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Erneute Wende

FBI prüft Einstellung des Verfahrens gegen Jussie Smollett

US-Präsident Trump nennt den Verzicht auf eine Anklage eine "Schande für unser Land". Dem schwulen Schauspieler war vorgeworfen worden, eine homophobe Attacke gegen ihn nur inszeniert zu haben.


Jussie Smollett wurde durch die TV-Serie "Empire" bekannt. Wegen der Ermittlungen wurde seine Rolle als homosexueller Sohn eines Hip-Hop-Moguls gestrichen (Bild: Dominick D / wikipedia)

Erneute Wende im Fall Jussie Smollett: Bundesbehörden in den USA wollen die Entscheidung der Justiz in Chicago prüfen, die Anklage gegen den Schauspieler wegen Vortäuschung einer Straftat fallenzulassen. Dies gab Präsident Donald Trump am Donnerstag persönlich in einer Twitter-Botschaft bekannt. Er sprach von einer "skandalösen" Entscheidung der Justiz in Chicago, die "eine Schande für unser Land" sei.

Twitter / realDonaldTrump

Nach Trumps Angaben nehmen die Bundespolizei FBI und das Justizministerium nun die Entscheidung der Staatsanwaltschaft unter die Lupe. Diese hatte überraschend alle Anklagepunkte gegen den schwulen Star der TV-Serie "Empire" fallen lassen, der einen rassistischen und homophoben Angriff auf sich inszeniert haben soll (queer.de berichtete).

Deal zwischen Smollet und Staatsanwaltschaft

Die Entscheidung der Staatsanwaltschaft ließ offen, ob dem Schauspieler nun Fehlverhalten vorzuwerfen sei oder nicht. Smolletts Anwälte sehen ihren Mandanten entlastet. Die Staatsanwaltschaft ihrerseits sprach von einem Deal beider Seiten: Im Gegenzug für die Beendigung der Anklage müsse Smollett gemeinnützige Arbeit leisten und die von ihm hinterlegten 10.000 Dollar Kaution preisgeben.

Smollett hatte Ende Januar berichtet, er sei nachts in Chicago auf offener Straße von zwei Maskierten angegriffen und rassistisch und schwulenfeindlich beleidigt worden. Dabei sei auch der Wahlkampfslogan von US-Präsident Donald Trump, "Make America Great Again", gerufen worden (queer.de berichtete). Der Fall sorgte für viel Aufsehen und Sympathiebekundungen für Smollett.

Die Polizei von Chicago hielt die Attacke für gestellt: Smollett soll sich selbst einen Drohbrief geschickt und anschließend zwei Bekannte mit dem vorgetäuschten Angriff beauftragt haben. Der Schauspieler soll sich von seiner Opferrolle berufliche Vorteile erhofft haben.

Präsident Trump hatte bereits vor seiner Intervention am Donnerstag Anlass gesehen, sich von höchster Stelle zu dem Fall zu äußern. Er warf Smollett vor einigen Wochen vor, Millionen seiner Anhänger mit "rassistischen und gefährlichen Kommentaren" diskreditiert zu haben. (cw/AFP)



#1 Ketzer
  • 29.03.2019, 03:54h
  • Ein US-amerikanischer Präsident hat ja auch nichts Besseres zu tun, als sich in derlei Justizangelegenheiten einzumischen.

    Oh, wait: passt gut zu seiner Strategie, die Justiz für seine politischen, populistischen und propagandistischen Ziele zu missbrauchen. Siehe auch diese aktuelle Meldung:

    www.fr.de/politik/donald-trump-will-obamacare-brechstange-ze
    rschlagen-11975315.html


    Dieser Mann führt sich auf wie ein größenwahnsinniges Kleinkind, dessen einziges Vergnügen es ist, Dinge und Menschen kaputtzuschlagen. Immer feste druff: Hauptsache, hinterher liegt alles in Schutt und Asche, und er wird später dafür in die Geschichtsbücher eingehen.

    We don't need another Nero.
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#2 Gerlinde24Profil
  • 29.03.2019, 06:21hBerlin
  • Antwort auf #1 von Ketzer
  • Trump ist kein Kleinkind, sondern ein rachsüchtiger Mensch, für den die Regeln nur für andere, nie aber für ihn und seine Familie gelten.
    Obama machte sich über ihn lustig, er will Obamacare zerschlagen.
    Smollett behauptet, die Angreifer waren Trump Fans, also will er ihn hinter Gittern sehen.
    Mueller hat gegen ihn ermittelt, und er wirft seinen Gegnern "Hochverrat" vor.
    So handelt kein zorniger, sondern ein rachsüchtiger Mensch. Wehe, er hat den Atomknopf in der Hand, wenn er sich ärgert!
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#3 DominikAnonym
  • 29.03.2019, 07:27h
  • Wenn jetzt auch noch das A...loch im Weißen Haus davon profitiert, wäre das Maximum an suboptimaler Folgewirkung erreicht. Andererseits ist es gut, wenn die Sache endlich aufgeklärt wird, denn der jetzige Stand der Dinge lässt einen nur ratlos zurück. Warten wir's ab.
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#4 AltoAnonym
  • 29.03.2019, 11:34h
  • Ich glaube Smollett sollte vor Gericht gestellt werden, damit Klarheit in die ganze Geschichte gebracht wird. Wir sehen dann die Beweise und es gibt Freispruch oder Knast. So wirkt das Ganze wieder, als wenn sich ein privilegierter, reicher Schauspieler freigekauft hätte und für ihn andere Gesetze gelten als für die meisten Menschen
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#5 TheDadProfil
  • 31.03.2019, 22:27hHannover
  • ""Dies gab Präsident Donald Trump am Donnerstag persönlich in einer Twitter-Botschaft bekannt. Er sprach von einer "skandalösen" Entscheidung der Justiz in Chicago, die "eine Schande für unser Land" sei.""..

    Deshalb kämpft der Präsident ja auch so verbissen darum den "Mueller-Report" als "geheim" einstufen zu lassen, und damit eine Anklage gegen ihn selbst zu verhindern..

    Ein Schelm wer Böses dabei denkt..
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