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Überraschung

Jussie Smollett: Staatsanwaltschaft lässt Anklage fallen

Die unglaubliche Geschichte um den schwulen Schauspieler geht weiter: Völlig überraschend lässt die Staatsanwaltschaft alle 16 Anklagepunkte fallen.


Auch wenn Smollett jetzt vollständig rehabilitiert werden sollte, sein Mug Shot wird ihn künftig überall hin verfolgen (Bild: Chicago PD)

Die Staatsanwaltschaft in Chicago hat am Dienstag überraschend alle Anklagepunkte gegen Jussie Smollett fallengelassen. Erst Anfang März hatte eine Grand Jury Anklage in 16 Punkten gegen den Schauspieler erhoben, weil er gegenüber Behörden falsche Angaben gemacht haben soll (queer.de berichtete). Der 36-Jährige, dem vorgeworfen wird, einen angeblich rassistisch und homophob motivierten Angriff auf ihn inszeniert zu haben, beteuerte stets seine Unschuld (queer.de berichtete).

"Er war ein Opfer, das verunglimpft und als Täter dargestellt wurde", erklärten laut US-Medien seine Anwältinnen Tina Glandian und Patricia Brown Holmes nach dem eilig einberufenen Gerichtstermin am Dienstag. Es seien "falsche und unangemessene Bemerkungen" gemacht worden, die in der Öffentlichkeit zu einem voreiligen Urteil geführt hätten. Jetzt sei der Schauspieler aber von der Anklage "reingewaschen" worden. "Jussie ist erleichtert, dass die Situation jetzt hinter ihm liegt, und er freut sich darauf, sich auf seine Familie, Freunde und seine Karriere zu konzentrieren."

In einer kurzen Stellungnahme nach Bekanntgabe der Entscheidung sagte Smollett vor Journalisten: "Ich war vom ersten Tag an ehrlich und habe mich nicht in Widersprüche verwickelt. Ich wäre nicht der Sohn meiner Mutter, wenn auch nur ein Teil der Vorwürfe wahr wären. Dies war eine schwierige Zeit für mich – ehrlich gesagt, die schlimmste meines Lebens."

Staatsanwaltschaft bleibt vage

Die Staatsanwaltschaft teilte mit, dass die Aufhebung der Anklagepunkte "angemessen" und "gerecht" sei, unter anderem weil Smollett seine Kautionszahlung nicht von der Stadtverwaltung zurückfordere. In einem kurzen Statement nannten die Ankläger keine konkreten Punkte, warum sie sich nach wochenlangem medialen Bombardement plötzlich umentschieden haben.

Der Fall Smollett hält seit Wochen die US-Medien in Atem: Der schwule Afroamerikaner hatte Ende Januar berichtet, er sei nachts in Chicago auf offener Straße von zwei Maskierten angegriffen und rassistisch und homophob beleidigt worden (queer.de berichtete). Kurze Zeit später war die Polizei aber davon überzeugt, dass die Attacke gestell wart: Smollett soll zwei Männern für den vorgetäuschten Angriff 3.500 Dollar (rund 3.100 Euro) gezahlt haben, weil er sich von seiner Opferrolle berufliche Vorteile erhofft habe (queer.de berichtete). Die Staatsanwaltschaft machte am Dienstag keine Angaben dazu, ob diese Einschätzung weiterhin besteht.

Für Smollett hatte die Anklageerhebung dramatische Folgen: Die Macher der Serie "Empire" hatten sich zunächst mit dem Schauspieler solidarisiert, danach aber erklärt, dass er in den letzten Folgen der noch laufenden Staffel nicht mehr auftauchen werde (queer.de berichtete). Ob er in der kommenden Staffel noch vorkommen wird, ist völlig unklar – die Serie schwächelte zuletzt in den Einschaltquoten und ist vom Sender Fox bislang noch nicht verlängert worden.

Die Debatte um Smollett hatte auch eine politische Dimension: Der Schauspieler hatte erzählt, dass die Angreifer "This is MAGA Country" skandiert hätten – MAGA steht für "Make America Great Again", das Mantra von Präsident Donald Trump. Nach Bekanntwerden der Vorwürfe gegen Smollett hatte das Weiße Haus das gesamte Konzept von Hassverbrechen für "Fake News" erklärt und behauptet, dass Linke damit nur Trump unter Druck setzen wollten. So zitiert Präsidentensohn Donald Trump Jr. Mitte Februar auf Twitter aus einem Meinungsartikel eines rechtspopulistischen Blogs: "Der Jussie-Smollett-Schwindel ist das, was passiert, wenn eine Kultur einen Fetisch aus dem Opferstatus macht." (dk)



#1 FredericAnonym
  • 26.03.2019, 18:42h
  • Er hat sich freigekauft, will er die Kaution nicht zurückfordert. Ein klassischer Deal.
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#2 der anonymeAnonym
  • 26.03.2019, 19:33h
  • vielelicht ist.er.einfahc auch nur unschuldig gewesen....unschukldvermutung muss auch weiterhin gelten..

    schon fies wie aus einem opfer ein Lügner gemacht wurde, ohen urteil..

    er.wirde oofer von gaybashern, solange nichts anderes bewiesen ist, bleibt er nur Opfer..

    ich dachte man sollte opfern.einfach mal glauben..
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#3 Patroklos
#4 Patrick SAnonym
  • 26.03.2019, 20:35h
  • Antwort auf #3 von Patroklos
  • Sehe ich ganz genauso. Die Staatsanwaltschaft hat die Anklagepunkte fallen lassen, um zu verhindern, dass sie sich vor Gericht bis auf die Knochen blamiert, weil sie offenbar wenig bis nichts gegen ihn in der Hand hatten.
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#5 DominikAnonym
  • 26.03.2019, 21:21h
  • Antwort auf #1 von Frederic
  • Sehe ich auch so, dieses Geschmäckle bleibt. Wenn er 100% unschuldig ist, so könnte er die Kaution problemlos zurückfordern. Ich vermute auch, dass es ein Deal war und die Staatsanwaltschaft es wegen Geringfügigkeit nun dabei belassen will.
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#6 DominikAnonym
  • 26.03.2019, 22:18h
  • Antwort auf #5 von Dominik
  • Außerdem, wenn ich das noch ergänzen darf, verstehe ich jetzt nicht, warum diese beiden Männer denn nicht postwendend angeklagt werden. Wenn Smollett doch die Wahrheit gesagt hat, wie er behauptet, dann hätte ja dieses Hassverbrechen stattgefunden und dann müssten ja jetzt auch - logischerweise - diese beiden Männer als Tatverdächtige angeklagt werden..?

    Der Fall ist auf jeden Fall ziemlich skurril.
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#7 Vater
  • 26.03.2019, 22:25h
  • Soviel zur Unschuldsvermutung...

    "Smollett-Schwindel", Lügner, aus der Staffel (oder sogar 'seiner' Serie) ausgeschrieben...

    Auch Trumps Sohn scheint es mit Anstand nicht so zu haben. Womöglich weiß der gar nicht, was eine Unschuldsvermutung ist.
    Sein Vater wird es ihm sicher nicht beigebracht haben.

    Die Welt ist wirklich aus den Fugen geraten.

    Einen Schauspieler gab es im weißen Haus ja schon einmal.
    Ein Kasperle ist allerdings etwas Neues - sogar ein bösartiges...
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#8 LillyComptonAnonym
  • 26.03.2019, 22:48h
  • Die Unschuldsvermutung gilt für Personal der Justiz.

    Die öffentliche Meinung ist nicht dazu verpflichtet solange keine Verleumdung dabei entsteht.

    Man kann ihn für schuldig oder unschuldig halten als Presse oder zvilist*in, das ist erlaubt.

    Wenn man das jetzt logisch betrachtet, hätte es die Zahlungen gegeben ließe sich das beweisen und nachverfolgen, was gute Journalisten ausgegraben hätten. Ob man den Nerv hat Kaution zurückzufordern oder nicht ist eine andere Sache. Wenn ich mir das leisten könnte würde ich drauf scheißen, hauptsache ich bin die los.

    Ich kann mir auch nicht vorstellen qarum er das erfinden sollte...

    Beispiele aus meinem Persönöichen Leben,
    Wir hatten Cops im Haus und die StA an der Backe weil Homophobe und Transphobe Machbarin behauptete wir würden unsere Hündin vögeln.

    Bei der Frage wie wir das gemacht haben sollten meinte sie wir hätten sie abwechselnd mit unseren Penissen penetriert.

    Ergebnis: wir haben Mösen. Geht also nicht.

    Gekündigt aus unserer Wohnung wurden wir trotzdem und wir hatten keinen Nerv uns weiter dagegen zu wehren. Also sind wir Umgezogen.

    Letztes Jahr hat mir ein aggressiver Jugentlicher an die Brüste gegrapscht und wollte mich zu Boden bringen. Ich hab mich gewejrt und ihn in die Flucht geschlagen.

    Die Zeitung hat behauptet ich wär aggressiv geworden und er hat sich gewehrt. Wie die darauf gekommen sind weiß ich auch nicht.

    Nagut wenn das Heterofrauen passiert ist das ein guter Aufmacher und der böse Junge usw. Bei mir war es die böse Lesbe wahrscheinlich...

    Wie sonst sollten die darauf kommen ohne konkrete Fakteb zu haben?

    Von daher...
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#9 TheDadProfil
#10 EulenspiegelAnonym
  • 27.03.2019, 13:58h
  • Antwort auf #9 von TheDad
  • Im weiter oben stehenden Artikel hier ist aufgeführt das es ein Deal war:

    Er fordert die 10.000$ nicht zurück und macht zusätzlich gemeinnützige Arbeit, dafür wirde die Anklage fallengelassen.

    Geräuschlos aus dem Weg geschschafft, bevor noch mehr Munition für MAGA-Anhänger gesammelt wird.
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