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Homo-"Heilung" per App

"Pray Away the Gay?" nun auch bei Google gelöscht

Vier Monate nach Apple, Microsoft und Amazon hat nun auch der US-Konzern Google ein extrem homophobes Programm für Smartphones aus seinem App Store entfernt.


Firmen-Logo auf dem Google Campus in Kalifornien (Bild: Shawn Collins / flickr)

Nach monatelangem Druck bietet nun auch Google das homofeindliche Programm "Pray Away the Gay?" in seinem App Store Google Play nicht mehr an. Man habe sich nach Beratungen mit Interessensgruppen zu dem Schritt entschlossen, erklärte ein Sprecher des US-Unternehmens zur Löschung des Smartphone-Programms.

"Pray Away the Gay?" war von der christlichen Organisation "Living Hope Ministries" mit dem Ziel entwickelt worden, queere Menschen zu "heilen" (queer.de berichtete). In der App wurde Nutzern unter anderem erklärt, dass Lesben und Schwule einen "destruktiven Lebensstil" hätten und trans Menschen unter "Geschlechterverwirrung" litten. Man könne sich aber von diesen "falschen Identitäten" befreien – und zwar durch Beten.

Die Organisation "Truth Wins Out", die gegen Homo-"Heiler" kämpft, hatte bereits seit Monaten gefordert, die App zu löschen, weil sie insbesondere junge Homo- und Transsexuelle in den Selbstmord treiben könne. Die amerikanischen Konzerne Apple, Amazon und Microsoft folgten diesem Aufruf bereits im Dezember. Eine Petition, mit der gegen das Anbieten der App bei Google protestiert wird, wurde von mehr als 140.000 Menschen unterzeichnet.

App-Macher: Sexualität darf nur monogam und heterosexuell sein

Auf ihrer Website wirbt die Organisation "Living Hope Ministries" mit einer "auf Jesus Christus gerichteten, biblischen Weltsicht zur Sexualität". Diese basiere "auf einer engagierten, monogamen und heterosexuellen Ehe auf Lebenszeit zwischen einem Mann und einer Frau". Alle anderen Beziehungen sehe der biblische Gott nicht als ideal an.

Für seine späte Reaktion wurde Google von der amerikanischen LGBTI-Organisation Human Rights Campaign abgestraft. Für ihren aktuellen Corporate Equality Index, der die LGBTI-Freundlichkeit von US-Unternehmen bewertet, wurde der Suchmaschinen-Konzern disqualifiziert. 2018 hatte Google noch die Höchstzahl von 100 Punkten erhalten.

Homo-"Heiler" versuchen durch sogenannte "Konversionstherapien", Homosexuelle zu Heterosexuellen und Transsexuelle zu Cissexuellen zu verwandeln. Inzwischen zeigen Studien jedoch übereinstimmend, dass eine derartige "Heilung" nicht möglich ist und sogar negative Auswirkungen auf die Patienten hat. Diese können von psychischen Problemen bis zu einem hohen Risiko für Suizid reichen (queer.de berichtete). Daher wird derzeit in Deutschland über ein Verbot von derartigen Therapien debattiert (queer.de berichtete). (cw)



#1 WayneAnonym
  • 31.03.2019, 13:30h
  • Es ist schon bemerkenswert, wie Volksverhetzung zu "Kultur" und "Meinungsfreiheit" wird, sobald man ihr einen religiösen Mantel anzieht. Das Ding wäre viel schneller verschwunden, hätte man seine höchsteigene abfälligen Ansichten nicht einem imaginären, allwissenden Schöpfer in den Mund gelegt.
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#2 TimonAnonym
  • 31.03.2019, 13:50h
  • Wieso reagiert Google erst immer dann, wenn der Image-Schaden zu groß wird?!

    Davor tun die nichts, was belegt, dass denen die Inhalte egal sind, solange es Kohle bringt. Und erst wenn es an die Kohle geht, werden die aktiv.
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#3 daVinci6667
  • 31.03.2019, 15:29h
  • (Auf ihrer Website wirbt die Organisation "Living Hope Ministries" mit einer "auf Jesus Christus gerichteten, biblischen Weltsicht zur Sexualität".)

    Ein bisschen naiv diese Organisation. Falls es diesen Jesus tatsächlich gegeben haben sollte, war dieser ziemlich sicher schwul.

    Hallo? Der hat sich ständig mit zwölf (!) gutaussehenden Männern umgeben! Die sollen untereinander nur immer brav gebetet haben? Kein realistisch denkender Mann glaubt sowas.

    Genausowenig wird heute in der Kirche nur gebetet. Ein grosser Teil der Priester in der kath Kirche ist erwiesenermassen schwul.

    Schade eigentlich dass noch kein Pornostudio es auch nur andeutungsweise an eine Story mit einen Jungen schönen Mann mit zwölf Aposteln herangewagt hat....
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#4 FinnAnonym
  • 31.03.2019, 15:52h
  • Antwort auf #3 von daVinci6667
  • ........................
    Ein grosser Teil der Priester in der kath Kirche ist erwiesenermassen schwul.
    .......................

    Und noch viel mehr sind offenbar pädophil und können das in der Kirche ungeniert ausleben und werden von ihren Kollegen gedeckt. DAS ist der Skandal. Und dieser Verein wagt es dann auch noch, sich moralische Urteile über andere anzumaßen.
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#5 daVinci6667
  • 31.03.2019, 16:38h
  • Antwort auf #4 von Finn
  • Die Frage die sich die RKK stellen müsste:

    Welcher gesunde junge Mann der eins mit sich und seiner Sexualität ist, unterwirft sich freiwillig einem Zölibat?

    Die Antwort: Kein einziger!

    Solange es ein Zölibat gibt, werden die falschen wie durch ein Magnet angezogen:

    Nämlich lauter Schrankschwestern, Impotente, Pädos und andere Perverse die glauben dort ein Versteck gefunden zu haben und die fälschlicherweise glauben, sich dort nicht mehr mit ihrer als leidvoll erlebte Sexualität auseinandersetzen zu müssen.

    Doch die kath Kirche denkt halt nur ans Geld: Solange Priester Kinderlos bleiben fällt deren Erbe zu ihr zurück. Die missbrauchten Kinder sind denen eigentlich vollkommen egal. Genau so schauts aus!
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#6 Ralph
  • 01.04.2019, 10:20h
  • zum Zölibat:

    Ich kenne kath. Priester, die sich für diesen Beruf in den 60er und 70er Jahren entschieden haben. Alle sagen mir, das sei angesichts ihrer strikt kath. Erziehung der beste Weg gewesen, mit ihrer Homosexualität umzugehen. Keine Frage, weshalb der Junge keine Freundin habe, und gleichzeitig Zugang zu einer Gruppe von mehrheitlich homosexuellen Männern gleichen Alters.

    zu Jesus:
    "Es war aber einer unter seinen Jüngern, welchen Jesus lieb hatte, der lag bei Tische an der Brust Jesu." Johannes-Evangelium 13, 22

    Mag man sich bei denken, was man will. Einerseits ist "lieb haben" nicht unbedingt Synonym für Liebe, sondern kann auch einfach tiefe Sympathie meinen. Andererseits erscheint die Beschreibung so starker körperlicher Nähe, ja Zärtlichkeit mit einem Mann, von dem der selbe Autor klargestellt hat, er sei Gottes Sohn (Johannes-Evangelium 1, 34), bemerkenswert. Zudem handelt es sich bei dem Jünger, den Jesus "lieb hat", um Johannes, den Jüngsten (da er der Überlieferung nach am Ende des 1. Jh. noch gelebt haben soll, so dass er um 30, d.h. zur Zeit Jesu, kaum 20 Jahre alt und entsprechend attraktiv gewesen sein dürfte) - und Jesus erspart ihm als einzigem Jünger das Martyrium, da er Jesu Wiederkehr noch erleben soll (Johannes-Evangelium 21, 22f.). Kann man schon auf Gedanken kommen.
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#7 TheDadProfil
  • 02.04.2019, 10:41hHannover
  • Antwort auf #3 von daVinci6667
  • ""Ein bisschen naiv diese Organisation. Falls es diesen Jesus tatsächlich gegeben haben sollte, war dieser ziemlich sicher schwul.""..

    Die Negation solcher "Organisationen" geht ja noch viel weiter, denn hier wird nicht nur eine wahrscheinliche Sexuelle Identität ignoriert, sondern zusätzlich negiert, der Mann könne Zeit seines Lebens jemals Sex gehabt haben..

    Was den damaligen Gepflogenheiten der Gesellschaft in der er lebte vollkommen widerspricht..
    Ein Mann mit 33 Jahren ist kein Single, und auch kein Mensch ohne Sex..
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