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Selbstbewusste Moderatorin

"Ich halte mich schon für eine der besten Entertainerinnen in dieser Nation"

Hella von Sinnen erklärt in einem Interview mit der "Süddeutschen Zeitung", warum sie als "übergewichtige, lesbische, 60-jährige Feministin" noch im deutschen Fernsehen auftreten darf.


Hella von Sinnen feierte im Februar ihren 60. Geburtstag (Bild: SAT.1)

  • 1. April 2019, 11:51h 15 2 Min.

Hella von Sinnen legt bei ihren TV-Auftritten Wert auf Glaubwürdigkeit. "Bei mir liegt nicht solch eine moderate Schmalzschicht auf den Worten, dass man gleich denkt: Wer hat dir das denn geschrieben?", sagte die Co-Moderatorin der Sat.1-Show "Genial daneben – Das Quiz" der "Süddeutschen Zeitung" vom Montag. Das komme auch bei Jugendlichen gut an. "Ich habe noch Street Credibility bei den Kids, die sich mit mir fotografieren wollen. Die halten mich für ehrlich und nicht für aufgesetzt."

Auch privat ist die Kölnerin medial sehr aktiv. "Ich habe zu Hause in jedem Raum einen Fernseher und der muss auch laufen." Ihr aktuelles Lieblingsprogramm: "Ich gucke zur Zeit vermehrt Dokus." Ihre Erkenntnis: "Ich halte mich schon für eine der besten Entertainerinnen in dieser Nation. Ich kann singen, ich kann moderieren, ich kann mich bewegen", erklärte von Sinnen. "Eigentlich ist es doch eine Sensation, dass ich als übergewichtige, lesbische, 60-jährige Feministin noch im Fernsehen sein darf."

Ihren sechsten runden Geburstag feierte Hella von Sinnen am 2. Februar (queer.de berichtete). Die 1959 in Gummersbach als Hella Kemper geborene Komikerin zählt zu den Urgesteinen des Privatfernsehens. Mit ihrer oft polarisierenden Art hat sie ein großes Verdienst daran, das in den Achtzigerjahren noch oft spießige Fernsehen und mit ihm auch Teile der Gesellschaft aufgelockert zu haben – vor allem dadurch, dass sie aus ihrer Homosexualität kein Geheimnis machte.

Sie sei "die einzige deutsche TV-Person, die mit ihrem Coming-out kokettiert hat", sagte von Sinnen 1993 dem "Spiegel". Sie musste sich sogar gegen den Verdacht wehren, in Wahrheit heterosexuell zu sein. Zur "Staatsaffäre" sei es geworden, als sie sich in Cornelia Scheel verliebte. Mit der Adoptivtochter des ehemaligen Bundespräsidenten Walter Scheel kämpfte sie Anfang der 90er für die gleichgeschlechtliche Ehe. Die Beziehung der beiden Frauen scheiterte 2014. (cw/dpa)

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#1 Episode12Anonym
  • 01.04.2019, 15:14h
  • "die Co-Moderatorin der Sat.1-Show "Genial daneben Das Quiz""

    Der (einzige) Moderator der Sendung ist H. E. Balder. Aber es würde mich nicht wundern, wenn von Sinnen sich für die Co-Moderatorin hielte.

    Ich erinnere mich an einen "anyway"-Talk zum Thema "Lesbische Superheldinnen". Von Sinnen war einer von vier Gästen, allerdings kamen die anderen kaum zu Wort, weil eine offensichtlich zunehmend alkoholisierte von Sinnen permanent dazwischenblökte, alles besser wusste, die Fragen beantwortete, die explizit an die anderen Gäste gestellt worden waren und die Moderation gleich noch mit übernahm. Sie konnte es nicht ertragen, mal für eine Minute nicht im Zentrum der Aufmerksamkeit zu stehen. Schade, dass die sichtlich genervte Moderatorin dem nicht gewachsen war und hilflos zuließ, dass diese Ego-Dampfwalze den ganzen Abend überrollte.

    Frau von Sinnen ist überall wirklich gut, wo ihre Lautstärke und ihre Dominanz auch hinpasssen. Ihre Unterhaltungsqualitäten und ihr politisches Engagement sind unbestritten. Privat möchte ich mit ihr lieber keine fünf Minuten im selben Raum sein.
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#2 Na jaAnonym
  • 01.04.2019, 15:45h
  • Na ja, eine der Besten. Das übertreibt die Gute aber maßlos.
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#3 LotiAnonym
  • 01.04.2019, 16:35h
  • Antwort auf #1 von Episode12
  • Ego Dampfwalze. Gut getroffen. Vermutlich gehört es zu ihrem Image so aufzutreten. Habe diese Talkshow nicht gesehen, doch finde ich solch betrunkene Auftritte einfach nur peinlich und dumm. Wer weiß, vielleicht ist sie ja privat ganz anders.
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