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Einzelkommentar zu:
Antidiskriminierungsstelle fordert dritte Geschlechtsoption für alle


#7 ZustimmungAnonym
  • 03.04.2019, 23:54h
  • Die jetzige Situation überlastet viele Betroffene und führt dazu, dass ein größer Teil der Diskriminierungserfahrungen nicht erfasst werden."

    Vollkommen richtig. Durch Mehrfachdiskriminierung sind viele sehr überlastet und haben dann entweder keine Energie mehr, um ein Gerichtsverfahren durchzustehen, manche haben keine Rechtsschutzversicherung, oder manche trauen sich eine Klage nicht, weil sie zum Beispiel beruflich in einem Bereich arbeiten, wo eine Klage schnell in Gesprächen verbreitet wird und wiederum zum Nachteil des Klägers werden kann.

    Was ich momentan problematisch finde ist, dass es vermehrt heißt:
    - "Hier gibt es keine Diskriminierung."
    - "Das unterstellen Sie uns nicht"
    Und beim kleinsten Anflug von Äußerungen, wo jemand etwas klarstellen möchte, wird sofort unterbrochen und diese Person buchstäblich zum Schweigen gebracht.
    Und zusätzlich wird vermehrt mit Kündigung gedroht oder gar umgesetzt.

    Das ist wirklich beängstigend. Denn das verhindert jede Kommunikation, die zu einer positiven Lösung führen kann/könnte. Man kann Homophobie oder Befindlichkeiten nicht durch Schweigen überwinden. Und die hardcore anti-Vielfalt oder anti-toleranz Leute, die meinen, sie müssten mit aller "Gewalt" ihre "Meinung" pflegen, werden immer lauter und aggressiver in ihrer Tonart.

    Zur Verdeutlichung: Einzelpersonen sind mit dieser in Mehrheit vorhandenen Personen (zum Beispiel am Arbeitsplatz), die homophob sind, oft hilflos ausgeliefert, und haben immer wieder keine Chance, diese Situation selbst zu klären oder mit diesen homophoben Menschen einen Umgang zu schaffen.

    Und selbst die verheerenden Auswirkungen werden wieder zum Nachteil der Betroffenen ausgelegt.

    Es ist wirklich erschreckend.
    Da müssen dringend Verbesserungen her.
    Ich hoffe, dass die SPD ihre Ziele durchpaukt und mehr Schutz (im GG) durch konkrete Gesetze erlassen können, wenn das auch viel zähe Überzeugungsarbeit kostet und sie eine Wand durchbrechen müssen (bezüglich der Blockade der CDU).

    Es kann nicht so weitergehen, das AGG gibt es nicht umsonst.
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