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Bundesratsinitiative

Berlin und Hessen gehen gemeinsam gegen "Homoheilung" vor

Rot-Rot-Grün will gemeinsam mit Schwarz-Grün gegen LGBTI-Feinde vorgehen, die Homo- oder Transsexuellen einreden wollen, dass ihre "Heilung" möglich ist.


Berlins Justizsenator Dirk Behrendt kämpft dafür, dass "Konversionstherapien" in Deutschland verboten werden (Bild: Grüne Fraktion Berlin)

Der rot-rot-grüne Berliner Senat hat am Dienstag auf Vorlage von Justizsenator Dirk Behrendt (Grüne) beschlossen, sich im Bundesrat gemeinsam mit dem Land Hessen für ein Verbot von sogenannten Konversionstherapien einzusetzen. Mit der Initiative wollen die beiden Länder Druck auf die Bundesregierung ausüben, in dieser Frage aktiv zu werden.

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hatte im vergangenen Monat bereits angekündigt, sich für ein Verbot der "Homoheilung" einsetzen zu wollen. Der 38-Jährige sagte damals, er könne sich vorstellen, dass sich die Regierung bis Sommer auf einen Vorschlag einigen könne (queer.de berichtete). Die Grünen hatten im Bundestag im Februar einen eigenen Gesetzentwurf zum Thema eingebracht (queer.de berichtete).

Behrendt: Staat hat die Aufgabe, Jugendliche zu schützen

Senator Behrendt begründete die Berliner Initiative mit den Worten: "Es gibt immer noch Personen und Organisationen, die der Überzeugung sind und diese verbreiten, Homo- oder Bisexualität seien heilbare Erkrankungen oder psychische Störungen. Das kann vor allem bei jungen Menschen in der Phase ihrer Identitätsfindung zur Ablehnung der eigenen sexuellen Identität führen und schwerwiegende psychische Belastungen nach sich ziehen." Da es Aufgabe des Staates sei, junge Menschen vor Behandlungsformen zu schützen, "die ihr verfassungsrechtlich geschütztes Persönlichkeitsrecht verletzen", müsse der Staat aktiv werden.

Der hessische Staatsminister für Integration, der Grünenpolitiker Kai Klose, ergänzte: "Sexuelle Orientierung und geschlechtliche Identität sind Wesensmerkmale des Menschen, keine Entscheidung. Entsprechend ist Homosexualität keine Erkrankung und deshalb auch in keiner Weise behandlungsbedürftig." Ganz im Gegenteil seien Konversionstherapien schädlich.

Die schwarz-grüne Regierung in Hessen hatte bereits vergangenes Jahr in ihrem Koalitionsvertrag angekündigt, sich in der Länderkammer für ein Verbot der "Homoheilung" einzusetzen (queer.de berichtete). Auch in anderen Ländern gibt es entsprechende Wünsche: So forderte der schleswig-holsteinische Landtag diesen Monat mit den Stimmen aller demokratischen Fraktionen, dass "Homoheilung" verboten werden müsse – lediglich die AfD-Abgeordneten wollen an "Konversionstherapien" festhalten (queer.de berichtete).

Innerhalb der Europäischen Union hat bislang nur Malta ein Totalverbot der "Homoheilung" beschlossen (queer.de berichtete). In den 27 anderen EU-Staaten dürfen meist christlich motivierte LGBTI-Gegner bislang straflos versuchen, Homo- oder Transsexuelle zu "heilen". Psychologen sind sich jedoch weitgehend einig, dass Homo- oder Transsexualität nicht "geheilt" werden kann. Laut Studien haben derartige Versuche negative Folgen – von psychischen Problemen bis hin zu einer erhöhten Selbstmordrate (queer.de berichtete). (dk)



#1 daVinci6667
  • 26.03.2019, 18:51h
  • Therapie Homosexualität im Browser eingeben und ganz, ganz schnell findet ihr unglaublichen Schrott von einem Institut für Jugend und Gesellschaft und Links zu bekannten Aushängeschildern von so genannten Reparativtherapien:

    [Link entfernt, d. Red.]

    Trotz mehrheitlich schwer verdaulicher Kost die nichts für schwache Nerven ist, findet sich auch belustigendes und gar ers Erstaunliches. Ein paar Beispiele:

    (Denn wir alle verlieben uns nicht in das, was uns vertraut ist, sondern in das, was anders ist als ich)

    Echt? Dann müsste ich hetero sein!

    (Wenn es ihm nicht gelingt, seinen Penis sich zu eigen zu machen, wird er als Erwachsener fasziniert sein von den Penissen anderer Männer.)

    Häh? Heisst das, wer nicht wichst wird schwul ? Dann müsste ich sowas von hetero sein! Ich weiss beim besten Willen nicht, was ich mir noch mehr zu eigen gemacht hätte, mir noch vertrauter sein soll als mein eigener Penis und trotzdem reicht mir einer allein nicht.

    (Wenn ein Vater will, dass sein Sohn sich heterosexuell entwickelt, muss er diese enge Bindung zwischen Mutter und Sohn sprengen.)

    Und sich alleine um das Kind kümmern? Hoppla! Da kommt die herkömmliche konservative Rollenverteilung von einer Seite unter Beschuss von dem man es am wenigsten erwartet hätte!

    Gibt es in konservativen, christlichen Kreisen tatsächlich Väter die sich nur deshalb um ihre Söhne kümmern weil sie sonst Angst haben, die würden ansonsten schwul? Und dann gleich auch noch die Bindung zur Mutter kappen? Sowas habe ich so noch nicht gelesen.

    Wäre schön wenn ein Verbot schnell käme und damit auch Suchergebnisse entsprechend gefiltert werden müssen und keine Links auf verbotene Therapien mehr erscheinen.
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