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Österreich-Premiere

Film über Generation Onlinesex: Neuer Preis für "Nevrland"

Beim Filmfestival Diagonale in Graz wurde das schwule Coming-of-Age-Drama von Gregor Schmidinger mit dem Spezialpreis der Jury für das beste Drehbuch ausgezeichnet.


Als Aushilfs-Schlachter Jakob in einem Sexcam-Chat den Künstler Kristjan kennenlernt, beginnt für ihn eine transpersonale Reise nach Nevrland und zu den Wunden seiner Seele (Bild: Edition Salzgeber)

Nachdem "Nevrland" bereits bei seiner Weltpremiere im Januar in Saarbrücken mit zwei Preisen ausgezeichnet wurde (queer.de berichtete), gab es nun auch bei der Österreich-Premiere des Films auf der Diagonale in Graz einen ersten Preis: Autor und Regisseur Gregor Schmidinger erhielt am Freitag beim Thomas Pluch Drehbuchpreis den Spezialpreis der Jury.

"Nevrland" erzählt die Geschichte des 17-jährigen Jakob, der eines Nachts zufällig auf den vermeintlich perfekten 26-jährigen Christian in einem schwulen Sexcam-Chat trifft. Dies ist der Beginn einer Reise zu den Wunden ihrer beider Seelen. In seinem ersten Langfilm zeigt Schmidinger den Prozess des sexuellen Erwachens und der Selbstfindung als existentiellen Trip, in dem die Grenzen zwischen Realität und Fantasie immer mehr verschwimmen.

"Heillos überfordert von der Brutalität der realen Welt"

"Sofort tauchen wir mit der Hauptfigur in die dichte und fließende Erzählung einer einsamen Seele ein, die mit unergründlichen Ängsten konfrontiert ist", heißt es in der Begründung der Jury. "Eine Generation verloren in Zeit und Raum von immer verfügbarem Onlinesex, heillos überfordert von der Brutalität der realen Welt und der Zärtlichkeit physischer Nähe." Der Spezialpreis der Jury ist mit 7.000 Euro dotiert, gestiftet vom Bundeskanzleramt Kunst und Kultur.

Zur Finanzierung von "Nevrland" hatte Regisseur Gregor Schmidinger vor drei Jahren eine Crowdfunding-Kampagne gestartet (queer.de berichtete). Im Verleih der Edition Salzgeber soll sein Film voraussichtlich im Oktober regulär in die deutschen Kinos kommen. (cw)



#1 MarioAnonym
  • 24.03.2019, 10:19h
  • Absolut verdient!
    Ich hatte das Glück den Film schon zu sehen und war überwältigt von der Bildgewalt und dem Techno-Sound. Der Film beginnt ruhig und ist anfangs klassisch österreichisches Kino - doch die Wahrnehmung trügt, denn schon bald werden die ruhigen Bilder aufgebrochen und ein visueller, starker trip in Jacobs Seele beginnt... Ich hoffe sehr, dass der Film regulär ins Kino kommt!
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