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April, April

Harry Potter ist (leider nicht) bisexuell

Der beste queere Aprilscherz kommt in diesem Jahr von PinkNews. Und in Magedeburg hat der CSD-Verein einen sensationellen archäologischen Fund gemacht.


Die sexuelle Orientierung von Harry Potter ist (noch) immer für einen Aprilscherz gut (Bild: Warner Bros.)

Harry Potter wird sich bald als bisexuell outen, schreibt das britische LGBTI-Portal PinkNews. Die Figur werde in der kommenden Buchreihe eine Liebesaffäre mit Ron Weasley haben, sage Autorin J.K. Rowling. Die Geschichte der neuen Roman-Trilogie spiele 19 Jahre nach den Ereignissen der Harry-Potter-Reihe. Harry hatte zuletzt Ginny Weasley, die Schwester seines besten Freundes Ron Weasley, geheiratet.

In der Reihe könnten sich Fans auf eine "intime Erfahrung" mit Ron freuen. PinkNews zitiert einen Sprecher: "JK Rowling freut sich darauf, in der neuen Serie die Sexualität von Harry Potter stärler zu erforschen." Die Geschichte ist zu schön, um wahr zu sein. Deswegen zählt sie aber zu den besten queeren Aprilscherzen in diesem Jahr.

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Auch Dumbledore hatte Coming-out


Albus Dumbledore (Bild: Warner Bros.)

Zuletzt gab es in der Harry-Potter-Welt ein viel beachtetes echtes schwules Outing von Dumbledore. Im März hatte Rowling erneut bestätigt, dass Dumbledore eine "sexuelle Beziehung" zum Zauberer Gellert Grindelwald habe. Im Kinofilm "Phantastische Tierwesen: Grindelwalds Verbrechen" gab es einen deutlichen Hinweis (queer.de berichtete). Zuvor hieß es noch, Dumbledore sei in dem Film nicht "ausdrücklich schwul" (queer.de berichtete).

In Magdeburg wird Sensationelles ausgegraben

Der CSD-Verein in Magdeburg will etwas Licht ins Dunkel der LGBTI-Geschichte der Stadt bringen. Hierfür habe das Team eine eigene Arbeitsgruppe gegründet. Sandrina Göttker habe mit der Aktenrecherche im Stadtarchiv begonnen und "etwas Sensationelles" entdeckt: "Zwischen zwei Akten habe ich eine dünne Mappe entdeckt, aus der etwas Glitzer rieselte. Das habe ich mir natürlich genauer angeschaut und erstmal an einen Witz gedacht." In der Akte sei zu lesen gewesen, dass am 19. November 1982 bei Bauarbeiten im Stadtteil Olvenstedt ein Skelett entdeckt wurde. Zunächst sei man davon ausgegangen, dass es sich um ein Pferd handele. Bei näherer Untersuchung habe man es aber nicht mehr leugnen können. Es habe sich um das versteinerte Skelett eines Einhorns gehandelt.

"Doch weshalb kam diese Geschichte nicht ans Licht?", fragen die Aktivist*innen. Sie zitieren den Archäologen Prof. Emanuel Erz-Sparlich, der sagte, es sei für die DDR einfach nicht haltbar gewesen: "Ein solcher Fund hätte die Weltgeschichte aus den Fugen gebracht. Alle wären nach Magdeburg geströmt, um das Einhorn zu sehen. Die Deutsche Demokratische Republik war in Gefahr!" Deshalb sei das Einhorn in einen Bunker nahe Niederndodeleben unter Verschluss gekommen. Am Dienstag mache der Verein am Bunker eine Besichtigung. Das Projekt zur LGBTI-Geschichte in der Stadt gibt es übrigens wirklich.

Grenzwertiger Scherz im "Münster Journal"

Das "Münster Journal" erlaubt sich, eine Rentnerin zur Karnevals-Stadtprinzessin zu machen. Der Scherz ist jedoch grenzwertig: "Eigentlich sollte zum Zeichen der Erneuerung der baufälligen Karnevalsstruktur ein Transgender Prinz werden, doch im Zeichen der Vereins- und Gesellschaftsüberalterung passe ich als alte Schachtel doch viel besser zum Narrenclub und von den umgedrehten Männern gibt es ja schon viel zu viele in den Vereinen." (cw)



#1 daVinci6667
  • 01.04.2019, 15:41h
  • .................
    Die Geschichte ist zu schön, um wahr zu sein.
    .................
    Nö, was hab ich denn davon wenn er bloss Bi wäre. Um wirklich zu träumen müsste er schon schwul sein. Dann wärs ne echt schöne Geschichte.
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#2 PiepmatzAnonym
  • 01.04.2019, 16:23h
  • Den Harry-Potter-Scherz finde ich recht gelungen, da er offenbar auch auf die größtenteils nur simulierte queere Diversität in Rowlings Werk anspielt: In Interviews werden queere Handlungsstränge angedeutet, in Büchern und Filmen ist davon aber wenig bis gar nichts zu sehen.

    "Rowlings verspätete Schein-Diversität ist keine echte Repräsentation, wie KritikerInnen [sic] betonen. Mit ihren nachträglichen Ergänzungen riskiert die Erfolgsautorin wenig bis nichts. Keine Einkommensverluste, keine nachhaltigen Shitstorms und Boykottaufrufe aus der rechten Ecke (wie zuletzt bei "Captain Marvel"), keine langwierigen Diskussionen mit ProduzentInnen oder Verlagen. Im Gegenteil! In der Harry-Potter-Fangemeinde gibt es meist noch Applaus für soviel "Offenheit". Im Werk sichtbare Diversität bleibt Rowling aber bis heute schuldig."

    "I'm sick of Rowling and her half-assed inclusivity. It doesn't count if she's telling us after the fact. That's not being an ally. That's trying to get brownie points. She loses nothing this way. Put it in the text or don't talk about it all."

    wienerin.at/dumbledore-ist-schwul-und-jk-rowling-heuchlerisc
    h
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