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USA

Fastfood-Kette spendet Millionen an Homo-Hasser

Das beliebte Schnellrestaurant Chick Fil-A gibt offenbar heimlich Geld an Organisationen, die sich der Diskriminierung von Schwulen und Lesben verschrieben haben.


2012 führte die Unterstützung von Chick-Fil-A für homophobe Organisationen zu landesweiten Protestaktionen – vor vielen Restaurants versammelten sich Schwule und Lesben zu einem Kiss-in (Bild: Elvert Barnes / flickr)

Chick-Fil-A gehört mit mehr rund 2.100 Filialen in den USA zu den großen Fastfood-Ketten des Landes – und sorgt mit einer homophoben Haltung erneut für Kontroversen. Die Kette, die 1946 vom tiefgläubigen Südstaatenbaptisten S. Truett Cathy eröffnet worden war, geriet bereits 2012 in die Schlagzeilen, als herausgekommen war, dass die Kette viele homophobe Organisationen unterstützte, darunter sogar Homo-"Heiler".

Außerdem verkündete damals Besitzer Dan Cathy, der Sohn des Gründers, dass Gott die Gleichbehandlung von Schwulen und Lesben im Ehe-Recht verurteile. Der Hähnchenburger-Zubereiter wurde daraufhin zum Lieblingsrestaurant vieler homophober Konservativer (queer.de berichtete). Als sich die Kontroverse immer mehr hochschaukelte, machte das Unternehmen allerdings einen Rückzieher und verkündete, dass man die Unterstützung von Hass-Gruppen einstellen werde (queer.de berichtete).

Jetzt kam aber nach einer Recherche des linksliberalen Blogs "Think Progress" heraus, dass Chick-Fil-A seine Unterstützung von homo- oder transphoben Organisationen heimlich weiter betreibt. Allein im Jahr 2017 habe die Organisation 1,8 Millionen Dollar (1,6 Millionen Euro) an christliche Vereine gespendet, die sich teilweise durch ihre Abneigung gegenüber sexuellen Minderheiten definieren. Der größte Teil, insgesamt 1,65 Millionen Dollar, ging an die "Fellowship of Christian Athletes" (Gemeinschaft christlicher Athleten), die von geförderten Sportlern unter anderem verlangt, keine "homosexuellen Akte" durchzuführen. Insgesamt spendete das Unternehmen mehr als elf Millionen Dollar im Jahr 2017.

Chick-Fil-A dementiert Homophobie

Der Fastfood-Konzern erklärte gegenüber dem Magazin "Vox", dass die neuen Spenden lediglich Jugend- und Bildungsprogrammen zugute gekommen seien, aber nicht für Homophobie verwendet würden. "Zu behaupten, wir spenden aus politischen Gründen oder um eine diskriminierende Agenda zu fördern, ist nicht richtig und irreführend", so ein Sprecher.

Chick-Fil-A sieht sich als christliches Unternehmen, was sich auch auf die Unternehmenskultur auswirke. Der größte Unterschied zu anderen Schnellrestaurantketten ist, dass alle Filialen sonntags, sowie an Thanksgiving und Weihnachten, geschlossen bleiben – eine in den USA einmalige Regelung für einen Privatbetrieb. (dk)



#1 GasthobbitAnonym
  • 22.03.2019, 17:06h
  • www.youtube.com/watch?v=sO-msplukrw
    Das Video ist von 2012...

    Ist also nix neues das Chick-fil-a homophobie unterstützt und homohasser unterstützt. Die Kette wurde schon mehrmals deswegen wie in dem verlinkten Video deswegen ermahnt und geändert hat sich seitdem leider nichts.
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#2 LotiAnonym
  • 22.03.2019, 18:57h
  • Antwort auf #1 von Gasthobbit
  • Kenne zwar diese Fastfoodkette nicht, weiß aber wie es aussieht, begibt man sich z. B. Landeinwärts nach Norden von Kalifornien. Je näher man sich Oregon nähert, gibt es regelrechte Orte wo Gays unerwünscht sind. Meinem Freund und mir wurde schon das Betreten eines Restaurants untersagt, da ich zu der Zeit einen auffälligen Ohrring trug und mein Freund und ich eine Knielange Shorts anhatten. Ich war sowas von aufgebracht, dass mir rausrutschte: ach ja, ich habe ganz vergessen, das wir in einer Redneck City sind.
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#3 Homonklin44Profil
  • 22.03.2019, 19:41hTauroa Point
  • "" vom tiefgläubigen Südstaatenbaptisten""

    Nachdem man das gelesen hat, und die Kette weiterhin in solchen Händen blieb, muss man sich nicht groß wundern. Die Anhänger des Gottes-Wahn mal wieder. Glaube und Faschismus sind wie siamesische Zwillinge.
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#4 Gerlinde24Profil
  • 23.03.2019, 07:11hBerlin
  • Heuchler beim Heucheln und Lügen erwischt, die sich nun als Opfer der bösen Medien fühlen. Trump lässt grüßen.
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#5 AusnahmeAnonym
  • 23.03.2019, 07:31h
  • Was man so hört, sei deren Chicken SO SÜNDHAFT GUT, dass man dafür auch gerne mal Menschenrechte aufgibt...

    Jedenfalls schwärmen auch ansonsten eher progressive Influencer aus USA (zum Beispiel bekannte YouTuber) dermaßen für Chick-fil-a, obwohl sie ganz genau wissen wie homophob der Laden ist, dass einem Angst und Bange werden kann.

    So ist der Mensch halt leider auch immer wieder. Aufgrund primitiver persönlicher Wünsche jederzeit bereit, jegliche Solidarität mit den Grundrechten anderer Menschen aufzukündigen. Ausnahmsweise halt... muss man verstehen... ist halt einfach ZU GUT dieses Chicken! :-(
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#6 FinnAnonym
  • 23.03.2019, 19:50h
  • Dann wollen die ja sicher auch keine LGBTI als Kunden...

    Wir können unser Geld auch woanders lassen.
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#7 Mo SydneyAnonym
  • 25.03.2019, 14:06h
  • Antwort auf #3 von Homonklin44
  • "Glaube und Faschismus sind wie siamesische Zwillinge."

    "Religiös" motivierte Lesben*- und Schwulen*feindlichkeit hat nichts mit Glaube zu tun, sondern ist Religionsmissbrauch zur "Legitimation" gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit. Ich bin Christin und lesbisch und lasse mich vom Hass unserer Feind*innen nicht einschüchtern - egal; wie sie ihn rechtzufertigen versuchen. Lass uns gemeinsam für eine Welt einsetzen, die die Menschenwürde und -rechte achtet und verteidigt. Unsere Liebe ist stärker als deren Homohass!
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#8 PiepmatzAnonym
  • 25.03.2019, 15:40h
  • Antwort auf #7 von Mo Sydney
  • ""Religiös" motivierte Lesben*- und Schwulen*feindlichkeit hat nichts mit Glaube zu tun, sondern ist Religionsmissbrauch zur "Legitimation" gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit."

    Ja klar: Dass jahrhundertelang Sexismus und Queerfeindlichkeit zentrale Bestandteile der christlichen Lehre waren und in den allermeisten Teilen dieser Religion bis heute SIND, das hat gar nichts mit dieser Religion zu tun, sondern ist nur ein tragisches Missverständnis, das vor ein paar Jahren endlich aufgeklärt werden konnte - von ein paar Prozent der Gläubigen, die jetzt endlich den anderen erzählen können, was schon immer das "richtige" Christentum war.

    Und die Guillotine war eigentlich zum Möhrenschneiden da, das hat man nur nicht sofort verstanden.
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#9 Klar denkendAnonym
  • 25.03.2019, 15:52h
  • Antwort auf #7 von Mo Sydney
  • 1. Wenn dein "Glaube" mit seinem Märchenbuch den Homohass nicht hergeben würde, könnten deine Mitreligiot*innen ihn nicht instrumentalisieren.

    2. Ich empfinde keine Liebe für diese Art Menschenrechtsverletzer*innen.
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