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- 25. August 2005 1 Min.
Köln Der Lesben- und Schwulenverband in Deutschland (LSVD) in NRW hat in einem Offenen Brief die Berichterstattung des WDR zum Papstbesuch in Köln kritisiert. In den an den WDR-Intendanten Fritz Pleitgen gerichteten Schreiben wird die "(bewusst?) einseitige Berichterstattung" kritisiert. Der WDR habe "offenbar nur die papstfreundlichen Redner zu Wort und Bild" kommen lassen, den Homoprotest gegen den Papst aber ignoriert. Der Westdeutsche Rundfunk hatte, als Bereitsteller der Live-Bilder für alle Sender weltweit, trotz guter Kameraposition den schwul-lesbischen Protest am letzten Donnerstag nicht gezeigt, sondern in dem Live-Bericht bei Vorbeifahrt des Papstmobils an der entsprechenden Stelle in das Gefährt gezoomt und jubelnde Menschen von einem anderen Platz dazugeschaltet. "Der WDR hat als öffentlich-rechtliche Landesrundfunkanstalt den Auftrag, informativ und investigativ zu berichten. Weiter kann die rundfunkgebührenzahlende Bevölkerung erwarten, dass zumindest das öffentlich-rechtliche Fernsehen ausgewogen und wahrheitsgemäß berichtet, was hier augenscheinlich nicht geschehen ist", so LSVD-NRW-Sprecher Oliver Schulzke, der allerdings den Sachverhalt verfehlt, indem er kritisiert, der WDR habe den Protest nachträglich herausgeschnitten. (nb)
Links zum Thema:
» LSVD-NRW-Protestbrief










