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Brunei

Steinigung von Homosexuellen: Clooney ruft zum Hotel-Boykott auf

Aus Protest gegen die Einführung der Todesstrafe für Lesben und Schwule in Brunei fordert Hollywood-Star George Clooney einen Boykott von Luxushotels im Besitz von Sultan Hassanal Bolkiah.


Schauspieler George Clooney setzt auf die Macht des Geldes (Bild: Nicolas Genin / wikipedia)

Hollywood-Star George Clooney hat wegen der Einführung der Todesstrafe für Homosexuelle in dem südostasiatischen Kleinstaat Brunei zu einem Boykott von Luxushotels im Besitz des herrschenden Sultans Hassanal Bolkiah aufgerufen. In einer Gastkolumne für das Filmportal "Deadline.com" listete der Oscar-Preisträger am Donnerstag neun Luxusherbergen in England, Frankreich, Italien und Kalifornien auf, die der Brunei Investment Agency gehören – darunter das vornehme Beverly Hills Hotel in Los Angeles.

Mit jedem Besuch dieser Hotels würde man dazu beitragen, die Ermordung unschuldiger Menschen zu finanzieren, mahnte Clooney. Der Star verwies auf die bevorstehende Verschärfung des Scharia-Strafrechts in dem Sultanat. Wenn Lesben und Schwule Sex miteinander haben, droht ihnen vom 3. April an, dass sie wie im Mittelalter zu Tode gesteinigt werden (queer.de berichtete). Bislang stehen auf homosexuelle Beziehungen bis zu zehn Jahre Haft.

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Boykott-Aufruf bereits vor fünf Jahren

Der Sultan sei einer der reichsten Männer der Welt, schreibt Clooney. Mörderische Regime könne man kaum ändern, aber man könne Banken und Unternehmen, die mit ihnen Geschäfte machen, an den Pranger stellen. Clooney räumte zugleich ein, dass er selbst unwissentlich – ohne seine "Hausaufgaben" gemacht zu haben – in einigen dieser Luxushotels abgestiegen sei.

Der Schauspieler verwies auf einen früheren Promi-Boykott mit Unterstützung von Oprah Winfrey und Ellen DeGeneres, als Brunei 2014 erstmals die Todesstrafe für Schwule und Lesben beschlossen hatte. Damals wurden Veranstaltungen und Empfänge unter anderem im Hotel Bel-Air und im Beverly Hills Hotel in Los Angeles aus Protest abgesagt (queer.de berichtete). Als Reaktion auf internationale Proteste verschob Brunei damals die Einführung der Todesstrafe. (cw/dpa)

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#1 Gerlinde24Ehemaliges Profil
  • 29.03.2019, 06:14h
  • Gut und richtig, was Herr Clooney macht, aber nicht genug! Seine Frau ist Anwältin für Menschenrechte. Wäre doch interessant zu sehen, wenn sie im Namen potenzieller Opfer des Sultans und des Scharia-"Rechts"Klage einreichen würde, oder das zum Thema der UN machen würde.
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#2 LotiAnonym
  • 29.03.2019, 11:10h
  • Antwort auf #1 von Gerlinde24
  • Kann es sein, das Seine Frau momentan mit familiären Dingen beschäftigt ist und damit schon genug zu tun hat? Zudem finde ich diese Aussage eines Superstars sehr richtig und wichtig. Wird vielleicht schon zu Stornierungen besagter Luxushotels dort geführt haben. Nur mal so nebenbei bemerkt.
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#3 Patrick SAnonym
  • 29.03.2019, 11:46h
  • Clooney hat das richtige gesagt: nur mit dem Geld kann man diesem Hassmensch wehtun. Politisch wird sich da kaum was regen, da Brunei ja Erdölland ist. Ich erinnere an Saudi Arabien und den Fall Kashoggi. Da spricht heute auch kein Politiker mehr drüber und Konsequenzen hatte das auch keine wahrnehmbaren.
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#4 JadugharProfil
  • 29.03.2019, 12:48hHamburg
  • Antwort auf #2 von Loti
  • Wegsehen, nur weil man andersweitig beschäftigt ist, wurde dem Deutschen immer angelastet. Im Dritten Reich sahen viele Menschen weg, als die Juden deportiert und ermordet wurden. Als ich meine Eltern diesbezüglich fragte, weshalb das geschah, sagten sie mir, daß viele mit ihren eigenen Problemen sehr beschäftigt waren, die die Kriegsverhältnisse mit sich brachten. So sollte auch Clooney's Frau durchaus gegen diese Menschenrechtsverletzungen etwas tun, auch wenn ihre Taten ins Leere laufen. Einen Versuch ist es wert.
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#5 LotiAnonym
  • 29.03.2019, 18:38h
  • Antwort auf #4 von Jadughar
  • Jetzt bringst Du aber etwas durcheinander. Ich schrieb nichts von wegen wegsehen. Glaubst Du nicht auch, das beide zusammen über die neuerliche Situation in diesem Land gesprochen haben? Zudem gibt es genügend andere Juristen, die dagegen vorgehen können und sollten. Weshalb soll jetzt unbedingt auch seine Frau öffentlich werden? Wir wissen doch gar nicht, ob beide ihre Verbindungen/Beziehungen spielen lassen um zumindest einen Boykott dieser Luxusanlage zu veranlassen.
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#6 Patroklos
#7 FrauenAnonym
#8 FrauenAnonym
  • 29.03.2019, 20:26h
  • Ich finde ebenfalls, dass das zu wenig ist. Da darf gern mehr Konsequenz gezeigt werden.
    Seine Frau und andere bekannte Leute (zum Beispiel auch Angelina Jolie) und alle, die an der entsprechenden Position sitzen, dürfen aktiv werden.
    Wenn Brunei seine menschenfeindliche Handlungen nur verschiebt, ist das Problem nicht gelöst, sondern nur verschoben.
    Es muss mehr geben als nur Protest.
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#9 PeerAnonym
  • 30.03.2019, 08:34h
  • Richtig so.

    Wenigstens engagiert sich mal jemand.

    Man kann solche Barbarenstaaten vielleicht nicht ändern, aber dann muss man denen nicht auch noch Geld geben.

    Und die Sprache des Geldes ist das einzige, was solche Fanatiker verstehen.
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#10 LotiAnonym
  • 30.03.2019, 08:39h
  • Antwort auf #7 von Frauen
  • Da stimme ich Dir voll zu. Frauen waren und sind mir immernoch ein Rätsel. Ist nicht negativ gemeint. Habe selbst meine Mutter nicht verstanden. Aber das ist ein anderes Thema.
    Mann muß öfter mal mit der Nase draufgetippt werden, so wie ich..;-))
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