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US-Präsidentenwahl 2020

Schwuler Kandidat springt in neuer Umfrage auf Rang 3

Ein schwuler Bürgermeister mischt das riesige Bewerberfeld der Demokratischen Präsidentschaftskandidaten auf: Mit seiner guten Performance überholt Pete Buttigieg in Umfragen gestandene und beliebte Bundespolitiker.


Pete Buttigieg, der von seinen Fans liebevoll "Mayor Pete" genannt wird, gilt inzwischen als ernstzunehmender Bewerber um das Präsidentenamt (Bild: peteforamerica.com)

Pete Buttigieg, der offen schwule Bürgermeister der 100.000-Einwohner-Stadt South Bend im US-Bundesstaat Indiana, ist laut einer neuen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Emerson unter den Bewerbern der Demokratischen Partei für die Präsidentschaftswahl 2020 auf Platz drei emporgeschnellt.

Der Außenseiter hatte seine offizielle Kandidatur vor zwei Monaten bekannt gegeben – und nimmt damit als erster offen homosexueller Kandidat an den Demokratischen Vorwahlen teil (queer.de berichtete). Kurz nach Bekanntgabe seiner Kandidatur hatte er in einer Emerson-Umfrage noch bei null Prozent (!) gelegen. In der neuesten Umfrage gaben dagegen bereits elf Prozent der befragten Demokraten an, sich für den 37-Jährigen entscheiden zu wollen.

Damit liegt Buttigieg lediglich hinter dem 76-jährigen ehemaligen Vizepräsidenten Joe Biden (25 Prozent) und dem 77-jährigen linken Senator Bernie Sanders (24 Prozent). Hinter sich lassen konnte "Mayor Pete" die populären US-Senatorinnen Kamala Harris (zehn Prozent) und Elizabeth Warren (neun Prozent). An fünfter Stelle folgt der aus New Jersey stammende Senator Cory Booker mit sechs Prozent Zustimmung.


Viel Lob für Buttigiegs Wahlkampf

Buttigieg hatte in den letzten zwei Monaten laut Analysten einen fast perfekten Wahlkampf hingelegt. Auf CNN wurde er erst letzte Woche zum "hottest candidate" erklärt. Nach einem live im Nachrichtensender übertragenen sogenannten "Town Hall Meeting" – also einem Interview vor Publikum, bei dem auch Zuschauer fragen stellen dürfen – schnellten seine Spenden in die Höhe. Er konnte mit mehr als 65.000 Einzelspendern die Voraussetzung der Demokratischen Partei erfüllen, um im Juni an der ersten Fernsehdebatte bei den Vorwahlen teilzunehmen (queer.de berichtete).

Twitter / PeteButtigieg | Pete Buttigieg erklärte, er wolle das von Republikanern gern genutzte Wort "Freiheit" zurückerobern

Die US-Präsidentschaftsvorwahlen 2020 starten bereits jetzt, indem Kandidaten ihre innerparteiliche Bewerbung für das Amt ankündigen. Von Februar bis Juni 2020 werden dann in allen US-Bundesstaaten innerparteiliche Wahlen abgehalten, bevor im November die Präsidentschaftswahl stattfindet. Derzeit gilt es als sicher, dass Präsident Donald Trump Gegner für den siegreichen Demokraten oder die siegreiche Demokratin sein wird.

Aber auch Trump muss sich Vorwahlen seiner Partei stellen. Bislang hat mit dem 73-jährigen Bill Weld nur ein weiterer Republikaner seinen Hut in den Ring geworfen. Weld war von 1991 bis 1997 Gouverneur von Massachusetts und trat 2016 als Vizepräsidentschaftskandidat der kleinen Libertären Partei an, die damals USA-weit 3,3 Prozent der Stimmen erzielen konnte – und damit nach Hillary Clinton (48,2 Prozent) und Donald Trump (46,1 Prozent) die drittmeisten Stimmen. (dk)



#1 FredericAnonym
#2 LotiAnonym
  • 28.03.2019, 13:55h
  • Antwort auf #1 von Frederic
  • Nun,ich stelle mir gerade vor, welche Exstreme sich bieten würde für die USA, wenn nach Dumpfbacke Trump ein offen Schwuler Präsident an die Macht kommt. Das wäre wahrlich einzigartig in der Geschichte der Vereinigten Staaten von Amerika. Ich glaube da würden so manche vollkommen ausflippen. Träumen wird man ja noch dürfen.
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#3 MissCrazy121Anonym
  • 01.04.2019, 14:15h
  • Antwort auf #2 von Loti
  • Ein ähnlich dramatischer Umschwung wie vom ersten schwarzen Präsidenten Barack Obama, der sich für Minderheiten und Arme und Kinder und Frauen eingesetzt hat, zum sexistischen, rassistischen, homo- & transphoben Präsidenten Donald Trump, der in einer offiziellen Rede vor laufender Kamera und mit live-Publikum einen behinderten Reporter verspottet hatte.

    Ich wünsche es uns allen, dass er nicht wiedergewählt wird. Hoffen wir für die USA (und die Menschheit allgemein) für einen besseren nächsten Präsidenten.
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