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Entscheidung in der Bezirksvertretung

Köln: CSD-Ampeln bleiben unbefristet

Gleichgeschlechtliche Ampelpärchen, die dieses Jahr anlässlich des Cologne Pride am Heumarkt installiert werden, sollen nun doch nicht nach dem Ende der CSD-Saison wieder abgebaut werden.


In vielen anderen Städten, wie hier in Frankfurt am Main, leuchten Homo-Pärchen bereits den Weg (Bild: Rainer Rüffer / Stadt Frankfurt am Main)

Gleichgeschlechtliche Ampelpärchen sollen in der Kölner Innenstadt zur Dauereinrichtung werden. Das hat die Bezirksvertretung Innenstadt am Donnerstag beschlossen. "Köln setzt ein Zeichen für Vielfalt und Toleranz", so kommentierte Bettina Börschel, die Vorsitzende der SPD-Fraktion im Statdtteilparlament, die Entscheidung auf Facebook.

Köln setzt ein Zeichen für Vielfalt und Toleranz. 2015 hatten wir als SPD-Fraktion in de Bezirksvertretung Innenstadt…

Gepostet von Regina Börschel am Donnerstag, 21. März 2019
Facebook / Regina

Dem Beschluss geht eine mehrmonatige Auseinandersetzung um die "Homo-Ampeln" voraus: Im Dezember letzten Jahres hatte die CDU-Verkehrsdezernentin der Bezirksvertretung noch erklärt, dass es keine derartigen Ampeln in der Innenstadt geben werde – angeblich aus Gründen der Verkehrssicherheit (queer.de berichtete). Zwei Monate später dann der Meinungswandel: Anlässlich des CSDs Anfang Juli würden am Kölner Heumarkt die klassischen Ampelmännchen durch 20 Schablonen mit Frauen- und Männerpaaren ersetzt – allerdings nur zur CSD-Saison in diesem Jahr, in dem der 50. Jahrestag des Stonewall-Aufstands gefeiert wird (queer.de berichtete). Mit der neuen Entscheidung sollen die gleichgeschlechtlichen Pärchen "unbefristet" Passanten aufzeigen, ob sie die Straße überqueren dürfen.

SPDqueer: Projekt ist wirtschaftlich sinnvoll

"Dies ist ein Zeichen, dass Lesben, Schwule, Bisexuelle, Transsexuelle, Transgender und Intersexuelle als selbstverständlicher Teil gesellschaftlicher Normalität respektiert und anerkannt werden und ein Zeichen, das der Stadt Köln gut ansteht", erklärte Thomas Krämer, der Chef von SPDqueer Köln zu der neuen Dauereinrichtung in der Domstadt. Das ganze Projekt sei auch sehr wirtschaftlich. Die Kosten für die Streuscheiben und deren Installation lägen im unteren dreistelligen Bereich und seien vertretbar angesichts der Einnahmen, die der CSD mit zusammen über 1,8 Millionen Besucherinnen und Besuchern für die Stadt Köln generierten. Die Stadt könne sich mit den Scheiben "dauerhaft als weltoffene und tolerante Stadt etablieren".

Die Idee der Ampelpärchen stammt aus Österreich. Im Vorfeld des Eurovision Song Contest 2015 wurden in Wien die ersten derartigen Lichzeichenanlagen installiert (queer.de berichtete). Das führte zu weltweiter Berichterstattung, was Wien dazu brachte, die eigentlich zeitlich begrenzte Aktion fortzusetzen. Die Idee wurde seitdem von mehreren Städten in Europa und sogar in Australien übernommen – sie verbindet, so die Befürworter, ein Zeichen von Akzeptanz mit vergleichsweise kostengünstiger PR für die eigene Stadt.

Kritik, dass die Ampelpärchen Fußgänger verwirren könnten und so zu mehr Unfällen führten, wies die Stadt Wien mit einer Studie zurück. Darin heißt es, dass die größere Leuchtfläche der Ampelpärchen Menschen vielmehr dabei helfe, die Signale besser wahrzunehmen (queer.de berichtete). (dk)



#1 NanuAnonym
#2 JootJootJootAnonym
#3 Ralph
  • 23.03.2019, 12:42h
  • Wär schön, wenn man sich in München auch dazu durchringen könnte, die Ampelpärchen ganzjährig zu zeigen, zumal es dort drei Varianten gibt: schwul, lesbisch und hetero.
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#4 duesseldorfAnonym
  • 24.03.2019, 07:23h
  • Nett, nett. Aber Düsseldorf ist die einzige Stadt Deutschlands (oder weltweit?) mit einem Feldversuch über Gelblicht bei Fußgängerampeln und davon profitieren sogar die Autofahrer, weil man so viel, viel besser abschätzen kann, wieviel Zeit zum überqueren bleibt. Die Kölner Verkehrsdezernentin war vorher in der Landeshauptstadt tätig und dürfte deshalb bestens Bescheid wissen. (Wobei: In Maastricht gibt es sogar eine Ampel mit Sekundenanzeige).
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#5 TheDadProfil
  • 24.03.2019, 15:44hHannover
  • Antwort auf #4 von duesseldorf
  • ""(Wobei: In Maastricht gibt es sogar eine Ampel mit Sekundenanzeige).""..

    Ampeln mit Sekundenanzeigen gibt es in verschiedenen Städten..
    Meist zeigen die aber nur an wie lange man noch warten muß..
    Für Autofahrer dienen sie dann dazu den Motor nicht unnötig 3 Minuten im Leerlauf herumstinken zu lassen..

    Gelb-Phasen gibt es an Fahrrad-Ampeln auch schon länger, und in vielen Städten, an Fußgänger-Ampeln kenn ich die allerdings auch noch nicht..
    Keine schlechte Idee..

    Was Sicherheit betrifft, gerade für Radfahrende an Kreuzungen an denen LKW abbiegen wollen, wäre die Radfahr-Ampeln 2 bis 3 Sekunden VOR der Autofahrerampel auf Grün zu stellen, denn so können Radfahrende aus dem "totem Winkel" der LKW-Spiegel herausfahren, und so dem "Abbiege-Tod" zu begegnen..
    Das ist einfach, kostengünstig, effizient, und vor allem schneller zu bewerkstelligen als ein "Abbiege-Assitstent" in LKW, der sich in seiner Einführung ab 2020 über mindestens ein Jahrzehnt hinziehen wird..

    Die Entscheidung die Ampelanlagen so zu belassen und nicht nach dem CSD wieder zurück-zu-rüsten ist ebenfalls zu begrüßen, denn Sichtbarkeit darf nicht auf den CSD begrenzt sein..
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#6 giliatt 2Anonym
  • 24.03.2019, 23:04h
  • Antwort auf #5 von TheDad
  • Verkehrszeichen und die den Verkehr regelnden Ampeln müssen ein-ein-deutig sein. Dürfen an ihrer Aussage absolut keinerlei Zweifel lassen. Die am Verkehr teilnehmenden Personen müssen deren Bedeutung in Sekundenschnelle erfassen und umsetzen. Gendern wir mal nur scherzhaft kurz: Autofahrende sind da die Schnellsten, gefolgt von Kradfahrenden, Radfahrenden und Fußgängernden - sorry: Zufußgehenden. Erneutes "sorry", denn das Gendern funktioniert hier nur im Plural.
    Sekundenanzeigende Ampeln gibt es unerwartet beispielsweise bei uns in Marokko. Kein GELB als Vorwarnung. Also entscheidet der Fahrer anhand der tickenden Sekunden, ob er es noch schafft, über den Zebrastreifen zu brettern, oder aber anzuhalten. Für den Fahrer ist das eine große Hilfe. Fiußgänger stehen still und haben ROT, gehen bei GRÜN los. Simpel, einfach, eineindeutig und zudem wunderbar. Da braucht man HIER kein Fußgänger-Gelb und auch keine Sekundenanzeige. Das Piepen der Ampeln dient den Sehbehinderten. Die Anzeige "Signal kommt" ist quasi das Fußgänger-GELB.
    Was hat nun die sexuelle Orientierung mit dem Straßenverkehr zu tun? Gar nichts. Absolut nichts. Nix. Autofahrerampeln zeigen Rot/Gelb/Grün. Und gegebenenfalls einen Pfeil der erlaubten Richtung. Radfahrerampeln das stilisiertes Fahrrad - oder meinetwegen die Fahrradin, die ehedem sächliche Wurzeln hat: Ein Dreieck zwischen zwei Kreisen ohne Titten und Pimmel. Für Fußgänger wird künftig das geschlechtslose STRICHMÄNNCHEN neu designt: Bei rot frontal zweibeinig breitbeinig stehend, bei grün in flüchtender Pose.
    Über die Rechtsabbieger-Todesfalle für Radler müssen sich Verkehrsplaner, Wissenschaftler und Politiker mal die Köpfe zerremmsen: Ampeln lassen sich nämlich schadlos so schalten, dass diese tatsächlich vorhandene gesetzlich legitimierte Unfallquelle der Vergangenheit angehört. Zudem sollte man Fahrradbenutzenden - wie in meiner Schulzeit vor 60 Jahren passiert - die Grundzüge der StVO, der Straßenverkehrsordnung beibringen.
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#7 TheDadProfil
  • 25.03.2019, 17:36hHannover
  • Antwort auf #6 von giliatt 2
  • "" Verkehrszeichen und die den Verkehr regelnden Ampeln müssen ein-ein-deutig sein.""..

    Derlei Strohmann-Diskussionen haben wir hier bereits mehrfach ausführlich geführt..

    Was genau ermutigt Dich nun zu diesem erneutem Versuch einer Glasscheibe mit integrierten Symbolen die "Eindeutigkeit" des durchscheinenden Lichtes abzusprechen ?

    Plural wäre hier dann jeweils ohne "n"..
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