Pat Robertson hat am Dienstag in seiner Personality-Show "The 700 Club" davor gewarnt, dass die Vereinigten Staaten von der Erdfläche verschwinden würden, wenn ein neues Gesetz Homo- und Transsexuelle vor Diskriminierung schützt. Entsprechendes planen die Demokraten derzeit im amerikanischen Kongress (queer.de berichtete). Immer wieder gibt es in den Medien Berichte über Diskriminierungen von Homo- oder Transsexuellen – besonders verbreitet sind Storys über christliche Konditoren, die keine Torten für Homosexuelle backen wollen, oder über Hotelbesitzer, die Homo-Paaren kein Zimmer vermieten wollen.
Hier Robertsons Aussage im Wortlaut:
Wenn Sie den Römerbrief lesen, werden Sie lesen: "Gott hat sie dahingegeben". Er hat sie aufgegeben wegen ihrer Unreinheit. Frauen, die nach Frauen gieren, und Männer, die nach Männern gieren, als ob es Frauen wären. Gott hat sie dahingegeben wegen ihrer Unreinheit. Und das passiert jetzt gerade. Wenn Sie daran denken, dass maximal ein Prozent der Nation Lesben sind und vielleicht zwei Prozent Homosexuelle. Jetzt gibt es die ganze Sache mit Geschlechtsumwandlung – das hatten wir vorher nie und plötzlich entscheiden sich kleine Jungs dafür, Mädchen zu werden. Und sie haben diese schrecklichen Operationen […]
Wir haben den Punkt erreicht, an dem Gott uns aufgeben wird. Das sagt die Bibel. Wir werden durch nukleare Angriffe aus dem Iran und Nordkorea bedroht. Wir werden durch Cyberattacken aus China und Russland bedroht. Die ganze Welt will Amerika vernichten und die Welt kann das nicht tun, so lange das amerikanische Volk an seinem Glauben an Gott festhält. Wenn wir aufgeben, wenn wir freiwillig aufgeben, dann gibt es keine Hoffnung für diese Nation gegen die Feinde, die sie vernichten wollen.
Robertson beeinflusst mit seinen kruden Thesen bei "The 700 Club" seit über 50 Jahren Millionen von evangelikalen Christen und war selbst politisch aktiv: 1988 belegte er als Präsidentschaftskandidat der Republikaner bei den parteiinternen Vorwahlen Rang drei hinter George H.W. Bush und Bob Dole.
"The 700 Club" wird in den USA seit 1966 auf Hunderten Kanälen ausgestrahlt. Eine abgewandelte Form der Sendung gibt es in Deutschland auf Bibel TV unter dem Titel "Club 700" zu sehen. Bibel TV wirbt für die Show mit den Worten: "Die Sendung will eine Hoffnung vermitteln, die gerade auch in schwierigen Situationen trägt – durch authentische Berichte, die das Vertrauen in den lebendigen Gott stärken können."
Hetze gegen Homosexuelle gehört seit längerem zu den Markenzeichen des 88-jährigen Robertson: So behauptete er in den letzten Jahren, dass Gott eine US-Autobahn von unreinen Schwulen säubern wolle, dass Menschen nur homosexuell werden, wenn sie missbraucht worden sind, und dass Hollywood arme heterosexuelle Schauspieler in Homo-Rollen zwinge. Seine Sendung warb auch für die "Heilung" von Homosexuellen. Robertson sagte außerdem im Jahr 2013, dass er am liebsten kotzen würde, wenn er küssende Homo-Paare sehe. (dk)















Dieser Satz/diese Hetze ist anzeigebedürftig.
Wahrscheinlich ist ihm der schwule Präsidentschaftskandidat ein Dorn im Auge. Und sich noch wegen Torten aufblasen.
Fundamentalistischer Christ in extremer Form, dieser Robertson.
Die Queen im Buckingham Palast würde sagen: "Sie sind ja ein sehr aufgeblasener Mensch. I'm not amused."