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"Trump-Effekt"

Studie: 226 Prozent mehr Hass­verbrechen nach Trump-Auftritt

An Orten, an denen der republikanische Präsidentschaftskandidat 2016 Wahlkampfauftritte hatte, verdreifachte sich die Zahl der Hassverbrechen.


Donald Trump im Sommer 2016 bei einem Wahlkampfauftritt in Wilmington im Bundesstaat North Carolina

  • 26. März 2019, 14:39h 9 2 Min.

Der sogenannte Trump-Effekt ist real: Forscherinnen und Forscher der University of North Texas haben in einer Studie herausgefunden, dass sich die Zahl der Hassverbrechen in Bezirken, in denen Donald Trump im Wahlkampf Auftritte durchführte, in den Folgemonaten stark erhöht habe. "Bezirke, die 2016 politische Veranstaltungen mit Donald Trump als Hauptdarsteller hatten, verzeichneten einen Anstieg der Hassverbrechen um 226 Prozent verglichen mit jenen Bezirken, in denen es keine derartige Veranstaltung gab", so beschrieben die Politologie-Professorinnen Regina Branton and Valerie Martinez-Ebers und der Doktorand Ayal Feinberg die Ergebnisse in einem vor wenigen Tagen veröffentlichten Artikel für die "Washington Post".

Die Wissenschaftler nutzten eine interaktive Karte von Hassverbrechen der Anti Defamation League, einer Organisation gegen Diskriminierung und Diffamierung von Juden. Dann trugen sie die Orte von Trumps 275 Wahlkampfauftritten ein und unterteilten die USA in jene Bezirke, die Trump besucht hatte, sowie jene, die Trump nicht besucht hatte.

Natürlich könne die Analyse nicht beweisen, dass Trumps Rhetorik für den Anstieg der Hassverbrechen direkt verantwortlich sei. Allerdings seien von Republikanern verbreitete Thesen, dass Hassverbrechen von Linken nur inszeniert werden würden, um dem Präsidenten zu schaden, "bestenfalls unrealistisch". Trump und seine Anhänger hatten insbesondere nach der Jussie-Smollett-Affäre Hassverbrechen pauschal zu "Fake News" erklärt.

FBI: Hassverbrechen 2017 um 17 Prozent gestiegen

Die Bundespolizei FBI hatte vergangenen November in ihrer offiziellen Statistik für das Jahr 2016 bereits von einem Anstieg der Hassverbrechen um 17 Prozent berichtet (queer.de berichtete). Die meisten Hassverbrechen werden aus rassistischen Motiven begangen, jede sechste Tat aus Hass gegen Homo- oder Transsexuelle.

Bürgerrechtler hatten bereits kurz nach der Amtsübernahme von Präsident Donald Trump im Januar 2017 vor einem Anstieg der Hasskriminalität gewarnt, da die aggressive Rhetorik des republikanischen Politikers geradezu zu Straftaten gegen unliebsame Minderheiten animiere. LGBTI-Aktivisten machten den Präsidenten bereits für einen Anstieg der homophoben Gewalt verantwortlich – etwa für eine Verdoppelung der Hassmorde gegen sexuelle und geschlechtliche Minderheiten (queer.de berichtete). In Tweets hatte Trump derartige Vorwürfe gegen seine Person stets als "lächerlich" und als "Fake News" abgetan. (dk)

-w-

#1 NielsAnonym
  • 26.03.2019, 17:50h
  • Wen wunderts? Der Aufstieg der AfD wird hierzulande auch nicht gerade zu weniger Hass und Gewalt führen. Würden die Linken endlich aus ihren Fehlern lernen und die Sorgen des Durchschnittsbürgers wieder ernst nehmen, ließe sich dieser Aufstieg ja vielleicht noch aufhalten. Aber der Umgang der Linken mit Sahra Wagenknecht, die als einzige die Probleme der Bürger verstanden hat, zeigt, dass nichts dazugelernt wurde.
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#2 SoSoAnonym
#3 NielsAnonym
  • 26.03.2019, 20:30h
  • Antwort auf #2 von SoSo
  • Sahra hat niemals zu Nationalismus gerufen. Sie hat sich nur von der utopistischen Vorstellung einiger Linker in der Einwanderungsfrage abgewandt und eine realitätsnähere und effektivere Lösung (Sicherung der Grenzen bei gleichzeitiger Erhöhung der Entwicklungshilfe und Verbot von Waffenexporten) ausgesprochen und ist nicht die einzige Linke, die so denkt.
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